Der Eurovision Song Contest ESC – SG 319

Der Eurovision Song Contest ESC – SG 319

vor 2 Wochen
12 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 2 Wochen

WERBUNG: Möchtest du schneller Deutsch lernen? Dann empfehle ich
italki! Dort hast du deinen eigenen Lehrer, der Muttersprachler
ist. Der Online-Unterricht findet im 1:1-Format statt – dein
Lehrer gibt dir Feedback und hilft dir, effektiver zu lernen. Du
kannst dein Hörverständnis verbessern und das Sprechen üben. Du
entscheidest, wie oft du Deutsch lernen möchtest. Du bezahlst pro
Unterrichtseinheit und kannst jederzeit aufhören. Und natürlich
kannst du auf italki nicht nur Deutsch lernen, sondern auch viele
andere Sprachen. Klicke auf den Link in der Beschreibung, um
deine Sprachlernreise zu starten. Kaufe für 10 $ ein und erhalte
5 $ gratis auf deine erste Lektion mit meinem exklusiven
Promo-Code „SLOWGERMAN3“. Der Rabatt ist nur für die ersten 50
Nutzer verfügbar.


Klick hier:
Web: https://go.italki.com/slowgerman2603
App: https://go.italki.com/slowgerman2603app


Zur Folge:


Kennst du den ESC? Das ist die Abkürzung für Eurovision Song
Contest. Der ESC ist ein internationaler Musikwettbewerb. Jedes
Jahr schauen mehr als 160 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer
die Show im Fernsehen oder im Internet. Länder aus Europa und
auch aus anderen Teilen der Welt nehmen teil, zum Beispiel
Australien. Organisiert wird der Wettbewerb von der Europäischen
Rundfunkunion, einem Zusammenschluss von öffentlich-rechtlichen
Sendern. In diesem Jahr feiert der ESC seinen 70. Geburtstag.


In der vergangenen Woche fand der deutsche Vorentscheid statt.
Das bedeutet, dass in einer großen Show am Samstagabend neun
Lieder vorgestellt wurden. Danach entschied sich die Jury für
drei davon. Und am Ende durften wir alle per Telefon abstimmen,
welcher Song in diesem Jahr für Deutschland antritt. Der ESC
findet diesmal am 16. Mai in Wien statt. Ich mache an diesem
Abend wie immer eine kleine Party bei uns zu Hause. Wir schmücken
das Wohnzimmer, schalten den Fernseher ein und alle Freundinnen
und Freunde bringen Essen aus dem Land mit, das der Gastgeber
ist. Dieses Jahr ist es Österreich, das wird also ziemlich
einfach mit Schnitzel, Kaiserschmarrn und Mélange. Was das ist,
musst Du unbedingt im Internet nachschauen.


Kommen wir wie immer zur Geschichte. Der erste Eurovision Song
Contest fand im Jahr 1956 statt. Damals trafen sich sieben Länder
in der Schweizer Stadt Lugano. Jedes Land schickte zwei Lieder
ins Rennen. Gewonnen hat vor 70 Jahren die Schweiz. Die Idee
hinter dem Wettbewerb war, Europa nach dem Zweiten Weltkrieg
kulturell näher zusammenzubringen. Musik sollte helfen, Grenzen
zu überwinden und ein Gefühl von Gemeinschaft zu schaffen. Auch
heute ist das Motto „United by Music“.


Schon ein Jahr später, 1957, war Deutschland Gastgeber. Der
Wettbewerb fand in Frankfurt am Main statt. Deutschland gehört zu
den wenigen Ländern, die fast jedes Jahr teilgenommen haben. Nur
1996 war Deutschland nicht im Finale, weil das Lied in einer
internen Vorauswahl nicht genug Punkte bekam. Seit dem Jahr 2000
gehört Deutschland zu den sogenannten „Big Five“. Das sind die
fünf Länder, die am meisten Geld zum Wettbewerb beitragen:
Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien.
Diese Länder sind automatisch für das Finale qualifiziert.


Am Anfang war der Wettbewerb noch klein und ruhig. Die
Sängerinnen und Sänger standen meist einfach auf der Bühne und
sangen ihre Lieder. Ich habe jetzt einige Ausschnitte gesehen,
das war wirklich gar kein Vergleich mit heute! Mit der Zeit wurde
die Show immer größer. Heute gibt es aufwändige Bühnenbilder,
Lichtshows und wilde Tänzerinnen und Tänzer. Seit 2004 gibt es
Halbfinale-Shows, weil so viele Länder teilnehmen. Nur ein Teil
der Länder kommt dann ins große Finale am Samstagabend.


Ein wichtiges Element des Wettbewerbs ist das Punktesystem. Seit
1975 vergibt jedes Land Punkte von 1 bis 8, dann 10 und 12
Punkte. Die 12 Punkte sind die höchste Wertung. Früher entschied
nur eine Jury. Heute gibt es meistens eine Kombination aus Jury
und Publikumsvoting. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können per
Telefon, SMS oder App abstimmen. Ich erinnere mich noch, dass ich
dabei als Kind immer eingeschlafen bin.


Deutschland hat den Wettbewerb bisher zweimal gewonnen. 1982
siegte Nicole mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“. Dieses Lied
war eine ruhige Ballade und passte gut in die politische Zeit des
Kalten Krieges. Der Sieg war für viele Menschen in Deutschland
sehr emotional. 1983 fand der Wettbewerb deshalb in München
statt. Der zweite Sieg kam 2010. Die damals 19-jährige Lena
gewann mit dem Lied „Satellite“. Der Wettbewerb wurde 2011 in
Düsseldorf ausgetragen. Auch dieser Sieg war für Deutschland
etwas Besonderes, weil er nach vielen weniger erfolgreichen
Jahren kam.


In den vergangenen Jahren hat Deutschland oft schlecht
abgeschnitten. Mehrmals landete das Land auf einem der letzten
Plätze. Trotzdem bleibt das Interesse am ESC groß. Viele Fans
diskutieren jedes Jahr über die Lieder, die Punkte und die
Auftritte. In sozialen Medien ist der Wettbewerb ein großes
Thema. Geht es hier wirklich um die Qualität der Musik oder auch
um die Beliebtheit des Landes? Das ist die große Frage. Und oft
bekommen die Länder auch von ihren Nachbarländern viele Punkte.


In Deutschland war bis jetzt der Norddeutsche Rundfunk, kurz NDR,
für die Organisation zuständig. Dieses Jahr zum ersten Mal der
SWR. Der jeweilige Sender wählt aus, wie der deutsche Beitrag
bestimmt wird. Meistens gibt es einen sogenannten Vorentscheid.
Das ist eine Fernsehshow, in der mehrere Künstlerinnen und
Künstler gegeneinander antreten. Das Publikum und manchmal auch
eine Jury entscheiden dann, wer Deutschland beim ESC vertreten
darf. Wie schon gesagt war es diesmal eine Mischung aus Jury und
Publikum.


Gewonnen hat diesen Vorentscheid Sarah Engels mit dem Song
„Fire“. Sarah Engels kennen viele Menschen in Deutschland schon.
Sie war Teilnehmerin bei „Deutschland sucht den Superstar“, einer
Castingshow. Später war sie in vielen weiteren ähnlichen Shows zu
Gast. Das Lied ist ein Ohrwurm, aber es ist nicht originell. Und
mich persönlich langweilen diese immer gleichen Lieder, bei denen
Frauen halbnackt und betont sexy tanzen. Wenn du dir selber ein
Bild machen möchtest: Ich verlinke auf slowgerman.com alle
Teilnehmer des Vorentscheides. Hier kannst du sie auch im Video
sehen.


https://www.youtube.com/watch?v=LN-ulL2t2IQ


Der deutsche Vorentscheid hat sich im Laufe der Jahre verändert.
Manchmal wurden bekannte Stars eingeladen, manchmal eher neue
Talente. Es gab Jahre mit großen Shows und Jahre mit kleineren
Formaten. Oft wird in Deutschland diskutiert, welche Art von Lied
die besten Chancen hat: ein Popsong, eine Ballade oder vielleicht
etwas ganz Ungewöhnliches. Manche Fans wünschen sich mehr Mut und
mehr Musik auf Deutsch. Andere glauben, dass englische Texte
international besser funktionieren. Als Moderatorin haben wir
seit vielen Jahren Barbara Schöneberger. Den richtigen ESC-Abend
moderiert dann aber aus dem Off, also nur als Stimme, Torsten
Schorn. Über 20 Jahre war das der Job von Peter Urban, einer
Radiolegende.


Für Deutschlernende ist der ESC auch sprachlich interessant, wenn
Deutschland, Österreich oder die Schweiz ein Lied auf Deutsch
schicken. Dieses Jahr schickt Deutschland Sarah Engels mit dem
englischen „Fire“. Die Schweiz schickt Veronica Fusaro. Und
Österreich schickt den 19-jährigen Sänger Cosmó mit dem
deutschsprachigen Song „Tanzschein“, ich verlinke das Video:


https://www.youtube.com/watch?v=IPvJbGy5_o0&list=RDIPvJbGy5_o0&t=2s


Für wen drückst Du am 16. Mai die Daumen?


Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg319kurz.pdf



Du willst hören, wie diese Episode normal schnell gesprochen
klingt?
Du möchtest Lernmaterial zu dieser Episode? Kein Problem!


Werde jetzt Mitglied, um Zugriff zu
erhalten.
Du kannst 7 Tage kostenlos testen:


Jetzt Mitglied werden

15
15
Close