Beschreibung
vor 2 Jahren
Dein digitaler Zwilling: Von der Medikamenten-Simulation
bis zum Gespräch mit Verstorbenen
Ein digitaler Zwilling ist nicht nur etwas für Städte und
Fabriken, sondern zunehmend für uns selbst. Diese Folge fragt,
was möglich wird, wenn unsere Gesundheits-, Körper- und
Verhaltensdaten zu einem digitalen Abbild werden. Vom
Testen von Medikamenten am virtuellen Ich über Kleideranprobe
beim Online-Shopping bis zu berühmten und persönlichen Klonen.
Und immer wieder die kritische Frage: Wo hilft das, und wo wird
es unheimlich, etwa wenn Hinterbliebene mit dem digitalen
Zwilling eines Verstorbenen sprechen.
Mind/Machine ist der Podcast, in dem emotionale
Intelligenz auf künstliche Intelligenz trifft. Manuela
Machner ist KI-Coach für Tourismus und Gründerin von
KiNET.ai, mehr auf www.kinet.ai. Eliot Mannoia
ist digitaler Psychologe und bringt die menschliche und
psychologische Seite ein, mehr auf www.brandkarma.at. Gemeinsam
führen sie kurze, ehrliche Gespräche von rund fünfzehn Minuten.
Was dich in dieser Folge erwartet
Was ein digitaler Zwilling ist: Ein
datenbasiertes Abbild der Realität, mit dem sich Szenarien
durchspielen lassen, von der Brandsimulation der Feuerwehr bis
zum eigenen Schlaf-Tracking.
Medizin und Medikamente: Am digitalen Zwilling
lassen sich Therapien und Dosierungen testen, ohne
Nebenwirkungen am echten Körper. Menschen reagieren
unterschiedlich, auch nach Geschlecht, ein Thema, das etwa
Sanofi anspricht.
Klon im Alltag: Der eigene Video-Klon in
Gaming und Metaverse oder als exakte Maße-Vorlage fürs
Online-Shopping, damit Kleidung wirklich passt.
Prominente und Werbung: Digitale Twins von
Stars, ein Grund für den Schauspielerstreik. Mit Erlaubnis und
Bezahlung, wie bei Bruce Willis, kann das fair sein, ohne wird
es zum Fake, wie bei der Bild-Kampagne mit KI-Stimmen.
Daten und Persönlichkeit: Das
OCEAN-Persönlichkeitsmodell und der Fall Cambridge Analytica
zeigen, wie wenige Likes reichen, damit ein Algorithmus dich
besser einschätzt als Freunde oder Familie.
Zwillinge von Verstorbenen: Griefbots, die
Hinterbliebene weiter mit dem Verstorbenen sprechen lassen.
Therapeutisch manchmal hilfreich, aber mit der offenen Frage,
wann man abschließt. Als Bildungs- und Kulturerlebnis dagegen
faszinierend, etwa Gespräche mit Mozart, Kleopatra oder van
Gogh.
Häufig gestellte Fragen
Was bringt ein digitaler Zwilling in der
Medizin?
Man kann Therapien und Medikamente virtuell testen, basierend auf
den vorhandenen Körperdaten, statt alles direkt am Menschen
auszuprobieren. Das kann Nebenwirkungen reduzieren und
Behandlungen gezielter machen.
Sind digitale Klone von Prominenten
erlaubt?
Nur mit Zustimmung und Vergütung ist es fair, wie im Fall Bruce
Willis. Ohne Einwilligung wird es zum Persönlichkeitsrechts- und
Fake-Problem.
Kann man mit einem Verstorbenen wirklich
sprechen?
Es gibt bereits Apps, die aus den Daten einer Person einen
Chat-Klon erstellen. Die Technik steckt in den Anfängen, und der
Umgang damit ist psychologisch heikel.
Erwähnte Quellen und Verweise
Aussagen aus einem Vortrag der Geschäftsführung von Sanofi zu
unterschiedlicher Medikamentenwirkung, das
OCEAN-Persönlichkeitsmodell und der Fall Cambridge Analytica, ein
New-York-Times-Artikel zur Vorhersagekraft von Facebook-Likes,
die Bruce-Willis-Werbung per digitalem Klon, die Bild-Kampagne
mit KI-Stimmen sowie die Black-Mirror-Folge zum Thema.
Über die Hosts
Manuela Machner ist KI-Coach für
Tourismusbetriebe und Gründerin von KiNET.ai. Sie macht KI für
Betriebe aus Tourismus, Weiterbildung und dem KMU Umfeld
verständlich und sofort nutzbar. Mehr auf www.kinet.ai.
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und
beschäftigt sich mit der menschlichen und psychologischen Seite
von Technologie und KI. Mehr auf www.brandkarma.at.
Mind/Machine gibt es auf Spotify, Apple Podcasts
und Amazon Music. Alle Folgen und mehr auf www.mind-machine.at.
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