Mich auf den Weg machen
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Beschreibung
vor 2 Jahren
Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten beschäftigt mich. Nach
vielen Plagen und Schwierigkeiten zeigt sich eine Tür, ein Tor.
Wer mag, kann die spannende Geschichte lesen im 2.Mosebuch
Kapitel 14. Was schon nicht mehr wahr zu werden schien, ist auf
einmal möglich. In einem Vers heißt es: „Der Herr zog vor ihnen
her“. Ein großes Ereignis. Die Israeliten ziehen aus Ägypten aus,
heraus dem Land, in dem sie als Sklaven dienen mussten. 600 000
Männer, nochmal so viele Frauen, Kinder und viele Tiere machten
sich auf den Weg. (2.Mose 12,37) Ausziehen, heißt das nicht,
alles hinter sich lassen, sich auf den Weg machen? Da kommt in
mir die Frage auf, wann kann ich das alles hinter mir lassen, was
mich immer wieder in Spannung hält und infrage stellt. Wann kann
ich heraus aus der Eigenverurteilung…“ schon wieder hast du es
nicht geschafft“. Wann heraus aus alten Gewohnheiten und
Strukturen? Wann endlich kann ich mich neu auf den Weg machen?
Ich spüre, dass es den richtigen Augenblick gibt. Den Kairos. Und
ich merke, dass ich nur losgehen kann, wenn das ganze große Volk“
in mir“ eins ist. Gott will Freiheit für seine Menschen, sein
„Go“ ist schon längst da.
Wenn ich das Kapitel 14 lese, spüre ich allerdings etwas
davon, was da alles in mir gegen diesen Aufbruch steht. Bisher
war immer der Pharao, die Seite in mir, die sich nicht verändern
will, so stark, dass es keine Chance gab. Aber dann, nach vielen
Plagen kam der Aufbruch und das Volk zog los.
Und dann? Das Volk gerät in die Klemme. Plötzlich war vor
ihnen das Meer und hinter ihnen der Pharao mit seiner
Streitmacht. Pharao hatte es sich anders überlegt. Er wurde
rückfällig. In diese Situation hinein sagt im Vers 14 Mose zu
seinem Volk:“ Fürchtet euch nicht. Der Herr wird für euch
streiten und ihr werdet stille sein.“ Eine große Ruhe liegt in
diesem Satz. Der Herr macht es! Und wie soll das gehen? Es kam
ein Ostwind. Nur ein Ostwind. Aber der treibt das Wasser
auseinander. Damit das Volk einen Weg findet. Zugegeben, es ist
kein ungefährlicher Weg, aber eine Möglichkeit, um durchzukommen.
Die Frage ist, ob wir es wagen, uns unter diesen Umständen auf
den Weg zu machen. Pfingsten steht vor der Tür. Das Fest, in dem
Gott uns in einer ganz aktiven Weise begegnet. Im Wind des
Heiligen Geistes. Ob es damit etwas zu tun hat?
In diesem Sinn wünsche ich uns ein bewegtes Pfingstfest.
Ihre und eure Traudel Krause
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