Beschreibung
vor 2 Jahren
KI im Gesundheitswesen: Von der Muttermal-App bis zur
Stimm-Diagnose
Das Gesundheitswesen gehört zu den Bereichen, in denen KI am
stärksten eingesetzt wird, oft ohne dass wir es merken. Diese
Folge gibt einen Überblick mit konkreten Beispielen:
Muttermal-Analyse per App, Krebsfrüherkennung in der
Bildgebung, Sturzerkennung in der Pflege und Diagnosen anhand der
Stimme. Dazu die spannende Kehrseite: KI, die aus
Gehirnscans Bilder rekonstruiert, und Studien, in denen
KI-Antworten empathischer wirkten als die von Ärztinnen und
Ärzten. Und immer wieder die Frage, wer diese Daten in der Hand
hält.
Mind/Machine ist der Podcast, in dem emotionale
Intelligenz auf künstliche Intelligenz trifft. Manuela
Machner ist Coach für Tourismusbetriebe im Bereich KI
und Gründerin von KiNET.ai, mehr auf www.kinet.ai. Eliot
Mannoia ist digitaler Psychologe und bringt die
menschliche und psychologische Seite ein, mehr auf
www.brandkarma.at. Gemeinsam führen sie kurze, ehrliche Gespräche
von rund fünfzehn Minuten.
Was dich in dieser Folge erwartet
Muttermal-Check per App: Der Skin Screener,
entwickelt von einem österreichischen Mediziner, scannt
Muttermale und schätzt das Risiko ein. Gerade unerfahrene Ärzte
schneiden im Vergleich oft schlechter ab, im Zweifel schickt
die App früher zum Arzt.
Bildgebung und Krebsfrüherkennung: KI kann
tausende Bilder auswerten und kleinste Zellansammlungen
erkennen, die der Mensch noch nicht sieht. Ein Arzt sieht in
seinem Leben nur eine begrenzte Menge, die KI praktisch alle.
Pflege und Sturzerkennung: Bewegungssensorik
schlägt Alarm, wenn jemand stürzt, auch wenn die Person keinen
Notrufknopf mehr erreicht. Stimmassistenten könnten das künftig
ergänzen.
Diagnose über die Stimme: Firmen wie Audeering
nutzen Stimm-Biomarker, um mit hoher Wahrscheinlichkeit
Hinweise auf Erkrankungen wie Parkinson zu erkennen, sogar über
das Handymikrofon.
Wearables und Sinne: Von der Fitbit bis zur
Smartwatch wandern Computer immer näher an unsere Sinne. Chris
Cox von Meta beschrieb diese Entwicklung beim World Economic
Forum.
KI und Empathie: In Studien wirkten
KI-formulierte Diagnose-Infos empathischer als die von
Menschen, und in der Suchttherapie war die Akzeptanz gegenüber
der Maschine teils höher.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine App wirklich Muttermale
beurteilen?
Apps wie der Skin Screener geben eine Risikoeinschätzung und
empfehlen im Zweifel den Arztbesuch. Sie ersetzen keine ärztliche
Diagnose, können aber früher sensibilisieren.
Wie kann KI aus der Stimme Krankheiten
erkennen?
Erkrankungen verändern messbar die Stimme. KI wertet diese
Biomarker aus und erkennt Muster, teils mit über achtzig Prozent
Wahrscheinlichkeit.
Wo liegen die ethischen Risiken?
Sensible Gesundheitsdaten könnten missbraucht werden, etwa von
Arbeitgebern oder Versicherungen. Deshalb ist entscheidend, wer
Zugriff auf diese Daten hat.
Erwähnte Tools und Verweise
Die App Skin Screener zur Muttermal-Analyse, das Unternehmen
Audeering rund um Professorin Dagmar Schuller zu Stimm-Biomarkern
(www.audeering.com), Aussagen von Chris Cox (Meta) beim World
Economic Forum sowie Wearables wie Fitbit und Smartwatches.
Über die Hosts
Manuela Machner ist KI-Coach für
Tourismusbetriebe und Gründerin von KiNET.ai. Sie macht KI für
Betriebe aus Tourismus, Weiterbildung und dem KMU Umfeld
verständlich und sofort nutzbar. Mehr auf www.kinet.ai.
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und
beschäftigt sich mit der menschlichen und psychologischen Seite
von Technologie und KI. Mehr auf www.brandkarma.at.
Mind/Machine gibt es auf Spotify, Apple Podcasts
und Amazon Music. Alle Folgen und mehr auf www.mind-machine.at.
Hinweis: Diese Folge dient der Information und
ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen
wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
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