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vor 5 Monaten
„Wir sind die Staubsaugervertreter der Bundesrepublik“ „Es
passieren regelmäßig Dinge, die man sich ein paar Tage vorher gar
nicht vorstellen konnte“, erzählt Bianca Drogosch in der aktuellen
DienstTag-Folge. Langweilig sei der Berufsalltag der Diplomatin auf
jeden Fall nicht. N’Djamena, Rangun oder Ramallah, das waren die
Top-Drei auf der Wunschliste von Bianca Drogosch für ihren nächsten
Auslandsposten. Klingt weniger nach Cocktail-Empfang und mehr nach
Herausforderung und Risiko, passt aber zu der 36-jährigen
Diplomatin. „Es ist ein ganz toller Job, wenn man die Neugierde und
Bereitschaft mitbringt, sich auf anderen Kulturen und Menschen
einzulassen. Überspitzt formuliert sind wir ja so was wie die
Staubsaugervertreter der Bundesrepublik im Ausland.“ Die kleinen
Botschaften abseits der Weltmetropolen seien dabei oft die
interessanteren Posten, weil die Arbeit vor Ort abwechslungsreicher
und konkreter sei, erzählt Drogosch. Die Vertretung in Myanmar ist
in einem schlichten 70er-Jahre Bürohaus in Rangun untergebracht.
Neben den neun Diplomaten halten dabei vor allem die angestellten
Einheimischen den Betrieb aufrecht: „Ohne die Locals könnten wir
gar nicht arbeiten. Die sprechen die Landessprache, kennen Kultur
und Gewohnheiten in Myanmar, wissen, wen man anrufen muss, wenn
Ersatzteile fehlen oder Handwerker organisiert werden müssen.“ Nach
Militärputsch, Bürgerkrieg und Überschwemmungen wurde Myanmar im
Frühjahr auch noch von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Obwohl
die Bundesrepublik mit dem Militärregime keine offiziellen
Beziehungen unterhält, war die Hilfsbereitschaft trotzdem sehr
hoch. „Das die aktuelle Regierung dann aber versucht hat, die Hilfe
aus Drittstaaten als politisches Tool einzusetzen und Menschen, die
vom Widerstand gehaltenen Gebieten leben, vorzuenthalten, war schon
sehr frustrierend“, erinnert sich Drogosch. Umso wichtiger seien
für die Hilfe deshalb die Netzwerkarbeit der Diplomaten, die
direkten Kontakte zur Bevölkerung in Myanmar und in die
Zivilgesellschaft.
passieren regelmäßig Dinge, die man sich ein paar Tage vorher gar
nicht vorstellen konnte“, erzählt Bianca Drogosch in der aktuellen
DienstTag-Folge. Langweilig sei der Berufsalltag der Diplomatin auf
jeden Fall nicht. N’Djamena, Rangun oder Ramallah, das waren die
Top-Drei auf der Wunschliste von Bianca Drogosch für ihren nächsten
Auslandsposten. Klingt weniger nach Cocktail-Empfang und mehr nach
Herausforderung und Risiko, passt aber zu der 36-jährigen
Diplomatin. „Es ist ein ganz toller Job, wenn man die Neugierde und
Bereitschaft mitbringt, sich auf anderen Kulturen und Menschen
einzulassen. Überspitzt formuliert sind wir ja so was wie die
Staubsaugervertreter der Bundesrepublik im Ausland.“ Die kleinen
Botschaften abseits der Weltmetropolen seien dabei oft die
interessanteren Posten, weil die Arbeit vor Ort abwechslungsreicher
und konkreter sei, erzählt Drogosch. Die Vertretung in Myanmar ist
in einem schlichten 70er-Jahre Bürohaus in Rangun untergebracht.
Neben den neun Diplomaten halten dabei vor allem die angestellten
Einheimischen den Betrieb aufrecht: „Ohne die Locals könnten wir
gar nicht arbeiten. Die sprechen die Landessprache, kennen Kultur
und Gewohnheiten in Myanmar, wissen, wen man anrufen muss, wenn
Ersatzteile fehlen oder Handwerker organisiert werden müssen.“ Nach
Militärputsch, Bürgerkrieg und Überschwemmungen wurde Myanmar im
Frühjahr auch noch von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Obwohl
die Bundesrepublik mit dem Militärregime keine offiziellen
Beziehungen unterhält, war die Hilfsbereitschaft trotzdem sehr
hoch. „Das die aktuelle Regierung dann aber versucht hat, die Hilfe
aus Drittstaaten als politisches Tool einzusetzen und Menschen, die
vom Widerstand gehaltenen Gebieten leben, vorzuenthalten, war schon
sehr frustrierend“, erinnert sich Drogosch. Umso wichtiger seien
für die Hilfe deshalb die Netzwerkarbeit der Diplomaten, die
direkten Kontakte zur Bevölkerung in Myanmar und in die
Zivilgesellschaft.
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