Autonews vom 10. Juli 2024

Autonews vom 10. Juli 2024

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Beschreibung

vor 1 Jahr

Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland 


Thema heute: Vorsicht beim Kauf digitaler Vignetten im
Internet     


 


Fotos: ASFINAG


Wir alle kennen es seit Jahren. Egal, ob es in den
Urlaub geht oder aus anderen Gründen auf mautpflichtige Straßen –
man tut gut daran, rechtzeitig eine Vignette zu erwerben. Daran
halte ich mich prinzipiell, ich kaufe sie üblicherweise an einer
Tankstelle vor der Grenze. So war auch der Plan, als vor einigen
Wochen eine Recherchereise an den Achensee
anstand.


Zu meiner Überraschung gab es an keiner einzigen Tankstelle
zwischen der Autobahnabfahrt Holzkirchen an der A8 und der
Landesgrenze Klebevignetten. Wohl aber einen Flyer mit dem
Hinweis, man könne sich eine sofort gültige digitale Vignette
buchen, es wurden sogar 20 % Rabatt angeboten und es sei
umweltfreundlich, weil nix geklebt würde. Der Flyer selbst war
allerdings deutlich größer als eine Vignette.


Fotos: ASFINAG


Gesagt, getan, QR-Code gescannt und eine böse Überraschung
erlebt. Statt der erwarteten 11,50 Euro für die 10-Tagesvignette
wurden trotz des angeblichen Rabatts satte 19,92 Euro verlangt.
Natürlich NICHT von der ASFINAG, der österreichischen Autobahnen-
und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft, auch nicht
vom ADAC, der als offizieller Partner solche digitalen Vignetten
vertreibt. Da ich es einigermaßen eilig hatte, habe
ich zähneknirschend gebucht, habe allerdings später recherchiert,
wer oder was dahintersteckt. Nun darf ich auch rechtlichen
Gründen den Namen des sehr geschäftstüchtigen deutschen Portals
nicht nennen, die ASFINAG und auch der ADAC werden
dagegen sicherlich gerne Auskunft geben.


Foto: ADAC


Aktuell warnt der ADAC nämlich vor genau diesen Praktiken,
bei denen unseriöse Online-Anbieter oftmals weit
überzogene „Bearbeitungsgebühren“ oder im Vignettenpreis bereits
enthaltene Leistungen zu „geringen“ Zusatzkosten berechnet.
„Mein“ Abzocker ist übrigens ein deutsches Unternehmen. Und
obwohl die ASFINAG dieses Unternehmen verklagt hat und der
Oberste österreichische Gerichtshof als Kartellobergericht Ende
2023 eine für die ASFINAG positive, rechtskräftige Entscheidung
erlassen hat, macht der deutsche Anbieter munter weiter wie
gehabt!  Laut ASFINAG werden durch die Flyer
bzw. Schreiben mit QR-Code Scan auch Falschinformationen
verbreitet. So wird unter anderem der Irrtum erregt, die Kunden
seien durch den Bezug der Digitalen Vignette dieses Anbieters im
Vorteil gegenüber dem Kauf über offizielle
ASFINAG-Vertriebspartner.


Also Augen auf beim Digitalvignettenkauf! ICH werde
zumindest auf DIESE Abzocke nicht mehr hereinfallen.



 


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https://www.was-audio.de/aanews/autonews20240710_kvp.mp3

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