Trumps letzte Hoffnung: Kuba! | Von Hermann Ploppa

Trumps letzte Hoffnung: Kuba! | Von Hermann Ploppa

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Der amtierende US-Präsident benötigt dringend einen
vorzeigbaren Erfolg für die Zwischenwahlen im November dieses
Jahres. Da bleibt nur der Überfall auf einen schwachen
Staat.


Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.


Donald Trump hat sich bei den Iranern eine blutige Nase geholt.


Selbst wenn der US-Präsident jetzt noch einmal eskaliert und zum
großen Schlag gegen das Reich der Perser ausholt: gewinnen kann
er nicht mehr. Denn die Lage ist zu verwickelt. Und es zeigt sich
gnadenlos, was auch kluge Denker im Dunstkreis der US-Eliten
immer wieder feststellen: die USA können zwar noch immer Kriege
gewinnen. Aber den Frieden haben sie in den letzten vier
Jahrzehnten immer wieder verloren. Die USA können nur noch
missliebige Strukturen zerstören. Aber anders als nach dem
Zweiten Weltkrieg sind sie nicht mehr in der Lage, das alte
System durch neue Strukturen zu überschreiben.


Den Irak des Saddam Hussein konnten sie in wenigen Tagen
überrollen und die irakischen Soldaten lebend im Wüstensand
begraben. Das Nachkriegselend indes bekamen sie nie in den Griff.
Denn sie ersetzten die sunnitischen Eliten durch schiitische
Eliten, deren Kompass zum Ayatollah Chomeini in Teheran
ausgerichtet war. In Afghanistan setzten die Amerikaner auf die
Steinzeit-Islamisten von der Taliban. Die machten dann, was sie
für richtig hielten und verjagten zum Schluss noch die GIs mit
Schmach und Schande.


Der Iran dürfte für die Zerstörer aus Warshington noch viel
schwerer zu bändigen sein. Und die Situation ist eh’ schon so
verwickelt, dass Trump damit keine gute Laune für die
Zwischenwahlen im November dieses Jahres herstellen kann. Dann
nämlich müssen sich alle Mitglieder des Unterhauses des
Washingtoner Kongresses der Wiederwahl stellen, und eine ganze
Reihe der Senatoren aus dem Oberhaus ebenfalls.


Und Trump hat bereits mithilfe der politischen Epstein-Maschine
einige seiner Widersacher aus dem Weg geräumt. Denn wer
wiedergewählt werden will von der Bevölkerung, der muss sich erst
mal in seiner eigenen Partei als Kandidat aufstellen lassen. Und
es traf da rein zufällig den Republikaner Thomas Massie, der
störrisch darauf bestand, trotz Iran-Krieg die peinlichen
Epstein-Akten weiter in aller Öffentlichkeit aufarbeiten zu
lassen.


Trumps Freunde von der Israel-Lobby-Organisation AIPAC sorgten
mit mehr oder weniger sanftem Druck dafür, dass das Stimmvolk der
Republikaner den Saubermann Massie als Kandidaten für das
Repräsentantenhaus im November abwählte. Dann traf es noch rein
zufällig den Senator Bill Cassidy aus Louisiana, der sich für
eine Amtsenthebung von Donald Trump ausgesprochen hatte. Die
Epstein-Maschine hat auch Cassidy politisch zur Strecke gebracht.


Nachdem jetzt Trumps Gegner in der Republikanischen Partei auf
stumm geschaltet und eingeschüchtert sind, muss allerdings immer
noch der ordinary American, also der einfache Mann, die einfache
Frau von der Straße, Trumps Epstein-Maschine ihre Zustimmung am
wie immer unbestechlichen Wahlautomaten erteilen. Während früher
US-Präsidenten mit militärischen Überfällen auf wehrlose Nationen
das Wahlvolk hinter sich vereinen konnten, klappt das bei Trump
bislang nicht. Die US-Amerikaner reagierten eher genervt auf
Trumps militärische Eskapaden. Trump hat so schlechte
Zustimmungswerte wie kein anderer US-Präsident jemals zuvor (1).


Mit Innenpolitik und Finanzen kann Trump jedenfalls nicht
punkten. Vierzig Billionen Dollar Staatsschulden. Wachsende
Zeltstädte für Obdachlose. Lebensmittelmarken für bedürftige
Familien. Von Trumps paramilitärischen Terrortruppen gestifteter
sozialer Unfrieden. Schmutziger Insiderhandel der Trump-Dynastie
(2). Das Maß ist voll.


Im Inland kann Trump nichts mehr reißen. Doch es gibt noch einen
letzten Trumpf für Trump: wie wäre es, mal wieder ein schwaches
Land zu überfallen und das dann als große Heldentat zu verkaufen?


...https://apolut.net/trumps-letzte-hoffnung-kuba-von-hermann-ploppa/


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