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Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland 

Thema heute:     Steuererklärung mit einem
Klick: Fluch oder Segen?

 

Seit dem 31. März ist eine Anmeldung für die Steuererklärung
per Klick erstmals flächendeckend und einheitlich möglich. Die
neu entwickelte App der Finanzbehörden mit dem Namen
"MeinELSTER+" bietet bundesweit 11,5 Mio. Steuerpflichtigen die
Gelegenheit, ihre Steuererklärung zur Mitte des Jahres mit nur
einem Klick vom Mobilphone einzureichen.

Das ist für Nutzer eine bequeme und schnelle Art, sich der
Steuererklärung zu entledigen. Die Finanzverwaltung profitiert
ebenfalls: weniger Aufwand, schnellere Bearbeitung und womöglich
geringere Rückzahlungen. "Doch die Interessen der Finanzbehörden
und der Steuerzahler klaffen manchmal weit auseinander", erklärt
man bei der Lohnsteuerhilfe Bayern.

Der Anwenderkreis für "MeinELSTER+" ist vorerst allerdings
beschränkt. Die Funktion steht aktuell nur ledigen und
kinderlosen Arbeitnehmern und Altersrentnern ohne zusätzliche
Einkünfte zur Verfügung. Von den rund 24 Mio. ELSTER-Nutzern
kommen damit knapp die Hälfte der Steuerzahlender bereits für die
Anwendung infrage. Eine Ausweitung auf andere Zielgruppen und
eine damit einhergehende Funktionserweiterung sind für die
Zukunft geplant.

 

Wie funktioniert die Steuererklärung mit einem Klick?

Wer sich heute oder in den nächsten Wochen für die Funktion
"MeinELSTER+" freischalten lässt, verkürzt seinen zeitlichen
Aufwand für die Steuererklärung enorm.

Denn anhand der dem Finanzamt vorliegenden Daten erstellt die App
automatisch einen Vorschlag für die Steuererklärung samt einer
Vorschau auf den Steuerbescheid. Ab dem 1. Juli 2026 können
Nutzer dann die vorausgefüllte Steuererklärung für das Jahr 2025
bestätigen, korrigieren oder ergänzen. Wird das Einverständnis
erteilt, ist die Steuererklärung in weniger als einer Sekunde vom
Tisch. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten liegt
allerdings bei den Steuerpflichtigen selbst.

Was bringt die Steuererklärung mit einem Klick?

Während die fortschreitende Digitalisierung und die stärkere
Nutzung bereits vorhandener Daten an sich positiv zu beurteilen
sind, weist "MeinELSTER+" noch Lücken auf. Die dem Finanzamt
vorliegenden Daten sind zum einen sehr überschaubar und
beschränken sich auf Meldungen von Arbeitgeber, der
Rentenversicherung, Krankenkasse und Banken. Die digitalen Daten
beinhalten also nur die Einnahmen, die dem Staat Geld bringen.
Elektronische Rechnungen von Firmen zu Ausgaben, die die
Steuersituation der Nutzer verbessern können, bleiben außen vor.
So riskiert man, steuermindernde Punkte schlichtweg zu vergessen.

 

 

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https://www.was-audio.de/aanews/News20260414_kvp.mp3
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„Wirtschaftsnews vom 14. April 2026“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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