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Beschreibung
vor 1 Monat
Wer Gott sucht, findet ihn im eigenen Inneren. Das war die
Überzeugung der Teresa von Ávila. Der spanischen Ordensfrau geht
es nicht um eine stufenweise Erkenntnis Gottes. Bei ihr dreht
sich alles um die persönliche Erfahrung und Beziehung zu Gott.
In der dritten Folge unserer Serie zum Thema Spiritualität
springen wir in die frühe Neuzeit. Teresa von Ávilas bekanntestes
Werk «Die innere Burg» widmet sich der Seele des Menschen. Die
spanische Mystikerin beschreibt die Seele als Burg mit vielen
Räumen und Gemächern. Auf der Suche nach Gott wandelt der Mensch
in ihnen umher. Im Zentrum, im Innersten des Selbst, kann er oder
sie Gott finden. Die Überzeugung, dass der Weg zu Gott nach innen
führe, ist neu – und war in den Kirchenkreisen des 16.
Jahrhunderts nicht gerne gesehen. Denn nach Teresas Vorstellung
ist es allein die eigene Erfahrung, die den Menschen zu Gott
führt. Es braucht niemanden von aussen, der oder die sagt, «wo es
langgeht». Erfahrung ist bei Teresa zugleich eingebettet in ein
religiöses Wissen und in kirchliche Bezüge. Teresa gründet den
Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen und schreibt eine
Ordensregel. Das unterscheidet ihr Modell von dem modernen
Verständnis einer individuellen Gott- und Sinnsuche. Warum
fasziniert es dennoch bis heute? Was nehmen wir daraus mit? Und
worin besteht der Unterschied zwischen Teresa von Ávila und ihrem
nicht weniger bekannten Zeitgenossen Ignatius von Loyola? Diese
Fragen diskutieren wir heute. Komm und setz Dich dazu!
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