Podcaster
Episoden
02.01.2026
56 Minuten
Als vor einiger Zeit die Anfrage kam, ob ich Interesse an einem
Podcast mit Ingo Theiner hätte, musste ich stutzen: der Mann ist
Chef eines demeter-zertifizierten Hotels (theiner's garten
das biorefugium), er baut auf dem benachbarten Bergerhof elf
Hektar Obst an (bis auf einen Hektar alles Äpfel, Südtirol halt)
– ob das was für einen doch sehr weinlastigen Podcast ist?
Andererseits: es heißt ja "Auf ein Glas" – und da kann ja
durchaus auch was aus Äpfeln drin sein! Außerdem ist Ingo Theiner
Sommelier, Wein spielt im Hotel eine große Rolle. Also fuhr ich
im Oktober nach Südtirol – und es war spannender als erwartet.
Südtirol ist bekannt für seinen Apfelanbau. Der reichhaltige
Schwemmlandboden und die ordentliche Wasserversorgung der Region
schaffen ideale Bedingungen. "Der Apfel braucht viel Wasser, hat
oberflächliche Wurzeln“, lerne ich von Ingo Theiner und verstehe,
warum der Wein dann an den Bergen des Tals wächst: der mag es
gerne karg, die Wurzeln suchen sich ihren Weg (darüber redete ich
dann mit zwei Winzern, Anton Longo vom Weingut Baron Longo und
Michael Sinn vom Weingut Quirinus).
Die Familie Theiner ist seit den 50er Jahren im Apfelanbau tätig,
der Übergang zur biologisch-dynamischen Landwirtschaft begann
1980 mit der 2. Generation (dem Vater von Ingo Theiner). Seit
1984 ist der Bergerhof Demeter-zertifiziert und war damit damals
Pionier. Im Gespräch geht es natürlich auch um die Ideen, die
hinter der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise stecken. Was
die Familie zum Bau eines Hotels bewog und warum das auch ganz im
Geist der Demeter arbeitet, verrät Ingo Theiner im zweiten Teil
des Podcasts. Und zum Wein kommen wir, nachdem wir eingangs eine
Apfelsaft-Cuvée probierten, auch noch…
Mehr Infos bei den STIPvisiten
[00:30] Theiner Ingo: Äpfel und Hotel
[13:23] wie läuft das eigentlich mit den Präparaten?
[22:05] wir probieren eine Apfelsaft-Cuvée – aus fünf Sorten in
diesem Jahr
[29:05] ein Demeter-Hotel – was bedeutet denn das?
[41:13] wir probieren einen Wein von St. Quirinus
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18.12.2025
1 Stunde 22 Minuten
Peter Bohn ist einer der beiden Executive Partner beim
Weinhandelshaus P. J. Valckenberg (der andere ist Tilman Queins)
– einem Haus mit Geschichte (Peter Joseph Valckenberg gründete
das Weinexporthaus 1786). Seit 2011 ist Bohn Geschäftsführer bei
Valckenberg, 2015 haben er und Queins die Firma gekauft – und
seitdem unter anderem den US-Markt entwickelt. Der hat sich in
der jüngeren Vergangenheit, gelinde gesagt, als ein
problematischer Markt erwiesen – in einer für die Weinwirtschaft
weltweit eh nicht gerade problemlosen Situation. Darüber reden
wir – und was man machen kann, um dem zu begegnen: andere Märkte
entwickeln. Da ist unser Thema, natürlich, das Segment der
alkoholfreien Weine. In einem anderen großen Block reden wir über
die Zeit vor dem Valckenberg-Engagement: 1996 kam Peter Bohn nach
Sachsen, er fing auf Schloss Proschwitz im Marketing und Vertrieb
an. "Das waren extrem geniale Jahre – und extrem harte Jahre!",
schwärmt Bohn – der in Westhofen (Rheinhessen) arbeitet, aber
nach wie vor im sächsischen Meißen wohnt.
Mehr Infos bei den STIPvisiten
[00:00] zu Gast bei Peter Bohn in Meißen
[12:04] wollen wir über die Zeit bei Proschwitz sprechen?
[23:10] Kopf schlägt Kapital – Budgetdenken ist eine der größten
Unsitten!
[36:03] was trinken wir eigentlich beim Gespräch? Champagne
Lombard!
[55:49] zurück vom Abschweifen zum Thema Export
[1:08:57] was man machen kann – andere Märkte entwickelt im Sinne
von Produkten: alkoholfreie Produkte!
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11.12.2025
55 Minuten
Aus Fehlern kann man lernen, und wenn man's danach richtig macht,
sogar damit kokettieren. Das Weingut Delheim im Herzen des
südafrikanischen Weinbaus in der Region Stellenbosch hat so eine
Geschichte: Spatzendreck ist der Name eines ihrer Weine – weil
der junge Weinmacher Michael Sperling, den sie alles Spatz
nannten, an einem Sonntagnachmittag im Jahr 1961 einigen Freunden
voller Stolz seine neue Weinkollektion präsentieren wollte – und
auch nicht stutzig wurde, als einer der Weine, nun ja: untypische
Farbtöne hatte. Ausgerechnet der aus Tank Nummer 13 – aber
egal: eingeschenkt und probiert. Eine Freundin rief
entsetzt aus: „Aber Spatz, das ist jetzt wirklich Dreck”! Und
schon hatte der Wein seinen Namen weg – mit passendem Etikett
kackender Spatz auf Weinfass: das reichte für den vom Decanter
1971 verliehenen Ehrenpreis „worst label of the year“. Delheim
heißt das Weingut in Stellenbosch, in dem der Spatzendreck
erfunden wurde – und noch heute ab Hof im Angebot ist. In
besserer Qualität, wie Nora Thiel mir verriet. Sie ist die
Tochter jenes Michael "Spatz" Sperling, und ich traf sie zum
Podcast mit einigen bemerkenswert guten Weinen. Geht doch!
Mehr Infos bei den STIPvisiten!
[00:00] heute aus der Kastenmeier-Bar, unser Gast kommt aus
Südafrika: Nora Thiel, Weingut Delheim
[10:10] Sonnenschein im Glas: Pinotage Rosé, schon Jahrgang 2025
[22:32] weiter geht's: Chenin Blanc
[34:13] im Glas: Pinotage
[42:08] im Glas: 2021 Grand Reserve
[49:15] und nun: ein Botrytis-Riesling: Edelspatz
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27.11.2025
1 Stunde 14 Minuten
Seit dem 11. November ist wieder Gänsezeit. Wie immer beantworten
wir die damit im Zusammenhang stehende Frage: was dazu trinken?
Wir deklinieren das – wie in den vergangenen Jahren –
durch mit dem Gänsemenü von Gräfe’s Wein&fein, was ja
naheliegend ist bei unserer örtlichen Befangenheit. Dabei reden
wir zwar hauptsächlich über die Weine (und den sensationellen
Sekt zum Apero), aber es gibt ja auch eine alkoholfreie
Begleitung mit Empfehlungen – die trinken wir bei den Aufnahmen
zu diesem Podcast nicht, aber da wir sie beim Probeessen vorab
ausgesucht hatten, kennen wir die natürlich auch und können
sagen, warum sie passen.
Mehr Infos und Bilder der Flaschen: bei den STIPvisiten
[00:37] Apero: ein Sekt (Wackerbarth Bussard)
[13:49] Schwarze Madonna, Christoph Hammel – zur Vorspeise
[23:57] braucht’s zur Suppe einen Wein? Ja: 2024 Grüner
Veltliner Reserve Hund, Pfaffl,
[34:06] der absolute Hit – Essen wie Wein: Polentataler, dazu
Chardonnay von Walz (Baden)
[49:12] zum Hauptgang zwei Weine zur Auswahl: 2021 Grau-Weiß,
Hiestand, Rheinhessen oder 2021 Tenuta Frescobaldi Castiglione,
Toskana, Italien
[1:06:58] Dessertwein von Murati aus Stellenbosch
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20.11.2025
1 Stunde 21 Minuten
"Wer den kompletten Namen sagen kann, bekommt eine Flasche Wein
von mir geschenkt!", lacht der Anton aus Südtirol. Hatte er mich
deswegen gleich zur Begrüßung gefragt, ob wir beim DU seien? Wohl
kaum, denn die Flasche hätte der aufstrebende Winzer aus Neumarkt
am Ende der Südtiroler Weinstraße ganz sicher erübrigen können –
nein: er ist der unkomplizierte Typ, der gerne lacht – auch wenn
er sich im Gespräch keineswegs als vordergründig oder
oberflächlich erweist, sondern oft eher nachdenklich erscheint.
"Das neue, hell leuchtende Sternchen am Südtiroler
Weißweinhimmel" nennt ihn Heiner Lobenberg anerkennend – und die
Dorfgemeinschaft in Neuberg tituliert ihn oft noch mit "der Herr
Baron". Wahrscheinlich ist ihnen Anton Baron Longo Liebenstein zu
Wellenburg und Langenstein aber einfach zu lang.
Mehr Infos bei den STIPvisiten
[00:37] unterwegs in Südtirol, Zu Gast beim Weingut Baron Longo
[04:28] Das Weingut: Baron Longo
[11:23] Platz für die vielen Kleinen (er ist Mitglied bei den
freien Weinbauern Südtirols)
[23:04] volle Lager, Preisbewusstsein, Konsumverhalten
[27:41] im Glas: Liebenstein 2021, Chardonnay
[48:57] der nächste Wein ist der Schlossberg
[1:04:37] zum Abschluss gehen wir in die Höhe: Sauvignon Blanc -
Urgestein Toldo de Kasnan
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Über diesen Podcast
Gespräche beim Wein. Über Wein. Über Essen. Und übers Leben,
natürlich. Alle vierzehn Tage freitags neu. Manchmal aber auch
wöchentlich…
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