Wirtschaftsnews vom 07. Mai 2024

Wirtschaftsnews vom 07. Mai 2024

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten
mit Michael Weyland


 


Thema heute:    Neue
Online-Betrugsmasche: Vermeintlich lukrative Jobs als Tester für
Apps oder Bankkonten treiben Opfer unwissentlich in die
Kriminalität


 


Betrugsmaschen im Internet werden immer perfider.
Derzeit häufen sich Fälle von Menschen, die etwa über
Kleinanzeigen-Portale oder soziale Medien scheinbar lukrative
Nebenjobangebote für das Homeoffice als "App Tester" oder
"Mitarbeiter für digitale Studien" erhalten,
sagt man bei der ING Deutschland.
  


 


Der so angebotene angebliche Job besteht darin, unter
anderem die Eröffnung eines Online-Bankkontos zu testen und den
Ablauf zu bewerten. Die Betrügenden nutzen allerdings das so
eröffnete Konto für kriminelle Zwecke, meist zur Geldwäsche.
Dadurch machen sich Betroffene unwissend selbst strafbar - denn
die Konten laufen offiziell auf ihre Namen.


Die Betrügenden ködern potenzielle Opfer vor allem
mit flexiblen Arbeitszeiten im Rahmen einer Teilzeit- oder
Nebenbeschäftigung, die mit beträchtlichem Verdienst bei wenig
Aufwand verbunden ist: Gefährdet sind vor allem Menschen auf der
Suche nach scheinbar einfachen Verdienstmöglichkeiten. Im
Bewerbungsprozess werden sie oft per WhatsApp angesprochen. Was
die Masche besonders schwer durchschauen lässt, sind die
professionell aufgemachten Arbeitsverträge, von denen Betroffene
berichten.


Das Vorgehen: Die Betroffenen sollen für ihre
vermeintlichen Arbeitgeber angeblich Produkte bewerten, Apps,
oder die Legitimationsstrecke zur Bankkontoeröffnung testen.
Dafür wird das gängige und häufig genutzte Video-Ident-Verfahren
vorgeschlagen. Die Kontoeröffnung richten die Betrügenden im
Hintergrund ein und senden den Opfern die Links zur Verifizierung
der eigenen Person mit Hilfe des offiziellen
Video-Ident-Verfahrens. Besonders perfidelaut ING Deutschland:
Die Betrügenden verlangen strikt, während des
Legitimierungs-Prozesses keine Aussagen darüber zu machen, dass
das Konto nur zu Testzwecken eröffnet wird, da der Test so
realitätsnah wie möglich ablaufen müsse.


Die Opfer gehen von einem Produkttest aus, denn ihnen
wird vorgetäuscht, es handele sich bei dem Produkt nur um ein
Test- oder Demokonto. Die Eröffnungsunterlagen sollen zum
Testabschluss und zur angeblichen Rückabwicklung im Nachgang an
den scheinbaren Arbeitgeber gesendet werden. Anders als zugesagt,
löschen die Betrügenden das neue Konto nach Eröffnung aber nicht,
sondern nutzen es, um Schwarzgeld zu waschen.
 


Die Folge: Opfer werden unwillentlich selbst zu
Tätern, da sie das Konto eröffnet und sich dafür legitimiert
haben. Schlimmstenfalls drohen Ermittlungsverfahren durch
Staatsanwaltschaften, ein Verfahren der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und möglicherweise sogar
zivilrechtliche Ansprüche anderer Betrugsopfer.


 


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https://www.was-audio.de/aanews/News20240507_kvp.mp3

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