Churchills Kriegs-Plan Unthinkable | Von Wolfgang Effenberger
24 Minuten
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vor 9 Monaten
Das Kriegsende 1945 sollte Anlass zum umfassenden
Gedenken sein, vor allem da Europa nach zwei Weltkriegen kurz vor
der Vernichtung steht.
Teil 2/4: Am 1. Juli 1945 mit deutschen Truppen Angriff
auf die Rote Armee
Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.
Am 25. April 1945, 13 Tage vor dem endgültigen Ende des 2.
Weltkriegs, kam es auf der zerstörten Elbbrücke in Torgau zur
historischen Begegnung von russischen und amerikanischen Truppen
– das Bild vom Handschlag wurde einen Tag später nachgestellt:
Quelle: Aus der Informationsschrift "Torgau für Frieden"
Es war ein Symbol für das bevorstehende Kriegsende und die
Hoffnung auf eine friedliche Zukunft und hatte auch den Verfasser
des Artikels als Schüler sehr bewegt.
Wie in jedem Jahr, so erinnerten auch 2023 Bürgerinitiativen in
Torgau zusammen mit Initiativen aus Mitteldeutschland am
sowjetischen Denkmal in Torgau an diesen bewegenden Handschlag
2023 unter dem Motto "Macht es nochmal!"
Als Redner wurde 2023 Eugen Drewermann mit einer Videobotschaft
zugeschaltet:
„Wir denken des Tages 1945, als die russische Rote Armee und die
Alliierten bei Torgau sich die Hände reichten. Das Hitler-Regime
war besiegt. Man hätte denken können, es sei die Überwindung von
Krieg, Gewalt, Diktatur und Unrecht gewesen. Das war es nicht.
Schon damals trug Churchill den Plan, dass man nach Hitler Stalin
angreifen müsste, und die Deutschen das verstehen würden“.
Wie Eugen Drewermann hatte auch Wolfgang Effenberger den zu
diesem Zeitpunkt bereits vor Churchills Augen stehenden
Kriegsplan zum Thema:
„Heute wird mit dem Bild das Ende des Zweiten Weltkriegs und die
Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
verbunden; es vereint Erinnerung und Gedenken mit der Mahnung,
den Frieden zu bewahren. Leider war die vor 78 Jahren mit dem
Bild verbundene Hoffnung nur ein Trugbild. Denn während sich hier
in Torgau amerikanische wie russische Soldaten an dem
aufziehenden Frieden begeisterten, arbeiteten britische
Generalstabsoffiziere bereits an dem von Winston Churchill in
Auftrag gegebenen Kriegsplan "Operation
Unthinkable", der die damalige Sowjetunion
zurückwerfen und ein unabhängiges Polen wiederherstellen sollte.
Angriffstermin mit über 100 Divisionen, darunter auch
Wehrmachtsverbände, die man nicht in die Kriegsgefangenschaft
überführt hatte, war der 1. Juli 1945: Keine 10 Wochen nach dem
Handschlag. Zu diesem Angriff kam es nicht, da Stalin rechtzeitig
ultimativ forderte, die neben dem britischen Hauptquartier in
Flensburg-Mürwik einquartierte deutsche Nachfolgeregierung unter
Dönitz zu verhaften und die deutschen Soldaten in die
Gefangenschaft zu überführen. Das geschah dann auch am 23. Mai
1945. (2)
https://apolut.net/churchills-kriegs-plan-unthinkable-von-wolfgang-effenberger/
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