Apropos ... Trauer um Vergangenes!

Apropos ... Trauer um Vergangenes!

47 Minuten
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Warum wir ticken, wie wir ticken – und was Du draus machen kannst!

Beschreibung

vor 3 Wochen

Wenn wir trauern, ist die Welt nicht mehr dieselbe. Der Verlust
eines Menschen, aber auch eines Lebensabschnitts, eine Scheidung
oder das Kind, das ausgezogen ist, lassen uns fühlbar alleine
zurück.  Rituale helfen uns die Trauer in etwas Positives zu
verwandeln – sagt Joanna Lisiak. Die Schweizer Schriftstellerin
hat sich intensiv mit dem Thema der Trauerrituale beschäftigt.
Sie sagt: Rituale lassen uns in die Selbstreflexion gehen und
helfen uns, Gefühlen einen inneren und äußeren Raum zu geben. Wir
lernen zuzulassen und in Verbindung zu gehen.  


Mit Ritualen in Verbindung gehen


Rituale begleiten uns seit Anbeginn der Menschheit. Gerade in der
Trauer sind sie wichtig. Sie lassen uns fühlen, das wir in
Verbindung stehe – mit uns, mit einem verstorbenen Menschen und
Menschen, die uns begleiten. Mit ihnen gehen wir in die
Selbstreflexion und wir spüren, dass wir unser Leben wieder in
die Hand nehmen können, in dem wir in Verbindung mit uns und
anderen gehen. Joanna Lisiak spricht nicht von definierten
Trauerphasen, vielmehr von einem milden Rückblick auf das was war
und auf einen würdigen Umgang mit den eigenen Gefühlen. Rituale
bringen Gefühle in Fluss. Sie sind wie eine Insel, eine Auszeit,
ein kleines Fest, sagt die Autorin, die im Zelebrieren der
Rituale etwas Größeres findet, als das eigene Leben. Sie geben
ihr die Möglichkeit, das Göttliche mit einzubeziehen.


In die Dankbarkeit gehen


Joanna Lisiak nennt Rituale für alle fünf Elemente. Rituale
können sein, Blätter zu sammeln, einen unsichtbaren Brief zu
schreiben oder in den Dialog zu gehen: mit sich selbst oder einem
verstorbenen Menschen. Oder auch die Wut in einen Eimer zu
brüllen. Es gilt, Gefühle und Dinge zuzulassen, um sich
verabschieden zu können.


Auch wenn die Gefühle immer wieder hoch kommen: „Alles geht
vorbei“, macht sie Mut, sich nicht in Gefühlsspiralen zu
verheddern, sondern in die Dankbarkeit zu gehen. „Man ist nicht
im Nichts“, sagt sie. Vielmehr sind wir umgeben von vielen
kleinen schönen Momenten, Dingen und Menschen, die uns glücklich
machen. „Wir sind nicht allein, sondern verbunden“.
   


Joanna Lisiak ist Schriftstellerin und lebt in
der Schweiz. Das Buch über Trauerrituale ist ihre mittlerweile
33. Publikation.


Buchtipp: Joanna Lisiak, „Trauerrituale - In
neuer Form verbunden“, Junfermann Verlag 2024
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freuen uns auf dein Feedback! Marion und Saskia vom Podcast-Team

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