Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 6 Monaten
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Wie ist es um die Ladeinfrastruktur
bei E-Autos bestellt?
Wie gut ist die Infrastruktur für Elektromobilität in
Deutschland? Zu diesem Thema gibt es sehr unterschiedliche
Einschätzungen. Darauf weist Auto-Medienportal.Net hin. Danach
führt die Bundesnetzagentur für Deutschland zum 1. Juli 2025 mehr
als 131.000 öffentlich nutzbare Normalladepunkte und über 40.500
Schnellladepunkte auf. Dazu kommen weitere Möglichkeiten zur
Energieversorgung batterieelektrischer Pkw (BEV) wie private
Wallboxen und firmeninterne Ladepunkte für
Mitarbeiter.
Diesem Angebot stehen rund 1,7 Millionen reine E-Fahrzeuge
gegenüber. Damit deckt die Infrastruktur in Deutschland nach
Einschätzung der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ)
den Bedarf für öffentliches Laden rein rechnerisch ausreichend
ab. Für dieses Jahr gehen Experten davon aus, dass der Ausbau der
Ladeinfrastruktur minimal schneller voranschreitet als das
Wachstum des E-Auto-Bestands.
Warum wird das öffentliche Ladenetz dennoch so
unterschiedlich bewertet? Entscheidend sind individuelle
Bedingungen am Wohn- oder Arbeitsort sowie Erfahrungen entlang
von Reiserouten, betont die Stuttgarter Prüf- und
Sachverständigenorganisation. Denn öffentliche Ladepunkte sind in
Deutschland ungleichmäßig verteilt. Hoch ist die Abdeckung eher
im Süden und Norden der Republik, geringer im Osten. Der Westen
liegt im Mittelfeld. Verglichen wird dabei die relative Dichte
unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl.
Der Kreis Groß-Gerau in Hessen ist mit rund 412 Ladepunkten
je 100.000 Einwohnern einer der Spitzenreiter in der Republik.
Besonders dicht ist die Ladeinfrastruktur in der Opel-Stadt
Rüsselsheim. Wenige Kilometer weiter finden sich laut GTÜ Orte
mit ganzen Stadtteilen ohne öffentliche Ladestationen. Zudem
werden immer wieder neben hohen Strompreisen eine zu geringe Zahl
von Ladepunkten an Autobahnraststätten und über längere Zeit
defekte Ladesäulen als Kritik an der Ladeinfrastruktur genannt.
Vor allem beim spontanen Laden unterwegs an Fernstraßen fallen
teils erhebliche Kosten an. Das betonte Ende Juli 2025 der ADAC
nach einer Stichprobe von Ladepunkten an deutschen Autobahnen.
Für Kunden mit Ladestromverträgen kann der Unterschied beim
Ad-hoc-Laden über 60 Prozent teurer sein als an Säulen des
eigenen Vertragspartners.
(aum)
Alle Fotos: GTÜ via Autoren-Union
Mobilität
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20250813_kvp.mp3
Weitere Episoden
vor 6 Tagen
vor 1 Woche
vor 2 Wochen
vor 3 Wochen
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)