Jetzt ist die Zeit
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Beschreibung
vor 2 Jahren
Unter diesem Losungswort aus dem Markusevangelium stand der
Kirchentag dieses Jahr, der in Nürnberg stattgefunden hat.
Auch wir, von „Stufen des Lebens“ hatten einen Stand auf dem
Markt der Möglichkeiten. Wir, das war ein tatkräftiges,
fröhliches Team aus ganz Deutschland.
Ja, jetzt war die Zeit, zusammen zu stehen,
einander und den Menschen mit seinen Gaben zu dienen.
Das Thema Zeit ist immer wieder hochaktuell. Was
heißt denn: JETZT ist die Zeit?
Auch auf dem Kirchentag war Zeit für mich ein
Thema:
Neben unserem „Dienstplan“ galt es immer wieder zu entscheiden:
was mache ich mit der übrigen Zeit? Verplane ich sie? Mache mir
einen genauen Plan, was ich mir wo anhöre und ansehe? Oder lasse
ich mich beschenken und schau, wie mir die Zeit geschenkt und
gefüllt wird?
Irgendwann habe ich entschieden, mich
„beschenken“ zu lassen, einfach mal Zeit zu
lassen. Allein diese Entscheidung hat mich ungeheuer
entlastet und mir entspannte Zeit geschenkt.
(Das erinnerte mich an die Gedanken aus der Anfangszeit in der
Krankenhausseelsorge: Reicht die Zeit denn
überhaupt? Sollte nicht viel mehr Zeit mit diesem oder jenem
Menschen verbracht werden? Das hat mich unruhig gemacht, bis ich
mich für das JETZT entschieden habe.
Jetzt ist die Zeit: für
Gespräch, für Gebet, für
Segen, für Schweigen oder auch
Zeit zu gehen.)
Wenn wir die Geschichten um Jesus sehen, und das
fasziniert mich immer wieder, lässt er sich unterbrechen,
um zu heilen. Er ergreift die Zeit zur
Stille, aber auch die Zeit zu reden.
Manchmal hat man den Eindruck, es drängt Ihn
JETZT!
So habe ich mich auch auf dem Kirchentag für das
JETZT entschieden.
Die Zeit, die uns als Team geschenkt wurde,
haben wir weiter geschenkt. Und wurden
beschenkt. JETZT!
Viele Menschen kamen an unserem Stand vorbei.
Viele Menschen ließen sich unterbrechen, nahmen sich
Zeit. Sie schenkten uns Vertrauen und teilten mit uns
Lebenserfahrungen, Leid, Ärger und Freude.
Sie wurden beschenkt mit Gemeinschaft auf Zeit.
Mit Reden in begrenzter und doch ausreichender
Zeit, mit Teilen in der gewünschten
Zeit.
Das Bewegendste für mich war die Segenszeit.
Beim Drehen unseres Kursthemenrades blieb manches Mal der Zeiger
bei „Segen“ stehen, an den Kurs erinnernd: Der Segen bleibt, die
Geschichte von Jakob. Als „Mitgebsel“ haben wir an dieser Stelle
angeboten, sich segnen zu lassen. Alle Menschen, alle
Altersklassen ließen sich segnen,
berühren und gingengestärkt, manche mit
Tränen in den Augen frohgemut weiter. Viele sagten, das
sei das gewesen, was sie genau jetzt gebraucht hätten.
Rechne ich mit dem Gott, der der Anfang und das Ende aller Zeit
ist? Der auch meine Zeit in Seinen Händen hat? Und der, wie es im
Buch Prediger heißt, Seine Ewigkeit in mein Herz gelegt hat?
Ich wünsche uns und Ihnen, dass es uns immer wieder neu gelinge,
das JETZT zu ergreifen, heilige und heilsame Augenblicke zu
erleben, uns daran in Dankbarkeit zu freuen und weiter zu
schenken.
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