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SG #183: Die Stasi

SG #183: Die Stasi

Slow German vor 7 Jahren
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Hast Du schonmal von der Stasi gehört? Stasi ist eine Abkürzung.
Eigentlich steckt dahinter der Staats-Sicherheitsdienst, oder noch
genauer das Ministerium für Staatssicherheit. Die Stasi gibt es
heute nicht mehr. Sie war der Geheimdienst und die Geheimpolizei
der DDR. Gegründet wurde das Ministerium 1950, also wenige Jahre
nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und ein Jahr nach Gründung
der DDR. Als Geheimdienst versuchte die Stasi herauszufinden, ob
das Ausland der DDR gefährlich werden könnte. Als Geheimpolizei
arbeitete die Stasi im eigenen Land. Sie überwachte die Bürger der
DDR. Sie kontrollierte die eigenen Bürger. 100.000 Menschen
arbeiteten für die Stasi. Aber das waren nur die offiziellen
Mitarbeiter. Dazu kamen noch einmal doppelt so viele inoffizielle
Mitarbeiter, kurz IMs genannt. Sie waren Spitzel. Wenn du damals in
der DDR gelebt hättest, dann hätte dein bester Freund, dein
Arbeitskollege, dein Chef, dein Lehrer oder dein Nachbar ein IM
sein können. Wenn du etwas getan hättest, das gegen die Regeln war,
dann hätte dieser IM dich gemeldet. Und du hättest Ärger bekommen.
Menschen wurden verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Es gab
Entführungen und körperliche Gewalt. Die IMs schrieben Berichte und
gaben diese weiter. Sehr eindrucksvoll gezeigt wird das im Film
"Das Leben der Anderen". Menschen wurden abgehört und beobachtet
und sie wurden eingeschüchtert. Dahinter steckte die SED, die
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die 40 Jahre lang in
der DDR regierte. Es gab keine freien, demokratischen Wahlen. Die
SED kontrollierte die Stasi. Und diese kämpfte gegen die "Feinde
des Sozialismus". Stasi-Akten / Bild: BStU Verboten war damals
vieles. Es durfte beispielsweise kein Westfernsehen geschaut
werden. Es durfte auch keine Musik aus dem Westen gehört werden.
Kritik am eigenen System war verboten. Eine freie Presse gab es
nicht. Als die Mauer fiel und die DDR nicht länger existierte,
hörte auch die Stasi auf zu arbeiten. Es gibt aber ein Amt, in dem
weiterhin alle noch vorhandenen Akten aufgehoben werden. Das sind
mehr als 111 Kilometer Papier und mehr als 1,4 Millionen Fotos. Da
viele Akten zerstört wurden, sind neun Menschen damit beschäftigt,
diese wie ein großes Puzzle wieder zu rekonstruieren. Unter
bestimmten Umständen können Menschen die Stasi-Akten einsehen, wenn
sie selbst darin vorkommen. Ich kann also lesen, was über mich
geschrieben wurde. Zwei Millionen Menschen haben das seit 1992
getan. Die Akten zu lesen kann aber schrecklich sein, denn dann
erfährt man vielleicht, dass Menschen, denen man vertraut hat,
eigentlich Stasi-Spitzel waren. Vielleicht der nette Nachbar,
vielleicht aber auch die eigene Ehefrau. Fotos: BStU Text der
Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg183kurz.pdf
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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