Zwischen Bots, Agenten und 20 Kilo Fleisch

Zwischen Bots, Agenten und 20 Kilo Fleisch

vor 11 Monaten
Bot, Tool, Agent und Agentic einfach erklärt
39 Minuten
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Beschreibung

vor 11 Monaten
Bot, Tool, Agent oder gleich Agentic-Netzwerk? Wo genau verläuft
eigentlich die Grenze? Mark und Jens starten diese Folge erst mal
mit einem Fussel-Check zur letzten Ausgabe: Nicht Anthropic (die
Firma hinter Claude) wurde von Salesforce gekauft, sondern das
kleine Startup Convergence.ai, ein Anbieter, der genau die
Browser-Steuerungsfähigkeit mitbrachte, die ein echter Agent
braucht. Danach räumen die beiden systematisch die Begriffswelt
auf: Ein Eliza-artiger Bot antwortet nur auf Prompts, ohne eigenen
Plan. Ein Tool wie ein per MCP angebundenes Blender-3D-Programm
erweitert diesen Bot um konkrete Fähigkeiten. MCP wird hier
treffend als "USB-Schnittstelle für Software" beschrieben. Ein
Agent dagegen bekommt ein Ziel statt eines Prompts und verfolgt es
eigenständig, behält dabei Kontext über eine längere Zeitspanne.
Und sobald mehrere Agenten koordiniert oder unkoordiniert an
ähnlichen oder unterschiedlichen Zielen arbeiten, landet man beim
größten Begriff des Tages: Agentic. Wie konkret das wird, zeigt die
titelgebende Anekdote: Mark lässt einen KI-Agenten (im
OpenAI-Umfeld, nach einer Verwechslung mit Manus aus der letzten
Folge aufgeklärt) eine komplette Grillparty für 20 Gäste
organisieren: Rezepte für Vorspeise, Grill und Salate,
Einkaufsliste, Lieferfenster beim Supermarkt, alles bis zum
fertigen Bestellvorschlag. Kurz danach plant derselbe Agent-Ansatz
einen mehrtägigen Familientrip nach Dresden und Berlin inklusive
Hund, Kulturprogramm und Buchungsoptionen. Nebenbei fällt auch
Perplexity als früher Vorreiter, der Quellenangaben und Shopping
direkt im Chat verbindet. Das ist ein Punkt, der bei den beiden
immer wieder zum eigentlichen Kernthema führt: Vertrauen. Denn
genau das bleibt die offene Flanke: Wer haftet, wenn ein Agent oder
ein ganzes Agentic-Netzwerk eigenständig handelt? Braucht man als
Mensch weiterhin Quellenangaben, um ein Ergebnis zu akzeptieren,
oder reicht am Ende nur noch das fertige Resultat? Mark und Jens
verorten das explizit als IT-Security- und Identitätsfrage, nicht
als reines UX-Detail. Am Ende drehen sie die berühmte These um: KI
ist nicht die letzte Erfindung der Menschheit, sondern ein
Werkzeug, das im Zusammenspiel mit Menschen noch ganz neue
Erfindungen ermöglichen wird: "KI demokratisiert IT", weil
plötzlich viel mehr Menschen mit natürlicher Sprache Dinge tun
können, die vorher Fachwissen erforderten.

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