Wie hart die Zölle die Logistikbranche in den USA treffen werden (Gast: Jonah McIntire)
vor 11 Monaten
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Beschreibung
vor 11 Monaten
In dieser Folge von Felgendreher & Friends spricht Boris
Felgendreher mit dem US-Amerikanischen Logistik und Supply Chain
Experten Jonah McIntire über die massiven Auswirkungen, die die
US-Zölle auf die Logistikbranche in Amerika schon jetzt haben, oder
in Kürze haben werden. Importe brechen bereits ein, während die
Inlandsproduktion in den USA nicht entsprechend ansteigt. In den
großen Häfen drohen in Kürze ähnliche Verwerfungen wie während der
COVID-Pandemie. Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass
viele Unternehmen Investitionen auf Eis legen. Obwohl einige auf
ein schnelles Einlenken der US-Regierung hoffen, bleiben die
langfristigen Schäden für die Logistikbranche und die Wirtschaft
erheblich. Gibt es dieser Situation irgendetwas Positives
abzugewinnen? ---------- Unter anderem geht es um folgende Themen:
Importe/Exporte: - Vor Zollerhöhungen kam es zu einem
Import-"Rush". - Danach starker Rückgang der Importvolumina. -
Inlandsgeschäfte steigen nicht proportional an – schwache
Inlandsproduktion. Zolleffekte: - De-minimis-Regelungen (zollfreier
Import kleiner Pakete) eingeschränkt, z.B. für Temu und Shein. -
Europäische Importe sind nun mit ca. 15 % durchschnittlichen Zöllen
belastet (vorher 1,5 %). Brancheneffekte: - Besonders stark
betroffen: Spielwarenindustrie - Gefahr eines "Cliff Effects":
abrupter Nachfrageeinbruch, wenn Lagerbestände abgebaut sind.
Wirtschaftliche Auswirkungen: - Verbraucherstimmung und
BIP-Prognosen sinken. - Keine echte Verlagerung von Produktion in
die USA sichtbar. - Investitionszurückhaltung wegen Unsicherheit
und mangelnder Verlässlichkeit der US-Politik. Mögliche
Zukunftsszenarien: - CEOs großer Händler (z.B. Walmart, Target)
hoffen auf baldige Zollsenkungen oder Ausnahmen. - Diskutierte
Möglichkeit: Trump könnte Zölle plötzlich wieder zurücknehmen
(„180-Grad-Wende“). Irreversible Schäden: - Projekte wie der Ausbau
erneuerbarer Energien in Texas wurden durch politische Eingriffe
gestoppt. - Strukturveränderungen (z.B. Entlassungen,
Firmenzusammenbrüche) schwer rückgängig zu machen. - - - - - - - -
Logistiksektor Westküste USA: - Massive Rückgänge im Hafengeschäft
(LA, Long Beach) erwartet. - Dominoeffekte auf lokale Ökonomien,
Staatsfinanzen und Infrastruktur. - Besonders betroffen: kleinere
Transportunternehmen ("Mom-and-Pop"-Betriebe). Vergleich zu
COVID-Krise: - Ähnliches plötzliche Einfrieren von Güterströmen. -
Danach zu erwartende chaotische Erholung ("Whiplash-Effekt").
Mangel an positiven Aspekten: - Allgemeine Einschätzung: Keine
echten Gewinner – weltweit eher negative Auswirkungen. - Lediglich
Hoffnung auf mehr europäische Eigenständigkeit und
Innovationsschübe im Bereich Verteidigungs- und Drohnentechnologie.
Spekulationen über US-Strategie: - Möglichkeit, dass die USA sich
stärker auf Dienstleistungen und KI-Exporte konzentrieren. -
Eventuelle Einführung eines Konsumsteuer-Modells (statt
Einkommenssteuer) diskutiert. ------------ Hilfreiche Links: Jonah
auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jonahmcintire/ Boris
Felgendreher auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/jonahmcintire/
Felgendreher mit dem US-Amerikanischen Logistik und Supply Chain
Experten Jonah McIntire über die massiven Auswirkungen, die die
US-Zölle auf die Logistikbranche in Amerika schon jetzt haben, oder
in Kürze haben werden. Importe brechen bereits ein, während die
Inlandsproduktion in den USA nicht entsprechend ansteigt. In den
großen Häfen drohen in Kürze ähnliche Verwerfungen wie während der
COVID-Pandemie. Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass
viele Unternehmen Investitionen auf Eis legen. Obwohl einige auf
ein schnelles Einlenken der US-Regierung hoffen, bleiben die
langfristigen Schäden für die Logistikbranche und die Wirtschaft
erheblich. Gibt es dieser Situation irgendetwas Positives
abzugewinnen? ---------- Unter anderem geht es um folgende Themen:
Importe/Exporte: - Vor Zollerhöhungen kam es zu einem
Import-"Rush". - Danach starker Rückgang der Importvolumina. -
Inlandsgeschäfte steigen nicht proportional an – schwache
Inlandsproduktion. Zolleffekte: - De-minimis-Regelungen (zollfreier
Import kleiner Pakete) eingeschränkt, z.B. für Temu und Shein. -
Europäische Importe sind nun mit ca. 15 % durchschnittlichen Zöllen
belastet (vorher 1,5 %). Brancheneffekte: - Besonders stark
betroffen: Spielwarenindustrie - Gefahr eines "Cliff Effects":
abrupter Nachfrageeinbruch, wenn Lagerbestände abgebaut sind.
Wirtschaftliche Auswirkungen: - Verbraucherstimmung und
BIP-Prognosen sinken. - Keine echte Verlagerung von Produktion in
die USA sichtbar. - Investitionszurückhaltung wegen Unsicherheit
und mangelnder Verlässlichkeit der US-Politik. Mögliche
Zukunftsszenarien: - CEOs großer Händler (z.B. Walmart, Target)
hoffen auf baldige Zollsenkungen oder Ausnahmen. - Diskutierte
Möglichkeit: Trump könnte Zölle plötzlich wieder zurücknehmen
(„180-Grad-Wende“). Irreversible Schäden: - Projekte wie der Ausbau
erneuerbarer Energien in Texas wurden durch politische Eingriffe
gestoppt. - Strukturveränderungen (z.B. Entlassungen,
Firmenzusammenbrüche) schwer rückgängig zu machen. - - - - - - - -
Logistiksektor Westküste USA: - Massive Rückgänge im Hafengeschäft
(LA, Long Beach) erwartet. - Dominoeffekte auf lokale Ökonomien,
Staatsfinanzen und Infrastruktur. - Besonders betroffen: kleinere
Transportunternehmen ("Mom-and-Pop"-Betriebe). Vergleich zu
COVID-Krise: - Ähnliches plötzliche Einfrieren von Güterströmen. -
Danach zu erwartende chaotische Erholung ("Whiplash-Effekt").
Mangel an positiven Aspekten: - Allgemeine Einschätzung: Keine
echten Gewinner – weltweit eher negative Auswirkungen. - Lediglich
Hoffnung auf mehr europäische Eigenständigkeit und
Innovationsschübe im Bereich Verteidigungs- und Drohnentechnologie.
Spekulationen über US-Strategie: - Möglichkeit, dass die USA sich
stärker auf Dienstleistungen und KI-Exporte konzentrieren. -
Eventuelle Einführung eines Konsumsteuer-Modells (statt
Einkommenssteuer) diskutiert. ------------ Hilfreiche Links: Jonah
auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jonahmcintire/ Boris
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