Episode 235: Publikumswunsch - Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Episode 235: Publikumswunsch - Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Revionist Western, Anti-Western, Post Western oder wie auch immer man dieses spezielle Subgenre bezeichnen will. In elegischen Bildern erzählt, düster, grimmig, realistisch und melancholisch.
1 Stunde 36 Minuten
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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...

Beschreibung

vor 8 Monaten
Jesse Woodson James, geboren 1847 in Missouri, ist einer der
berühmtesten Revolverhelden des Wilden Westens. Schon zu Lebzeiten
wurde er Dank des Wohlwollens eines Zeitungsredakteurs zur Legende.
Trotz zahlloser Überfälle und Morde wurde er zum Helden stilisiert,
zu einem Robin Hood des Wilden Westens, dessen Tod seinen
Legendenstatus nur unterstrich. Aber in Andrew Dominiks Film The
Assassination of Jesse James aus dem Jahr 2007 geht es nicht nur um
den berühmten Kriminellen, sondern auch - wie der ganze Titel
offenbart - um seinen Mörder, den Feigling Robert Ford. Dieser
stößt als großer Bewunderer und Verehrer zusammen mit seinem Bruder
zu Jesses Bande, als diese bereits nur noch ein Schatten ihrer
einstigen Größe ist. Gemeinsam begehen sie in den 1880er Jahren
Raubzüge, überfallen Eisenbahnen, vor allem sind sie aber ständig
auf der Flucht vor dem Gesetz, verschanzen sich in den Farmen bei
ihren Familien und versuchen, soweit es geht inkognito zu leben.
Jesse James wird dabei mehr und mehr von seinem Misstrauen
geleitet. Überall wittert er Betrug und Verrat und hat auch keine
Skrupel dabei, die Verdächtigen eigenhändig umzubringen. Nicht ganz
zu Unrecht, erodiert die Bande doch aus dem Inneren heraus.
Schließlich wird es Robert sein, der Jesse an seine Häscher verrät
und sogar eigenhändig erschießt. Und so wird er selbst zur Legende,
wenn auch anders, als er es sich vorgestellt hat. Und damit haben
wir fast drei Stunden Western vor uns; Revionist Western,
Anti-Western, Post Western oder wie auch immer man dieses spezielle
Subgenre bezeichnen will. In elegischen Bildern erzählt, düster,
grimmig, realistisch und melancholisch. Johannes, gelingt es Andrew
Dominik dem Genre und der Legende um Jesse James und seinen Mörder
eine neue Perspektive zu abzuringen?

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