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Wer bei uns leben will, muss sich integrieren! Diese Forderung
deutscher Politiker trifft auf volle Zustimmung im deutschen
Volk. Was wird da eigentlich gefordert? Für alles
Lebensnotwendige bezahlen, wie es die herrschende
Wirtschaftsordnung verlangt, Geld erwerben, indem man erfüllt,
was Arbeitgeber oder Behörden dafür verlangen, Gesetze, Ordnung
und Sitten einhalten – mit all dem erfüllt man die Forderung nach
Integration offensichtlich nicht. Denn sich fügen und insoweit
leben wie Deutsche, das tun die Leute mit ausländischer Herkunft
hierzulande; sie müssen es ja auch, wenn sie auch nur ein paar
Tage im lieblichen „Aufnahmeland“ Deutschland überleben wollen.
Was also verlangt die Forderung nach „Integration“?

Integration ist nicht ein bloßer Appell, sondern Ziel handfester
Politik. Integrationspolitik treibt der deutsche Staat, seit er
nach langer Weigerung davon ausgeht, dass viele Menschen aus dem
Ausland nicht als „Gast(arbeiter)“ nur vorübergehend, sondern
bleibend in Deutschland „einwandern“. Seither überwacht und
steuert er nicht nur das Aufenthaltsrecht von Ausländern auf dem
deutschen Hoheitsgebiet und ihre Abschiebung. Er betreibt die
Eindeutschung der Ausländer, die Deutschland nicht verlassen
wollen. Wer seine fremde Staatsangehörigkeit partout nicht
abgeben will, erregt gleich Verdacht. Aber einfach zum deutschen
Pass wechseln, das erlaubt der Staat auch wieder nicht. Davor
will er den Nachweis der – Integration.

Mit dem Pass, dem rechtlichen Deutschsein, ist es aber auch nicht
getan. Der Staat entdeckt überall im deutschen Alltag immer mehr
„Menschen mit Migrationshintergrund“, auch solche mit deutschem
Pass und sogar deutschem Geburtsort, und bei denen - Probleme.
Nicht die Probleme, die diese Leute haben: Was sie zum Verlassen
ihrer Herkunftsländer veranlasst hat, was sie hierzulande zu
erreichen versuchen, wie wenig davon gelingt, wie sie damit
zurechtkommen. Nein, die Politik hat ausgerufen, Deutschland
bekomme Probleme, weil bzw. wenn diese Leute sich „nicht
integrieren“. Nach einigen Hin und Her über die Frage, ob die
sich nicht integrieren wollen oder das von sich allein aus nicht
können, wurde eine Politik institutionalisiert, die dauernd und
in allen möglichen Bereichen den Fremdstämmigen die Frage
vorlegt: Integrieren - oder nicht? Dieser permanenten staatlichen
Prüfung werden sowohl Ausländer, die Deutschland einfach nicht
los wird, wie Inländer mit fremder Herkunft unterzogen. Was
sollen die da beweisen?

Gliederung:

Teil 1. Einleitung - Zur Abgrenzung: Die Forderung "Integration“,
was meint sie, was nicht?

Teil 2. Was ist und woher kommt die Sachlage, die die Politik
durch Integration(spolitik) bewältigen will? Was ist der
Beschluss, diese Sachlage als Problem "mangelnder Integration“ zu
definieren?

Teile 3 + 4. Was bezweckt Integrationspolitik?  Wie geht
Integrationspolitik?

Teil 5. Resultat: Dauerverdacht und institutionalisierte
Kontrolle durch Staat und Zivilgesellschaft

Teil 6. Diskussion

Weitere Publikationen zum Thema von argudiss oder von anderen:

Stichwort: Integration Die Nation beschafft ihren Immigranten
eine deutsche Staatsbürgernatur in GegenStandpunkt 4-06

Starke Antwort der Regierung auf Disziplinlosigkeiten an der
Rütli-Schule: Schluss mit der Integrationsverweigerung in
GegenStandpunkt 2-06

Weitere Artikel im Archiv vom GegenStandpunkt-Verlag

 
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„Integration – was meint das?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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