Gottes Geist udn Gottes Kraft
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vor 2 Jahren
Letzte Woche war ich mit einem Bibeltext unterwegs, der
Predigttext vom vorletzten Sonntag, der mich sehr angesprochen
hat: 1. Korinther 2.
Das ist nicht immer so. Doch beim Hören einiger dieser Verse
wusste ich, dass ich diesen Text bewegen will.
Schon beim ersten Lesen blieb ich bei der Überschrift hängen:
Paulus hat der Gemeinde als schwacher Mensch gepredigt.
Paulus – ein schwacher Mensch?
Ich merke wie das in mein Bild von Paulus nur schwer reinpasst.
Ja – da ist die Stelle mit dem „Dorn im Fleisch“ und mir ist
schon bewusst, dass er da gelitten hat – was auch immer dieser
Dorn war – ABER, dass er ein schwacher Mensch war und als
schwacher Mensch predigte?
Ein paar Tage später blieb ich dann an Vers 3 hängen, in dem
Paulus an die Korinther schreibt: „Als schwacher Mensch trat ich
vor euch und zitterte innerlich vor Angst.“
Also wirklich – Paulus, der solche komplexen Briefe geschrieben
hat, Jesus an so vielen Orten verkündigte – er zitterte innerlich
vor Angst als er Jesus verkündigte?
Wovor hatte er denn Angst?
Wovor hab‘ ich Angst? Wovor hast du Angst?
Ich kenne das, innerlich vor Angst zittern. Ich zittere manchmal
nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Wenn es in
Konflikten immer heißer wird, die Fronten immer härter werden,
dann kann mein Körper so zittern, dass sogar meine Zähne
klappern.
Und dann fühle ich mich schwach. Sehr schwach. Und klein.
Ich kenne auch, dass ich vor Angst nicht zittere, sondern gar
nichts sage. Mich nicht traue, weil ich Angst habe, dass man mich
dann nicht mehr mag und ich mein Ansehen verliere; dass andere
denken, ich bin „naiv oder dumm“.
Paulus zitterte innerlich vor Angst als er den Korinthern Jesus
Christus verkündete und von dessen Tod und Auferstehung redete.
Seine Verkündigung sollte nicht durch Weisheit die Menschen von
Jesus Christus überzeugen, sondern vielmehr sollte in seiner Rede
Gottes Geist und Kraft zur Geltung kommen – so schreibt er in V
4.
Das hat mich angesprochen und gestärkt. Vielleicht stärkt das
auch dich:
Gottes Geist und Gottes Kraft.
Nicht ich MUSS komplex durchdachte Reden schwingen, geschmeidige
Antworten haben, Konflikte durch „Smarte Lösungen“ auflösen –
sondern ich darf mich mit dem Geist Gottes verbinden – mit meinem
Atem mich erinnern, dass ER mich erfüllt – IHN einatmen und die
Angst zu IHM hinausatmen – und „Stückchen für Stückchen“ wieder
Boden unter die Füße kriegen, Stimme kriegen und sagen, was mir
auf dem Herzen ist.
Eine gesegnete Woche!
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