Imperialismus heute - Warum die marktwirtschaftlich verfassten Gemeinwesen nach innen und außen auf Gewalt beruhen und immer wieder Kriege brauchen
vor 23 Jahren
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Beschreibung
vor 23 Jahren
Der Irak-Krieg läuft; Friedensdemos hören nicht auf. Menschen
fordern in allen Ländern und Sprachen: Frieden statt Krieg. Sie
machen zwischen beiden einen absoluten und radikalen Gegensatz:
Frieden gut, Krieg böse und behaupten zwischen beiden lägen
Welten. Sie behaupten oder fordern – was gar nicht dasselbe ist –
dass Krieg kein Mittel der Politik sei, jedenfalls nicht sein
dürfe. Sie verweigern dem Faktum, dass er nicht nur ein, sondern
das – ultimative - Mittel der Politik ist, ihre Anerkennung; wie
wenn, das Faktum zur Kenntnis zu nehmen, gleich seine Billigung
wäre und dann Kriegskritik ihr Recht verloren hätte – und nicht
erst recht eine viel weitergehende Kritik fällig wäre; –eine
Kritik nämlich, die die Politik nicht vor dem Verdacht, Krieg
könnte in ihren Bereich gehören, in Schutz nimmt, sondern sich
einmal einen Schluss auf die Natur der Politik traut, wenn Krieg
ihre Fortsetzung mit anderen Mitteln ist.
Der Ruf nach Frieden und nichts als Frieden ist nämlich eine Art,
an einem irrigen Glauben an die Menschenfreundlichkeit und
Gewaltfreiheit des marktwirtschaftlichen Alltags und des
internationalen Staatenverkehrs im Nicht-Krieg festzuhalten, ja
diese Normalität vor dem Verdacht in Schutz zu nehmen, den der
Krieg auf sie wirft. Um diesen Punkt des Irrtums der
Friedensaktivisten soll es hier gehen. Sie wissen und akzeptieren
die Aussage der obigen Überschrift nicht.
Artikel und Bücher zum Thema:
Die Diplomatie - das Handwerkszeug der Konkurrenz zwischen den
Staaten in GegenStandpunkt 3-96
Imperialismus 1 (Resultate-Verlag )
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