SG #065: Senioren
Tam aus Pennsylvania hat mich gefragt, wie es den alten Menschen in
Deutschland geht. Ich werde versuchen, einige Antworten zu geben.
Alte Menschen nennt man in Deutschland Senioren. Sie bekommen
Ermäßigungen bei verschiedenen Einrichtungen.
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vor 14 Jahren
Tam aus Pennsylvania hat mich gefragt, wie es den alten Menschen
in Deutschland geht. Ich werde versuchen, einige Antworten zu
geben.
Alte Menschen nennt man in Deutschland Senioren. Sie bekommen
Ermäßigungen bei verschiedenen Einrichtungen. Das heißt, sie
können zum Beispiel ins Museum gehen und müssen weniger Eintritt
bezahlen. Alte Menschen sind in Deutschland in der Regel noch
sehr fit, sie sind gesundheitlich im Vergleich zu vielen anderen
Ländern gut versorgt, aber natürlich gibt es auch hier Probleme.
In Deutschland hören ältere Menschen normalerweise auf zu
arbeiten. Man sagt dann, jemand geht in Rente oder er geht in
Pension. Die meisten Menschen hören auf zu arbeiten, wenn sie
zwischen 60 und 65 Jahre alt sind. Angenommen, ein Mensch
arbeitet 45 Jahre lang in Deutschland. Dann zahlt er jeden Monat
Geld an die gesetzliche Rentenversicherung. Und die Firma, bei
der er arbeitet, tut das auch für ihn. Wenn er dann zum Beispiel
45 Jahre lang gearbeitet hat, dann kann er aufhören zu arbeiten –
und bekommt trotzdem weiterhin Geld. Er bekommt seine Rente jeden
Monat ausbezahlt.
Das ist vor allem deswegen wichtig, weil die Struktur der
Gesellschaft sich verändert hat. Früher lebte man in einer
Großfamilie. Mehrere Generationen lebten unter einem Dach. Also
lebte die Oma gemeinsam mit ihrer Tochter, dem Enkel, der Tante
oder den Onkeln oder anderen Familienmitgliedern zusammen. Das
hatte viele Vorteile. Die Oma konnte beispielsweise auf die Enkel
aufpassen, wenn die Eltern arbeiten gingen. Dafür versorgten die
Eltern die Oma, wenn sie alt wurde und Pflege brauchte. Heute
leben aber nur noch wenige Deutsche in einer Großfamilie. Vor
allem in den Großstädten. Durch die Rente können sie sich auch im
Alter das Leben finanzieren.
Wer gesund bleibt, der kann auch im hohen Alter alleine leben.
Weil das natürlich alles schwerer wird, wenn der Körper langsam
alt wird, kann man sich Hilfe holen. Man kann sich zum Beispiel
Essen liefern lassen, zum Beispiel über einen Dienst, der „Essen
auf Rädern“ heißt. Oder Zivildienstleistende helfen der alten
Person im Alltag. Zivildienstleistende sind junge Männer, die
nach der Schulzeit einige Monate bei sozialen Diensten arbeiten.
Es gibt auch das so genannte Betreute Wohnen. Hier hat der alte
Mensch seinen eigenen Lebensbereich gekauft oder gemietet, ein
Zimmer oder eine Wohnung. Je nachdem, welche Hilfe er im Laufe
der Zeit braucht, wird ihm diese gewährt. Das kostet natürlich
Geld. Eine andere Alternative sind Altenheime. Hier leben alte
Menschen zusammen und werden betreut, jeder von ihnen hat aber
weiterhin sein eigenes Zimmer. Auch in Deutschland werden die
Menschen immer älter, und viele von ihnen haben Krankheiten wie
Alzheimer. Gerade diese Personen können oft nicht mehr in ihrer
eigenen Familie betreut werden, sondern brauchen Fachpersonal,
das sich um sie kümmert. Es gibt verschiedene Versicherungen, die
die Kosten für diese Betreuung übernehmen. Fast jeder Deutsche
zahlt in die Rentenversicherung ein und in die
Pflegeversicherung. Gepflegt wird man, wenn man alt und krank
ist. In Pflegeheimen sieht es eher aus wie in einem Krankenhaus –
oft liegen hier mehrere Menschen in einem Zimmer.
Wir wünschen uns jedenfalls, dass wir alle möglichst gesund alt
werden und das Leben genießen können. Oder? Und die deutschen
Senioren scheinen ziemlich fit zu sein – zumindest sind viele von
ihnen im Internet – man nennt sie auf Englisch Silver Surfer.
Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg65kurz.pdf
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