SG #101: Erneuerbare Energien
Kann man Energie wirklich erneuern? Nein. Natürlich nicht. Aber es
gibt Energiequellen, die begrenzt sind. Zum Beispiel Erdöl und
Erdgas. Andere Energiequellen sind nicht begrenzt: Die Sonne wird
scheinen, so lange es die Menschen gibt.
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vor 10 Jahren
Kann man Energie wirklich erneuern? Nein. Natürlich nicht. Aber
es gibt Energiequellen, die begrenzt sind. Zum Beispiel Erdöl und
Erdgas. Andere Energiequellen sind nicht begrenzt: Die Sonne wird
scheinen, so lange es die Menschen gibt. Deswegen nennt man
derartige Energiequellen „erneuerbare Energien“. Was gehört noch
dazu, außer der Sonnenenergie? Zum Beispiel Erdwärme, Wasserkraft
oder Windenergie.
Wir müssen auch überlegen, wofür wir Energie eigentlich brauchen.
Wir brauchen sie zum Beispiel, um unsere Häuser zu heizen. Und
natürlich brauchen wir Strom, um unseren Alltag zu meistern: Was
wären wir ohne elektrisches Licht, eine Waschmaschine, einen
Backofen, einen Staubsauger, einen Fernseher oder das Internet?
Der dritte Faktor neben Strom und Wärme ist die Mobilität –
bislang verfeuern unsere Autos Treibstoff, aber es fahren schon
die ersten Elektroautos durch die Städte.
In Deutschland decken die erneuerbaren Energien noch nichtmal ein
Drittel der Stromproduktion ab. Das heißt: Mehr als zwei Drittel
der Energie kommt in Deutschland noch von „alten“ Methoden wie
der Atomkraft oder Kohle. Aber die Zahl der Windkraftwerke und
Solaranlagen wächst. Rein theoretisch könnte Deutschland seinen
Strom zu 100% aus Wind, Sonne und ähnlichen Quellen erzeugen,
aber in der Praxis dauert das noch.
Es gibt ein Wort für den Übergang von der alten auf die neuen
Energien: Energiewende. Die Energiewende ist ein großes
politisches Thema. Deutschland möchte bis zum Jahr 2050 gut 80
Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Die
Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben
Deutschland schließlich dazu gebracht, den Atomausstieg zu
beschließen. Die Hälfte der Atomkraftwerke ist bereits
abgeschaltet, der Rest soll bis 2022 abgeschaltet werden. Alle
Parteien haben dafür gestimmt.
Auch im Kleinen sieht man, dass sich etwas verändert. Wenn Ihr
durch Deutschland fahrt, seht Ihr auf vielen Dächern bereits
Sonnenkollektoren. Diese liefern für den Haushalt entweder Strom
oder warmes Wasser. Neue Häuser wie das in dem ich lebe, haben im
Keller keinen großen Tank mit Heizöl wie alte Häuser, sondern
eine Wärmepumpe. Diese nutzt die Wärme der Erde in einigen Metern
Tiefe und sorgt so dafür, dass unser Haus immer schön warm ist,
auch im Winter. Die Heizkosten sind dadurch enorm gering – wir
bezahlen lediglich die Stromkosten für die Pumpe und verfeuern
keine fossilen Brennstoffe.
Der nächste Punkt sind Elektroautos – bis jetzt sieht man sie nur
sehr selten auf deutschen Straßen. Das liegt vor allem daran,
dass die Autos noch sehr teuer sind: Ein Smart mit Elektroantrieb
kostet mit Batterie mindestens 23.000 Euro – und Ihr wisst, wie
winzig ein Smart ist. Dafür spart man sich aber die Benzinkosten.
Für viele ist aber auch noch ein Punkt, dass die Batterie nicht
lange hält: Wer nur ein paar Kilometer pro Tag fährt, hat kein
Problem. Für Langstreckenfahrer ist das Elektroauto aber noch
nicht geeignet.
Der letzte Punkt, der noch gegen diese neue Art von Auto spricht,
ist die Verfügbarkeit von Ladestationen. Wer auf dem Land wohnt
und seine Garage mit einer Steckdose ausstattet, oder sogar auf
dem Dach der Garage eine Sonnenstrom-Anlage aufbaut, hat kein
Problem mit dem Auftanken. Aber was tun, wenn man in der Stadt
wohnt und keinen eigenen Parkplatz hat? „Tankstellen“ für
Elektroautos sind sehr selten. Aber ich bin sicher, diese
Probleme werden sich in den nächsten Jahren lösen. Und dann werde
ich mir sicher ein Elektroauto kaufen.
Atomausstieg, Elektroautos, Energiewende – ein Punkt ist derzeit
auch oft im Gespräch, vor allem hier in Bayern. Und zwar die
Windräder. Anwohner beschweren sich über den Lärm von
Windkraft-Anlagen. Andere finden sie schlichtweg hässlich. Manche
fürchten gar, dass die Anlagen schlecht für die Gesundheit sind.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung muss noch wachsen – ich
jedenfalls hätte lieber ein Windrad vor der Tür als ein
Kernkraftwerk…
Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg101kurz.pdf
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