Völkermord belohnt mit Riviera des Nahen Ostens? | Von Jochen Mitschka
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vor 5 Monaten
Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
Die "Säuberung" von Gaza wird schon seit vielen Jahren von
extremistischen Zionisten geträumt. Und nach der fast
vollständigen Zerstörung, und mit einem zionistischen
US-Präsidenten, waren sie dem Ziel noch nie so nahe. Viele Pläne
waren bereits kolportiert worden. Doch nun berichtet die
Washington Post, eine Zeitung, die in den letzten Jahrzehnten
immer mehr zum bewussten Heraussickern von
Regierungsinformationen durch die Politik genutzt wurde, was der
neueste Plan wart, die Palästinenser aus Gaza zu vertreiben, die
den Völkermord überlebten, um eine "Riviera an Israels Küste" zu
erschaffen. Karen DeYoung und Cate Brown schrieben am 31. August,
wie der Plan aussehen sollte:
"Gaza-Nachkriegsplan sieht 'freiwillige' Umsiedlung der
gesamten Bevölkerung vor - Die Trump-Regierung und internationale
Partner diskutieren Vorschläge zum Bau einer 'Riviera des Nahen
Ostens' auf den Trümmern des Gazastreifens. Ein Plan sieht die
Errichtung einer US-Kontrolle und die Bezahlung der Palästinenser
für ihre Flucht vor." (1)
Der Plan, zu dem natürlich kein Palästinenser aus Gaza befragt
worden war, scheint realisieren zu wollen, wovon der US-Präsident
Donald Tump schon zu Beginn des Jahres geschwärmt hatte. Die USA
sollten die Enklave für 10 Jahre "übernehmen" und dort etwas
realisieren, was ähnlich wie die Projekte Saudi-Arabiens klangen.
Es soll ein glanzvolles Tourismusresort und ein
Hightech-Produktions- und Technologiezentrum entstehen. Dieses
war bereits in einem White-Paper auf 38 Seiten beschrieben
worden, berichtet die Zeitung. Allerdings stören natürlich die
Einwohner bei diesen Plänen. Daher sollen die zwei Millionen
Menschen "zumindest vorübergehend" umsiedeln, am besten
"freiwillig" in andere Länder ausreisen, oder dürfen in bewachten
Lagern den Wiederaufbau beobachten.
Landbesitzern würde der Trust einen "digitalen Token" (2)
anbieten, im Austausch für das Recht zur Neuentwicklung ihres
Grundstücks, mit dem sie sich ein neues Leben anderswo
finanzieren oder den sie schließlich gegen eine Wohnung in einer
von sechs bis acht neuen „KI-betriebenen Smart Cities“
eintauschen könnten, die in Gaza gebaut werden sollen. Was
passiert, wenn der Trust in Konkurs geht, oder aus anderen
Gründen scheitert, wird nicht gesagt. Und das Ziel ist wohl eher,
die Palästinenser zu "überzeugen", 5000 US-Dollar und Zuschüsse
für vier Jahre Miete im Ausland und ein Jahr lang
Lebensmittelzuschüsse zu akzeptieren. Mit dem Wissen, dass Israel
keinen einzigen Palästinenser, der geflüchtet war, jemals wieder
nach Palästina zurückziehen ließ.
Der zu erwartende Bankrott des Trusts
Dazu muss ich einen Einschub machen. Es ist nicht zu erwarten,
dass ein solcher Trust wie oben skizziert eine reale Chance hat,
sich gegen die Konkurrenz, die in Saudi-Arabien, Katar, den
Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Golfdiktaturen
entstehen und geplant sind, wird durchsetzen können. Alleine
aufgrund der ungeheuerlichen Kriegsbeseitigungskosten, welche
gegenüber einem Projekt in der leeren Wüste kostenmäßig
chancenlos sein wird. Banken wissen das natürlich auch. Aber ganz
ohne Kredite von großen Banken wird das Projekt niemals starten
können. Und wenn der politische Druck auf die Banken groß ist,
wird es möglicherweise Kredite geben, aber nur gegen
Sicherheiten. Und die sind in solchen Projekten immer Landrechte.
...https://apolut.net/volkermord-belohnt-mit-riviera-des-nahen-ostens-von-jochen-mitschka/
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