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Beschreibung
vor 11 Monaten
„Kopf in den Sand stecken, hilft nicht“ Matthias Boek ist
Obergerichtsvollzieher, sieht sich aber vor allem als
Vollstreckungsmanager. Er sagt: „Jeder Fall ist anders. Wir
versuchen, mit den Menschen zu arbeiten, nicht gegen sie.“ Oft
stehe am Beginn der Überschuldung eine Lebenskrise oder
Realitätsverweigerung. „Briefe bleiben ungeöffnet, Mahnungen werden
ignoriert. Ich kann nur immer sagen: Kopf in den Sand stecken,
hilft nicht. Haltet Eure Unterlagen in Ordnung, sucht Hilfe bei der
Schuldnerberatung“, mahnt Matthias Boek. Der 53-jährige
Gerichtsvollzieher aus Berlin hat in seinem Berufsleben schon viel
erlebt und gesehen. Das Berufsbild habe sich dabei in den letzten
Jahrzehnten sehr verändert. „Der 'Kuckuckskleber' ist
anachronistisch. Unser Aufgabenspektrum ist heute viel breiter.
Jenseits der Mobiliarpfändung werden Finanzermittlungen, Gehalts-
oder Rentenabfragen immer wichtiger“, so Boek. Und es geht auch
nicht immer nur um Finanzforderungen. „Wir blicken in die Abgründe
der Gesellschaft. Emotional am schwierigsten ist dabei der Umgang
mit Kindern in prekären Lebensverhältnissen, zum Beispiel wenn vom
Gericht Kindesentzug angeordnet wurde.“ Für den Gewerkschafter Boek
ergeben sich aus dem breiten Aufgabenspektrum auch Konsequenzen für
die Gerichtsvollzieher-Ausbildung. „Früher was der Job eher
handwerklich-technisch. Heute nehmen Finanzstatusermittlungen und
Grundrechtseingriffe immer mehr zu. Das sollte in der Ausbildung
berücksichtigt werden. Wir vom Deutschen Gerichtsvollzieherbund
plädieren deshalb für eine Fachhochschulausbildung. Das würde
unseren Beruf aufwerten und auch bei der Nachwuchswerbung helfen.“
Obergerichtsvollzieher, sieht sich aber vor allem als
Vollstreckungsmanager. Er sagt: „Jeder Fall ist anders. Wir
versuchen, mit den Menschen zu arbeiten, nicht gegen sie.“ Oft
stehe am Beginn der Überschuldung eine Lebenskrise oder
Realitätsverweigerung. „Briefe bleiben ungeöffnet, Mahnungen werden
ignoriert. Ich kann nur immer sagen: Kopf in den Sand stecken,
hilft nicht. Haltet Eure Unterlagen in Ordnung, sucht Hilfe bei der
Schuldnerberatung“, mahnt Matthias Boek. Der 53-jährige
Gerichtsvollzieher aus Berlin hat in seinem Berufsleben schon viel
erlebt und gesehen. Das Berufsbild habe sich dabei in den letzten
Jahrzehnten sehr verändert. „Der 'Kuckuckskleber' ist
anachronistisch. Unser Aufgabenspektrum ist heute viel breiter.
Jenseits der Mobiliarpfändung werden Finanzermittlungen, Gehalts-
oder Rentenabfragen immer wichtiger“, so Boek. Und es geht auch
nicht immer nur um Finanzforderungen. „Wir blicken in die Abgründe
der Gesellschaft. Emotional am schwierigsten ist dabei der Umgang
mit Kindern in prekären Lebensverhältnissen, zum Beispiel wenn vom
Gericht Kindesentzug angeordnet wurde.“ Für den Gewerkschafter Boek
ergeben sich aus dem breiten Aufgabenspektrum auch Konsequenzen für
die Gerichtsvollzieher-Ausbildung. „Früher was der Job eher
handwerklich-technisch. Heute nehmen Finanzstatusermittlungen und
Grundrechtseingriffe immer mehr zu. Das sollte in der Ausbildung
berücksichtigt werden. Wir vom Deutschen Gerichtsvollzieherbund
plädieren deshalb für eine Fachhochschulausbildung. Das würde
unseren Beruf aufwerten und auch bei der Nachwuchswerbung helfen.“
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