Die Krise der Vernunft | Von Felix Feistel
26 Minuten
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Beschreibung
vor 8 Monaten
Ein Standpunkt von Felix Feistel.
Nicht erst seit dem Coronatotalitarismus zeigt sich vor Allem im
globalen Norden und im politischen Westen eine enorme Krise.
Europa und Nordamerika, die Epizentren der Industrialisierung,
des sogenannten Fortschritts und die Speerspitze der entwickelten
Staaten, zeichnen sich seit Jahrhunderten durch Extreme, vor
allem extreme Gewalt, Unterdrückung und globale
Hegemonialansprüche aus. Doch seit etwa einem Jahrhundert
scheinen die Extreme zuzunehmen. Zwei vernichtende Weltkriege,
die systematische Verfolgung und Auslöschung von Minderheiten,
Kriege, die überall auf der Welt um Ressourcen und Machtansprüche
geführt werden, und die Menschheit immer wieder an den Rand der
nuklearen Auslöschung treiben, all das findet in großer
Konzentration im globalen Westen und von diesem ausgehend in den
ehemaligen Kolonialgebieten statt.
Auch innerhalb der westlichen Gesellschaften erleben wir immer
wieder geradezu wahnhafte Zeiten, die in Massenhysterie mit
vielen Opfern ausarten, und sich meist entlang unsichtbarer
Bedrohungen und imaginärer Feinde entwickeln. Schon die Ideologie
des Nationalsozialismus, die in einen totalitären Terrorstaat
mündete, war ein solcher Massenwahn. Mit einigen Abstrichen kann
dasselbe über die kommunistischen Bewegungen überall auf der
Welt, vor Allem aber in Osteuropa, gesagt werden. Letztlich war
auch der Coronafaschismus nichts anderes als eine Massenhysterie,
die eine ganze Gesellschaft in Bewegung versetzt und sie entlang
bestimmter, politisch gewollter Linien ausgerichtet hat, wie ein
Magnet Metallspäne ausrichtet. Massenhysterien und kollektiver
Wahn werden von Herrschenden systematisch und gezielt als
Herrschaftsmittel genutzt. Doch wie ist es zu erklären, dass die
Menschheit immer wieder anfällig für diese ist?
Aufklärung als Ausgangspunkt
Hier im Westen, vor Allem in Europa, ist man stolz auf die
Aufklärung. Die Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes ohne
Anleitung eines Anderen zu bedienen, die Kant formulierte, hat
die Wissenschaft hervorgebracht, und unsere Kenntnis von der Welt
auf eine ganz neue Ebene gehoben. Der Natur auf den Grund zu
gehen, die Geschehnisse in der Welt zu verstehen, Naturgesetze zu
formulieren, und das alles losgelöst von einer göttlichen
Entität, die zuvor die Auslegung der Wahrnehmung diktiert hat,
war eine große Errungenschaft, welche die Welt neu ordnete. Die
Macht der Kirche nahm ab, die weltlichen Mächte traten hervor,
und in diesem Zuge formten sich Staaten losgelöst von kirchlichen
Weihen. Entdeckungen und Erfindungen wurden gemacht, neue
Maschinen und Techniken bis hin zu den digitalen Geräten, die wir
heute haben, hoben die Welt vollständig aus den Angeln und
sortierten sie vollkommen neu.
Schon lange ist das Leben im Westen nicht mehr bestimmt von
göttlichen Kräften. Auch das Wertesystem, das die Religion
vorgibt, wurde vollkommen hinterfragt und ersetzt. An die Stelle
einer Gottheit, einer metaphysischen Existenz, einer letzten
Wahrheit und Quelle allen Seins, trat eine rein physische, eine
materielle Welt, die bestimmt ist von Ursache und Wirkung. Es
zählte keine metaphysische Realität mehr, sondern nur noch das
Hier und Jetzt der fassbaren Wirklichkeit. Diese Vorstellung war
von Martin Luther und dem Protestantismus schon vorbereitet
worden, indem diese propagierten, Gott belohne die besonders
Gläubigen bereits im Diesseits – und nicht, wie die Kirche es
zuvor propagiert hatte erst im Jenseits. Diese Belohnung, und
damit die göttliche Gunst, drückte sich dieser Vorstellung
zufolge im materiellen Wohlstand aus.
...hier weiterlesen:
https://apolut.net/die-krise-der-vernunft-von-felix-feistel/
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