Richtig Atmen beim Klettern & Bouldern: Weniger Pump, mehr Kraft & Fokus | Folge 93
21 Minuten
Beschreibung
vor 7 Monaten
In dieser Folge von Klettern – einfach festhalten geht es um ein
oft unterschätztes Thema: die richtige Atmung beim
Klettern und Bouldern. Viele Klettererinnen und
Bouldererinnen glauben, dass tiefes Einatmen und viel Luft im
Brustkorb automatisch zu mehr Kraft und Ausdauer führt. Doch
stimmt das wirklich? In dieser Episode erfährst du, warum die
Atmung beim Klettern viel mehr ist als nur
Sauerstoffaufnahme, wie du deinen Körper über die Atmung
entspannen kannst – und warum ein kontrollierter Atemfluss den
Unterschied zwischen einem Sturz und dem erfolgreichen Durchstieg
machen kann.
Wir räumen mit dem Irrtum auf, dass zu wenig Sauerstoff in den
Muskeln für das „Zulaufen“ der Unterarme verantwortlich ist. Du
lernst, warum die Muskeln beim Klettern in Wahrheit deshalb
übersäuern, weil sie kurzfristig auf anaerobe
Energiebereitstellung umschalten müssen – und was das
für deine Atmung bedeutet. Außerdem spreche ich darüber, warum es
beim Klettern nicht darum geht, mehr Sauerstoff einzuatmen,
sondern überschüssiges CO2 effizient abzuatmen,
um das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper stabil zu halten. Zu
hoher oder zu niedriger CO2-Gehalt kann nicht nur deine Leistung
mindern, sondern auch zu Symptomen wie Herzrasen, Schwindel oder
Krämpfen führen.
Du erfährst, wie deine Atmung direkten Einfluss auf dein
vegetatives Nervensystem hat – und damit auf
Anspannung oder Entspannung. Ich erkläre, warum längeres Ausatmen
den Parasympathikus aktiviert und so für Ruhe,
einen klaren Kopf und weniger schwitzige Hände sorgt. Gerade beim
Lead-Klettern und in stressigen Situationen kann eine ruhige,
bewusste Atmung den Unterschied machen, ob du die Schlüsselstelle
meisterst oder scheiterst.
Natürlich geht es auch um die Corepower durch
Atmung: Wie kannst du mit kontrolliertem Ausatmen
Körperspannung aufbauen, ohne dein Nervensystem unnötig in
Alarmbereitschaft zu versetzen? Was können wir uns von
Klettergrößen wie Chris Sharma und Adam Ondra abschauen, die bei
harten Zügen hörbar ausatmen oder sogar schreien? Ich gebe dir
Tipps, wie du bei schweren Zügen oder Bouldern durch gebremstes
Ausatmen und bewusste Atemführung maximale Stabilität erzielst.
Praktische Tipps aus dieser Folge:
Atme beim Klettern möglichst durch die Nase – das hilft, die
Atmung ruhig und tief zu halten.
Vermeide hektisches, flaches Atmen: Es führt schnell zu einem
CO2-Mangel und schwächt deine Leistungsfähigkeit.
Halte nicht unnötig die Luft an – kontrolliertes Ausatmen
(auch in Form eines kurzen Schreis) gibt dir Stabilität.
Nutze bewusst längeres Ausatmen, um dich zu beruhigen und den
Überblick zu behalten.
Hör rein und lerne, wie du mit der richtigen Atmung Pump
vermeidest, deine Kletterleistung
verbesserst und dabei gelassener bleibst – egal ob am
Fels oder in der Halle!
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00:00:00 Intro
00:01:13 Anekdote & eigene Erfahrung
00:03:52 Irrtümer der Sauerstoffversorgung
00:10:44 Auswirkung auf unsere Leistung
00:14:29 Ruhige Atmung nicht immer die Lösung
00:14:50 Core-Power & Schreien
00:18:00 Tipps für die Wand
00:19:50 Outro
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