Beschreibung

vor 9 Monaten

Mit anderen zusammenleben, Gesellschaft sein, Demokratie wagen –
das geht nur, wenn nicht alle immer das Maximum der eigenen
Position durchbringen wollen. Ein Podcast übers Kompromisse
machen (dürfen). 

Kompromisslose Haltungen dominieren heute oft das Zusammenleben,
im Politischen und im Privaten. Zugleich wird eine neue „Kultur
des Kompromisses“ gefordert. In dieser Podcastfolge fragen wir,
was es für eine solche Kultur braucht. Können Religion und Glaube
Ressourcen sein, um kompromissfähig zu werden? Oder kann man für
seinen Glauben nur kompromisslos einstehen?  Religiöser
Glaube behauptet, ein Verständnis von Wahrheit zu haben. Wenn
diese Wahrheit aber nicht hundertprozentig umgesetzt wird,
entsteht dann immer ein fauler Kompromiss? Oder kann aus dem
Neuen, das im Zusammenspiel mit anderen entsteht, nicht gerade
etwas unvorhergesehenes Gutes werden? Zu einem modernen
Verständnis von Wahrheit gehört die Erkenntnis, dass sich
Wahrheit immer nur geschichtlich zeigt. Dass die eine Wahrheit
bei Gott liegt, aber von uns Menschen nie vollständig erkannt
werden kann. Was bedeutet das für unser Verständnis von Glaube,
Ethik und Kompromiss? Schließlich bilden wir Kompromisse nicht
nur mit Anderen, sondern auch mit uns selbst. Denn auch in uns
selbst vereinen wir unterschiedliche Wertesysteme. Der Fußballfan
in mir sagt etwas anderes als der Katholik, die Mutter etwas
anderes als die berufstätige Frau… All das muss miteinander
abgeglichen werden. Wie kann das gehen? Über diese Fragen
sprechen wir heute. Komm und setz Dich dazu!

Zum Nach- und Weiterlesen:
Interview mit dem französischen Philosophen Paul Ricoeur:
https://katapult-magazin.de/de/artikel/fuer-eine-ethik-des-kompromisses

Interview mit der deutschen Philosophin Véronique Zanetti:
https://weiter-denken-journal.de/herbst_2023_vielfalt_kompromisse/Das_Paradox_morlaischer_Kompromisse.php

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15