Der Faschismus und seine demokratische Bewältigung
2 Stunden 56 Minuten
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Beschreibung
vor 29 Jahren
Vortrag zum gleichnamigen Buch "Der Faschismus und seine
demokratische Bewältigung" vom GegenStandpunkt-Verlag
Der GegenStandpunkt schreibt zum Buch:
Faschismus – das weiß jeder, das hat man gelernt – ist das
Gegenteil von Demokratie: Unrechtsherrschaft statt Herrschaft des
Rechts; speziell der deutsche Nationalsozialismus ein System des
Verbrechens, das alle Errungenschaften neuzeitlicher Politik
außer Kraft setzt. Und trotzdem: 50 Jahre nach Hitlers Ende sind
Warnungen vor einer jederzeit drohenden Wiederkehr des Faschismus
an der Tagesordnung: Eine dauernde Gefahr soll er sein, die nur
durch eine unermüdliche Anstrengung aller Demokraten in Schach
gehalten werden kann. Wie das, wenn Demokratie und Faschismus
doch so unvereinbar sind wie gut und böse?
Kein Zweifel: Demokraten halten vom Faschismus nichts – sonst
wären sie ja keine mehr. Allerdings kennen sie jede Menge
nationaler „Probleme“, insbesondere solche „sozialpolitischer“
Art, um deren „Lösung“ Faschisten jederzeit die Konkurrenz mit
ihnen aufnehmen könnten und durchaus nicht von vorneherein die
schlechteren Karten hätten – deren „Politikentwurf“ kann soviel
anders als der demokratische gar nicht sein. Wäre nicht allgemein
bekannt, wie das Stück ausgegangen ist, dann fänden sich die aus
Schaden klug gewordenen Demokraten in ihrer strikten Absage an
den Faschismus anscheinend entwaffnet. „Nach Auschwitz“ dagegen
ist alles klar – und man erspart sich eine politische
Faschismuskritik, mit der Demokraten sich, zugegebenermaßen,
schwer täten.
Die Sache wird nicht besser, wenn radikalere Antifaschisten die
real existierende Demokratie aufs Korn nehmen und ihr keinen
schlimmeren Vorwurf zu machen wissen als den, sie sei eine
einzige schiefe Ebene abwärts zum Faschismus. Wie alle Demokraten
operieren auch sie mit der „Unvergleichbarkeit“ der beiden
Alternativen – und ziehen nur die Grenzlinie anders.
Für einen sachlichen Vergleich zwischen Demokratie und Faschismus
spricht durchaus ein praktisches Interesse, und so ist es nicht
bloß von historischem Wert, sich mit den Leistungen der
nationalsozialistischen Herrschaft auseinanderzusetzen – und mit
der Kritik der damaligen und heutigen Gegner des Faschismus.
Der Begriff des Faschismus
Hitler – ein deutscher Politiker
Demokratische Faschismustheorie – oder: ‚Wie konnte es dazu
kommen?‘
Demokratische Vergangenheitsbewältigung
Die verkehrte Faschismus-Theorie der Kommunistischen
Internationale
Gliederung des Vortrages:
Teil 1: Vorbemerkung zur Verteidigung der Demokratie im Namen des
Antifaschismus
Teil 2-4: Der Begriff des Faschismus
Teil 5: Gemeinsamkeit und Unterschied von Demokratie und
Faschismus
Teil 6-8: Demokratische Faschismusbewältigung
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