Thomas Uhr, Can-Am: „Wir denken Elektromotorräder neu“
Im Gespräch mit Thomas Uhr, Chief Technology Officer BRP (Can-Am)
27 Minuten
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Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und mehr
Beschreibung
vor 7 Monaten
In der aktuellen Folge meines Podcasts hatte ich einen spannenden
Gesprächspartner zu Gast: Thomas Uhr, Chief Technology Officer bei
BRP, also Bombardier Recreational Products. Vielleicht sagt der
Name BRP nicht jedem sofort etwas – die Marken dahinter kennt man
dagegen umso besser: Ski-Doo, Sea-Doo, Can-Am. Und genau um
Letztere ging es im Gespräch – konkret um die neuen
Elektromotorräder Can-Am Pulse und Can-Am Origin. Thomas
verantwortet bei BRP alles, was mit Technologie zu tun hat – von
der Idee bis zur Umsetzung, inklusive Einkauf. Oder wie er es
selbst formuliert: „Wenn die Dinger nicht funktionieren, ist es
meine Schuld.“ Er sprach mit mir über die Rückkehr von BRP in die
Motorradwelt – dieses Mal nicht mit Verbrennern, sondern
vollelektrisch. Das Spannende dabei: BRP hat eine lange Historie im
Powersport, vom ersten Schneemobil über Jetboote bis hin zu
Dreirädern wie dem Can-Am Spyder. Nun kehrt das Unternehmen mit den
neuen E-Bikes auf zwei Räder zurück – und setzt dabei auf viel
Erfahrung und technologische Eigenleistung. Beide Modelle – Pulse
(für die Straße) und Origin (für den Offroad-Einsatz) – basieren
auf einem gemeinsamen Powerpack, bestehend aus Batterie, Inverter,
Elektronik und Software. Dieses stammt vom Tochterunternehmen
Rotax, das in Österreich sitzt und seit Jahrzehnten unter anderem
auch Flugzeugmotoren baut. „Wir denken in Familien – auch bei
unseren Motorrädern. Das erlaubt uns, Synergien zu nutzen.“
Natürlich bringt Elektromobilität im Motorradsegment besondere
Herausforderungen mit sich: begrenzter Bauraum, striktes
Gewichtslimit und extrem hohe Ansprüche an Fahrverhalten und
Gewichtsverteilung. „Wenn ein Schneemobil zu schwer wird, wird es
zum Schnee-U-Boot. Das gilt in abgewandelter Form auch fürs
Motorrad.“ Gleichzeitig ist der Preisdruck hoch – oberhalb von
10.000 Euro beginnt die Schmerzgrenze für viele Kunden. Deshalb hat
sich BRP bewusst für eine Hochvolt-Technik (rund 400 Volt)
entschieden – trotz höherer Kosten. Der Vorteil: spürbar bessere
Ladezeiten und mehr Leistungsreserven. Die Batterie ist
wassergekühlt, was die thermische Belastung senkt und Ladezyklen
von 20 auf 80 Prozent in rund 45 bis 50 Minuten erlaubt. „Ich fahre
oft zu einem See, esse meine Forelle – und währenddessen lädt das
Motorrad wieder auf 80 Prozent. Das passt perfekt in den Alltag“,
so Thomas über sein Fahrprofil. Die Reichweite liegt zwischen 140
und 170 Kilometern – ausreichend für urbane Pendelstrecken oder
spontane Wochenendtouren. Touren über 1000 Kilometer sind bewusst
nicht im Fokus. „Das ist kein Motorrad für die dreiwöchige
Urlaubstour – es ist ein Bike für Menschen, die zur Uni oder Arbeit
fahren und am Wochenende mal raus wollen.“ Genau dieses Segment
will BRP bedienen – mit leichten, wendigen und spaßorientierten
E-Motorrädern. Besonders beeindruckt hat mich das Fahrgefühl, wie
Thomas es beschreibt: kein Kuppeln, kein Schalten, nur purer
Fahrspaß. „Ich war mir sicher, dass ich das Elektromotorrad nicht
mögen werde – aber nach zwei Runden war ich begeistert.“ Auch die
Re-Gen-Funktion, bei der durch Zurückdrehen des Gasgriffs
rekuperiert und automatisch verzögert wird, sorgt für ein neues
Fahrerlebnis. „Ich fahre kurvige Landstraßen fast ohne Bremse – das
ist entspannt und fokussiert. Ich gucke mehr auf den Kurvenausgang
als auf den Drehzahlmesser.“
Gesprächspartner zu Gast: Thomas Uhr, Chief Technology Officer bei
BRP, also Bombardier Recreational Products. Vielleicht sagt der
Name BRP nicht jedem sofort etwas – die Marken dahinter kennt man
dagegen umso besser: Ski-Doo, Sea-Doo, Can-Am. Und genau um
Letztere ging es im Gespräch – konkret um die neuen
Elektromotorräder Can-Am Pulse und Can-Am Origin. Thomas
verantwortet bei BRP alles, was mit Technologie zu tun hat – von
der Idee bis zur Umsetzung, inklusive Einkauf. Oder wie er es
selbst formuliert: „Wenn die Dinger nicht funktionieren, ist es
meine Schuld.“ Er sprach mit mir über die Rückkehr von BRP in die
Motorradwelt – dieses Mal nicht mit Verbrennern, sondern
vollelektrisch. Das Spannende dabei: BRP hat eine lange Historie im
Powersport, vom ersten Schneemobil über Jetboote bis hin zu
Dreirädern wie dem Can-Am Spyder. Nun kehrt das Unternehmen mit den
neuen E-Bikes auf zwei Räder zurück – und setzt dabei auf viel
Erfahrung und technologische Eigenleistung. Beide Modelle – Pulse
(für die Straße) und Origin (für den Offroad-Einsatz) – basieren
auf einem gemeinsamen Powerpack, bestehend aus Batterie, Inverter,
Elektronik und Software. Dieses stammt vom Tochterunternehmen
Rotax, das in Österreich sitzt und seit Jahrzehnten unter anderem
auch Flugzeugmotoren baut. „Wir denken in Familien – auch bei
unseren Motorrädern. Das erlaubt uns, Synergien zu nutzen.“
Natürlich bringt Elektromobilität im Motorradsegment besondere
Herausforderungen mit sich: begrenzter Bauraum, striktes
Gewichtslimit und extrem hohe Ansprüche an Fahrverhalten und
Gewichtsverteilung. „Wenn ein Schneemobil zu schwer wird, wird es
zum Schnee-U-Boot. Das gilt in abgewandelter Form auch fürs
Motorrad.“ Gleichzeitig ist der Preisdruck hoch – oberhalb von
10.000 Euro beginnt die Schmerzgrenze für viele Kunden. Deshalb hat
sich BRP bewusst für eine Hochvolt-Technik (rund 400 Volt)
entschieden – trotz höherer Kosten. Der Vorteil: spürbar bessere
Ladezeiten und mehr Leistungsreserven. Die Batterie ist
wassergekühlt, was die thermische Belastung senkt und Ladezyklen
von 20 auf 80 Prozent in rund 45 bis 50 Minuten erlaubt. „Ich fahre
oft zu einem See, esse meine Forelle – und währenddessen lädt das
Motorrad wieder auf 80 Prozent. Das passt perfekt in den Alltag“,
so Thomas über sein Fahrprofil. Die Reichweite liegt zwischen 140
und 170 Kilometern – ausreichend für urbane Pendelstrecken oder
spontane Wochenendtouren. Touren über 1000 Kilometer sind bewusst
nicht im Fokus. „Das ist kein Motorrad für die dreiwöchige
Urlaubstour – es ist ein Bike für Menschen, die zur Uni oder Arbeit
fahren und am Wochenende mal raus wollen.“ Genau dieses Segment
will BRP bedienen – mit leichten, wendigen und spaßorientierten
E-Motorrädern. Besonders beeindruckt hat mich das Fahrgefühl, wie
Thomas es beschreibt: kein Kuppeln, kein Schalten, nur purer
Fahrspaß. „Ich war mir sicher, dass ich das Elektromotorrad nicht
mögen werde – aber nach zwei Runden war ich begeistert.“ Auch die
Re-Gen-Funktion, bei der durch Zurückdrehen des Gasgriffs
rekuperiert und automatisch verzögert wird, sorgt für ein neues
Fahrerlebnis. „Ich fahre kurvige Landstraßen fast ohne Bremse – das
ist entspannt und fokussiert. Ich gucke mehr auf den Kurvenausgang
als auf den Drehzahlmesser.“
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