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Stakeholder für deine IHK-Projektarbeit – IT-Berufe-Podcast-Shorts #8
13.04.2026
24 Minuten
Um Stakeholder für deine IHK-Projektarbeit geht es in der achten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.


Ich zeige dir in diesem Podcast-Short, warum Stakeholder für jedes IHK-Abschlussprojekt zentral sind: Von ihnen kommen die Anforderungen, an denen sich später die Qualität deines Projekts misst. Dabei solltest du nicht nur an Kund:innen und Benutzer:innen denken, sondern auch zum Beispiel an Projektleitung, Betrieb, Support, Datenschutz, Gesetzgeber, Sicherheitsverantwortliche, Management, externe Dienstleistende oder technische Rahmenbedingungen. Ich empfehle dir, alle relevanten Stakeholder systematisch zu sammeln, ihre Anforderungen zu dokumentieren und zu priorisieren, damit dein Projekt nicht an übersehenen Anforderungen scheitert. Stakeholder und Anforderungen im IHK-Abschlussprojekt

Ich erkläre dir, warum die Stakeholder-Analyse in praktisch jedem Abschlussprojekt für die IHK-Prüfung wichtig ist. Egal ob du in der Anwendungsentwicklung, Systemintegration oder in einem kaufmännischen IT-Beruf arbeitest: Du brauchst eine Anforderungsanalyse. Dabei geht es darum, herauszufinden, wer was von deinem Projekt erwartet und welche Anforderungen daraus entstehen.


Die Anforderungen musst du aufnehmen, dokumentieren, priorisieren und konkretisieren. Sie sind entscheidend für den Projekterfolg, denn Qualität bedeutet: Grad der Übereinstimmung mit den Anforderungen. Wenn Anforderungen fehlen, unklar sind oder übersehen wurden, kannst du am Ende nicht sicher sagen, ob dein Projekt wirklich erfolgreich ist. Was Stakeholder sind

Ich fasse Stakeholder als alle Personen, Rollen, Institutionen oder auch Rahmenbedingungen auf, die:


Interesse an deinem Projekt haben, Einfluss auf dein Projekt haben, oder von deinem Projekt betroffen sind.


Wichtig ist: Nicht alle denkbaren Stakeholder sind in jedem Projekt relevant. Die Liste soll dir helfen, mögliche Stakeholder nicht zu vergessen. Warum Stakeholder oft übersehen werden

Ich beobachte häufig, dass Prüflinge nur an folgende Stakeholder denken:


Kund:innen beziehungsweise Auftraggeber:innen Endbenutzer:innen


Dabei werden viele weitere Stakeholder vergessen, obwohl sie ebenfalls konkrete und teilweise harte Anforderungen an das Projekt haben. Wenn du nur einzelne Stakeholder berücksichtigst, kann dein Projekt später scheitern, weil wichtige Anforderungen fehlen. Mögliche Stakeholder und ihre typischen Anforderungen Kund:innen oder Auftraggeber:innen

Diese Stakeholder bezahlen das Projekt oder geben es in Auftrag. Ihre typischen Interessen sind:


Einhaltung des Budgets Einhaltung von Terminen Erreichen der Business-Ziele


Kund:innen sind nicht automatisch auch die Menschen, die das Ergebnis später benutzen. Endbenutzer:innen

Das sind die Personen, die mit der Software oder dem System tatsächlich arbeiten. Ihre Anforderungen können ganz anders sein als die der Kund:innen, zum Beispiel:


einfache Bedienung gute Performance Zuverlässigkeit


Das gilt nicht nur für Software, sondern auch für Systeme in der Systemintegration. Projektleitung

Auch die Projektleitung ist ein Stakeholder. In deinem IHK-Projekt kannst das auch du selbst sein. Mögliche Anforderungen sind:


Planungssicherheit Risikominimierung Reporting


Gerade im Prüfungsprojekt ist Planungssicherheit wichtig, weil du nur eine begrenzte Stundenzahl hast. Entwickler:innen beziehungsweise Administrator:innen

Die Personen, die das System später weiterentwickeln oder betreiben, haben ebenfalls Anforderungen. Beispiele sind:


wartbarer Code stabile Systeme gute Testbarkeit definierte Deployment-Prozesse stabile APIs eventuell Anforderungen an UX, UI oder Barrierefreiheit


Für die Systemintegration können zusätzlich wichtig sein:


hohe Verfügbarkeit Skalierbarkeit Monitoring Alerts IT-Betrieb und Support

Dieser Stakeholder wird oft vergessen, obwohl das System nach der Einführung meist über längere Zeit betrieben wird. Typische Anforderungen sind:


Wartbarkeit im Betrieb Logging Dokumentation klare Prozesse für Fehlerfälle Datenschutz und Compliance

Sobald dein Projekt in einem regulierten Umfeld stattfindet, können daraus verbindliche Anforderungen entstehen. Beispiele sind:


DSGVO-Konformität Datensparsamkeit Zugriffskontrollen Monitoring weitere organisatorische oder technische Vorgaben


Ich nenne auch zusätzliche Vorschriften wie Code-Reviews, Vier-Augen-Prinzip oder neue regulatorische Anforderungen. Staat und Gesetzgeber

Je nach Branche gelten weitere gesetzliche Vorgaben, zum Beispiel:


Anforderungen an Barrierefreiheit Aufbewahrungspflichten revisionssichere Archivierung


Diese Vorgaben können sehr konkrete Anforderungen an Software oder Infrastruktur auslösen. Sicherheitsverantwortliche

Im Unternehmen kann es Rollen geben, die Sicherheitsanforderungen vorgeben. Beispiele sind:


Zugriffsschutz Verschlüsselung Pentests vor dem Go-live


Solche Punkte musst du bei Zeit, Budget und Planung berücksichtigen. Kulturkreis

Wenn Software international eingesetzt wird, entstehen Anforderungen durch Sprache und Nutzungskontext, zum Beispiel:


Übersetzungen unterschiedliche Schreibrichtungen Datumsformate Zahlenformate Management oder Geschäftsführung

Diese Stakeholder interessieren sich vor allem für die wirtschaftliche und strategische Seite des Projekts, zum Beispiel:


Amortisation Return on Investment strategische Passung Budget und Portfolio Skalierbarkeit Externe Dienstleistende

Wenn externe Unternehmen beteiligt sind, können zusätzliche Anforderungen entstehen, etwa:


technische oder organisatorische Schnittstellen Kommunikationswege Service-Level-Agreements Hardware beziehungsweise vorhandene Infrastruktur

Auch technische Rahmenbedingungen können wie ein Stakeholder wirken. Beispiele sind:


begrenzte CPU- oder RAM-Ressourcen Netzwerklatenzen begrenzter Speicherplatz


Diese Limitierungen beeinflussen direkt, wie du dein Projekt umsetzen kannst. So kannst du in deinem Projekt vorgehen

Ich empfehle dir ein schrittweises Vorgehen:


Stakeholder sammeln Überlege zuerst, wer Interesse an deinem Projekt haben könnte.


Stakeholder gruppieren Zum Beispiel in intern und extern oder nach anderen sinnvollen Kriterien.


Repräsentierende Personen auswählen Du kannst nicht mit allen sprechen, also such dir passende Ansprechpersonen oder Rollen aus, etwa Key-User:innen.


Anforderungen erheben Das kann oft einfach über Gespräche passieren. Bei Gesetzen oder Spezialthemen kannst du auch Fachpersonen wie Datenschutz- oder Sicherheitsbeauftragte einbeziehen.


Anforderungen dokumentieren und priorisieren Schreib die Anforderungen auf, formuliere sie einheitlich und priorisiere sie. Daraus kann zum Beispiel ein Lastenheft entstehen.


Widersprüche und Prioritäten prüfen Später kannst du analysieren, welche Anforderungen besonders wichtig sind und ob es Konflikte zwischen ihnen gibt. Beispiel aus einem kleinen Web-App-Projekt

Ich nenne zum Schluss ein einfaches Beispiel:


Benutzer:innen wollen eine einfache Oberfläche Admins wollen zum Beispiel Rechteverwaltung, Security-Vorgaben und Logging gesetzliche Vorgaben wie DSGVO müssen bei personenbezogenen Daten eingehalten werden


Selbst bei einem kleinen Projekt kommen also schnell mehrere Stakeholder zusammen. Fazit

Ich mache deutlich, dass du in deinem Projekt nicht nur an Kund:innen oder Benutzer:innen denken solltest. Es gibt viele weitere mögliche Stakeholder, deren Anforderungen dein Projekt beeinflussen. Wenn du diese Anforderungen frühzeitig sammelst, dokumentierst und priorisierst, reduzierst du das Risiko, dass dein Projekt an übersehenen Anforderungen scheitert. Genau daran entscheidet sich letztlich auch, wie erfolgreich und qualitativ dein Projekt ist. Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode [0:20] Heute möchte ich mich mal mit einem Thema beschäftigen, was in, ja, eigentlich allen IT-Abschlussprojekten für die IHK-Prüfung relevant ist, und zwar die Stakeholder bei deinem Projekt. Welche es da so gibt, was die für Anforderungen haben könnten und welche du vielleicht vergessen hast bei deiner Stakeholder-Analyse, darüber wollen wir heute mal sprechen, sehe ich nämlich ganz oft. Normalerweise gehört zu jedem IT-Projekt, egal welche Fachrichtung, Systemmitigation, Anwendungsentwicklung, kaufmännisch, ganz egal, müssen wir eine Ist-Analyse machen, eine Anforderungsanalyse, sorry, bringe ich ein bisschen durcheinander gerade, die Anforderungsanalyse. Um die soll es heute gehen. Das heißt, welche Anforderungen soll dein Projekt überhaupt umsetzen? Und das ist ganz egal, ob ich eine Software entwickle oder irgendein System installiere, konfiguriere oder irgendein Angebot berechne. Ganz egal, was ich für ein Abschlussprojekt habe, es geht immer darum, wer will eigentlich was haben und für wen mache ich das und was wollen diese, meistens sind es Menschen oder Rollen oder Organisationen, Institutionen können es auch sein, wir gleich nochmal sehen, was wollen die von mir? Was haben die für konkrete Anforderungen an mein Projekt? Und diese Anforderungen muss ich aufnehmen, die muss ich dokumentieren, die muss ich im besten Fall priorisieren, die muss ich verfeinern und konkretisieren. Mit diesen Anforderungen steht und fällt der Erfolg meines Projekts. Denn du kennst vielleicht noch aus einer der unzähligen anderen Episoden, wo ich das Thema angesprochen habe, die Definition von Qualität. [1:39] Qualität ist der Grad der Übereinstimmung mit den Anforderungen. Und wenn ich keine Anforderungen habe oder die Anforderungen halb habe oder vergessen habe oder unklar habe, dann weiß ich gar nicht, ob ich qualitativ gearbeitet habe, ob ich fertig bin, ob das Projekt wirklich das tut, was es soll, weil ich eine Anforderung übersehen habe, vergessen habe etc. Und woher kriege ich die Anforderungen von meinen Stakeholdern? Da erzähle ich auch immer gerne die witzige Geschichte, dass ein Prüfling in der Projektpräsentation das mal mit E-A geschrieben hat, also Steak, wie das Steak, was ich auf den Grill lege. Aber darum geht es hier natürlich nicht, sondern es geht um das englische Wort Steak, was leider genauso ausgesprochen wird, aber anders geschrieben wird, nämlich S-T-A-K-E. Stake ist das englische Wort für sowas wie, ja, wie soll ich sagen, so ein Stock oder eine Begrenzung. Ich erkläre das immer so. Die Gründerväter der USA, die da in die Wildnis aufgebrochen sind und gesagt haben, so, das Land gehört jetzt mir, haben die so einen Stock in den Boden gerammt und gesagt, so, das ist jetzt die Grenze. So, Grenzsteine. Ab jetzt ist das meine Farm. [2:36] Wir wollen nicht drüber reden, ob das eine gute Idee war da damals, aber so ist es halt gelaufen. Und diese Stakeholder, die diesen Stock in der Hand haben, die haben gesagt, so, das ist es jetzt und jetzt gehört es mir. Und diese Stakeholder übertragen wir jetzt mal auf mein Projekt und überlegen uns, welche Personen, Institutionen, wie auch immer gerade aufgelistet, haben Interesse an meinem Projekt und haben Anforderungen für mich und an mein Projekt. Und dann ist es meine Aufgabe, als Anbietungsentwicklerin, als FISI, als Kaufmanager, IT-Mensch, was auch immer, das auszuwerten, was für Stakeholder es überhaupt gibt und was die für Anforderungen haben. Und das schmeißen wir dann alles in ein großes Dokument. Sei es ein Lastenheft, wenn ich ganz klassisch im Wasserfall unterwegs bin. Seien es User-Stories für agile Projekte. Ganz egal, aber in irgendeiner Form werden wir die Anforderungen verwalten müssen. Das gilt für jedes Projekt, egal welcher Fachrichtung. Ich muss mir erstmal klar werden, was soll überhaupt gemacht werden. Denn wenn ich nicht weiß, wo ich hin soll, wie weiß ich dann, ob ich das Ziel erreicht habe. Geht nicht. Also, ich brauche die Anforderungen, gehört für mich in jedem, jedem, jedem Projekt dazu. So. [3:40] Und jetzt haben wir oft das Projekt, das Projekt, das Problem, dass die Prüflinge leider vergessen, wen man denn vielleicht noch hätte fragen sollen zu so einem Projekt. Denn ganz oft denkt man nur an den Kunden, der, der das am Ende bezahlt oder an die Benutzer, die das am Ende benutzen, die Software. Auch okay. Übrigens nicht das gleiche, Kunde und Benutzer. Kommen wir gleich nochmal drauf. Und dann vergisst man halt die 27 anderen Stakeholder, die es theoretisch auch noch geben könnte, die aber vielleicht auch harte Anforderungen an meinem Projekt haben. Ja, und dann gehen wir gleich mal eine konkrete Liste durch mit einigen potenziellen Stakeholdern, an denen du dich dann so ein bisschen orientieren kannst und dich davon inspirieren lassen kannst. Ja, und was passiert, wenn ich nur einen Stakeholder frage? Ja, ich vergesse natürlich ganz viel und am Ende scheitert das Projekt, weil irgendwer sagt, Moment mal, hast du daran eigentlich auch gedacht? Oh, nö, den habe ich leider nicht gefragt. Ja, doof gelaufen. Da kannst du mal von vorne anfangen oder das Projekt umbauen oder es ist gescheitert oder wie auch immer. Das wollen wir natürlich nicht. Also, das Ziel soll sein, alle relevanten Stakeholder zu identifizieren und natürlich von denen auch die Anforderungen zu bekommen, damit dein Projekt dann auch genau weiß, was da zu tun ist. Ja, okay. Fangen wir ganz vorne an. Definition. Stakeholder. Was ist das eigentlich? Also ich habe gerade gesagt, wie er nicht geschrieben wird, wie das Stake. [4:54] Also es ist halt irgendjemand, der oder die Interesse an deinem Projekt hat. So ganz allgemein formuliert. Einige sagen auch, es müssen Menschen sein, die irgendwie Einfluss auf dein Projekt haben. Ja, weiß nicht. Also ich würde das ganz allgemein formulieren, alle, die irgendetwas mit deinem Projekt zu tun haben, weil sie daran interessiert sind, weil sie vielleicht Einfluss drauf haben, weil sie davon betroffen sind. Beispiel, du baust eine Software und die Menschen müssen die Software am Ende benutzen, werden sie natürlich davon betroffen. [5:22] Aber, und ich fasse das gleich schon mal weiter, auch alles, woran man vielleicht nicht offensichtlich denkt, zum Beispiel, wenn du dein IT-Projekt hier in Deutschland umsetzt, gelten deutsche Gesetze, an die du dich halten musst, zum Beispiel. Aber ich greife schon ein bisschen vorweg, die konkrete Liste, die ich dir vorstellen möchte, die gehen wir ja gleich einmal durch. Wichtig ist, wie gesagt, dass du an alles denkst. Sind die alle für dein Projekt immer relevant? Nein, genau. Du musst also jetzt nicht alle, ich weiß gar nicht, wie viele sind, 10, 15 Stakeholder, die ich gleich aufzähle, müssen nicht für dein Projekt gültig sein. Aber als Idee, denk mal dran, vielleicht hast du einen übersehen. Also bitte nicht so verstehen wie, ich muss jetzt diese Liste abarbeiten, sondern für bestimmte Projekte gibt es auch nicht alle diese Stakeholder. Ich will dir nur zeigen, welche es geben könnte, damit du keinen vergisst. [6:07] Und jetzt gehen wir mal die Liste durch. Ich habe konkrete Stakeholder mal mitgebracht. Fangen wir ganz von an. Kunde, Auftraggeber. Und gerne auch Kundin oder Auftraggeberin natürlich. Und ich habe jetzt immer dazu aufgelistet, was für Interessen die haben könnten, beziehungsweise was für Anforderungen die haben können. Und Kunde, Kundin möchte natürlich gerne, dass das Budget eingehalten wird, weil, um das kurz abzugrenzen von dem nächsten Stakeholder, den ich mal eben vorgreife, nämlich Endbenutzerinnen, also die, die wirklich mit dem System am Ende arbeiten, wenn du eine Software programmierst, die, die mit der Software nachher rumklicken müssen, das sind die Endbenutzer. Und das sind nicht zwangsläufig die Kundinnen. Kundinnen sind die, die dir das Geld bezahlen, die sagen, so mach das mal bitte für mich. Das könnte zum Beispiel, Klischee, der Chef eines Unternehmens sein, der will, dass du da was programmierst, aber der Chef benutzt die Software am Ende gar nicht, sondern seine Mitarbeitende benutzen die, um das kurz abzugrenzen. Also, Kunde möchte Budget einhalten, Termine einhalten und vor allem die Business-Ziele erreichen. Ich will eine Rechnungswesen-Software programmiert haben, ja, dann sollte die am besten nachher auch Rechnungswesen können. Das wäre schon ganz gut. Also, das möchte der oder die Kundin von dir haben. Und der oder die Endbenutzerin, die am Ende damit arbeiten, die haben vielleicht ganz andere Anforderungen. Zum Beispiel wollen die, dass man das Ding einfach bedienen kann. Was interessiert die das eingehaltene Budget? Das müssen die ja nicht bezahlen. Aber wenn ich jeden Tag dreimal klicken muss, obwohl ich es auch mit einem Klick hätte machen können, das nervt die Leute natürlich. Also einfache Bedienung, Performance, Zuverlässigkeit. Wir sind jetzt hier so ein bisschen auch quasi schon bei den Softwarequalitätsmerkmalen aus der ISO-Norm. [7:32] Ich muss jetzt so ein bisschen aufpassen, dass sich das hier nicht nur auf Softwareentwicklung bezieht. Das ist natürlich meine Stärke, keine Frage. Aber für alle anderen IT-Berufe ist es natürlich genauso. Es wird irgendeinen Endbenutzer, Endbenutzerin geben. Wenn ich als FISI ein neues System aufsetze, was auch immer mir da jetzt ein Fall fällt, ich installiere ein neues Active Directory, dann sind meine Endbenutzerinnen halt meine Admin-Kollegen, die den ganzen Tag damit arbeiten. Dann wollen die auch, dass das einfach zu bedienen ist, performant läuft und zuverlässig. Also es geht hier nicht nur um Softwareentwicklung, auch wenn sich viele Beispiele bei mir mal drauf beziehen. Also, die haben so Usability-Anforderungen mindestens mal an die Software. So, was haben wir noch für Stakeholder? [8:11] Projektleitung. Naja, in deinem eigenen Projekt bist du das, aber auch du darfst natürlich Anforderungen an dein Projekt stellen. Das vergessen auch ganz viele. Es sind ja nicht immer nur Leute, die von extern kommen und sagen, ich will da was, sondern du als Umsetzende hast natürlich auch Anforderungen. Und bei der Projektleitung sieht man das. Zum Beispiel Planungssicherheit für dein IHK-Projekt von höchster Wichtigkeit. Du hast 80 oder 40 Stunden, mehr nicht. Wenn du jetzt irgendwas einplanst und deine Kollegen, Kolleginnen verspäten sich, externe Dienstleister kommen nicht in eine Pötte, was auch immer, und auf einmal sind deine 80 oder 40 Stunden bedroht, das ist schlecht, weil dann könntest du im Extremfall durch die Prüfung fallen. Das heißt, Planungssicherheit wäre vielleicht ganz wichtig und auch in echten Projekten natürlich, wollen die Leute, wenn am 1.1. Eingeführt werden soll, nicht, dass es erst am 3.1. fertig ist, ist klar. Ja, Risikominimierung, Reporting ist vielleicht auch interessant. Ich mache jetzt hier ein paar allgemeine Punkte, nicht nur fürs IHK-Projekt, deswegen ist davon vielleicht nicht alles relevant. Aber es gibt zum Beispiel auch Projekte in großen Konzernen, die umgesetzt werden. Da muss dann zum Beispiel auch ein Reporting stattfinden, irgendwie an den Vorgesetzten oder an die IT-Betriebsabteilung, dass da jetzt eine neue Ablikation fertig ist oder was auch immer. Das müsste man auch mit einplanen vielleicht. [9:21] So, nächster Stakeholder oder Stakeholderin. Entwicklerinnen bzw. Die Admins, die ich gerade schon angesprochen habe. Also die, die die Systeme entweder weiterentwickeln oder im Betrieb nachher täglich sich drum kümmern müssen. Und die wollen dann zum Beispiel wartbaren Code. Ich will nicht irgendeine Grütze und heutzutage vor allem irgendeinen KI-Slop, der dahin generiert wurde und dann kümmert sich irgendwer anders die nächsten fünf Jahre darum, den Scheiß wieder aufzuräumen. Ich will jetzt nicht auf KI bashen. KI macht schon coolen Code. Auf jeden Fall geht es mir allgemein darum, wartbarer Code, damit nicht die nächsten fünf Jahre sich irgendwer jeden Tag die Haare ausreißt, wenn er diesen Code betreuen muss. Und stabile Systeme für die Upmands. Die wollen nicht fünfmal am Tag ein Server neu starten, weil du es schlecht programmiert hast oder schlecht installiert hast. Das wären so Beispiele für deren Anforderungen. Machen wir das konkret. Anwendungsentwicklerinnen, was wollen die noch haben? Die haben vielleicht auch UX, UI-Anforderungen. Das soll ja irgendwie schick aussehen zum Beispiel und natürlich gut bedienbar sein. Vielleicht haben wir Barrierefreiheit, dass wir mit einbauen müssen. Die Anwendungsentwicklung möchte natürlich, wenn du eine API baust, dass die stabil ist, dass sie sich nicht alle zwei Tage ändert. Oh, ich habe noch ein Parameter vergessen, tut mir leid. Das Ding soll natürlich testbar sein. Ich will nicht händisch alles durchklicken müssen nach einem Release, um zu gucken, ob es läuft. Ich will Unit-Tests anstellen oder ich brauche eine Bild-Pipeline, wo das durchläuft. Ich will das Ding automatisch deployen können. Ich will nicht einen Zip-File irgendwo hart auf der Produktion entpacken und dann in alten Ordner löschen und hoffen, dass alles läuft. Ich will einen definierten Deployment-Prozess zum Beispiel haben. [10:43] Gehen wir konkret auf den nächsten Stakeholder, die Systemintegration. Was wollen die? Die wollen vielleicht von ihren Systemen, was auch immer, da geht es häufig um kritische Sachen wie Firewalls, Backup-Lösungen etc. Die wollen natürlich eine hohe Verfügbarkeit haben. Die wollen das Ding vielleicht skalieren können, wenn es zu langsam wird. Die brauchen natürlich ein Monitoring, ob das Teil noch läuft. Die wollen Alerts haben, wenn es nicht mehr läuft und so weiter. Das kann man alles auf harte Anforderungen auf dein Projekt ummünzen. [11:07] Beispiel API-Stabilität für Anwendungsumwicklung. Da muss ich mir vielleicht mal vorher Gedanken machen, wie die API aussieht und nicht einfach irgendwas entwickeln und hoffen, dass ich nichts vergessen habe. Oder Monitoring. Muss ich halt dran denken, wenn ich eine Software zum Beispiel auswähle als Systemintegratorin, dass sie vielleicht auch definierte Standardschnittstellen anbietet, um in mein Monitoring-System eingehängt werden zu können und ich mir dann nicht irgendwie selber was zusammenzimmern muss. [11:29] Dann, IT-Betrieb und Support wird häufig vergessen. Das Ding wird, wenn ich das eingeführt habe, normalerweise vielleicht ein bisschen laufen. Außer ich schmeiße das Projekt sofort weg, wenn es fertig ist. Aber ich hoffe nicht, dass das passiert. Das heißt, es wird vielleicht Jahre im Betrieb sein. Und in der Zeit, wer kümmert sich? Naja, wer ist erster Ansprechpartner, Ansprechpartnerin für unsere Mitarbeitenden oder die Kunden? Der Support. Und die wollen natürlich auch, dass das Ding wartbar ist. Die haben jetzt nicht Code-Wartbarkeit im Hintergrund, aber zum Beispiel, keine Ahnung, Das Ding legt ständig irgendwelche Temp-Dateien an, die ich händisch löschen muss. Wäre blöd, vielleicht sollte das Teil das lieber selber aufräumen. Ganz wichtig für den Betrieb, irgendeine Form von Logging, dass da irgendwie genau protokolliert wird, was ist schiefgelaufen, was war der Fehler, damit man im Fehlerfall auch reagieren kann und weiß, was passiert ist. Und natürlich auch die Dokumentation. Irgendwo ist ein Fehler, was ist jetzt überhaupt der Prozess, wen kann ich anrufen, wie kann ich das Ding, darf ich das Ding einfach neu starten oder muss ich bestimmte Schritte der Reihe nach durchführen? Also eine klassische Dokumentation, ganz wichtig für diesen Bereich. [12:26] So, und jetzt kommen wir so ein bisschen zu Stakeholdern, die eher mal vergessen werden oder gar nicht auf dem Zettel sind, dass die überhaupt gibt. Und wir sind nun in der EU, zumindest in Deutschland, da gilt natürlich die DSGVO. Das heißt, Oberpunkt Datenschutz bzw. Compliance noch etwas weiter befasst. Und da gibt es, je nachdem, in welchem Unternehmen du arbeitest, hunderte von Vorgaben. Also, Datenschutz sind nur ein paar, aber zusätzlich, wenn man Compliance noch mit dazu nimmt, gibt es ja die wildesten Vorschriften und Regeln, die man einhalten muss. Das geht von erzwungene Code-Reviews, wenn du was programmierst oder Vier-Augen-Prinzip oder jetzt ganz neu die DORA, der Digital Operational Resilience Act. Du musst vielleicht sogar ein Monitoring mit einbauen, weil die EU das jetzt fordert für dein Projekt. Das heißt, da können solche Sachen rauskommen wie DSGVO-Konformität, Datensparsamkeit. Du darfst nicht einfach alles erfassen, was du willst. Du musst vielleicht explizit Zugriffskontrollen, Monitoring, Resilience-Zeug einbauen, weil irgendeine Vorgabe das von dir erfohlen wird. Ganz harte Vorgaben tatsächlich auch für Softwareprojekte. [13:28] Um das noch weiter zu führen, Staat und Gesetzgeber würde ich darüber hinaus nochmal sehen, weil je nach Branche hast du auch ganz harte gesetzliche Vorgaben. Ich bin jetzt in einer privaten Krankenversicherung, da kommt gefühlt jedes Jahr irgendein neues Gesetz raus, das wieder irgendwelche harten Vorgaben für unsere Produkte und für unsere Softwareentwicklung insbesondere macht. Wir haben ganz neu, als ich das hier aufnehme, das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Das heißt, du wirst eventuell verpflichtet, deine Software barrierefrei zu bauen oder, wenn du zum Beispiel fisi bist, eine auszuwählen, die barrierefrei ist, weil dein Unternehmen eben barrierefreie Sachen anbieten muss. Oder natürlich ganz klassisch Aufbewahrungspflichten, wenn du vom Finanzamt gefragt wirst, was war denn vor neun Jahren auf der Rechnung? Ja, da brauchst du vielleicht ein Archiv, ein revisionssicheres Archiv eventuell sogar für deine Daten. Das können alles harte Anforderungen vom Gesetzgeber sein. Und dann haben wir noch so eine Rolle im Unternehmen. Datenschutzbeauftragte hatten wir gerade schon, aber es gibt vielleicht auch Sicherheitsverantwortliche, die genaue Vorgaben machen für Zugrissschutz, für erzwungene Verschlüsselung vielleicht, für Pentests, die gemacht werden müssen, bevor so ein System online gehen kann. Ja, kann ja sein, was auch immer. Als Fisi suchst du dir eine neue Firewall aus, die du installierst, hast aber nicht daran gedacht, die zu patchen oder irgendwelche Sicherheitssachen richtig einzustellen. Dann wäre es ganz gut, wenn die zentrale Firewall des Unternehmens vielleicht, bevor sie live geht, mal so einen Pentest bekommen von externen, um zu gucken, dass du wirklich an alles gedacht hast. So, und das muss aber eingeplant werden. Das kostet Geld, das kostet Zeit, das muss alles mit in deine Projektplanung rein. Also, noch ein Punkt, an den man denken könnte. [14:56] Und dann, das finde ich besonders interessant immer, der Kulturkreis. Das ist auch ein toller Stakeholder, denn wenn wir zum Beispiel in Deutschland unsere Software programmieren, dann ist ja für uns selbstverständlich, dass wir von links nach rechts lesen. Aber wenn wir zum Beispiel internationale Software bauen, weil wir in einem Konzern arbeiten und die Software wird weltweit eingesetzt, wie ist es denn dann mit Sprache? Muss das einfach nur übersetzt werden oder müssen wir vielleicht sogar die ganze Schreibrichtung ändern, von links nach rechts nach rechts nach links? Ich glaube, ich bin jetzt nicht so der Sprachexperte, aber ich glaube, Arabisch wird zum Beispiel von rechts nach links gelesen. Und ich meine, Japanisch oder Chinesisch wird auch, wie auch immer, wird von oben nach unten gelesen. Also spaltenweise, glaube ich. Korrigiert mich gern, wenn das falsch ist. Und da muss ich vielleicht meine ganze Software umgestalten, je nachdem, in welchem Land die gerade ausgerollt wird. Und ganz klassisch natürlich Datumsformate, Zahlenformate. Da ist ja, je nachdem, in welchem Land man ist, wird alles irgendwie unterschiedlich gemacht. Gemacht, insbesondere natürlich USA versus Europa, die allein die Datumsformate, also mich macht sowas immer verrückt. Wie kann man den, wie schreiben die das? Monat, Tag, Jahr, also das beknackteste Datumsformat ever. [16:00] Oder kann man vielleicht überall einfach ISO-Datumsformat nehmen, das einzig Vernünftige. Je nachdem, wo ich mich befinde, kann es halt unterschiedlich sein. So, wen haben wir noch? Management oder Geschäftsführung dürfen wir auch nicht vergessen. Die wollen, dass sich das Ding irgendwann amortisiert. Hey, das machst du nicht nur für die IHK-Prüfenden, weil wenn du deinen Chef in Zukunft fragst, hey, darf ich dieses Projekt umsetzen, wird er auch als erstes fragen, was kostet das denn? Bzw. eigentlich, wenn ein schlauer Chef ist, was bringt uns das denn? Spart uns das Geld? Wann amortisiert sich das Ding? Ja, also Return on Investment ist hier das Stichwort. Wie gut, dass du eine Amortisationsrechnung für dein Projekt machst, nicht wahr? Ja, so außerdem gucken wir natürlich auf strategische Ziele, passt das Projekt gut in unser Budget, in unser Portfolio, nennt man es ja auch gerne, ist das überhaupt sinnvoll für das Unternehmen da zu investieren zum Beispiel und vielleicht auch Skalierbarkeit, ne, wenn die zum Beispiel sagen, ja mach mal hier die neue Ticket-Software für Eventim, ja, dann sollte die vielleicht skalieren zu Weihnachten zum Beispiel, ne. [16:55] So, zwei habe ich noch. Externe Dienstleister. Wenn du mit irgendjemandem zusammenarbeitest, vielleicht gerade in FISI-Projekten, die stellen dir, weiß ich nicht, Hardware bereit oder installieren dir das Server oder die Cloud-Infrastruktur oder was auch immer. Da ist natürlich wichtig, Schnittstellen. Wie kommuniziert ihr? Gibt es technische Schnittstellen? Gibt es schriftliche Schnittstellen? Per E-Mail, Telefon, was auch immer. Sowas muss natürlich festgelegt werden. Gibt es Service-Level-Agreements, die ihr aushandeln müsst, vielleicht sogar während deiner Projektzeit. Das sind alles Themen, die mit externen geklärt werden müssen, mit internen vielleicht nicht so. Und letzter Punkt, Und vielleicht limitierender Faktor Hardware, beziehungsweise die vorhandene Infrastruktur. Das ist weder ein Mensch noch eine Institution, aber kann trotzdem ein Stakeholder sein. Denn wenn du da eben einen dicken Server hast, aber keinen zweiten, dann muss deine Applikation sich vielleicht daran orientieren, dass sie darauf läuft, dass sie die Ressourcen sparsam einsetzt und so weiter. Also vielleicht hast du konkrete Limitierungen. Deine Software darf maximal zwei CPUs benutzen, weil mehr haben wir nicht frei im VMware Cluster. Kann ja sein. Also Limitierung durch CPU oder RAM. Oder Netzwerklatenzen. Vielleicht habt ihr, keine Ahnung, nur eine Remote-Dial-In-Verbindung, weil deine Software am Südpol läuft. Ich weiß es nicht. Dann gibt es vielleicht Probleme mit der Netzwerklatenz und du musst darauf achten, dass du hohe Timeouts in deine Software einbaust oder so etwas. Und Storage natürlich. Vielleicht ist die nicht unendlich groß oder du protokollierst oder erzeugst riesengroße Datenmengen. Die müssen vielleicht auch irgendwo abgelegt werden können. Dafür brauchst du vielleicht genug Speicherplatz. [18:19] Also, wir haben jetzt ganz viele Stakeholder gehört. Ich wiederhole nochmal kurz. Kunde, Kundin, Endbenutzerin, Projektleitung, Entwickler oder Administratoren. Dann haben wir den IT-Betrieb, Datenschutz, Staat und Gesetzgeber. [18:32] Sicherheitsverantwortliche, Kulturkreis, Management, externe Dienstleistende, Hardware. Das sind so meine, die mir so eingefallen sind. Wahrscheinlich gibt es noch mehr, aber du siehst, es gibt nicht nur einen Stakeholder, sondern ein paar mehr, an die du denken musst unbedingt bei deinem Projekt. Denn sonst vergisst du vielleicht hinten was und hast eben kein qualitatives Projekt. denn wir erinnern uns Qualität, Übereinstimmung mit den Anforderungen. [18:56] So, wie machst du das jetzt konkret für dein Projekt? Nummer eins, sammel erstmal die Stakeholder. Wer könnte Interesse an deinem Projekt haben? Heißt ja nicht, dass sie es haben müssen, aber erstmal eine Liste aufstellen, an wen du denken könntest. Und dann kannst du dir ja vielleicht schon mal sogar gruppieren. Beispiel, intern oder extern. Was sind Leute, mit denen ich eh zusammenarbeite? Da sind die Anforderungen vielleicht, ja, was auch immer die Folge ist. Vielleicht sind sie wichtiger als die externen, vielleicht unwichtiger. Das ist halt die Frage, wie du es jetzt gruppierst. Das kann ich für dein Projekt natürlich nicht vorgeben, was da sinnvoll ist. Das ist nur ein Beispiel, wie du das machen könntest. Und dann könntest du je nach Gruppe dir die Anforderungen abholen. Vielleicht hast du eine Person, die sogar mehrere Stakeholder abdeckt, weil sie gleichzeitig Kundin und Endbenutzerin ist. Als Beispiel könnte ja sein. Oder gleichzeitig Kundin und Management könnte ja auch sein. Dann sparst du dir quasi mit jedem einzelnen Menschen zu sprechen. Kannst du sowieso nicht. Du musst ja immer, wenn du zum Beispiel für 300 Benutzerinnen was programmierst, kannst du nicht mit 300 Leuten reden. Dann musst du sowieso eine Auswahl treffen. Ja, also gruppier die vielleicht, such dir dann passende Repräsentationen dieser Gruppen, zum Beispiel eine Key-Userin, die auch sonst in Firmenprojekten immer gut oder Eingebungen macht für Benutzerfreundlichkeit oder so. Dann fragst du die einfach, weil die kann das gut oder denkt an viele Sachen oder so. [20:10] Also such dir die konkreten Personen raus oder wenn es keine Personen sind, such dir die konkreten Gesetze raus oder frag jemanden, der sich mit diesen Gesetzen auskennt. Stichwort Sicherheitsbeauftragter, Datenschutzbeauftragter etc. Und dann fragst du die einfach, Oder machst andere Dinge, um an die Anforderung zu kommen? Und ich glaube, das wird eine weitere Podcast-Episode, denn da habe ich mindestens zehn verschiedene Wege, wie man an diese Anforderung rankommt. Aber das soll heute nicht das Thema sein. Oft wird es halt vielleicht für so ein Projekt einfach erstmal ein Gespräch sein. Erzähl mir doch mal, was du haben willst. Also, hol dir die Anforderung von diesem Stakeholder, schreib die auf, priorisiere die, formuliere die einheitlich und dann hast du schon mal das erste Artefakt für deine Projektarbeit, nämlich etwas wie ein Lastenheft, hatte ich eingangs schon gesagt. Und dann sind wir weiter bei der Anforderungsanalyse, aber das schaffen wir heute auch alles nicht mehr. Du kannst dir angucken, gibt es widersprüchliche Anforderungen? Was sind denn jetzt die wichtigsten? Was sind muss, kann, sollte, nicht Anforderungen? Ja, das geht dann alles noch seinen Weg. Aber heute ging es ja erstmal darum, überhaupt an die Stakeholder zu denken und da ranzukommen. Und ich denke, das soll jetzt erstmal reichen für heute. Zum Abschluss ein kleines Mini-Beispiel. Angenommen, du baust eine klassische Web-App als Anwendungsermittlerin. [21:15] Da hast du sicherlich mindestens mal Benutzerinnen. Die wollen vielleicht eine einfache UI. Du hast auf jeden Fall irgendeinen Admin, der was haben will. Sei es Security-Einschränkungen, Rechteverwaltung, Logging zum Beispiel. Der aber auch, oder das aber auch für den Betrieb natürlich interessant ist. Und natürlich hast du automatisch sowas wie den Staat, der dir das GVO vorgibt. Wenn du zum Beispiel eine Person mit zu den Daten hast, dann musst du die einhalten. Punkt. Da gibt es gar keine Widerrede. Du musst es einhalten. Es ist gesetzliche Vorgabe. So, das sind schon mal ein paar, die anfallen bei einem kleinen Mini-Web-App-Projekt. [21:48] Und zum Fazit heute, ganz wichtig, denk bei deinem Projekt dran, es gibt viele potenzielle Stakeholder, nicht nur der oder die Kundin ist Stakeholder oder der oder die Benutzerin, sondern es gibt noch viele andere. Schau dir meine Liste nochmal an, überlege, was ist für dein Projekt sinnvoll, welche gibt es da, welche Personen sind auch entsprechend in der Rolle und wen kannst du fragen über diese Anforderungen. Denn die Anforderungen entscheiden über deinen Projekterfolg. Der Erfolg definiert sich danach, wie gut du die Anforderungen deiner Stakeholder umgesetzt hast. Also, es lohnt sich, da ein bisschen Zeit zu installieren, zu investieren. Ich bin schon hier, ich bin schon im Fiesi-Slagging angekommen. Also, mach dir eine Liste, sprich mit den Leuten und vergiss keine Anforderungen. Das ist ein Hauptgrund, warum Projekte scheitern, weil einfach Anforderungen nicht richtig umgesetzt wurden oder gar nicht umgesetzt wurden. [22:39] So, ich hoffe, das hilft dir ein bisschen bei deiner Projektarbeit. Ich wünsche dir viel Erfolg bei Projektdokumentation und Präsentation und bis zum nächsten Mal.
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Eh-Da-Kosten und laufende Kosten bei der Projektarbeit – IT-Berufe-Podcast-Shorts #7
06.04.2026
17 Minuten
Um „Eh-Da-Kosten“ und laufende Kosten bei der Projektarbeit geht es in der siebten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.


Ich zeige dir, dass du in der Kostenbetrachtung deines Abschlussprojekts nicht nur neu angeschaffte Dinge einplanen solltest, sondern auch vorhandene Ressourcen wie Arbeitszeit, Server, VMs oder Lizenzen. Solche „EDA-Kosten“ sind nicht kostenlos, weil sie Ressourcen binden und damit Opportunitätskosten verursachen. Außerdem solltest du laufende Kosten wie Betrieb, Wartung, Strom, Lizenzen oder Support immer mit berücksichtigen und dir dafür möglichst Pauschalen oder Stundensätze aus deinem Unternehmen geben lassen. Inhalt Worum es mir geht

Ich zeige dir, dass in Projektdokumentationen und Präsentationen oft wichtige Kosten vergessen werden. Dadurch wirkt ein Abschlussprojekt schnell zu günstig oder amortisiert sich unrealistisch schnell. Für eine realistische Kostenbetrachtung solltest du nicht nur neu angeschaffte Dinge berücksichtigen, sondern alle Kosten, die durch dein Projekt entstehen. Vorhandene Ressourcen sind nicht kostenlos

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass vorhandene Ressourcen nichts kosten, nur weil sie schon im Unternehmen da sind. Genau darum geht es bei den sogenannten "EDA-Kosten":


der Server ist schon da die Lizenz ist schon bezahlt der/die Kolleg:in ist sowieso im Unternehmen du erhältst ohnehin deine Ausbildungsvergütung


Ich mache klar: Das ist keine sinnvolle Rechnung. Alles, was du für dein Projekt nutzt, kostet Geld und muss letztlich von Kund:innen mitfinanziert werden. Opportunitätskosten

Ein wichtiger Gedanke dabei sind die Opportunitätskosten, also die Kosten der entgangenen Gelegenheit.


Beispiele:


Wenn ein:e Softwareentwickler:in zwei Stunden deinen Code reviewt, kann diese Person in der Zeit nichts anderes für das Unternehmen leisten. Wenn dein Projekt auf einem vorhandenen Server läuft, stehen CPU, RAM, Storage oder Netzwerkkapazität nicht mehr vollständig für andere Anwendungen zur Verfügung. Wenn eine VM im Cluster Ressourcen belegt, können diese Ressourcen nicht für andere VMs genutzt werden.


Auch wenn diese Ressourcen schon vorhanden sind, entstehen deinem Projekt dadurch also reale Kosten. Kosten fair und anteilig umlegen

Ich erkläre, dass Kosten nicht zufällig bei einem einzelnen Projekt landen dürfen. Wenn mehrere Projekte dieselbe Infrastruktur nutzen, sollten die Kosten fair verteilt werden.


Beispiel:


Wenn auf einem Server bereits zehn Projekte laufen und durch das elfte ein neuer Server nötig wird, darf nicht nur dieses elfte Projekt die gesamten Kosten tragen. Stattdessen müssen die Kosten anteilig auf alle Projekte umgelegt werden, die diese Ressource nutzen.


Das gilt auch für:


Server VMs Lizenzen Arbeitszeit von Kolleg:innen andere gemeinsam genutzte Ressourcen Kosten nicht selbst im Detail berechnen

Ich empfehle dir, diese Kosten möglichst nicht selbst bis ins kleinste Detail auszurechnen. Besser ist es, dir Werte aus dem Unternehmen geben zu lassen, zum Beispiel von:


Personalabteilung IT-Betrieb Rechnungswesen Buchhaltung Controlling


Sinnvoll sind zum Beispiel:


Stundensätze für Mitarbeiter:innen Pauschalen für VMs oder Serverbetrieb Gemeinkostensätze anteilig umgelegte Lizenzkosten


So zeigst du, dass du an die Kosten gedacht hast, ohne unnötige Rechenfehler einzubauen. Laufende Kosten nicht vergessen

Ein weiterer häufiger Fehler ist, nur die einmaligen Projektkosten zu betrachten. Ich mache deutlich, dass IT-Projekte fast immer auch laufende Kosten verursachen.


Dazu gehören zum Beispiel:


Stromkosten Wartung Updates Lizenzkosten Cloud-Kosten Support-Verträge Betriebsaufwand durch Admins


Diese Kosten fallen auch nach Projektende weiter an. Wenn du sie nicht berücksichtigst, wird die Amortisationszeit zu kurz dargestellt und die Kalkulation unrealistisch. Warum das für die Amortisation wichtig ist

Ich betone, dass eine längere Amortisationszeit nicht schlimm ist. Problematisch ist vielmehr, wenn laufende Kosten weggelassen werden. Dann scheint das Projekt wirtschaftlicher, als es tatsächlich ist. Auf Dauer würde ein Unternehmen Verluste machen, wenn solche laufenden Kosten bei allen Projekten ignoriert würden. Beispiele für mögliche Kosten Für Systemintegration

Mögliche Kosten können sein:


Server oder VM-Ressourcen CPU, RAM und Storage Backup-Systeme Monitoring Arbeitszeit von Admins für Einrichtung, Betrieb und Wartung Für Anwendungsentwicklung

Mögliche Kosten können sein:


IDE-Lizenzen weitere Software-Tools Testsysteme oder Staging-Systeme Datenbanken CI/CD-Pipelines oder Build-Server genutzte Infrastruktur-Ressourcen


Für andere IT-Berufe gilt sinngemäß dasselbe. Meine Empfehlung für deine Projektdokumentation

Ich würde dir empfehlen: Erstelle zuerst eine Liste aller genutzten Ressourcen. Prüfe dann, welche Kosten dafür im Unternehmen angesetzt werden. Nutze möglichst Pauschalen, Stundensätze oder Gemeinkosten statt eigener Detailrechnungen. Berücksichtige sowohl einmalige als auch laufende Kosten. Lege gemeinsam genutzte Ressourcen bei Bedarf anteilig auf dein Projekt um. Verwende diese Werte anschließend für eine realistische Amortisationsrechnung. Fazit

Meine Kernaussage ist: Nicht nur neue Anschaffungen verursachen Kosten, sondern auch alles, was bereits vorhanden ist und von deinem Projekt genutzt wird. Vorhandene Ressourcen sind nie kostenlos. Zusätzlich solltest du immer laufende Kosten mit einplanen. Wenn du das sauber machst, wirkt deine Kostenbetrachtung realistischer und vollständiger. Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts Betriebsabrechnungsbogen (BAB) für die IT-Berufe (AP1 und AP2) Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode [0:20] Heute möchte ich mich mal mit einem Thema beschäftigen, was ich sehr häufig falsch in Anführungszeichen in Projektdokus und Präsentationen wähle. Und zwar das Thema der EDA-Kosten, beziehungsweise auch der laufenden Kosten. Und ich bringe noch ein Passwort mit rein, die Opportunitätskosten. Heute soll es also um die Kostenbetrachtung deines Abschlussprojekts gehen. Und wir haben da oft ein Problem, dass nicht alle Kosten betrachtet werden. Und dass das Projekt sich dann super schnell amortisiert oder halt viel zu geringe Kosten einfach hat, um das irgendwie realistisch einplanen zu können in so einem Unternehmen. Und deswegen will ich da heute einmal kurz darauf eingehen, was da häufig vergessen wird, was das überhaupt ist, was ich damit meine und wie man das dann besser machen könnte. Also Nummer eins, es geht darum, bei deiner Projektarbeit dein Projekt auch realistisch einzuschätzen, was die Kosten angeht. Du sollst ja nicht einfach sagen, ja, ich habe da 80 Stunden als Zubi daran gesessen. Ich bin ja eh im Unternehmen, die bezahlen mir Ausbildungsvergütung. Ja, ich habe da so ein bisschen rumprogrammiert und ich habe da so ein paar Server installiert und ja, das hat das Unternehmen am Ende eigentlich nichts gekostet. [1:20] Nee, so ist es nicht. Sondern alles, was du für dein Projekt machst und was auch im Unternehmen für dein Projekt gemacht wird, bereitgestellt etc., kostet irgendetwas. Das Geld dafür muss irgendwo herkommen. Auch deine Ausbildungsbegütung bezahlt ja irgendwer am Ende. Und ich spoiler schon mal, wer das macht, eure Kunden bezahlen das. Dein Chef überweist dir das zwar, aber der kriegt das Geld ja auch nicht aus dem, das fällt ja auch nicht vom Himmel, sondern das kommt von den Kunden, die am Ende dann eure Produkte kaufen oder eure Dienstleistungen in Anspruch nehmen, eure Waren kaufen, was auch immer. Und alle diese Kosten an deinem Projekt müssen auf die Kosten für die Kunden umgelegt werden, damit die am Ende das Ding bezahlen. Weil das Geld fällt nicht vom Himmel, auch wenn man das vielleicht glaubt. Das ist nicht so, das muss erwirtschaftet werden. Und ja, dein Projekt verursacht Kosten und die musst du einplanen. Und heute gehe ich mal auf die Kosten ein, die dabei gerne vergessen werden. Weil, was so die low hanging fruit ist, ich habe als Anwendungsentwickler zum Beispiel 80 Stunden gearbeitet, also plane ich mich 80 Stunden ein. Oder als Systemintegrator plane ich mich 40 Stunden ein. Ja, okay. Offensichtlich sind das Kosten natürlich anfallen, aber es gibt noch ganz viele mehr. Und da geht es halt eben nicht nur darum, was extra für dein Projekt zum Beispiel gekauft wurde. Also wenn extra für dein Projekt eine Hardware angeschafft wurde, ein Server gemietet wurde oder sowas. Das ist natürlich offensichtlich. Aber mir geht es heute um die vielleicht etwas versteckten Sachen, an die ganz viele Prüflinge leider nicht denken. und das sehe ich dann immer in den Dokus. Und zwar, ähm. [2:42] Geht es mir um diese E-Da-Kosten. Das ist jetzt kein Fachbegriff. Ich weiß gar nicht, wo ich den selber mal gehört habe. Ich glaube, irgendwo im Rechnungswesenunterricht oder Vorlesung mal irgendwo. Also es geht darum, Dinge, die E-Da sind. Also es ist keine Abkürzung, sondern du formulierst das so, ja, der Server, der ist ja E-Da. Der steht ja unten im Keller, den haben wir ja E. Dann lasst uns doch nochmal eben mein Projekt da mit drauf installieren und fertig. Dann haben wir keine Kosten quasi. Also die Dinger sind ja E-Im-Unternehmen. Der Kollege sitzt da E. Der kriegt sein Gehalt. ja, also der muss ja nicht nur für mein Projekt jetzt mehr Geld bekommen. Deswegen, ja, EDA kostet nichts. Und das sind meine sogenannten EDA-Kosten. Und das ist leider Quatsch. Denn auch wenn die EDA sind, machen wir mal jetzt verschiedene Beispiele, den Softwareentwickler, der am Ende dein Projekt reviewen soll, ja. Der sitzt da vielleicht zwei Stunden dran. Und ja, der ist eh im Büro, die zwei Stunden. Aber in diesen zwei Stunden kann er ja nichts anderes machen, weil er ja deinen Code reviewt zum Beispiel, ne. Und das nennt man dann sogenannte Opportunitätskosten. Opportunity auf Englisch, Gelegenheit. Und das sind die Kosten der entgangenen Gelegenheit. Das heißt, während dieser Softwareentwickler zwei Stunden deinen Code reviewt, kann er eben nicht richtig coole Software fürs Unternehmen programmieren, mit der dann richtig Geld gemacht wird, sondern die zwei Stunden seiner Arbeitszeit sind dann halt weg, weil sie für dein Projekt draufgegangen sind. Oder machen wir was für die Systemintegratoren. [3:59] Wir haben irgendwo einen Server stehen, auf dem eine neue Firewall installiert werden soll. Wenn die Firewall da läuft, kann der Server halt nicht noch 37 andere Applikationen hosten, Weil der vielleicht, keine Ahnung, so starkes Netzwerk eingebunden ist, dass gar keine andere Applikation mehr laufen kann, weil die gar keinen Netzwerktraffic mehr abkriegt. Oder die Firewall blockiert so viel CPU, dass einfach andere Applikationen auf dem Server nicht mehr laufen können. Und das heißt, der Server könnte für was anderes benutzt werden, wird er aber nicht, weil dein Projekt jetzt drauf läuft. Also sind das natürlich Kosten, die für dein Projekt anfallen. Auch wenn der Server eh schon da ist und nicht nochmal angeschafft werden muss. Aber jedes neue Projekt, was ich auf einen Server, ich bleibe jetzt mal bei dem Beispiel, installiere, belastet ja den Server. kostet CPUs, kostet RAM, kostet Strom und da kann in der Zeit halt vielleicht nichts anderes auf dem Server laufen, weil da ein Projekt draufläuft. Und jetzt überlegen wir mal weiter. Angenommen, alle Projekte würden das so machen. Ja, der Server ist ja eh da. Komm, ich installiere das mal mit drauf. Was glaubst du, wie lange kann man das machen? Also wie viele, ich sage jetzt mal, Software-Nemikungsprojekte, Web-Anwendungen oder so, kann ich auf dem Server installieren, bis der dann irgendwann mal die Grätsche macht, weil er eben keine CPU-RAM, was er auch immer mehr frei hat. Das kann man ja nicht unendlich betreiben. Die sind ja nicht unendlich skalierbar, diese Ressource, nur weil sie da sind. [5:04] Und dann passiert Folgendes. Auf dem Server habe ich zehn Projekte laufen. Jetzt kommt das elfte Projekt und mit diesem elften Projekt kommt der Server jetzt an seine Grenzen. Was müssen wir machen? Neuen Server kaufen. Und wird jetzt die Anschaffung, der Anschaffungspreis für diesen Server, wird das jetzt auf dieses elfte Projekt gelegt. Das heißt, das elfte Projekt hat leider Pech gehabt, weil es aus Versehen das elfte Projekt war und hat jetzt zufällig einen neuen Server quasi zur Folge und muss dieses Projekt jetzt den kompletten Server bezahlen, einfach nur, weil es in der Reihenfolge zufällig an der falschen Position war. Sorry, so kann man noch nicht rechnen. Das geht nicht. Das heißt, jedes Projekt, jedes der elf Projekte muss anteilig diese Serverkosten tragen. Und das elfte übernimmt natürlich nicht die kompletten Kosten für den neuen Server, auf dem dann noch neun andere Applikationen wieder installiert werden können. Das muss natürlich verteilt werden. Und um wieder bei der Systemintegration auch mal ein Beispiel zu finden. Wir haben eine neue VM, die wir brauchen. Meintwegen die Firewall, da wird nichts mehr Hardware installiert, lassen wir auf einer VM laufen. Aber auch die VM braucht ja Ressourcen. Die blockiert vielleicht CPUs oder RAM im VMware-Cluster, der teuer lizenziert wird. Und für diese blockierten CPUs und RAM kann halt eben keine andere VM irgendwas anderes machen, was Geld einbringt zum Beispiel. Das heißt, diese Sachen kann man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Die müssen einkalkuliert werden. Die müssen meistens anteilig einkalkuliert werden, weil halt meine Applikationen oft nicht die einzige auf dem Server ist. Da laufen halt noch andere. Aber ich darf diese Kosten halt nicht unter den Tisch fallen lassen. [6:25] Es darf nicht Zufall sein, welches Projekt die Kosten trägt. Das muss fair sein, verteilt werden, anteilig über die Nutzung aller Projekte, die diese Ressource, ob es ein Mitarbeiter ist oder ein Server oder was auch immer. Meinetwegen auch eine Lizenz, die lese ich ja auch ganz oft bei Software-Mitglungs-Projekten, die ich ja nun mal hauptsächlich lese. Ja, wir haben eine IntelliJ-Lizenz, die packe ich zwar in meine Liste der Ressourcen, aber dafür setze ich keine Kosten an, weil die habe ich ja eh. Die IntelliJ-Lizenz kostet irgendwie, keine Ahnung, 1000 Euro im Jahr, aber für mein Projekt war die kostenfrei, weil die ist ja schon bezahlt. So kann man das, wie gesagt, nicht rechnen. Man muss das umlegen, anteilig. Ich spoilere das schon mal. Genau das ist die Lösung. Anteilig auf deinem Projekt umlegen. Das musst du im Zweifel auch nicht selber machen. Also keiner erwartet von dir in deiner Projektdokumentation, dass du jedes einzelne kostenanteiligstes Teilchen, was dir irgendwie einfällt in deinem Projekt, genau umlegst und Cent genau ausrechnest und so weiter. Dafür gibt es hoffentlich Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen in deinem Unternehmen, die das machen, zum Beispiel im Rechnungswesen, in der Buchhaltung, im Personal, wo auch immer. Und die sagen dir dann einfach, was das pauschal kostet. So würde ich dir auch dringend empfehlen, das zu machen. Bitte berechnet das nicht selbst, da kannst du nur irgendwas vergessen, irgendwelche Fehler einbauen, noch eine Rundungsdifferenz und du hast irgendwas vergessen und das nehmen dir die Prüfenden dann auseinander, sondern lass dir einfach die Zahlen geben. Frag in der Personalabteilung, was kostet mich ein Softwareentwickler, eine Softwareentwicklerin pro Stunde? [7:46] Zwei Stunden Code Review mal diesen Stundensatz, das sind die Kosten. Ende. Frag in deinem IT-Betrieb, in deinem Support, was kostet uns eigentlich eine VM im Jahr im Durchschnitt? Und dann kommt da raus, was auch immer, 100 Euro oder wie auch immer das da umgelegt wird. Und das packst du dann in deiner Projektkosten. Berechne das nicht selber, aber zeige, dass du dran gedacht hast und recherchiere die vernünftigen Zahlen in deinem Unternehmen und damit rechnest du dann. Genau das Gleiche eben bei meinem Lizenzbeispiel für IntelliJ. Das kann man ja auch umlegen. Das wird auch irgendwer wahrscheinlich gemacht haben. Da gibt es dann irgendeinen Kostenpunkt, den du noch mit reinnehmen kannst. Und im besten Fall machst du das nicht für jedes einzelne Ding, das da benutzt wird, sondern du kriegst einfach einen Gemeinkostensatz, den du dann mit in deine Projektkostenbrechnung mit einnimmst. Zum Beispiel anteilig auf deine Stunden aufgerechnet oder auf die der Kollegen, Kolleginnen, die mit dir da zusammen dran arbeiten. Das wäre meine Empfehlung dafür. [8:38] Und dann, nächster Punkt, die laufenden Kosten. Die werden halt auch sehr oft vergessen. Jetzt haben wir diesen ganzen Kram da eingeplant. Ich habe meine Stundensätze, da sind auch die Gemeinkosten drin und alles super und Lizenzen umgelegt und tralala. Ja, aber dann ist es vorbei. So, dann kostet das Projekt einmalig 3.000 Euro. Beispiel ist eine Zahl, die sehr häufig vorkommt. Und dann amortisieren wir das und dann ist es fertig. Ja, und da wird dann vergessen, dass diese ganzen Ressourcen ja nicht umsonst laufen, wenn man sie einmal angeschafft hat. Beispiel, offensichtliches Beispiel, ein Server, der irgendwo steht, der verursacht Stromkosten, der muss gewartet werden, Updates müssen installiert werden, mal Stundensatz des IT-Admins, der das macht. Wir haben Lizenzen, wenn es ein Windows-Server ist zum Beispiel. Oder wenn das Ding nicht bei uns im Keller steht, in der Cloud, ja, die wird ja sogar stündlich oder täglich abgerechnet, was so ein Server da kostet, ja. Oder ich habe vielleicht Support-Verträge mit Dienstleistern, die für mich die Wartung machen, ja, so Full-Service-mäßig und so. Das sind alles Kosten, die auch anfallen, wenn dein Projekt beendet ist. Und angenommen, du hast jetzt ein Software-Dickle, die auf diesem Server läuft, der Server muss halt weiter betrieben werden, gepatcht werden. Der braucht Strom. [9:36] Das heißt, auch das musst du natürlich einplanen in deine Kosten. Und das reduziert eventuell, nein, verlängert die Amortisationszeit. Aber das ist gar nicht schlimm. Im Gegenteil, es wäre schlimm, wenn du diese Kosten weglässt, weil das ist unrealistisch. Ich behaupte einfach, dass du kein IT-Projekt umsetzen kannst, was keine laufenden Kosten hat. Das ist einfach eine pauschale Aussage, die ich jetzt hier mal treffe, weil alles, was du entweder programmierst oder installierst oder konfigurierst oder was auch immer du machst in einem IT-Beruf, das wird nicht einmalig sein und dann wird das Ding ausgeschaltet, weggeschmissen, gelöscht, wie auch immer, sondern das wird ja dauerhaft laufen. Das ist hoffentlich die Idee deines Projekts. Und alles, was irgendwo läuft, verursacht wenigstens irgendwie Strom, Wartungs, Lizenzkosten, irgendwas fällt da ganz sicher an. Und es geht ja auch nicht darum, ob es vielleicht Cent-Beträge sind. Das ist ganz egal. Also es geht darum, dass du zeigst, dass du daran gedacht hast, dass diese Kosten anfallen. Ganz egal, wie hoch die sind. Aber du kannst nicht sagen, mein Projekt ist jetzt fertig und jetzt kümmere ich mich nicht mehr drum und jetzt verursacht das keine Kosten mehr. Doch. Und diese laufenden Kosten müssen halt eben auch von euren Kunden erwirtschaftet werden. Die muss irgendwer irgendwo mit einplanen, weil sonst kommt das Geld nicht rein und dann kostet dein Projekt im wahrsten Sinne des Wortes dein Unternehmen Geld, weil die Kunden über die Umlage das nicht wieder reinholen. Und das wollen wir vermeiden, weil wenn wir das alle machen würden, in allen Projekten, wäre das Unternehmen irgendwann pleite. Wenn alle sagen, so, das Projekt hat 5.000 Euro bezahlt, der Kunde bezahlt mir das jetzt einmalig, sagen wir mal mit Gewinnaufschlag, zahlt er 6.000 und dann ist es vorbei. Aber dass wir ihm jetzt noch jahrelang die Server betreiben müssen und einen monatlichen Betrag für uns fällig wird, habe ich leider vergessen. [11:05] Ja, dann sind die Rechnungen alle bezahlt, aber nach zwei Monaten sind wir trotzdem insolvent, weil die ganzen Kosten, an die keiner gedacht hat, uns leider auffressen. So, das geht nicht. Also bitte auch die laufenden Kosten, und ich habe gerade ein paar genannt, immer mit einplanen, egal wie hoch und in die Riechse sind. Und da kannst du es ähnlich machen wie bei den EDA-Kosten. Du holst einfach Pauschalen. Beispiel hatte ich gerade schon. Was kostet denn der Betrieb einer VM im Jahr das Unternehmen zum Beispiel? Da wird dir hoffentlich ein IT-Admin irgendwie eine grobe Zahl nennen können. Und zur Not schätzt du die einfach. Im besten Fall lässt du sie von Kollegen schätzen, die da mehr Ahnung von haben, keine Frage. Aber wenn das nicht geht, gibt ja auch viele kleine Unternehmen, wo man vielleicht diese Zahlen gar nicht hat, dann schätzt du es halt selbst. Aber du musst jetzt nicht noch eine riesen BAB, so Betriebsabrechnungsbogen in deiner Prodoku machen, das will keiner sehen, das ist viel zu aufwendig. Aber wir wollen sehen, dass du diese Kosten gedacht hast. So, zum Abschluss jetzt noch mal ein paar konkrete Beispiele. Fangen wir mal mit System-Integration an. Was könnten solche Kosten jetzt sein, von denen ich heute rede und geredet habe? Wenn du einen neuen Server brauchst zum Beispiel, wenn du VM hast, was heute natürlich der Standard sein sollte oder Container, ganz egal. Auf jeden Fall brauchen die auch Ressourcen. CPU, RAM, irgendwie Storage vielleicht. Wir haben vielleicht ein Backup-System, was angebunden werden muss. Das wird auch belastet dadurch. Mehr Backup heißt, die Medien müssen vielleicht erweitert werden, weil du keinen Platz mehr hast und so weiter. Es gibt hoffentlich ein Monitoring-System für irgendwelche kritischen Sachen, die da laufen. Du hast natürlich auch die Zeit, vor allem deine eigene, aber auch die der Admins, die dann zum Beispiel Einrichtung, Wartung, eben den Betrieb übernehmen. Das sind alles Dinge, die dir anfallen können. [12:34] Bei der Anwendungsentwicklung habe ich auch schon genannt. Die IDE, die meistens Geld kostet, manchmal auch nicht. Da musst du es natürlich nicht einen planen, klar. Aber irgendwelche anderen Software-Tools, die du noch im Einsatz hast. Vielleicht habt ihr ein dediziertes Testsystem, ein Staging-System. Das läuft auch nicht einfach so aus Spaß. Das kannst du anteilig mit reinnehmen. Du hast vielleicht eine Datenbank im Einsatz, die anteilig von dir genutzt wird. Eine CICD-Pipeline auf dem Bild-Server. Auch die kostet Ressourcen. Kann man vielleicht sogar genau sehen. Auch die läuft für fünf Minuten, kostet 20 Prozent CPU. Dann könntest du das ziemlich genau in Cent-Beträgen ausrechnen, was das kostet. Musst du nicht, wie gesagt, aber könntest du. Und das sind so ein paar Beispiele jetzt, an welche Kosten man denken kann für diese beiden Fachrichtungen. [13:13] Für alle anderen IT-Berufe gilt das Ähnliche, aber im Kern geht es meist um solche Ressourcen, wie ihr genannt. So, was würde ich dir jetzt empfehlen für deine Projektdokumentation und Projektpräsentation? Nummer eins, mach erstmal eine Liste der Ressourcen. Das sehe ich auch in ganz vielen Projektdokumentationen, das ist für mich so ein Standardinhalt, finde ich auch gut. Was habe ich für Ressourcen gebraucht? Das geht vom Stuhl und Tisch, auf dem ich sitze, über den Laptop bis hin zu tatsächlich VM-Infrastruktur für mein Projekt am Ende. Alle diese Ressourcen erstmal auflisten. Und dann schaust du dir an, was kosten die denn? kriege ich vielleicht konkrete Kosten von meiner Personalabteilung für alle Menschen, von meinem IT-Betrieb oder aus dem Rechnungswesen oder aus dem Controlling für meine anderen Ressourcen oder kriege ich einfach einen pauschalen Satz genannt. Kann ja auch sein, dass man einfach die Sachen über Gemeinkosten auf die Stundensätze umlegt und dann hast du deinen Gemeinkostenzuschlag und damit ist alles abgedeckt. Ist ja auch okay. Hauptsache, du denkst dran und vergisst da nichts. [14:05] Meistens wird es für die Projekte auf solche Stundensätze hinauslaufen. Da kannst du damit einplanen. Plus irgendwie eine Pauschale für den Betrieb pro Jahr oder so. Und dann hättest du ja normalerweise alles abgedeckt. Wie gesagt, du sollst das nicht alles im letzten kleinen Detail selber ausrechnen. Nimm am besten Pauschalen. Da kannst du am wenigsten falsch machen, aber zeigst trotzdem, dass du dran gedacht hast. Und wenn du dann noch irgendwie, keine Ahnung, dir den Server teilen musst mit fünf anderen Applikationen, dann kannst du das ja natürlich nochmal geteilt durch sechs machen. Dann hast du deine Anteile an diesen Kosten berechnet. Das ist ja manchmal nötig, habe ich aber noch nicht so oft gesehen. Wie gesagt, lass dir am besten Pauschalen geben und dann musst du da gar nicht so rumrechnen. So, und das planst du dann alles mit ein. Du hast deine einmaligen Kosten, wo dann hoffentlich schon diese EDA-Kosten anteilig mit drin sind, plus die laufenden Kosten. Und dann machst du eine ganz klassische Amortisationsrechnung, schaust dir an, wann habe ich diese Kosten wieder reingeholt. Aber das ist ein Thema für eine andere Episode. [14:58] So, Fazit für heute. Kosten für dein Projekt. Denk dran, nicht nur das, was neu angeschafft wird für dein Projekt, sind Kosten, sondern auch alles, was schon da ist und was du nutzt, musst du potenziell mit einplanen in deinem Projektkosten. Die vorhandenen Ressourcen sind nie kostenlos. Genau diese EDA-Kosten, das ist ein geflügeltes Wort, weil die Leute sagen, es ist ja EDA. Ja, aber das muss trotzdem bezahlt werden. Die Dinger werden, und das haben wir heute noch gar nicht angesprochen, zum Beispiel, wenn du teure Hardware angeschafft hast, wird die abgeschrieben. Das heißt, über die Abschreibung wird der jährliche Wertverlust dieser Hardware zum Beispiel mit in deine Kostenplanung einfließen müssen. [15:36] Also alles, was da ist, kostet auch Geld und muss mit eingeplant werden. Das ist die Kernauslage für heute. Und zweiter Punkt, laufende Kosten. Ich behaupte, dass jedes IT-Projekt irgendwelche laufenden Kosten produziert, außer es ist wirklich ein Wegwerfprojekt, was sofort gelöscht wird, nachdem es umgesetzt wurde. Aber das kann ich mir einfach nicht vorstellen. [15:57] So, ich hoffe, du hast heute ein bisschen was mitgenommen, wie du deine Kosten für dein Projekt in deiner Projektdokumentation und Präsentation gut einplanst und sauber und ohne, dass du was vergisst, vorstellst. Und ja, dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation und Präsentation.
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Darstellung von Code in Projektdokumentation und Projektpräsentation – IT-Berufe-Podcast-Shorts #6
30.03.2026
23 Minuten
Um die Darstellung von Code in Projektdokumentation und Projektpräsentation geht es in der sechsten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts. Zusammenfassung der Episode

In der aktuellen Episode meiner Podcast-Shorts dreht sich alles um die Kunst der Codepräsentation in Dokumentationen und Präsentationen – ein Thema, das gerade in der Prüfungsphase viele Prüflinge beschäftigt. Ich gebe praktische Tipps, wie ihr euren Code optimal aufbereitet, um in euren Dokumentationen und Präsentationen zu glänzen.


Wir reden darüber, wie der Code in Dokumentationen anders aussehen sollte als in der IDE. Wichtig ist die Lesbarkeit: Setzt auf Struktur und Kontrast, und überlegt euch, ob der Dark Mode wirklich die beste Wahl ist. Ich erkläre, wie ihr den Fokus auf relevante Codeabschnitte legt und unwichtige Details ausblendet.


Außerdem teile ich meine besten Hacks für PowerPoint, damit ihr euren Code Schritt für Schritt einblenden könnt – so zieht ihr die Aufmerksamkeit eurer Prüfenden auf eure Erklärungen! Und natürlich gibt es noch Hinweise zur Farbgestaltung, denn Schwarz auf Weiß ist meist der beste Kontrast.


Hört rein, holt euch nützliche Tipps und bereitet euch bestens auf eure Prüfungen vor. Ich bin gespannt auf euer Feedback und wünsche euch viel Erfolg bei euren Projekten! Inhalt Zusammenfassung

Die Episode behandelt die Frage, wie Quelltext in Projektdokumentationen und Projektpräsentationen einer Abschlussprüfung für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sinnvoll dargestellt werden sollte. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in Prüfungsunterlagen häufig Code-Screenshots aus der IDE verwendet werden, oft zusätzlich im Dark Mode. Die zentrale Aussage lautet, dass Code in der Prüfung nicht so präsentiert werden sollte, wie er in der Entwicklungsumgebung für die tägliche Arbeit angenehm ist, sondern so, dass er im jeweiligen Medium optimal lesbar, verständlich und bewertbar ist. Ausgangslage und Prüfungsbezug

Im Kontext der AP2 und der anschließenden Projektdokumentation sowie Projektpräsentation spielt Code eine zentrale Rolle, da er den Kern der Arbeitsleistung von Anwendungsentwicklerinnen und Anwendungsentwicklern darstellt. Dabei wird der Begriff „Code“ weit gefasst: Gemeint ist nicht nur klassischer Programmcode in Sprachen wie Java, C# oder PHP, sondern auch andere textbasierte Artefakte wie Jenkinsfiles, Dockerfiles oder Konfigurationsdateien, sofern sie Teil der technischen Lösung sind.


Da diese Artefakte in Dokumentation und Präsentation bewertet werden, müssen sie so aufbereitet sein, dass Prüfende sie ohne unnötige Hürden erfassen können. Zentrale Qualitätsziele

Für die Darstellung von Code in Prüfungsartefakten nennt die Episode drei Kernziele:


Lesbarkeit Der Code muss visuell gut erfassbar sein. Dazu gehören ausreichende Schriftgröße, geeigneter Kontrast und eine Darstellung, die sich an das Ausgabemedium anpasst.


Verständlichkeit Der gezeigte Ausschnitt muss in kurzer Zeit nachvollziehbar sein. Besonders in der Präsentation darf der Umfang nicht so groß sein, dass das Publikum während der Erklärung den Überblick verliert.


Bewertbarkeit Gezeigt werden sollte genau das, was die eigene Leistung belegt. Unwichtige oder automatisch erzeugte Inhalte erschweren die Beurteilung und lenken vom eigentlichen Beitrag ab. Unterschied zwischen IDE und Prüfungsmedium

Ein zentraler Punkt ist die Trennung zwischen Entwicklungsumgebung und Prüfungsmedium. In der IDE wird Code unter anderen Bedingungen gelesen und bearbeitet als in einer Dokumentation oder Präsentation:


In der IDE wird oft an einem Bildschirm mit individueller Konfiguration gearbeitet. Die Dokumentation kann auf Papier, Tablet oder Laptop gelesen werden. Die Präsentation findet typischerweise in einem hellen Raum statt, oft mit Beamer oder Monitor.


Daraus folgt, dass Formatierungsentscheidungen aus der IDE nicht automatisch für Doku oder Präsentation geeignet sind. Auch Seitenverhältnisse unterscheiden sich deutlich:


Präsentationen meist im Format 16:9 Dokumentationen typischerweise im DIN-A4-Format


Code sollte deshalb für jedes Medium separat aufbereitet werden, etwa durch angepasste Zeilenumbrüche und kompaktere Formatierung. Kritik an Screenshots

Von Screenshots aus der IDE wird klar abgeraten. Dafür werden mehrere technische Gründe genannt:


Screenshots sind nicht verlustfrei skalierbar; beim Zoomen werden sie unscharf oder pixelig. Text bleibt bei Vergrößerung nicht sauber lesbar. Screenshots enthalten oft störende IDE-Elemente wie Fehlermarkierungen, Warnungen, Refactoring-Hinweise oder Hinweise zur Code-Historie. Solche Einblendungen lenken von der eigentlichen Aussage ab und können im Prüfungskontext sogar unerwünschte Fragen auslösen.


Empfohlen wird daher, Code als echten Text in Dokumentation oder Präsentation einzufügen. Das verbessert Skalierbarkeit, Lesbarkeit und Bearbeitbarkeit deutlich. Empfehlungen zur Formatierung

Für die Formatierung des Codes werden mehrere konkrete Hinweise gegeben:


Verwendung einer Monospace-Schriftart, damit Einrückungen und Ausrichtung korrekt bleiben Anpassung von Zeilenlängen und Umbrüchen an das Zielmedium Gegebenenfalls Änderung von Code-Konventionen für die Darstellung, etwa geschweifte Klammern ans Zeilenende statt in eine separate Zeile zu setzen, um Platz zu sparen Nur die relevanten Ausschnitte zeigen, nicht vollständige, kompilierbare Dateien Schlüsselwörter oder Modifier wie public, static, final weglassen, wenn sie für die Aussage nicht relevant sind Syntax-Highlighting verwenden, aber nur in einer Form, die die Lesbarkeit unterstützt


Die Episode betont, dass Prüfungsunterlagen keine originalgetreue Abbildung der IDE sein müssen. Erlaubt und sinnvoll ist vielmehr eine auf das Publikum optimierte Darstellung. Bewertung des Dark Mode

Ein Schwerpunkt der Episode ist die Kritik am Dark Mode in Dokumentation und Präsentation. Dabei wird ausdrücklich nicht der Dark Mode im Entwicklungsalltag kritisiert, sondern dessen Übertragung in Prüfungsunterlagen. Für Dokumentationen

Gegen dunkle Hintergründe in der Dokumentation sprechen laut Episode mehrere Gründe:


Schwarzer Text auf weißem Hintergrund bietet den besten Kontrast für das Lesen. Weißer oder farbiger Text auf schwarzem Hintergrund ist schlechter lesbar, insbesondere mit Syntax-Highlighting. Ausdrucke mit schwarzem Hintergrund verbrauchen unnötig viel Toner oder Tinte. Kommentare und Korrekturen auf ausgedruckten Seiten sind auf dunklem Hintergrund schlechter sichtbar. Für Präsentationen

Auch in Präsentationen wird der Dark Mode als problematisch beschrieben:


In hellen Räumen erscheint Schwarz oft eher grau, wodurch der Kontrast sinkt. Bei Displays oder Monitoren können dunkle Flächen stärker spiegeln. Reflektionen können die Sicht auf den Code zusätzlich erschweren.


Die pragmatische Empfehlung lautet daher: Code für die Prüfung möglichst dunkel auf hellem Hintergrund darstellen. Verständlichkeit in der Präsentation

Für die Präsentation wird empfohlen, Code nicht in großen Blöcken auf einer Folie zu zeigen. Stattdessen sollte er schrittweise eingeblendet werden, etwa zeilenweise. Begründung:


Das Publikum liest sonst sofort den gesamten Code und hört der Erklärung nicht mehr zu. Die Aufmerksamkeit lässt sich besser steuern. Relevante Teile können gezielt erläutert werden.


Diese Vorgehensweise ist mit Textobjekten in Präsentationstools deutlich einfacher als mit Screenshots. Auswahl des gezeigten Codes

Besonders wichtig ist die Auswahl der Inhalte. Gezeigt werden sollte nur Code, der die eigene fachliche Leistung sichtbar macht. Nicht geeignet sind laut Episode insbesondere:


generierte Getter und Setter Standard-Konstruktoren triviale Framework- oder Binding-Logik austauschbare Konfigurationsausschnitte ohne inhaltliche Tiefe HTML-Standardmarkup ohne projektspezifische Aussage


Stattdessen sollte der Fokus auf dem fachlich interessanten Teil des Projekts liegen, zum Beispiel:


projektspezifische Logik ein selbst entwickelter Algorithmus zentrale Teile der Domäne nicht triviale Datenverarbeitung Logik, die klar die eigene Denk- und Entwicklungsleistung zeigt Fazit der Episode

Die Episode versteht Code-Darstellung als Teil der Prüfungsleistung. Ziel ist nicht, die gewohnte IDE-Darstellung zu reproduzieren, sondern die Inhalte so aufzubereiten, dass Prüfende sie schnell erfassen und fair bewerten können. Entscheidend sind dabei eine textbasierte statt bildbasierte Darstellung, hohe Lesbarkeit, reduzierte und zielgerichtete Ausschnitte sowie die Konzentration auf den individuellen fachlichen Beitrag.


Die Kernaussage lässt sich so zusammenfassen: Für Dokumentation und Präsentation sollte Code mediengerecht vereinfacht, formatiert und ausgewählt werden, damit er die eigene Leistung klar und ohne Ablenkung zeigt. Höre dir jetzt die Podcast-Episode an! Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts Kontrast und Farben Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode [0:20] Während ich das hier aufnehme, sind schon wieder viele Prüflinge im Prüfungsstress, denn die AP2 steht an. Und direkt danach ist bei vielen IHK ja schon die Abgabe der Projektdokumentation. Und danach kommt dann die Projektpräsentation und dann ist endlich die Ausbildung beendet. Und ich werde auch dieses Jahr wieder einige Artefakte mir anschauen dürfen, Projektdokumentation lesen, Projektpräsentation anschauen und natürlich dann bewerten. Und da ich ja nun mal Anwendungsentwicklerinnen prüfe, werde ich da natürlich, solange wir noch Code schreiben müssen, als Anwendungsentwicklerinnen auch Code präsentiert bekommen. Entweder in der Doku oder in der Präsi oder im besten Fall in beiden. Denn das ist ja nun mal der Kern unseres Ausführungsberufs und das gehört natürlich dazu. [1:03] Und Code, damit meine ich nicht nur Programmiersprachencode, Java, C Sharp, PHP, was auch immer. Inzwischen gibt es ja viele andere Artefakte auch, die bei mir als Code durchgehen. Ob es jetzt ein Jenkins-File ist, ein Docker-File, irgendeine Config-Datei, irgendwas, wo halt Text drin geschrieben wird, der irgendwie vom Computer interpretiert wird. Das würde ich jetzt mal sagen, geht als Quelltext, als Code durch und der wird in vielen Dokumentationen und Präsentationen irgendwo gezeigt, weil er natürlich auch Teil des Projekts ist und Kern der Arbeit. Und das soll natürlich vernünftig dargestellt werden. Und ja, ich habe in den letzten Tagen und Wochen öfter auch mal ein paar TikTok-Videos gepostet. Vielleicht kennst du die auch schon. Und ich habe auch mal so eine kleine Doku auseinandergenommen. Und da bin ich dann gestolpert über die Darstellung des Codes in dieser Doku. Und da kamen gleich die wildesten Kommentare, weil ich gesagt habe, man sollte vielleicht nicht unbedingt den Dark Mode benutzen und Screenshots machen, um seinen Code in der Doku zu zeigen. Und deswegen wurde ich natürlich dann direkt auseinandergenommen, Ja, am besten gibt es noch eine Note dafür, weil der Prüfer die richtige Farbe im Hintergrund haben will und bla bla bla. Und naja, das geht alles so ein bisschen in eine Diskussion vorbei, denn eigentlich geht es mir immer darum, dass alle Artefakte in der Doku und der Präsi so aufbereitet werden, dass sie für das Publikum am besten verarbeitbar. [2:18] Verständlich und ja, nachvollziehbar und bewertbar sind. Das ist eigentlich immer mein Kern. Und da geht es mir eigentlich ehrlich gesagt wenig darum, ob es ein schwarz oder weißer Hintergrund ist. Es geht einfach darum, ist das für das Medium passend. Und, Spoiler Alert, Dark Mode ist für die beiden Medien, über die ich jetzt rede, nämlich Doku und Präsi, in den seltensten Fällen passend. Werde ich gleich auch nochmal einmal kurz drauf eingeben. Und deswegen geht es mir heute darum, wie kann man Code vernünftig in einer Doku und in einer Präsi darstellen, damit die Prüfenden den gut bewerten können. Das sollte, glaube ich, das Ziel sein. Und das ist so mein Problem zum Einstieg. Die Präsi, die Doku, das sind halt andere Medien als die gute alte ID, in der wir programmieren. Da sitze ich nicht davor im, weiß nicht, dunkel beleuchteten Zimmer und programmiere vor mich hin, sondern ich habe eine Dokumentation, die ein Prüfender vielleicht ausgedruckt auf Papier liest, vielleicht auf dem iPad oder auf dem Laptop liest und bei einer Präsi bin ich als Prüfender halt Zuschauer und Zuschauerin in einem vielleicht gut beleuchteten, hell beleuchteten Raum und nehme da die Prüfung ab. Und für diese Situation muss der Code optimiert werden und nicht so, wie ich den als Entwickler, Entwicklerin in meiner IDE am liebsten habe. Das muss man einfach trennen. Das ist hier jetzt einfach ein anderes Medium, eine andere Darstellung, eine Prüfungsleistung. Und wenn man im Alltag gerne den Dark Mode benutzt, ich habe kein Problem damit. Mach es gerne, aber überlegst du dreimal, ob es vielleicht für die Doku und Präsi was anderes sein muss. Denn, erste Einschränkung, wir haben in der Doku und der Präsi ganz anderes Seitenverhältnis eventuell in der IDE. [3:45] Präsi üblicherweise 16 zu 9. Das geht noch am ehesten zu unseren Whitescreen-Monitoren heute. Aber die Doku ist halt klassisch DIN A4-Format. Das sieht halt ganz anders aus als in der IDE. Und da muss man vielleicht auch mal ein bisschen umformatieren, damit das vernünftig lesbar ist. Also aus meiner Sicht Ziele für die Prüfung, Lesbarkeit. Die Prüfenden müssen den Code erstmal sehen, lesen, erkennen können. Das ist schon mal der erste Schritt. Da gehört dann sowas rein wie der Kontrast, die Schriftgröße, ja, dass man das einfach vernünftig lesen kann. Und Kontrast ist sowas wie schwarz auf weiß oder halt eben im Dark Mode weiß auf schwarz. Und was dann noch wichtig ist, Verständlichkeit. In der Doku habe ich vielleicht ein bisschen mehr Zeit, den Code in Ruhe zu lesen und zu verstehen. In einer 15-Minuten-Presi, wo du auch noch 27 andere Artefakte hast, ist der Code nur eins davon. Und dann muss man den schnell verstehen können. Und da geht es halt nicht, dass ich seitenweise Code durchgehe. Das kann kein Mensch nachvollziehen. Und dann können wir es auch nicht vernünftig bewerten. Das ist ja das Problem. Es muss bewertbar sein. [4:39] Und deswegen sage ich immer, Fokus auf das Wesentliche. Wesentliche, zeige sinnvollen, spannenden, interessanten Code, der vor allem deine eigene Leistung demonstriert. Nichts, was heutzutage vielleicht durch KI generiert werden kann, aber schon seit zig Jahren auch in der IDE generiert werden kann. Wie zum Beispiel Getter, Setter, Konstruktoren. Das ist dummer Code, den niemand interessiert, weil das sowieso auf Knopfdruck erzeugt wird und in der Zukunft durch KI sogar noch viel stärker. Das heißt, zeig bitte deine eigene Leistung. Darauf kommt es an. Dann ist es ehrlich gesagt völlig egal, was du am liebsten in deiner IDI einstellst. Es geht hier darum, dass die Prüfenden dir optimal die Note dafür geben können. Das muss der Fokus sein. Also weg vom Ego, weg vom Dark Mode eventuell. Und ich wiederhole den Dark Mode heute noch gerne nochmal, weil das immer ein heißes Thema ist. Die Leute fühlen sich sofort angegriffen, wenn man über den Dark Mode herzieht. [5:30] Ich weiß gar nicht warum. Es ist ja einfach, wie gesagt, ein anderes Prüfungsartefakt. Da muss man sich mal ein bisschen Gedanken machen. Und dazu zähle ich dann auch noch sowas wie Code-Konventionen oder auch die Vollständigkeit des Codes. Das meine ich damit, Code-Konventionen, wenn deine IDE, das ist mein Lieblingsbeispiel, die geschweiften Klammern, wenn du eine Sprache benutzt, wo die häufig verwendet werden, in der nächsten Zeile anfangen, anstatt am Zeilenende. Dann kann es durchaus sinnvoll sein, für die Doku oder Präsi das zu verändern und die Klammer einfach ans Ende der vorherigen Zeile zu packen, weil du dann weniger Platz verschwendest. Eine leere Zeile, in der nur eine Klammer steht quasi. Das ist in der IDE sicherlich gut. Ich benutze das übrigens im Alter auch, diesen Stil. Ich finde den super. [6:07] Aber es ist halt für Doku und Präsi Zeilenverschwendung, bin ich mal ganz ehrlich. Das heißt, da musst du einfach anders formatieren, damit es in diesem Medium vernünftig aussieht. Und Vollständigkeit, es geht hier nicht darum, dass du Compiler spielst und dein Code komplett durchkompiliert mit allen Abhängigkeiten, sondern du zeigst nur Ausschnitte. Und dann darfst und sollst du auch gerne die Sachen weglassen, die niemanden interessieren. Und das sind manchmal sogar sowas wie, Bezeichner wollte ich schon sagen, wie irgendwelche Modifizierer, Public, Static, Tralala, alles, was man irgendwo vorschreiben kann, ist für das Verständnis der Logik des Codes erstmal irrelevant. Außer natürlich, du willst gerade irgendwas Architekturelles zeigen und es ist ganz wichtig, wie die Sichtbarkeit ist. Okay, ja. Aber im Kern kannst du im Prinzip alle Schlüsselwörter weglassen, die nicht das, was du da eigentlich zeigen willst, irgendwie unterstützen, unterstreichen. Die lenken dann nämlich nur ab und ich versuche die ganze Zeit zu überlegen, das ist eine Static-Methode, war das denn wohl die richtige Wahl? Hätte er oder sie das nicht doch noch anders machen können? Und schon bin ich abgelenkt und konzentriere mich gar nicht auf das, was du mir zeigen willst. Das heißt, schmeiß deine üblichen Standardsachen aus dem Alltag über Bord und konzentriere dich auf das Medium, das du da gerade vor dir hast und optimiere dafür den Code. Das ist eigentlich schon mal meine Kernaussage heute hier. Und jetzt gehe ich die einzelnen Punkte mal kurz durch, damit du ein bisschen was Konkretes mitnehmen kannst. [7:21] Lesbarkeit, mein erster Punkt, was ich nicht lesen kann als Prüfender, kann ich nicht bewerten. Ja, doof gesagt. Und da geht es schon los, wenn ich zum Beispiel Screenshots habe aus der IDE, die skalieren halt nicht. Wenn ich einen Screenshot mache, speichere das als JPEG, dann ist das nicht mehr skalierbar. Zoome ich da rein, kriege ich alles pixellig, da kann ich nicht vernünftig lesen. Und selbst wenn ich meine Doku oder die Dokus der Prüfenden auf dem iPad lese, kann ich da rein zoomen, aber dadurch wird der Text halt nicht besser, weil es skaliert halt nicht mit. Deswegen mein Punkt, pack den Code wirklich als Text in dein Medium, in die Doku, in die Präsi. Und wenn du dann da reinzoomst, dann skaliert der Text perfekt mit und wird nicht pixellig. Das wäre schon der erste Grund aus meiner Sicht gegen einen Screenshot. Aber wie ihm auch sei, achte vor allem darauf, dass der Text groß genug ist. In der Doku reicht es, wenn er so groß ist wie der Rest deines Textes. In der Präsi sollte er möglichst groß sein, damit die Menschen, die da vorsetzen und dich bewerten, den halt lesen können. Das wäre schon mal der erste Punkt. Der Code wird natürlich genauso gesetzt, wie wir es aus der IDE kennen, also mit einem Monospace-Font, also nicht Proportionalschrift. Du kennst das, Carrier, Carrier New zum Beispiel, wo also jeder Buchstabe gleich breit ist. Denn bei Code kommt es darauf an, teilweise, dass Sachen exakt untereinander stehen, wie zum Beispiel Klammern. Also setz den Code jetzt nicht in Arial oder Times New Roman, sondern schon passend, wie es in der IDE auch aussieht. Aber deswegen musst du ja noch lange keinen Screenshot machen. Du kannst es ja auch in PowerPoint zum Beispiel einstellen, dass das einfach eine andere Front ist. Fertig. [8:43] Ich habe es gerade schon gesagt, pass die Zeilen gerne an, brech die vernünftig um, pack die Klammern an eine andere Stelle, wenn es hilft. Ja, das sehe ich insbesondere in der Präsi, wenn dann ganz viele Sachen untereinander stehen. Es ist halt doof für die Präsi, wenn ich 16 zu 9 Format habe. Dann passt es halt nicht allzu viel auf die Folie. Und umgekehrt genau in der Doku, wenn ich die in der 4 Format habe, dann muss ich vielleicht eher optimieren, dass es vertikal gelesen wird, weil ich halt nach unten heraus mehr Platz habe als zur Seite. Also eventuell in der Präsi die Zeilen länger machen, in der Doku die Zeilen kürzer machen. damit ich den Platz vernünftig ausnutze. Und da darf man dann auch gerne mal einen zusätzlichen Umbruch einbauen. Jetzt mal, ich habe immer so ein bisschen Java-Code im Kopf, aber es ist ja in vielen Programmiersprachen auch ähnlich. Da habe ich sowas wie die ganzen Modifizierer und Final und Rückgabewert und Parameter. Und dann darf man ruhig auch mal vor den Parametern einen Zeilenumbruch machen. Klammer auf, Zeilenumbruch, wenn das besser lesbar ist. Throws Exception, vorher Zeilenumbruch, ja, in der Doku, wenn ich Platz nur nach unten hin habe und nicht zur Seite. Das meine ich damit. Gerne an das Medium passend den Code setzen. [9:44] Und selbstverständlich wollen wir auch gerne Code-Highlighting haben. Das heißt jetzt nicht, ich will einfach nur schwarz auf weißen Code. Natürlich hilft es dem Verständnis, wenn Schlüsselwörter, Variablen und was auch immer vernünftig hervorgehoben sind und da behaupte ich einfach mal, das wirst du mit PowerPoint, das wirst du mit Word oder anderen Tools hinkriegen, dass du das vernünftig formatierst. Du kannst meistens sogar in Word, würde ich sagen, du kopierst es aus der IDE raus, dann nimmt er die Farbinformation schon mit aus der IDE. Ja, musst du bloß noch den schwarzen Hintergrund wieder ausstellen, wenn du Dark Mode nutzt und schon hast du schon schön, vernünftig formatierten Code. Das ist nicht viel Aufwand. Du musst nicht händisch jedes Wort selber formatieren. Das können die modernen Tools schon von alleine. So, jetzt nochmal zum Lieblingsthema Dark Mode. Also ich sag’s gerne nochmal, ich habe nichts gegen den Dark Mode. Wenn du den gut findest, nutz den. Das ist mir egal. Aber denk dran, dass das für die Doku und Präsi vielleicht nicht optimal ist. Warum? Der Kontrast auf Papier ist einfach auch nachgewiesen, dass Schwarz auf Weiß einfach der beste Kontrast ist. Weiß auf Schwarz ist der zweitbeste Kontrast. Er ist auch nicht sehr viel schlechter zu lesen, aber ein bisschen schlechter. Und dann würde ich doch einfach das Optimum nehmen. Also schwarz auf weiß ist das am besten zu lesen fürs menschliche Auge. Warum willst du was anderes machen, wenn Leute diesen Code lesen? Es geht hier ja nicht darum, zu programmieren bei wenig Licht, sondern wie gesagt, damit ich den Code vernünftig lesen kann. Und da ist schwarz auf weiß einfach das Beste. [11:00] Und jetzt überlegen wir mal, eigentlich haben wir ja bei Code gar nicht schwarz auf weiß, weil wir haben ja das Syntax-Highlighting, hätte ich gerade schon gesagt. Das heißt, manchmal haben wir da vielleicht lila oder grün oder braun auf weiß. Und das kann man alles noch relativ gut lesen. Drehst du das jetzt aber um und machst das auf schwarz im Hintergrund, dann wird das sehr schwer zu lesen. Es wird ein schwerer Kontrast. Überleg dir einfach mal, du hast einen schwarzen Hintergrund und druckst das auf Papier aus und willst da drauf dann vielleicht etwas dunklere Schrift lesen. Das ist echt schwierig. Abgesehen davon verbraucht es natürlich ohne Ende Toner beziehungsweise Tinte, wenn ich den Kram ausdrucke. Einfach ein schwarzes Blatt. Und man muss ja gucken, das wenigste von diesem schwarzen Blatt ist tatsächlich Code. Das meiste ist der Hintergrund. Das heißt, du hast einfach ein schwarzes Blatt mit ein ganz bisschen Wörtern drauf. Und das ist eine riesen Papier- und Tonerverschwendung. Und ja, auch im Jahr 2026 drucken sich Prüfende die Dokus noch aus, weil sie vielleicht kein iPad haben mit einem Pencil. Und es geht ja darum, die Doku zu korrigieren. Also macht man sich Anmerkungen. Und das kann man schlecht am PC. Das geht bei vielen Menschen viel einfacher handschriftlich. Und dann gibt es noch Leute, die sich das ausdrucken. Und das ist auch gar nicht schlecht. Und wenn ich mir dann einen Kommentar in deinen Code machen will, auf einem schwarzen Blatt, ja, viel Spaß, das wiederzufinden. Der Rotstift, den ich habe, den sieht man auf dem schwarzen Hintergrund gar nicht, weil alles schwarz ist. Also, es gibt so viele Gründe, gerade in der Doku auf den Dark Mode zu verzichten. Macht das bitte einfach. [12:20] Und auch zu Präsi, jetzt kann man ja sagen, Doku, okay, aber in der Präsi ist das ja nicht so. Ja, da habe ich aber einen Punkt, der dagegen spricht. Du wirst normalerweise irgendwann tagsüber präsentieren und meistens auch in einem gut beleuchteten Raum, würde ich jetzt einfach mal behaupten. Ja, Ausnahmestätigen Regeln, ja. Aber wenn das so ist, dann guck einfach mal, wenn du eine Präsi hast mit einem schwarzen Hintergrund und du bist in einem hellen Raum, dann wirst du nicht schwarzen Hintergrund haben, sondern grauen Hintergrund, weil das Licht einfach das schwarze ein bisschen aufhält. Und schon hast du nicht mehr weiß auf schwarz, sondern du hast weiß auf grau, mit grauem Hintergrund. Und das ist wieder ein schlechterer Kontrast. Das kann man einfach nicht gut lesen. Und wenn du jetzt ganz viel Pech hast, dann bist du in einem Raum, wo es wirklich so hell ist und du hast zum Beispiel einen Monitor, also ein selbstleuchtendes Medium, dann reflektiert dieses Medium. Und wenn du einen schwarzen Hintergrund hast, dann reflektiert das optimal. Das heißt, wenn du dann zum Beispiel auf diesen Monitor guckst, dann spiegeln sich, Das habe ich original mal in der Prüfung gesehen. Dann spiegeln sich die Prüfenden in dem Monitor, weil der Hintergrund schwarz ist. Wenn der weiß ist, spiegeln die sich auch, aber es fällt nicht so auf. Und dann hast du auf einmal in deiner Präsentation irgendwelche Köpfe, die du da siehst, aber siehst den Code gar nicht mehr, weil der schwarze Hintergrund halt so reflektiert. Also das sind alles Punkte aus meiner persönlichen Erfahrung, habe ich schon so oft gesehen. Mach es einfach nicht. Mach den Code schwarz auf weiß, dann gibt es keine Probleme. Alle können das gut lesen. [13:40] Alle freuen sich und geben dir eine gute Note vor allem. So, jetzt habe ich gerade schon gesagt, Code-Highlighting würde ich auch empfehlen, auf jeden Fall. Aber immer geht die Lesbarkeit vor. Das heißt, wenn du gerne deine Kommentare in hellgrün hervorhebst, aber du einen weißen Hintergrund hast, dann ist hellgrün auf weiß vielleicht nicht der optimale Kontrast. Dann macht die Farben doch einen Ticken dunkler. Also bitte nicht eins zu eins die ID übernehmen, sondern guck, wie sieht das in dem Medium, was ich gerade gestalte, aus? Kann man das vernünftig lesen? Und wenn nicht, dann pass es an. Dann macht die Schrift dunkler oder heller oder was auch immer du machen musst. [14:15] Wenn du den Text, äh, nein, wenn du den Code als Text in deiner Präsi zum Beispiel hast, kannst du es auch relativ einfach hinbekommen, den Code Schritt für Schritt einzublenden. So zeilenweise, ne? Das ist ja auch immer, habe ich gerade schon gesagt, die Verständlichkeit ist ganz wichtig. Und wenn du jetzt eine ganze Folie voll mit Code dahin klatschst, und die dann Zeile für Zeile erklärst, dann kannst du davon ausgehen, dass alle Prüfenden und nicht nur Prüfende, auch andere Menschen würden das so machen, sich erstmal den ganzen Code schön in Ruhe durchlesen und versuchen, den zu verstehen, während du dann auch am rumkaspern bist und irgendwas erklärst. Und das heißt, es hört dir keiner mehr zu. Also, mach das doch einfach Zeile für Zeile, das blendest du nacheinander ein und erklärst das dann. Und das kann man super einfach mit drei Klicks in PowerPoint, wenn alles einzelne Zeilen in Text sind. Das geht auch mit Screenshots überhaupt kein Problem. Es ist nur aufwendiger. Da musst du noch, weiß ich nicht, irgendwelche Rechtecke davor machen und die runterschieben oder ausblenden, damit der Code dann sichtbar ist. Und wenn das Text ist, wie gesagt, drei Klicks. Einblenden, Animation einfügen, bumm, läuft. Also macht ihr das Leben doch einfach. [15:13] Wenn du das so machen möchtest. Was ich auch aus der Praxis schon oft gesehen habe, tatsächlich bei Screenshots aus der IDE, es werden natürlich alle Sachen gescreenshortet, nicht nur der Code. Das heißt zum Beispiel in IntelliJ gibt es immer so Hints an den Code-Zeiten, zum Beispiel wie oft die benutzt werden oder wer den letzten Code mitgemacht hat und solche Sachen. Ist natürlich für deine Präsentation völlig irrelevant und ablenkend, wenn man das immer sieht. Am schlimmsten wäre es natürlich, wenn da steht, Moment mal, die Code-Zelle wurde gar nicht vom Prüfling bearbeitet, sondern von irgendwem anders. Oh, oh, oh, das ist natürlich dann ganz problematisch. Aber auch wie, keine Ahnung, Fehler, die in der IDE gefunden wurden, irgendwelche Optimierungen, Rechtschreibfehler in Variablen Namen. Da ist ja alles zu sehen, auch diese kleinen Schlängelchen unter den Wörtern, wenn da irgendwie ein Fehler oder wenn die IDE irgendwas findet. Das ist ja alles mit drin. Und das habe ich original schon in so vielen Präsentationen gesehen, dass die Leute dann einfach gescreenshottet haben mit allen Schlängelchen und allen roten Hinweisen und so weiter da drin. [16:05] Also Fehler, das wäre ja Vollkatastrophe. Aber zum Beispiel auch Refactoring-Tipps oder so. So, da wird quasi, da sagt die IDE, Achtung, Achtung, diese Variable wird nirgendwo benutzt. Ist jetzt nur ein Beispiel. Und dann machen die davon einen Screenshot und zeigen das in ihrer Prüfung. So, hey, ich habe eine Variable deklariert, die ich gar nicht benutze. Das ist doch keine gute Arbeitsleistung. Wenn die IDE einem das schon sagt, dann muss man nur einmal draufklicken und dann wird die Variable gelöscht. Und das ist jetzt wirklich nur ein Beispiel. Es gibt natürlich noch ganz viele andere Möglichkeiten, Refactorings zu zeigen. Und das willst du doch nicht in deiner Prüfung. Also, kopier den Text raus und mach keinen Screenshot. und wenn du Screenshots machst, dann geh wenigstens so weit und schmeiß diesen ganzen Kram, den niemand interessiert. Die Schlängelchen, die Fehler, die Vorschläge etc. Bitte einfach raus, weil das lenkt super ab und ich mache mir nur noch Gedanken, ob du das wirklich selber gemacht hast, ob da jemand mitgeholfen hat, ob du nicht gesehen hast, dass die IDE dir Vorschläge gemacht hat, dass du quasi gar nicht hingeguckt hast. War das vielleicht einfach nur gecopy-pasted? Du hast dich gleich damit auseinandergesetzt. Also ich stelle mir tausend Fragen, wenn ich diese Sachen sehe, die mich eigentlich nur von deinem Code ablenken. Also lass es doch bitte einfach weg. [17:08] So, dann kommen wir auch gleich zum Thema Verständlichkeit. Hier kannst du gerne aus deinem Code, wie gesagt, alles rausschmeißen, was niemanden interessiert. Irgendwelche Modifizierer, Public, Final, Static, was auch immer. Interessiert doch nicht, wenn du gerade einen Algorithmus erklären willst, ja. Getter, Setter zum Beispiel. Oh Gott, lass das doch einfach weg. Du willst eine Klasse zeigen. Ja, dann konzentrier dich auf den wichtigen Kernalgorithmus, den du gebaut hast und nicht auf die generierten Getter und Setter, die alle aus einer Zeile Code bestehen. Das ist einfach langweilig, komme ich gleich nochmal zu, sowieso, aber es brauche ich auch nicht zum Verständnis. Also wenn ich in deinem Code, in deinem Algorithmus irgendwas lese wie GetName, dann kann ich mir wohl herleiten, dass das eine Methode ist, die den Namen zurückgibt. Ja, da brauchst du nicht erklären. Aber wenn du komplizierte Methoden aufrufst, wo es nicht sofort ersichtlich ist, dann solltest du es vielleicht einblenden. Also mach dir doch mal ein bisschen Gedanken. Jemand, der deinen Code noch nie gelesen hat, was braucht der oder die, um zu verstehen, was du da gerade gemacht hast? Und das sollte auf deiner Folie erscheinen. Und alles andere bitte nicht. [18:04] Und dann komme ich zum letzten und aus meiner Sicht nochmal wichtigsten Punkt. Konzentrier dich auf deine eigene Leistung. Das ist hier eine Prüfungsleistung. Es geht hier nicht darum, coolen, fancy Code zu programmieren und keine Ahnung, du bist der geilste Coder, die geilste Coderin. Es geht um eine Prüfungsleistung, die bewertet wird. Und da möchte ich deine eigene Leistung sehen. Da möchte ich weder generierte Getter Setter sehen, da möchte ich auch keinen KI-generierten Code sehen, sondern möchte ich das sehen, was du gemacht hast. Es ist deine Prüfung. Du bekommst die Note. Du bist danach ausgebildete Fachinformatikerin. Deswegen zeig doch auch das Beste, was du gemacht hast. Zeig spannenden Code mit ein bisschen Logik drin, wo du einen kleinen Algorithmus gemacht hast. Das muss nichts Weltbewegendes sein. Das müssen nicht 100 Zeilen sein. Es reicht ein bisschen, weiß ich nicht, wenigstens If, Else und Schleife oder sowas. Oder wenn du in Java arbeitest, irgendwie mal eine kleine Stream-Logik mit Map, Filter, Reduce. Irgendwas, wo du auch selber ein bisschen überlegen musstest. Ja, im besten Fall irgendwie auch den Kern deines Problems, dass du nicht irgendeinen Random-Code im Frontend zeigst, der irgendwie Data-Binding macht, was in jedem Framework immer gleich ist, sondern etwas, was dein Projekt ausmacht. Etwas, was nur du in deinem Projekt gemacht hast, den Kern deiner Domäne. So etwas ist spannend. Ja, und nicht das x-te Mal erklären, wie im Frontend ein Feld an ein Input-Feld gebunden wird. So, das ist maximal generisch und langweilig. Das haben wir schon tausend Mal gesehen. sondern es geht darum, was du in deinem Projekt Besonderes gemacht hast. Das wäre meine Zentrale Empfehlung, damit ich deine Leistungen bewerten kann und dir dafür eine Note geben kann. [19:32] Und ich nehme immer nur Getter und Zetter als Beispiel. Das gibt es in allen Sprachen oder so. Ich habe auch schon Präses gesehen mit Config-Files, mit Zeilenausschnitten aus Config-Files, wo einfach nur Werte gesetzt wurden. Oder HTML-Oberflächen. Ich meine, HTML ist schön und gut, das brauchen wir alles super, aber muss ich jetzt wirklich jedes P und A und Span und irgendwas tagt da sehen? Oder will ich nicht vielleicht das Interessante sehen, was dein Projekt besonders macht? Und Spoiler, natürlich will ich das Interessante sehen und nicht diesen langweiligen Standardkram. [20:02] So, fassen wir nochmal zusammen. Es soll ja nur ein Short sein heute. Ich glaube, den Rahmen habe ich schon fast wieder gesprengt. Meine Empfehlung. Such dir spannenden Code, der deine Arbeitsleistung gut demonstriert und zu deiner Domäne passt. Nichts Generisches, also bitte nicht falsch verstehen, keine generischen Klassen. Darfst du gerne zeigen, wenn du welche gebaut hast, sondern allgemeinen Code, den jeder andere in irgendeinem Projekt auch hätte machen können. Das will keiner sehen, sondern das, was du für dein Projekt individuell besonders gemacht hast. Das ist interessant. Schmeiß alle uninteressanten oder ablenkenden Inhalte raus. Irgendwelche Overlays aus der IDE, am besten noch Fehlerschlängelchen, solche Sachen. Bitte alles rausschmeißen, damit das nicht ablenkt von dem, was du eigentlich zeigen willst. Und dann optimierst du den Code an das Medium. Setz ihn quasi hochkant für deine Projektdokumentation und eher zur Seite für die Projektpräsentation. Dafür darfst du auch gerne Umbrüche einfügen, rausnehmen, Zeilenlängen anpassen. Alles erlaubt, solange man das auf dem Medium gut lesen kann. Das ist der Fokus. Und dann ist es oft sinnvoll, in der Präsentation den Code Schritt für Schritt einzublenden, also Zeile für Zeile, während du es erklärst, damit die Leute nicht abgelenkt sind und den ganzen Code schon lesen. [21:07] Und natürlich darfst du auch ein Syntax-Highlighting einfügen, aber kontrolliere am Ende nochmal, ob es dem Kontrast dienlich ist oder nicht. [21:15] So, das wären meine Tipps für vernünftiges Darstellen von Code in der Projektpräsentation und Dokumentation. Ich hoffe, du konntest ein bisschen was mitnehmen. Und wenn du eine andere Meinung hast und sagst, ich will aber immer ein Datenbot benutzen, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Erwarte aber nicht, dass ich darauf sinnvoll antworte, weil meine Erklärung, warum das nicht sinnvoll ist, in vielen Fällen, habe ich ja jetzt hiermit geliefert. Und damit würde ich sagen, viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation und Präsentation.
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Das neue IT-Weiterbildungssystem – Berufsspezialist und Bachelor Professional in IT – IT-Berufe-Podcast #196
15.12.2025
54 Minuten
In der einhundertsechsundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts bespreche ich mit Thomas Schmidt von BZEcom (Bildungszentrum für E-Commerce und IT) die neuen IT-Weiterbildungen, die 2024 eingeführt wurden. Wir analysieren die Hintergründe der jüngsten Veränderungen im Weiterbildungssystem für IT-Fachkräfte, insbesondere die Einführung des Berufsspezialisten in IT auf DQR-Stufe 5 und Bachlor Professional auf DQR-Stufe 6. Thomas erläutert die Fachrichtungen wie Datenanalyse, IT-Beratung und Informationssicherheit, die spannende Karrieremöglichkeiten bieten. Wir gehen auch auf das Prüfungsverfahren des neuen Abschlusses und dessen Vereinbarkeit mit dem Berufsleben ein. Zudem diskutieren wir die Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich des Aufstiegs-BAföG, die angehenden Fachkräften im IT-Bereich Unterstützung bieten. Diese Episode bietet wertvolle Informationen für jede und jeden mit Interesse an der Weiterentwicklung im IT-Bereich. Inhalt

In dieser Episode des IT-Berufe-Podcasts widmen wir uns einem äußerst spannenden Thema: IT-Weiterbildungen und den neuen Abschlüssen, die 2024 in Kraft getreten sind. Ich führe ein ausführliches Interview mit Thomas Schmidt, der beim Bildungszentrum für E-Commerce und IT tätig ist. Thomas bringt uns auf den neuesten Stand, was die Veränderungen im Weiterbildungssystem für IT-Fachkräfte betrifft und erläutert die neuen Möglichkeiten, die sich aus den Überarbeitungen ergeben.


Zunächst diskutieren wir die Hintergründe der Anpassungen, die notwendig wurden, weil die vorherigen Abschlüsse, insbesondere die sogenannten Operative Professionals am Markt nicht gut angenommen wurden. Die Reaktionen von Arbeitgebern waren klar: Sie benötigten Fachkräfte, die spezialisiert sind, aber nicht unbedingt Führungspositionen einnehmen. Daher wurde der Berufsspezialist in IT geschaffen, der auf Ebene 5 des deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) angesiedelt ist und nun als attraktive Alternative für all diejenigen gilt, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und stoffliche Expertise nachweisen wollen.


Thomas erläutert die zahlreichen Fachrichtungen innerhalb dieses neuen Abschlusses: Darunter fallen die Spezialisierungen in Datenanalyse, IT-Beratung, Informationssicherheit, Softwareentwicklung und Systemintegration. Dieser Fokus auf spezielle Fachkompetenz eröffnet nicht nur zahlreiche Karrieremöglichkeiten, sondern erlaubt es auch, dass sich Fachinformatiker oder Kaufleute für Digitalisierungsmanagement nach der Ausbildung gezielt weiter qualifizieren, ohne den traditionellen Weg eines Universitätsstudiums gehen zu müssen.


Wir besprechen auch das Prüfungsverfahren für den Berufsabschluss sowie den Bachelor Professional in IT, der nun auf derselben DQR-Stufe wie ein Bachelorabschluss an Universitäten eingestuft ist. Thomas erklärt, dass die Prüfung sowohl schriftliche als auch praktische Bestandteile umfasst, einschließlich der Präsentation eines Projekts, was eine direkte Anwendung des erlernten Wissens im beruflichen Kontext darstellt. Dies ist besonders interessant für all jene, die bereits im Beruf stehen und sich fachlich verbessern möchten.


Ein weiterer zentraler Punkt ist die Vereinbarkeit der Weiterbildung mit dem Berufsleben. Thomas gibt Einblicke in dieFlexibilität der Kurse, die sowohl in Abendveranstaltungen als auch in kompakten Blockkursen angeboten werden. Zudem werden die Teilnehmer bei der Vorbereitung auf die IHK-Prüfung durch praxisnahe Fallstudien unterstützt, um sicherzustellen, dass sie nicht nur für die Prüfung lernen, sondern auch wertvolles Wissen für ihren späteren Berufsalltag erhalten.


Abschließend nimmt Thomas auch Bezug auf die Finanzierung dieser Weiterbildungen, einschließlich des Aufstiegs-BAföG, welches eine bedeutende Unterstützung für angehende Professionisten im IT-Bereich bietet. Er ermutigt alle, die an einer Weiterbildung interessiert sind, sich nicht nur um das persönliche Wachstum zu kümmern, sondern auch aktiv nach Anerkennung und Ermutigung von Arbeitgebern zu suchen.


Diese Episode bietet umfassende Einsichten und Anregungen für alle, die an IT-Weiterbildungen interessiert sind, und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, die sich durch neue Abschlüsse ergeben können.


Diese Fragen klären wir im gemeinsamen Gespräch:


Wie kam es dazu, dass die bisherige IT-Weiterbildung modernisiert/überarbeitet wurde? Was sind die neuen IT-Berufsspezialisten bzw. Bachelor Professional in IT überhaupt? Für wen sind diese Abschlüsse geeignet und was bringen sie mir? Warum wurden die Abschlüsse neu entwickelt? Welche unterschiedlichen Berufsspezialisten gibt es? Wie ist der Zusammenhang von Berufsspezialisten und Bachelor Professional in IT? Was sind die Inhalte? Wie ist der Ablauf und die Dauer? Gibt es z.B. Blended Learning oder nur Präsenz/online? Wie sieht die Abschlussprüfung aus? Welche Qualifikationen sind Voraussetzung für die Weiterbildung? Warum sollte ich Bachelor Professional in IT werden und nicht einfach (dual) studieren gehen? Ist der Bachelor Professional in IT wirklich schon so anerkannt wie ein "richtiger" Bachelor, z.B. für Laufbahnen im öffentlichen Dienst? Wie bekannt/anerkannt sind die Abschlüsse bei Arbeitgebern? Welche Förderungen gibt es? Was ist das Aufstiegs-BAföG? Was fördert es genau? Wie läuft die Beantragung? Wie läuft die Rückzahlung? Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts IHK-Weiterbildung zum Operative Professional mit Simon Stork – Anwendungsentwickler-Podcast #127 (der inzwischen überholte Abschluss) Thomas Schmidt bei LinkedIn Website zur IT-Weiterbildung von BZEcom IT-Karriere leicht(er) gemacht – Weiterbildungssystem neu aufgestellt – Rechtsverordnungen seit Ende 2024 in Kraft Neuordnung des IT-Weiterbildungssystems (BiBB) Das Aufstiegs-BAföG: die attraktivste Aufstiegsförderung aller Zeiten Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode Einführung in die IT-Weiterbildung Stefan: [0:22] Herzlich willkommen zum IT-Berufe-Podcast, dem Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen. In dieser Episode gibt es ein spannendes Interview zum Thema IT-Weiterbildungen, und zwar dem neuen Berufsspezialisten bzw. Bachelor Professional in IT. Viel Spaß! Stefan: [0:40] Hallo und herzlich willkommen zur 196. Episode des IT-Berufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute habe ich ein spannendes Interview mitgebracht für dich, Und zwar geht es um die neuen IT-Weiterbildungen. Vielleicht hast du das schon mitbekommen. Es gibt ja nicht nur die Ausbildung in Deutschland, sondern darauf aufbauen kann man sich ja auch fort- und weiterbilden. Und gerade Ende 2024 wurde das Weiterbildungssystem in der IT total überarbeitet. Früher, das hast du vielleicht schon mal mitbekommen, ich habe sogar eine Podcast-Episode dazu gemacht, hieß das Ding, was man danach machen konnte, Operative Professional. Und das wurde aber wohl am Markt nicht ganz so gut angenommen, sage ich mal vorsichtig. Und deswegen wurde das jetzt komplett überarbeitet und ist seitdem tatsächlich auch gleichbedeutend mit zum Beispiel einem Bachelorabschluss, den du an einer Hochschule machen kannst. Das ist laut dem DQR, dem Qualifikationsrahmen, auf der gleichen Stufe wie ein Universitätsabschluss. Und deswegen denke ich, dass das auf jeden Fall spannend ist, falls du deine Ausbildung schon beendet hast oder kurz davor schlägst und dir überlegst, Mensch, was soll ich denn danach machen? Soll ich studieren gehen oder was eigentlich? Was ist denn überhaupt die Alternative? Und genau über diese Alternative wollen wir heute mal sprechen. Und dazu habe ich mir einen spannenden Gesprächspartner mitgebracht, den Thomas. Der stellt sich auch gleich einmal vor, was er dazu überhaupt zu sagen hat zu Gespräch mit Thomas über IT-Weiterbildung Stefan: [1:58] diesem Thema und was so sein Hintergrund ist. Und ja, das war es mit vorgeplänkelt, würde ich sagen. Ich gehe mal direkt rein ins Interview. Viel Spaß dabei. Stefan: [2:08] Ja, erstmal hallo Thomas, schön, dass du heute da bist und mit mir über das spannende Thema der IT-Weiterbildung sprechen möchtest. Das habe ich bislang noch vernachlässigt, weil ich mich selber auch wirklich gar nicht gut damit auskenne. Da bin ich sehr froh, dass du euch hier bist und ein bisschen was darüber erzählen möchtest. Und bevor wir aber in das Thema eintauchen, würde ich mal so ein paar Standardfragen stellen. Und als allererstes natürlich frage ich dich, gut, wie du heißt, haben wir es gerade gehört, aber wer bist du, wo arbeitest du und warum bist du heute überhaupt hier? Erzähl doch mal ein bisschen was zu dir. Thomas: [2:32] Ja, hallo Stefan. Erstmal schön, dass ich da sein darf und was erzählen darf über die IT-Weiterbildung. Ja, Thomas Schmidt, also ich habe keinen Namen, sondern eine allgemeine Bezeichnung bekommen von meinen Eltern. Ich bin tatsächlich zuständig beim Bildungszentrum für E-Commerce und IT für Außenfortbildung. Ich habe tatsächlich IT nicht gelernt. Ich bin Politikwissenschaftler gelernt und habe mich aber immer mit Außenfortbildung beschäftigt und bin da tatsächlich jetzt in leitender Position zuständig, um das Unternehmen und Produktlandschaft weiterzuentwickeln. Stefan: [3:09] Okay, das heißt, du machst in der Außenweiterbildung nicht nur die IT, sondern auch noch, so als Beispiel, noch ein, zwei andere Berufe, irgendwas dabei? Thomas: [3:15] Genau, weil wir Bildungsanleitung für E-Commerce und IT sind, natürlich im E-Commerce-Bereich eben auch tätig, um dort für die Spezialisten im Online-Handel sozusagen noch was zu bieten. Stefan: [3:26] Okay, der Ausbildungsberuf gibt es inzwischen, glaube ich, Kaufmann, Frau für E-Commerce. Thomas: [3:30] Genau, Kaufmann, Kauffrau im E-Commerce ist die Seite, die tatsächlich dafür sorgen, dass der Shop funktioniert, dass die Produkte eingestellt werden, den ganzen Customer Journey Bereich funktioniert, Kennzahlen ausgewertet werden und die haben halt die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und eben der andere IT-Bereich. Stefan: [3:53] Okay, klasse. Und wie kann man sich so deine Arbeit im Alltag vorstellen? Sonst frage ich ja immer gerne so, was programmierst du den ganzen Tag? Das kommt ja jetzt hier nicht in Frage, aber wie kann man sich vorstellen, was du den ganzen Tag machst? Thomas: [4:03] Das frage ich mich ab und zu auch. Spannenderweise tatsächlich, wie es denn irgendwann so ist, ich glaube, die Hälfte meiner Zeit verbringe ich in Videokonferenzen und in Absprachen, um Sachen zu planen und abzustimmen. Grundsätzlich ist tatsächlich, ich analysiere den Markt, gucke, wo gibt es Chancen, unser Portfolio weiter auszubauen, kann sich das für das Unternehmen rechnen, in welche Geschäftsfelder können wir eintreten, eben ganz viel Marktanalysen, Wettbewerbsanalysen, um dann nachher zu gucken, wer ist die Zielgruppe, wie können wir es verkaufen und legen wir das Marketing auf. Stefan: [4:40] Okay. Ja, sehr spannend. Das ist etwas, womit ich mich gar nicht so gut auskenne. Macht man mir eher die Programmierung, beziehungsweise die Ausbildung. Aber genau, deswegen bist du ja auch hier und erzählst heute ein bisschen was. Und zwar über die IT-Weiterbildung. Ich bin ja in meinem Podcast hauptsächlich für die Leute da, die noch in der Ausbildung sind. Ich habe natürlich auch ein paar oder mehrere Ausbilder, Ausbilderinnen, die zuhören. Aber ganz oft kriegt natürlich auch die Frage, was gibt es denn für Möglichkeiten eigentlich nach der Ausbildung? Und meine Standardantwort ist eigentlich immer, ja, kann man ja noch studieren, duales Studium, sowas in die Richtung. Und vor ein paar Jahren hatte ich schon mal jemanden im Podcast, der hat was zu den Operative Professional, ich glaube, es gab mehrere, vier verschiedene, glaube ich, berichtet. Und ich glaube, das ist aber ja nicht mehr so ganz zeitgemäß. Neue Berufsspezialisten in der IT Stefan: [5:18] Und vielleicht kannst du uns ja mal kurz über das Thema einführen. Was gibt es denn da jetzt heute und worüber Thomas: [5:23] Reden wir heute eigentlich? Genau, wir wollen über die neuen Weiterbildungen, Fortbildungen, wie es bei der IHK heißt, sprechen, die eben jetzt die Möglichkeit schaffen sollen, nach der Ausbildung zum Fachinformatiker zum Beispiel, weiterzumachen, sich weiter zu qualifizieren und eben nicht unbedingt den Weg an die Uni gehen zu müssen. Thomas: [5:45] Die operativen Professionals, das hast du erwähnt, die waren tatsächlich leider bei den IT-Lern semi-erfolgreich, sodass die tatsächlich überarbeitet werden mussten, weil die auch einfach nicht zeitgemäß waren von den Inhalten und von den Zielrichtungen her, sodass man gemerkt hat, wir schaffen das gar nicht, mit der IHK unser Produkt an den Markt zu bringen und einen Bedarf zu wecken, sodass man glücklicherweise gesagt hat, komm, wir gehen mal in eine Überarbeitung und versuchen das auf neue, moderne Säulen einfach aufzustellen. Thomas: [6:17] Es hat verschiedene Aspekte, eben das A, ist es nicht angekommen, B, aber auch haben die Arbeitgeber gesagt, es ist mir teilweise, geht es einfach an meinem Bedarf vorbei, weil es von der Niveaustufe immer nur die Fortbildung auf sozusagen Bachelor-Niveau gab. Ich weiß nicht, ob es bekannt ist, es gibt ja diesen deutschen Qualifikationsrahmen, der Abschlüsse vergleichbar machen soll. Die klassische Ausbildung ist auf Stufe 4 und auf Stufe 6 gab es immer nur einen Fachwirt, einen Meister oder wie es heute heißt, Bachelor Professional. Was aber immer damit zu tun hat, dass ich eigentlich Führungsaufgaben lerne. Dann muss man irgendwann als Firma sagen, ist schön und gut, aber 20 Führungskräfte brauche ich in so einer IT-Abteilung vielleicht auch nicht. Das heißt, dieser Mittelbau fehlte auch einfach, sodass man jetzt eben von den Arbeitgebern auch zurückbekommen hatte, können wir da nicht irgendwie eine Ebene unterschaffen, weil ich brauche nicht 20 Führungskräfte, aber 20 Spezialisten wären schon ziemlich geil in dem Team. Und deswegen hat man jetzt auf der Mittelstufe, also Stufe 5 des deutschen Qualifikationsrahmens, den Berufsspezialisten in IT geschaffen, um eben diese Fachexpertise zu stärken. Thomas: [7:33] Deswegen gibt es da auch verschiedene Fachrichtungen. Es gibt eben mit Aufbauen auf dem, was ich gelernt habe in der Ausbildung, die Möglichkeit, Berufsspezialist für Datenanalyse zu werden, Berufsspezialist für IT-Beratung, für Informationssicherheit, für Softwareentwicklung oder Systemintegration und Vernetzung. So dass ich aus jedem Fachinformatikbereich oder eben aber auch Kaufleute für Digitalisierungsmanagement die Möglichkeit habe, mich im Rahmen der IHK weiterzuentwickeln und dort eben fortzubilden. Weil eben bis jetzt, ja, musste ich an die Uni gehen und mich dort irgendwie weiter bewegen, wenn ich irgendwas auch nachweisbar haben möchte. Vorteile der neuen Abschlüsse Thomas: [8:20] Der Vorteil eben hier ist auch zusätzlich, dass eben, besonders wenn ich tarifgebunden bin, mit diesen Abschlüssen ich eine Qualifikation nachweisen kann, die mich innerhalb der Entgeltstufen nach vorne bringen kann, weil die einfach dann auch in den Tarifverträgen einfach mit eingespielt sind und ich dann eben sagen kann, guck mal, ich bin jetzt in Stufe aufgestiegen, ich habe die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln, um dort voranzugehen. Stefan: [8:50] Das heißt, wenn ich mal jetzt der Leiter nach weitergehe, Ausbildung ist vier, dann kommt mit fünf die, ich sage jetzt mal fachliche Stufe, die du gerade sagtest, der heißt jetzt Berufsspezialist, bin ich verstanden? Genau. Okay. Und auf der sechs sind wir dann bei diesem Bachelor Professional, was man, habe ich jetzt ausgehört, so vergleichen kann mit dem klassischen Meister, was man vielleicht aus dem Handwerk kennt. Thomas: [9:09] Genau, also das ist dieselbe Niveoebene, Meister oder wenn man aus dem Bürobereich kommt, den Wirtschaftsfach wird, den hat man vielleicht schon mal als Titel gehört. Und da ist eben auf derselben Stufe jetzt der Bachelor Professional in IT eingeordnet auch und erlassen worden. Wenn man die Stufe einfach der Vollständigkeit weitergeht, danach würde der Betriebswert IHK kommen als die höchste Ebene auf Masterniveau, die man über die IHK erreichen kann. Stefan: [9:36] Okay, und das ist auch so, wenn ich jetzt zum Beispiel diesen Bachelor Professional machen will, dann muss ich erst den Berufsspezialisten haben? Ist das so eine Leiter, die ich hochklettern muss? Prüfungsstruktur und Anforderungen Thomas: [9:46] Jein, da kommt die IHK wieder so ein bisschen in Prüfungslogik durcheinander. Der erste Teil des Bachelor Professionals ist der Berufsspezialist. Also ich kann sagen, ich fange sofort den Bachelor Professional an, mache aber dann automatisch erstmal den Berufsspezialisten in der Qualifikation, die ich brauche, weil es dieselbe Prüfung ist. Das ist tatsächlich so ein bisschen seltsam bei der IHK von der Logik. Es hängt nämlich davon ab, wie ich mich zur Prüfung anmelde. Das ist spannenderweise. Wenn ich sage, ich will Bachelor Professional werden. Also ich will Bachelor Professional werden, du willst auch Bachelor Professional werden. Ich melde mich bei der IHK zur Prüfung als Bachelor Professional an und habe mich für die Wahlqualifikation Informationssicherheit entschieden. Dann schreibe ich die erste Teilprüfung Bachelor Professional und bestehe und kriege danach ein Teilnahmezertifikat. Du willst auch Bachelor Professional werden, schreibst auch die Spezialistin für Informationssicherheit, hast dich aber für den Berufsspezialisten für Informationssicherheit als Prüfung angemeldet. Du hast auch bestanden, bloß du kriegst eine Urkunde, dass du Berufsspezialist in Informationssicherheit bist, kannst dich damit bewerben und nachweisen, Ich hab nichts. Das ist die IHK Live. Stefan: [11:15] Okay. Okay, also ich habe verstanden, man macht diese ganzen Prüfungen dann in Anführungszeichen nur als Teil seiner eigentlichen Abschlussprüfung, die dann irgendwann später kommt, für diesen Bachelor Professional. Aber wenn ich den haben will, muss ich also schon vorher diese andere Abschlussprüfung mitmachen. Es ist also nicht nur eine am Ende, Thomas: [11:33] Es ist dann auch zwischendrin noch eine. Genau, ich muss dieselbe Prüfung schreiben, es ist nur die Frage, wo ich das Kreuzchen bei der Anmeldung setze, ob ich ein Dankeschön, dass du da was zettelt kriegst oder ob ich tatsächlich eine Urkunde habe, mit der ich was anfangen kann. Stefan: [11:46] Okay, gut. Aber wäre es dann nicht schlauer, das Kreuzchen so zu machen, dass ich direkt erstmal diesen Abfluss in der Tasche habe? Ja, klar. Dann habe ich ja zwei am Ende. Thomas: [11:54] Ja, definitiv. Stefan: [11:55] Okay. Das ist wirklich wieder sehr logisch gemacht. Okay. Ja, sehr schön. Okay, verstanden. Und wenn wir schon beim Thema Prüfung sind, vielleicht ein bisschen vorgegriffen, aber was ist das für ein Ding? Ist das rein schriftlich? Muss ich was Praktisches machen, wie bei der Ausbildung? Kann man das grob schon sagen? Das ist ungemischt. Thomas: [12:12] Wenn wir uns jetzt die Berufsspezialisten erstmal angucken, Das ist ja die erste Prüfung, die ich machen muss, auch wenn ich Bachelor Professional werden möchte, besteht aus Klausuren und einer Münchenprüfung. Also eigentlich so, wie man es tatsächlich kennt, die Klausur sind keine Multiple-Choice-Fragen mehr wie in der Ausbildung, sondern ich muss tatsächlich textlich was bearbeiten, Unternehmensszenarien bearbeiten, sodass ich da schriftlich das mache. Danach habe ich eine Präsentation, die ich halte. Da habe ich 30 Tage Zeit, eine Präsentation vorzubereiten. Und dann gehe ich zum Prüfungsausschuss, halte Präsentationen. Also eigentlich vergleichbar zu einer Ausbildung in dem Teil. Thomas: [12:57] Wenn ich dann zum Bachelor Professional weitergehe, dann kommt nochmal eine Klausur im Bereich, schriftliche Prüfung. IT-Projekte ist dabei, Prozessmanagement ist mit dabei, kommt auch BWL mit dazu, weil man ja auch unternehmerisch Wissen kriegen soll. Dann gibt es Klausuren zum Thema rein Personal, Management und Personalführung und Ausbildung. Dann gibt es eine mündliche Prüfung, eine Gesprächssimulation, wo man ein Personalgespräch durchführen muss. Also schon eine Herausforderung. Und dann schreibe ich tatsächlich noch eine Projektarbeit, die ich dann auch noch mal in einer Präsentation verteidigen muss. Also der Bachelor Professional hat da schon wirklich einen hohen Anspruch, weil man sagt, okay, du sollst aber auch in der Lage sein, deinen Unternehmensbereich, dein Team personal, wirtschaftlich, aber auch fachlich leiten zu können. Stefan: [13:54] Okay, dann. Du hattest es gerade auch noch gesagt, Personal und Ausbildung. Ich weiß, glaube ich, bei der Meisterprüfung muss man auch den Ausbilderschein quasi mitmachen oder der ist da mit drin? Wäre das hier jetzt auch so, dass man den quasi am Ende hat? Thomas: [14:07] Auch wie der IHK-Logik, man hat nur den schriftlichen Teil, weil das ist, was in der Prüfung mit abgefragt wird und da muss man quasi noch die mündliche Prüfung ablegen für den Ausbilderschein. Aber das ist ja auch schnell gemacht, muss man sagen. Das ist dann kein großer Aufwand mehr. Stefan: [14:23] Ja, okay. Ja, sonst würde sich gerade der Abschlussprüfungsteil für den Bachelor Professional doch eher BWL, Personal, weil unternehmenslastig an, in Anführungszeichen, was aber, glaube ich, am Meister ja auch gar nicht so viel anders ist. Da geht es Thomas: [14:36] Ja auch darum. Stefan: [14:36] Wie führe ich mein Unternehmen und bin ich der beste Maurer, Tischler, was auch immer. Thomas: [14:40] Also vergleichbar wahrscheinlich. Und ich habe ja im Voraus, der erste Teil ist ja meine Spezialisierung. Also ich habe ja die erste Prüfung, was ich versucht habe zu erklären, ist ja eigentlich die Berufsspezialistenprüfung und da geht es halt um mein Fachgebiet. Also entweder Informationssicherheit oder Systemintegration. Und da bin ich natürlich den Fachlich erstmal nochmal gefordert. Dauer und Organisation der Weiterbildung Stefan: [15:01] Kannst du schon mal so ganz grob sagen, von was für einem Zeitaufwand man da redet? Also ist jetzt so, weiß nicht, der Berufsspezialist, ist das so ein Jahr und der Bachelor sind dann zwei Jahre insgesamt oder wie kann man das so grob sagen, wie lange das dauert? Thomas: [15:17] Man muss ja rechnen, so die Zeit, die ich brauche oder wir zum Beispiel brauchen, das Wissen zu vermitteln und dann gibt es das Prüfungsverfahren. Um den Inhalt für den Berufsspezialisten zu vermitteln, so circa sieben Monate. Wenn ich jetzt im Abendkurs, also es gibt immer Variante, sieben Monate zum Beispiel im Abendkurs, zweimal pro Woche abends Unterricht, 18 bis 21 Uhr wäre eine Variante. Es gibt auch die Möglichkeit, dass fünf Wochen am Stück, hat man wirklich Montag bis Freitag, acht bis siebzehn Unterricht, dann könnte man es in fünf Wochen das Wissen schaffen. und dann kommt die IHK mit ihrem Prüfungsverfahren. Die schriftliche Prüfung ist fix terminiert. Da gibt es zwei Prüfungstermine, so wie bei der Ausbildung auch. Wird bundesweit dieselbe Prüfung geschrieben, zum selben Zeitpunkt. Und dann danach legt die IHK aber die Münchenprüfungstermine selber fest. Da verlässt man dann schon die Planbarkeit. Aber in der Regel so ein bis drei Monate muss man ja auch mal für die Zeitrechnung dann je nach IHK, wann tatsächlich die Münchsprüfung ist, wann man als Berufsspeziales fertig ist. Stefan: [16:31] Und doore Frage vielleicht, aber ich weiß jetzt nicht, wie verbreitet die Sachen schon sind. Kann ich dann zu meiner lokalen IHK die Prüfung machen oder muss ich da eventuell auch irgendwo nach München, weil es zu wenig Prüflinge gibt? Thomas: [16:42] Im Moment muss man tatsächlich wahrscheinlich fahren, weil es von den knappen 80 IHKs, die es gibt, im Moment so sieben erst mal sind, die beim ersten Prüfungsdurchgang das anbieten, sodass man tatsächlich da jetzt im Moment noch Fahrzeit in Anspruch nehmen muss aber es werden jetzt immer mehr aber die IAKs waren tatsächlich auch ein bisschen überrascht, wie viele das sofort machen wollten, und waren da gar nicht so richtig drauf vorbereitet dass tatsächlich Prüflinge vor der Tür stehen. Stefan: [17:10] Aha das heißt, das wäre auch schon immer eine wichtige Frage es gibt auch schon Menschen, die das machen wollen und auch schon machen es gibt Thomas: [17:16] Schon laufende Kurse im Februar nächsten Jahres ist die erste Prüfung. Stefan: [17:22] Okay, also wirklich die allererste? Die allererste, genau. Thomas: [17:27] Das sind dann die allerersten ihrer Art, die dann in die Prüfung gehen und diese Nachweise abdecken können. Stefan: [17:36] Okay, klasse. Gut, dann hat man natürlich jetzt auch noch wenig Referenz, was da so in den Prüfungen drankommt. Aber wenn der erste Teil, jetzt der Berufsspezialist, eher technisch, eher fachlich ist und ich dann zum Beispiel Security, Datenanalyse habe ich mitgeschrieben, Systemintegration, Das wäre tatsächlich nochmal eine Möglichkeit, wenn ich nach der Ausbildung denke, also die Ausbildung ist ja inzwischen relativ breit, weil wir diese sieben Berufe haben, die ersten 18 Monate sind gleich. Wenn ich jetzt mal richtig Lust habe auf Security, und das war mir zu wenig in der Ausbildung, könnte ich ja gezielt in dem Bereich dann nochmal, wenn du jetzt sagst, ich sag mal so ganz grob über den Daumen, so ein Ja inklusive Vermittlung und der Prüfung, dann nochmal wirklich tief in das Thema rein, was mich auch interessiert. Ja, genau. Thomas: [18:13] Also das ist wirklich so, wo ich sage, ich will fachlich nochmal weiter, ich will es auch tatsächlich auf einem höheren Niveau nachweisen können. Dann geht es erstmal in diesen Berufsspezialisten rein und dann hat man da, wie schon gesagt, ein Jahr sollte man einfach durch sein, egal bei welcher IHK ich gelandet bin. Das ist eigentlich auch ein guter Abschnitt und dann kann ich halt weitermachen, wenn ich will, wann ich will auch, wenn ich diesen Berufsspezialisten zum Beispiel schon habe mit dem Bachelor Professional, um die Frage zu wenden, dann brauche ich ungefähr nochmal ein Jahr im Abendkurs für den Unterricht oder neun Wochen Vollzeit, um das ganze Wissen zu vermitteln. Und dann kommt dieses Prüfungsverfahren. Und das ist tatsächlich noch nicht so ganz absehbar, wie die IHKs das takten, wie schnell sie es durchführen können. Ja, aber da wird wahrscheinlich ein halbes Jahr das ganze Prüfungsverfahren einfach schlichtweg laufen. Weil auch bis die Prüfungen durchgeführt sind, die Klausuren ausgewertet sind. Und dann ist aber die Phase, den einen Punkt bestimmt man auch so ein bisschen selber mit, weil man hat dann ja die Projektarbeit, die man schreiben muss, man hat theoretisch ein Jahr Zeit. Projektarbeit abzugeben, hat aber eigentlich nur 30 Tage Bearbeitungszeit. Aber ich bin ja selber für zuständig zu sagen, wann lege ich mir diese 30 Tage hin. Stefan: [19:30] Okay. Aber so ein bisschen zeitlicher flexibel, wo es einem gerade, wenn es auch ein echtes Projekt sein soll, muss ja auch vielleicht der Bedarf im Unternehmen da sein und so weiter. Ist ja bei der IHK-Prüfung, für die Abschlussprüfung der Ausbildung auch immer so schwierig. Genau in diesem Zeitraum der drei Monate musst du ein Projekt haben. Das ist manchmal ja auch schwierig. Und wenn es vielleicht auch noch ein bisschen Größeres jetzt sein muss für diese Prüfung. Ja, okay. Ist ja schon mal gut. Thomas: [19:50] Kann man noch ein bisschen sich. Stefan: [19:51] Das selber gestalten. Wenn wir da jetzt eintauchen wollen und diese Vorbildung machen wollen, die Voraussetzung ist, dass ich einen einschlägigen Berufsabschluss habe oder kann das einfach jetzt jeder machen, Zugangsvoraussetzungen zur Prüfung Stefan: [20:03] diese Berufsspezialist-IT oder muss ich eine IT-Ausbildung vorher haben? Thomas: [20:07] Du kannst auch Praktiker sein. Also da sagt auch die IHK, hey, wir wissen, es kann nicht jeder eine Fachinformatika-Ausbildung gemacht haben. Das funktioniert ja auch nicht. Ich kann da eben auch als Praktiker einsteigen und sagen, okay, jetzt will ich auch mal einen Nachweis haben zu dem, was ich vielleicht die letzten Jahre gemacht habe. Und dann ist tatsächlich die Frage, wie war mein Berufshintergrund? Zum Beispiel, keine Ahnung, Kaufmann für Berufsmanagement gelernt und dann ein Jahr Berufserfahrung in der Informationssicherheit gesammelt. Auch dann kann ich zur Prüfung gehen oder ich habe eine andere Ausbildung gemacht, die, keine Ahnung, meinetwegen auch Fachlager ist und habe in einem Jahr in dem Bereich gearbeitet. Ich kann auch ein Studium begonnen haben und 60 Punkte, ECTS-Punkte gesammelt haben und danach zwei Jahre gearbeitet haben. Oder du bist der Praktiker durch und durch und hast vier Jahre Berufserfahrung im IT-Bereich gesammelt, dann kannst du auch zur Prüfung zugelassen werden. Stefan: [21:20] Aber das ist ja eine coole Sache, gerade so für Querensteiger, die endlich nochmal was auf Papier haben wollen, was ja immer wichtig ist in Deutschland. Thomas: [21:26] Ja, wir in Deutschland mögen Urkunden und Papier und dann kann das tatsächlich jetzt eine gute Methode sein, einfach mal einen Nachweis zu haben über das, was ich eigentlich schon kann, aber ich muss es halt mit einer Urkunde nachweisen. Chancen für Quereinsteiger Stefan: [21:40] Ja, und das finde ich jetzt ganz spannend, weil sonst müsste ich halt alternativ diese drei Jahre Ausbildung in Anführungszeichen machen und dafür dann die Prüfung machen, was mich im Bereich IT-Security auch nicht so richtig weiterbringt, weil ich dann nochmal irgendwie Hardware und ich weiß nicht, was von Anfang an lernen muss. Das finde ich auch eine schöne Alternative, gerade für Queer-Einsteiger. Jetzt hattest du eben schon gesagt, also wir haben jetzt auch gerade darüber geredet, Papier, Deutschland, wichtig, aber du hattest eben ganz am Anfang gesagt, dass die alten Operative Professionals abgelöst wurden, weil die Arbeitgeber das irgendwie gar nicht so richtig haben wollten oder vielleicht, weiß ich nicht, anerkannt haben, weiß ich nicht. Wie sieht es denn dann bei den neuen Abschlüssen aus? Weil das fragen sich natürlich auch alle. Also soll ich jetzt ein Jahr investieren und am Ende sagt der Arbeitgeber, hä, was hast du da denn gemacht, kann ich nicht? Thomas: [22:18] Das ist wahrscheinlich schwierig. Ich kann natürlich nicht für alle Arbeitgeber in Deutschland sprechen. Anerkennung der neuen Abschlüsse Thomas: [22:22] Es ist natürlich jetzt auch persönliche Ansichten mit dabei. Das, was ich einfach sagen kann, dass Arbeitgeber an diesem Abschluss mitgearbeitet haben. Thomas: [22:35] Also die Inhalte bei der Bearbeitung waren sie mit dabei. und aber auch die Forderungen nach den Berufsspezialisten, insbesondere kamen aus dem Arbeitgeberbereich auch mit. Das heißt, das Grundinteresse ist von Arbeitgeberseite schon mal da. Ich kenne die Diskussion, die immer sagt, ja, aber ohne Studium bist du einfach nichts. Im IT-Bereich gab es bis jetzt auch nie eine Alternative. Und grundsätzlich ist es natürlich immer so, warum sollte sich etwas im IT-Bereich nicht durchsetzen, was auch in anderen Bereichen gang und gäbe ist. Ich muss ehrlich sein, wenn das Karriereziel ist, in einem Großunternehmen, in einer großen AG, Tätig zu sein und eine Führungskraft zu werden, wird man das ohne Studium in der Regel nicht schaffen. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber wenn ich die großen Aktienkonzerne nehme, die groß tätig sind, da falle ich im Bewerbungsverfahren durch die computergestützten Verfahren einfach raus, wenn da kein Diplomokunde oder Masterbookkunde drin ist. Das ist einfach so. Wir haben aber ganz viele KMUs, kleine mittelständische Unternehmen in Deutschland. Thomas: [23:49] Da sind diese Fachwirte bekannt und gesetzt und öffnen Türen. So, und jetzt ist halt die Frage, warum soll sich das nicht durchsetzen? Insbesondere, weil man jetzt eben auch, finde ich, fachlich deutlich nachgeschärft hat und die Möglichkeiten geschaffen hat, sich fachlich zu qualifizieren und dann ja später tatsächlich noch diese Führungsperspektive einzunehmen, was vorher einfach nicht da war. Also dieser Abschluss hat es aber auch nie geschafft, bei den Teilnehmern anzukommen. Und was ich jetzt schon höre und auch von den Gesprächen, die wir mit verschiedenen IHKs hatten, im Moment noch ein Gefühl, lässt sich statistisch noch nicht nachweisen, aber scheint die Nachfrage jetzt schon höher zu sein, als in den ganzen Jahren vorher zu den anderen. Stefan: [24:32] Okay, krass. Thomas: [24:35] Wir sprechen über erste Prüfung nächstes Jahr im Frühjahr, aber trotzdem ist da jetzt schon anscheinend mehr Interesse einfach dahinter, als es vorher jemals bei den anderen Abschüssen gewesen ist. Stefan: [24:45] Ja, cool. Ja, finde ich gut. Also ich bin nun auch in der Versicherung und ich weiß, unsere Versicherungsazubis machen nach der Ausstellung auch ganz oft tatsächlich den Versicherungsfach wird. Da ist es eher die Ausnahme, dass man danach studieren geht und in der IT kenne ich es jetzt viel, dass die Leute halt nachher studieren gehen, aber ich habe jetzt in den letzten Jahren auch selber bei meinen eigenen Azubis auch welche dabei gehabt, die nicht sofort einfach studieren gehen, die aber sich vielleicht trotzdem noch irgendwie weiter qualifizieren wollen, aber jetzt halt irgendwie nicht drei, dreieinhalb Jahre nach Studium und dann wieder raus aus dem Job und das ist ja auch dann immer wahrscheinlich auch mit Einbußen beim Gehalt verbunden, weil man ja weniger arbeiten kann und so. Und wenn das jetzt hier, sag ich mal, berufsbegleitend, klar ist auch anstrengend am Abend, logisch, aber ich kann Vollzeit arbeiten, ich kann mich technisch in dem Bereich auch weiterentwickeln, wo ich auch wirklich was machen will. Also, was waren das? Sieben verschiedene Fachrichtungen habe ich, glaube ich, gerade mitgezählt. Da ist ja für jeden… Fünf. Für jeden was dabei. Ob Anwendungsentwicklung oder Systemorientation oder Analyse quasi. Also, das finde ich schon mal sehr interessant. Und… Ja, wenn ich dann noch weiter hoch möchte in Richtung Personal, Teamleitung, wie auch immer, kann ich ja dann noch den Bachelor direkt am Anschluss machen. Also den Bachelor Professional natürlich. Ja, das hört sich auch immer erstmal interessant an, würde ich sagen. Ablauf der Weiterbildung und Kontaktmöglichkeiten Stefan: [25:54] Dann sind wir ja schon direkt bei der Frage, wie mache ich das jetzt? Also ihr bildet ja diese Menschen aus, habe ich jetzt so verstanden. Und wie läuft das dann ab? Also du hast jetzt schon gesagt, es gibt Abendkurse, es gibt so Blog, sage ich jetzt mal, Blogvermittlung. Ist das in eurem Fall deutschlandweit? Ist das lokal? Wie kannst du da ein bisschen was erzählen, wie das abläuft? Thomas: [26:13] Genau. Wir machen das tatsächlich alles online. Daher, egal wo man sitzt, es ist uns noch über die altbekannte Plattform Teams. Die wird jeder irgendwie kennen. Wir haben unsere Fachdozenten, die wir einkaufen, um eben dieses Fach-Know-how auch vermitteln zu können. Weil es natürlich, ja, um die IHK-Prüfung am Ende geht. Aber es soll ja auch fachlich was gelernt werden. Das ist zwischendurch, kann das mal ein Spannungsfeld sein, weil man weiß, ich muss dir jetzt gerade ein Verfahren beibringen, was du vielleicht in der Praxis nicht benutzen wirst, aber ich weiß, dass die IHK draufsteht. Stefan: [26:51] Das kennen wir schon aus der Ausbildung. Thomas: [26:53] Genau, also dieses Spannungsfeld haben wir da halt auch, aber trotzdem setzen wir natürlich Dozenten ein, die es auch praktisch anwenden können, die den Unterricht vermitteln. Und dann ist eben die Frage, genau, wie will ich das in mein Leben integrieren? Wie kann ich das am besten für mich umsetzen? Das ist eine Variante der Abendkurs, wo ich zweimal in der Woche abends von 18 bis 21 Uhr mich online einlogge. Der Dozent ist da, vermittelt das Wissen, Es werden Fragen beantwortet, Fragen geklärt, Aufgaben bearbeitet, sodass man auch diese Anwendung lernt. Oder eben die andere Variante, ich blogge mir das über Bildungsurlaub, ist eine Möglichkeit, und mache fünf Wochen am Stück frei, sozusagen von der Arbeit, um den Berufsspezialisten zum Beispiel zu machen, um mich dann vorzubereiten und dann zur Prüfung zu gehen. Das ist auch gut möglich mittlerweile bei fünf Wochen, ist das so ein Zeitansatz, besonders wenn ich Bildungsurlaub nehmen kann. Es sind in vielen Bundesländern sogar zwei Wochen, die ich über Bildungsurlaub dann einfach abfedern kann und vielleicht noch Überstunden oder noch ein bisschen Urlaub in den West reinbringen. Das ist auf jeden Fall stemmbar, finde ich, fünf Wochen ganz gut, um das eben abzuleisten. Und was wir dann immer noch dazugeben, nicht nur den Unterricht, wir haben Übungsaufgaben, die wir haben, wir haben Fallstudien und Klausuren, die wir an den IHK-Praxis ausrichten. Thomas: [28:22] Auch wenn das jetzt ein neuer Beruf ist, wissen wir sehr genau, wie die IHK die Fragen stellt auf dem Niveau. Das heißt, wir haben im Moment noch eigene Prüfungsszenarien, die wir schreiben, sodass man dieses Verfahren einfach kennenlernt, wie ich die IHK-Prüfung verstehen muss. Was erwarten die von einem, um da einfach vorbereitet zu werden? Und dann ist es tatsächlich auch so, bei den Münchenprüfungen, dass wir die auch simulieren. Das heißt, ich muss ja ein Thema abgeben, ich muss eine Präsentation vorbereiten. Es ist tatsächlich so, dass man jeder Prüfung eine Generalprobe hat, wo die Präsentation gehalten wird, so wie man sie halten möchte. Nur, dass es halt online ist, also wir treffen uns ja nicht, es ja bundesweit Teilnahme sein soll. Und wieder ein Feedback geben aus Sicht, was war gut, was stelle ich, wo könnte man vielleicht was verändern, wie könnte sich so ein Fachgespräch danach entwickeln, wonach kann man gucken. Da setzen wir in der Regel dann eben auch Leute mit Prüfungserfahrung ein, die wirklich auch bei der IHK Prüfer sind. Dann hat man halt nochmal das speziellere Auge drauf, was einen da so erwarten kann. Und dann wartet da so eine Prüfung auf einen, die man schreibt und dann natürlich hoffentlich gut besteht. Stefan: [29:40] Ja, cool. Jetzt haben wir gerade schon gehört, das ist ein bisschen ein zeitlicher Invest. Okay, das kriegt man für immer irgendwie hin. Jetzt ist das ja, also ich weiß nicht, wenn ich jetzt studieren gehen will, an der normalen Uni in Anführungszeichen, da gibt es vielleicht ein paar Studiengebühren, vielleicht auch mal nicht. Wenn ich dual studiere, okay, das sind natürlich utopische Summen, die die Unternehmen da für mich zahlen. Wie sieht es denn hier aus, wenn ich jetzt so einen Kurs bei euch zum Beispiel machen will? Der wird ja bestimmt noch nicht kostenfrei sein. Kann ich den, keine Ahnung, in 700 Raten zahlen? Gibt es da irgendwie Förderungen durch irgendwen? Wie funktioniert sowas? Thomas: [30:11] Also grundsätzlich, ich habe auch mein Leben zu finanzieren. Wir müssen Geld nehmen, sonst funktioniert es halt nicht und die Dozenten, die wir einsetzen, wollen eben auch Geld haben. Das ist immer so. Finanzierung und Fördermöglichkeiten Thomas: [30:23] Aus Hobby macht das leider keiner. Das heißt, es kommt Geld auf einen zu und wir sprechen bei uns im Fall beim Berufsspezialisten über 3.500 Euro. Ich runde das mal kurz glatt, auch wenn wir knapp da unterliegen, die das kostet. Stefan: [30:43] Da habe ich natürlich die Möglichkeit, Thomas: [30:44] Vielleicht meinen Arbeitgeber zu motivieren, das zu bezahlen, weil ich sage, wir wollen langfristig gut zusammenarbeiten. Wie sieht es aus? Hast du was da für mich? Kannst du das für mich übernehmen? Und sonst gibt es für die Bezahlung des Ausstiegs-BAföG in Deutschland. Das Ausstiegs-BAföG bringt 75% Förderung, die dann einfach der Staat übernimmt. Was, finde ich, sehr attraktiv ist und ein sehr gutes Angebot ist. Und grundsätzlich ist es so… Es ist so geplant, dass es zwei Zeitungstermine gibt. Also die 1.500 Euro sind in zwei Raten zu bezahlen. Immer nach der Hälfte der Fortbildung zum Ende der Fortbildung, sodass man das auch gut vorbereiten kann. Und dass die Ämter, die das Ausstiegs-Bafög bewilligen, das hoffentlich bis dahin auch bearbeitet haben. Ja, auch richtig. Wobei man hier sagen muss, dass sich dann tatsächlich an einzelnen Ämtern, wenn es vielleicht länger dauert, Grundsätzlich ist nämlich die Antragstellung relativ einfach, weil es kaum Voraussetzungen gibt, Ausstiegs-BAföG zu bekommen. Jeder, der mit dem Studenten-BAföG zu tun hatte, den Herzinfarkt schon mal bitte beseitigen und zurückfahren, weil das ist ein komplett anderes Programm. Ich brauche genau drei Anträge, drei Zettel, die ich Formblätter, die ich abgeben muss. Und das war es schon. Und zwei davon muss man nicht selber ausfüllen. Stefan: [32:14] Ach, das ist gut. Thomas: [32:16] Und es gibt nämlich eigentlich erstmal eine Kernvoraussetzung, die ich erfüllen muss, um das Ganze zu bekommen. Und zwar, die IHK muss mir die Zulassungsvoraussetzung bestätigen. Das heißt, die IHK muss wirklich sagen, ja, ich lasse ich zur Prüfung zu. Sondern haben wir vorhin einmal besprochen, wenn man Fachinformatiker zum Beispiel ist, wird man zur Prüfung zugelassen. Weil man hat die Hauptvoraussetzung erfüllt oder vier Jahre Praxis im Bereich Softwareentwicklung kann ich auch zur Prüfung zugelassen werden. Habe ich den großen dicken Haken von der IHK bekommen, ja ich lasse dich zu. Thomas: [32:54] Und dann gibt es quasi nur noch zwei Ausschlusskriterien. Ausschlusskriterium eins, ich darf nicht schon Ausstiegs-BAföG bekommen haben für einen Abschluss, zum Beispiel hier auf D-Cur 5 Niveau. Oder wenn ich Bachelor Professional werden möchte, darf ich nicht schon mal Ausstiegs-BAföG bekommen haben für einen D-Cur 6 Abschluss. Zweiter Ausschluss, der da nicht da liegen darf, ich darf kein Masterstudium abgeschlossen haben. Wo man auch sagen muss, wenn ich ein Masterstudium abgeschlossen habe, warum sollte ich dann eine Berufsspezialistenfortbildung eigentlich noch machen. Aber es ist was anderes. Das heißt, IHK sagt ja und die anderen beiden Male sage ich nein, habe ich die Vorsetzung fürs Ausstiegs-Baföck erfüllt. Förderung durch Ausstiegs-BAföG Thomas: [33:40] Es findet keine Einkommensprüfung statt, es findet keine Vermögensprüfung statt. Stefan: [33:48] Und dann würden die tatsächlich 75% einfach dieser Kosten erstellen. Thomas: [33:52] Genau. Zwei-stufig tatsächlich. Stufe 1 ist 50% Zuschuss, die ich bekomme. Und damit ist die erste Hälfte schon mal geklärt. Für die zweite Hälfte kriege ich ein zinsgünstiges Darlehen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW. Stefan: [34:13] Okay. Thomas: [34:16] Mit dem Schreck immer, ich muss ein Darlehen aufnehmen. Ich muss es aber aufnehmen, um die volle Förderung zu bekommen, weil wenn ich nachher meinen Urkunden als Berufsspezialist zum Beispiel habe, wird mir die Hälfte des Darlehens erlassen. Das heißt, ich kriege 75% Förderung nur, wenn ich das Darlehen auch in Anspruch nehme. Wenn ich das Darlehen nicht nehmen würde, habe ich nur 50% Förderung. Stefan: [34:42] Und Förderung heißt es aber, ich kenne jetzt BAföG so, dass man das ja auch mal irgendwann zurückzahlen muss. Das ist jetzt hier wirklich Thomas: [34:47] Das Darlehen ist tatsächlich, weil es ein Darlehen ist, muss ich zurückbezahlen. Eben die Hälfte nur noch von dem, was ich bezahlt habe. Und ich habe zwei Jahre, es ist zins- und tilgungsfrei. Stefan: [35:00] Okay. Thomas: [35:01] Und dann liegt nachher die Mindestrate bei 128 Euro im Monat oder ich bezahle es halt auf einen Schlag. Stefan: [35:08] Okay. Ja, wobei man das sagen muss, also wenn wir jetzt hier von 300.000 Euro reden, selbst mit der ganzen Geschichte. Klar, das ist für viele Menschen trotzdem viel Geld, das ist keine Frage. Aber wenn ich in IT bin und schon eine Fortbildung habe und dann mit 128 Monaten bin ich ja nach, selbst wenn ich alles zahlen muss nach zwei Jahren durch, also es ist ja überschaubar. Und wenn ich jetzt sage so, also dreieinhalb Tausend, ich weiß, dass einige Hochschulen für ein duales Studium im Semester schon mehr nehmen. Also da sind wir ja schon bei einem, also ich finde jetzt mal, meine persönliche Meinung auf den ersten Blick jetzt ein recht humaner Betrag, dafür, dass Thomas: [35:36] Ich schon einen. Stefan: [35:36] Nächsten Abschluss habe nach dieser Zeit und nicht das Ganze mal sieben nehmen muss, bis ich den Bachelor abnehme. Thomas: [35:43] Man muss halt die Begleitkosten auch mit einbrechen. Ich kann halt in der Zeit, insbesondere wenn ich den Abendkurs zum Beispiel mache, einfach weiter arbeiten. Das heißt, ich habe dieses Problem nicht, wenn ich an eine Uni gehe, dass ich ja eigentlich ein Vollzeitstudium vielleicht mache und von null, also plötzlich auf null sitze, weil ich gar nicht mehr arbeite oder mir einen Nebenjob irgendwie suchen muss oder so. Das habe ich in diesem Fall einfach nicht. Das ist der große Luxus, der dabei entstehen kann. Wenn ich jetzt den Bachelor Professional vielleicht der Vorständigkeit habe, aber noch drauf rechne. Da sind wir bei 4.500 Euro, mal kurz glatt gerechnet, die noch dazukommen, um den nächsten Teil nachher noch zu absolvieren. Aber auch da kann ich wieder Ausschicksmafe kriegen. Das heißt, auch da 75% Förderung. Das heißt, ich kann wirklich beide Schritte machen. Spannenderweise beim Bachelor Professional, wenn ich den mache und ich noch aus einem guten Bundesland komme, kriege ich sogar noch Geld geschenkt nachher. Weil zum Beispiel in Bayern gibt es einen Meisterbonus. Da kriege ich 3000 Euro nachher von der IHK als Bewerb. Auszeichnung deiner Arbeit überwiesen und dann hast du sogar noch mehr Geld eigentlich am Ende als vorher. Stefan: [37:00] Okay. Ich kenne das jetzt, ich weiß auch nicht, ob alle IHK-Nas machen bei uns in Oldbrook, habe ich das schon öfter gesehen, wenn man zum Beispiel einen Einserabschluss in der Ausbildung gemacht hat, dann kriegt man auch so einen, ich weiß gar nicht, wie das dann, also ein Bildungsgutschein ist das falsche Wort, aber irgendwie so eine Art, hier, wenn du hier was einreichst, erstatten wir dir Weiterbildungskosten. Es darf kein Studium sein, aber dafür könnte man ja genau jetzt so diesen Bereich hier einschlagen. Thomas: [37:21] Das wäre die zweite Möglichkeit, das sogenannte Weiterbildungsstipendium oder die Begabtenförderung. Stefan: [37:26] Ja, das genau, Begabtenförderung, Thomas: [37:28] Ja. Genau, das ist im Notendurchschnitt besser als 1,9, wenn ich es jetzt gerade richtig im Kopf habe. Und da ist halt praktisch, da kriege ich ein Gesamtbudget von über 8.000 Euro, was ich für Fortbildung einsetzen kann. So, und dann, da ist tatsächlich die Förderquote 90 Prozent, da sagt die IHK 10 Prozent, musst du denn bitte schon gerne selber investieren. Stefan: [37:53] Das ist ja durchaus überschaubar, wenn man fertig ausgelenkt ist, das Geld verdient. Okay, klasse. Ja, also so in der Kombi, wenn ich eine, also es muss ja noch nicht mal eine sehr gute Ausbildung sein, 1,9, wie man die Note regnet. Und dann noch zusätzlich das Aufstiegs-Bafög, da ist man ja echt bei nicht mehr so ganz so viel, was am Ende ruhig bleibt. und dann hat man aber auch einen offiziellen Abschluss, der dann hoffentlich dann auch in Zukunft gut anerkannt Zukunftsperspektiven nach der Weiterbildung Stefan: [38:16] ist bei den Arbeitgebern. Und ich kann vor allem, das finde ich, aus der Erfahrung wollen halt auch ganz viele IT-Hazouis, die wollen halt eben nicht dieses betriebswirtschaftliche und bla bla bla, sondern die wollen halt Technik. Und wenn man jetzt hier gerade im ersten Schritt auch die Technik vertiefen kann, ist das natürlich eine schöne Sache, finde ich. Also, hört sich echt Thomas: [38:33] Sehr aktiv an. Ich habe halt auch den Vorteil, dass ich einfach sagen kann, komm, ich will jetzt erstmal der Fachexperte Nein, ich will die Technik machen und mache den Berufsspezialisten. Und dann ist das mal gut. Und wenn ich fünf Jahre später feststelle, jetzt will ich doch noch mehr, ja, dann mache ich halt die Bachelor-Professionelle. Auch die Möglichkeit habe ich ja. Also ich muss ja gar nicht das sofort alles machen, weil das Leben verändert sich auch. Und vielleicht ist jetzt gerade das Thema, ich will mehr, ich will höher hinaus, nicht das Ding. Aber in ein paar Jahren weiß man ja nicht. Und dann habe ich halt immer noch die Möglichkeit zu sagen, und jetzt fange ich an der Stelle nochmal an und mache halt die Schritte, die mir noch fehlen, für einen Bachelor Professional. Stefan: [39:21] Aber wenn ich jetzt nochmal ganz weit weiter denke, ich weiß nicht, ob du das jetzt weißt, Aber wenn das jetzt nach dem DQR, der Bachelor Professional, wirklich wie ein Bachelor zu sehen ist, kann ich darauf aufbauen, dann vielleicht sogar noch ein Masterstudium wirklich machen, wenn ich dann doch noch in der Behörde durchstarten will oder geht das dann nicht? Thomas: [39:37] Also das hängt dann wieder von den Unis ab. Es gibt verschiedene Universitäten, die Sachen anrechnen und dies möglich machen, aber das sind tatsächlich immer Einzelfallprüfungen. Es gibt auch verschiedene Unis, die sagen, okay, du hast jetzt ein Bachelor mit Professional in IT, ich rechne dir x Trader-Points an für einen Bachelor. Oder es gibt eben auch tatsächlich vereinzelte Universitäten, die dann halt sagen, okay, du darfst jetzt direkt den Master machen. Und soweit die die Möglichkeiten haben, das ist auch eine Möglichkeit, weil das wäre vielleicht jetzt auch ein kleiner Pferdefuß im Moment noch an der Geschichte. Im öffentlichen Dienst tariflich ist es zwar anerkannt, wenn ich aber in die höhere Laufbahn möchte, brauche ich dieses universitäre Studium. Es kann mir zwar der Bachelor Professional bei der Bezahlung helfen, wenn ich aber wirklich in eine andere Laufbahn aufsteigen möchte, muss ich tatsächlich dieses klassische Studium an der Universität oder an der staatlichen Fachhochschule gemacht haben. Stefan: [40:43] Okay, aber wie du eben auch schon sagtest, ich meine, da arbeiten ja nicht alle Menschen in Behörden und in irgendwelchen Großkonzernen, wo das so viel so wichtig ist. In vielen anderen Unternehmen geht es ja darum, was ich kann, was ich fachlich mitbringe. Und wenn ich dann das noch, also ich sage ganz blöd, ich kenne von vielen Azubis, wenn wir die so fragen nach der Prüfung so, ja und wie geht es jetzt weiter und machen sie so was? Nö, erst mal arbeiten. Ich will erst mal Geld verdienen. Ich will erst mal das machen, was ich jetzt gelernt habe. Ich will erst mal anwenden, weil sind wir ganz ehrlich, nach der Ausbildung kann man auch jetzt noch nicht alles. Es hört das Lehren ja nicht auf. Und wenn ich dann mal irgendwie im Beruf wirklich jetzt ankommen will, als Junior, wie auch immer mich hocharbeiten will und dann aber trotzdem mich auch zusätzlich nochmal quasi, ich sage jetzt mal ganz blöd, durch so eine Berufsschule in Anführungszeichen, wie euch unterstützt, weiterqualifizieren will, dann habe ich da ja eine Möglichkeit, wo ich jetzt nicht wieder jede Woche zur Berufsschule muss, wo ich einen begrenzten Zeitraum habe, was von den Kosten her durchaus überschaubar ist. Dass ich am Ende aber einen richtigen Abschluss habe. Und ich kann, wenn, wie du sagst, schon sich das Leben irgendwann mal ändern, und ich will doch Teamleiter oder was auch immer werden, ja einfach weitermachen Thomas: [41:40] An der Stelle. Und muss dann nicht. Stefan: [41:42] Jetzt wieder einen ganz anderen Weg gehen und zurück an die Uni auf Null, so nach dem Motto. Deswegen gehört sich das jetzt erstmal, wie du auch sagtest, wenn die Arbeitgeber mit dabei gearbeitet haben bei der Neuordnung da, finde ich eine super Sache. Gerade für Leute, die halt wirklich mehr in die Praxis wollen. Thomas: [41:56] Und ja, wo. Stefan: [41:57] Ist der Haken, frage ich mich. So gibt es einen. Thomas: [42:03] Also aus meiner Sicht sind diese Haken, die Frage ist, wo will ich beruflich hin? Das, was ich schon erwähnt hatte, wenn ich weiß, ich will in die großen Konzerne, dann kann ich damit nicht weitergehen. Das ist einfach so. Und der Rest ist tatsächlich auch, ich glaube, diese Abschlüsse, ich kann nur in die Zukunft gucken, haben das Potenzial, sich durchzusetzen. Dafür sind wir aber alle zuständig. Also das sind die Arbeitgeber, das sind die IHKs, das sind aber auch alle Teilnehmer, die einfach dann auch zeigen müssen, das bringt doch auch was. Also den Nachweis hat man bei anderen Abschlüssen aus dem IHK-Bereich schon geführt. Sonst würden nicht zwischen 6.000 und 8.000 Leute ein Wirtschaftsfach, ein Handelsfach und solche Abschlüsse machen, wenn es keiner brauchen würde und es keinen Sinn machen würde. Und diesen Nachweis müssen wir natürlich jetzt irgendwie erst schaffen, aber wie gesagt, im nächsten Jahr sind die ersten Prüfungen. Und wenn alle mitmachen und auch zeigen, was dahinter steckt, Abschlussgedanken und Ausblick Thomas: [43:12] uns auch nachher in die Praxis überführen können, wird das auf jeden Fall wirklich an den Markt ankommen. Aber da sind wir mit zuständig, das selber umzusetzen. Stefan: [43:25] Also ich habe zumindest aus Reihen der Politik öfter gehört, dass jetzt ja die Ausbildung in Deutschland auch gestärkt werden soll, Fachkräftemangel etc. Und da wird ja auch aktiv dran gearbeitet, dass eben dieser Bachelor Professional mit dem Bachelor der Uni gleichgestellt wird und ist ja jetzt nach dem Rahmen ja auch, aber die arbeiten auch dran, dass es in der Praxis irgendwie wirklich auch ankommt und nicht nur auf dem Papier so ist. Habe ich zumindest mitbekommen. Deswegen, ja, ich glaube, von der Seite gibt es auch eine Tendenz, dass das unterstützt werden soll oder auch wird. Und genau, wenn wir auch noch mitmachen, jo. Also ich finde es super, weil es ist in ganz vielen anderen Berufen und ob es jetzt Handwerk ist oder wie auch immer, diese klassische Techniker- Meister-Geschichte oder die Fachwerte gibt es halt überall. In der IT ist es halt immer so, jo, muss halt studieren. Obwohl, muss man ja nicht. Also ganz ehrlich, wenn ich jetzt, auch wenn ich Softwareentwickler bin, da muss ich jetzt nicht für studiert haben. Das ist auch ein Beruf, den man erlernen kann, wo man sich spezialisieren kann. Und dann muss ich jetzt nicht nochmal einen Bachelor machen, wo ich nochmal Mathematik 1, 2, 3 und Statistik mache. Dann hilft mir bei der Programmierung auch nicht so wirklich weiter. Und ich habe die Prüfung jetzt hier natürlich noch nicht gesehen, aber es hört sich auf jeden Fall inhaltlich so an, dass werden sie deutlich technischer, deutlich fachlicher ausgerichtet als dieses Allgemeine, was man ja auch im Studium oft noch mit dabei hat. Und deswegen, ja, ich kann es nochmal sagen, hört sich auf jeden Fall erstmal spannend an. Thomas: [44:32] Also die Prüfungen sollen tatsächlich, sag mal, situationsbezogen sein. Das heißt, Es wird immer eine Unternehmenssituation dargestellt mit einem Unternehmen mit einer bestimmten Problematik. Ein Dienstleister von Software. Dann ist da vielleicht das Szenario beschrieben, dass ein Kunde etwas Neues braucht, eine neue Software und dann kommen Aufgaben dazu, die sagen, wie können wir das jetzt vorgehen. Also bestimmte Informationen versteckt mit Rahmenbedingungen, die ich dann eben analysieren muss, um dann eben für dieses Unternehmen die richtige Lösung zu entwickeln. Das heißt, ich soll wirklich in diesen Prüfungen schon diese Anwendung schaffen, wo es dann eben geht, gewisse Programmiertechniken vorzuschlagen, was für diesen Zusammenhang das Sinnvollste wäre. Und dann geht die Story durch und dann bin ich ja tatsächlich nachher auch bei der Münchenprüfung schon bei meinem Projekt, beim Berufsspezialisten oder wenn ich nachher beim Bachelor Professional bin, wo ich sage, eine Projektarbeit, die ich schreiben muss über ein Thema aus der Arbeit, also das ist wirklich praxisbezogen durch und durch. Stefan: [45:56] Ja, finde ich auch gut. Das ist, glaube ich, auch das, was vielen andersherum jetzt, wenn wir Leute eingestellt haben, die quasi direkt aus der Uni kamen, die zum ersten Mal die Praxis sahen quasi und dann nochmal von vorne anfangen bei der Software. Jetzt mal nur als Beispiel, die haben noch nie in der Uni irgendwo Git oder sowas gesehen, was wir halt im Alltag jeden Tag einsetzen. Und das geht halt in der Ausbildung, kannst es nicht weglassen, weil du brauchst es einfach. Und das fehlt denen dann zum Beispiel auch. Und ich glaube, das wollen viele. Die wollen was machen, die wollen Technik, die wollen ran, aber die wollen halt auch nicht nur in Anführungszeichen auf ihrer Ausbildung sitzen bleiben. Und ich finde das jetzt eine gute Möglichkeit für die, die dann wirklich auch, so, dann habe ich eine Prüfung gemacht und kann jetzt aber auch nicht was im Unternehmen anwenden und habe jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, einen mathematischen Beweis geführt, was mir auch in der Praxis wenig bringt, außer ich möchte Mathematiker werden, aber ich will ja Informatiker bleiben. Und ja, also finde ich gut. Thomas: [46:42] Es gibt Sachen, die man an der Uni lernt, die man an der Uni lernt und nie wieder braucht. Habe ich natürlich auch bei der Ausbildung zwischendurch auch, muss man ja auch sagen, aber hier ist tatsächlich immer wieder dieses Ziel, es soll beruflich ja was bringen. Deswegen dieses IHK-System, um zu sagen, wir wollen eine berufliche Schiene haben und eben eine Möglichkeit außerhalb dieses Studiums zu schaffen. Stefan: [47:06] Ja, finde ich super. Und auch nicht falsch verstehen, ich habe ja auch selber studiert, ich finde Studium auch gut, es hat alles Vor- und Nachteile. Und es gibt aber auch viele Menschen, die wollen halt in diesem Bereich was machen und dafür gibt es jetzt was. Und das finde ich echt klasse. Und deswegen würde ich so, wir sind schon bei einer Dreiviertelstunde, echt cool, wir haben auch schon viel durch. Für Leute, die jetzt wirklich sagen, Mensch, ich bin mal fertig mit der Ausbildung, oder ich bin es schon und möchte da jetzt wirklich mich mal informieren, möchte da weitermachen. Jetzt hast du gesagt, ihr bietet da ja was an. Wie können wir dann da starten? Also kann man dich kontaktieren oder euer Unternehmen, um sich da mal so ein paar Infos reinzuziehen? Wie machen wir das? Thomas: [47:38] Am besten, am leichtesten bei uns auf die Website, www.bze.com.de. Wirst du vielleicht sogar auch noch verlinken. Stefan: [47:48] Auf jeden Fall, packe ich alles in die Show Notes. Thomas: [47:50] Und dann kann man einfach uns anrufen, einen Videocall vor allem mal, WhatsApp schreiben. Wenn man Fragen hat, die Informationen sind alle da zum Lesen. Und dann muss man nur den richtigen Kanal auswählen, um bei uns eine Info einzuholen, wenn irgendwas unklar ist. Stefan: [48:07] Ja, perfekt. Das hört sich sehr niederschwellig an. Vor allem auch der WhatsApp-Kanal. Ja, cool. Thomas: [48:12] Ja, aber witzigerweise benutzt ihn keiner. Also, das ist irgendwie ganz spannend. Haben wir auch gedacht, jetzt geht’s los. Aber in der Praxis interessiert sich da irgendwie keiner für. Aber egal, eine Möglichkeit ist da. Ich hoffe, wir stricken noch dran. Denn wird hoffentlich irgendwann unser KI-3D-Avatar da sein, der dann berät, die Erstberatung machen kann. Stefan: [48:38] Noch besser, da muss ich gar nicht mehr mit Menschen reden, perfekt das Ganze auch noch online, ja guck mal da muss ich nirgendwo hinfahren ja, war ein Spaß, man muss natürlich ein bisschen mit den Leuten natürlich kommunizieren, aber es gibt ja auch viele die da vielleicht vor Zurückschrecken dann irgendwo anzurufen oder so, ja, aber finde ich gut, habt ihr verschiedene Kontaktmöglichkeiten ja, ich packe es alles in die Shownotes, bze.com.de nochmal wiederholt aber genau, Link gibt es natürlich auch in den Shownotes und ja, ich glaube wir sind durch, Mensch, ich habe alles abgehakt Letzte Worte und Kontaktinformationen Stefan: [49:06] von meiner Fragenliste rund um diese neuen Abschlüsse. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich auch weitergebracht. Ich hätte noch eine letzte Frage, aber ich weiß nicht, Thomas: [49:12] Ob du dazu was sagen kannst. Stefan: [49:13] Wer prüft denn diese Leute? Also sind das IHK-Prüfer, die sonst auch die Ausbildung prüfen oder ist das ein spezieller Bereich? Weil das ist ja ein anderer Abschluss. Thomas: [49:23] Die IHK hat auch da grundsätzlich den Anspruch, Leute aus der Praxis dabei zu haben. So, kann natürlich sein, dass die, weil du bist ja, glaube ich, selber Prüfer, kommst aus der Praxis. dass man dann sagt, hey, hast du nicht auch Lust, die Berufsspezialisten in der Einfachgebung zu prüfen? Das ist natürlich eine Möglichkeit. Oder man eben sagt, okay, schreibt verschiedene Firmen an, die man eben kennt und sagt, wir brauchen jetzt auf dem Bereich noch zu diesem Prüfer. Kann uns jemand helfen? Ja, okay. Stefan: [49:55] Ja, vielleicht also jetzt für alle, die zuhören, die selber Prüfer sind und da vielleicht eben unterstützen wollen. Wie du auch schon sagtest, wir müssen alle daran arbeiten, dass die Qualifizierung hier überall erkannt wird. Da brauchen wir auch Prüfer. Kann ich auch für die Ausbildung sprechen. Ohne die ehrenamtlichen Prüfverläufe gar nichts. Und Prüferinnen natürlich. Thomas: [50:07] Ja, spannend, spannend. Das könnte ja auch ein. Stefan: [50:09] Karrierepfad für Ausbildungsprüfer sein. dann noch den Berufsspezialisten dazu zu prüfen, auch wenn das natürlich alles sehr endanblich ist. Thomas: [50:15] Also es ist ja, man macht kein Geld damit, aber man triebt dabei einfach zu, dass sich das verbreitet. Ich bin selber Prüfer, zwar in anderen Abschlüssen, aber auch ich, im Vergleich zu den anderen Prüfern, die ich oftmals so kenne, bin ich noch jung. Man sieht mein Bild jetzt nicht, aber ich bin Mitte 40. Ich bin oftmals der Junge dabei und es wäre toll, wenn ich nicht mehr zu den Jungen gehören würde. Das wäre ganz toll, wenn sich da Leute finden, die sagen, ich bin dabei und ich unterstütze bei den IHKs und nehme diese Prüfung ab. Egal auf welcher Stufe Ausbildung, Fortbildung, das ist vollkommen egal. Aber eine Verjüngungskur aus meinem Eindruck wäre schon grandios. Stefan: [51:09] Ja, guck mal, das ist doch ein guter Aufruf bis zum Schluss. Mach damit, egal ob selber oder als Prüfer oder Prüfender, wie auch immer. Ja, finde ich echt gut. Dann sage ich nochmal vielen Dank, außer dir ist noch etwas eingefallen, was wir vergessen haben. Dann Feuer frei. Thomas: [51:25] Ich glaube, wir haben eine sehr kurzfreudige Zeit gehabt und wir haben über viel gesprochen. Also mir fällt tatsächlich gerade nichts mehr ein. Stefan: [51:34] Ich bin auch durch. Also ich glaube, wir haben einen guten Überblick gegeben, beziehungsweise du. Ich habe ja nur die Fragen gestellt. Deswegen nochmal vielen Dank. Ich packe den Link zu bzd.com.de nochmal in die Shownotes. Kontaktiert den Thomas gerne, wenn ihr Fragen habt rund um diese Fort- und Weiterbildung. Und ja, arbeiten wir doch alle gemeinsam dran, dass das gut anerkannt wird und in Zukunft vielleicht eine Alternative zu dem klassischen Studium ist. Das finde ich sehr gut. Thomas: [51:55] Dann sage ich vielen, vielen Dank nochmal. Stefan: [51:58] Und wenn du möchtest, darfst du letzte Worte an die Zuhörerschaft richten. Und sonst sage ich vielen Dank. Thomas: [52:03] Erstmal vielen Dank, Stefan, dass ich da sein durfte. Und wie schon gesagt, es liegt an uns, da was aufzubauen und das zukunftsfähig zu machen. Und ich freue mich über jeden, der auf welcher Seite auch immer mit dabei ist. Stefan: [52:18] Wunderbar. Das gehen wir so weiter. Dann vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Thomas: [52:22] Tschüss. Stefan: [52:26] So, das war mein Interview zum Thema IT-Weiterbildung mit Thomas. Und ich hoffe, dass du ein bisschen was für dich mitnehmen konntest. Vielleicht stehst du ja wirklich bald vor der Entscheidung oder auch jetzt schon, was du nach der Ausbildung noch machen möchtest und hast jetzt für dich eine passende Alternative vielleicht zu dem Studium gefunden. Ich fand auf jeden Fall das Thema sehr spannend und ja, ich kann mir vorstellen, dass das in Zukunft eine gute Alternative wird für Leute, die nicht studieren gehen wollen. Warum auch? Muss man ja nicht. Es müssen nicht alle Leute studieren gehen, Fazit und Ausblick auf die Zukunft Stefan: [52:54] aber wir haben jetzt lange genug über das Thema gesprochen. Also, ich finde es gut, dass wir mal so ein bisschen über diese Alternativen gesprochen haben, denn nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung. Denn ja, wenn du glaubst, nur mit deinem Ausbildungswissenstand durch 40 Jahre Berufsleben zu kommen, ich glaube, das wird äußerst schwierig. Und heute haben wir mal ein bisschen was darüber gehört, was man noch aufsatteln kann, um dann auch ein bisschen was Handfestes in der Tasche zu haben. Wie schon gesprochen, in Deutschland ist es ja immer wichtig, dass man irgendwo was auf dem Zettel stehen hat. Und das hier wäre jetzt der offizielle Weg. Also vielen Dank nochmal an Thomas und ja, viel Erfolg dir bei deinem beruflichen Fortkommen, vielleicht mit diesen neuen Weiterbildungen. Also falls du die Weiterbildung absolvierst oder absolviert hast, Stefan: [53:35] Schreib mir doch mal und Thomas vor allem auch gerne einen Kommentar zur Episode. Stefan: [53:39] Wir freuen uns natürlich über Feedback, wenn dir das hier geholfen hat, auch wenn du es ein paar Jahre später hörst. Wir antworten immer auf alles, was uns zugetragen wird. Und ja, in dem Sinne, du kannst gerne nochmal in die Shownotes gucken. Da habe ich alle erwähnten
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Prüfungsvorbereitungskurs zur AP1 – IT-Berufe-Podcast-Shorts #5
10.11.2025
5 Minuten
Zusammenfassung der Episode: Prüfungsvorbereitung für die AP1 Hey Leute! Ich bin’s, Stefan Macke, euer Begleiter auf dem Weg zur AP1! Heute dreht sich alles um die brandneue Prüfungsvorbereitung, die ich für euch ins Leben rufe. Wenn du deine Skills aufpolieren willst, bist du hier genau richtig! Was erwartet dich? Wir tauchen in wichtige Themen ein – vom ISO/OSI-Modell über UML-Diagramme bis hin zu Subnetting und IPv6. Keine Angst, ich mach das alles verständlich und hands-on! Besuche meine Seite Inhalt Prüfungsvorbereitung für die AP1

In diesem Kurs werde ich zusammen mit dir wichtige prüfungsnahe Themen behandeln. Das könnten zum Beispiel Klassiker wie das ISO/OSI-Modell oder die „beliebten“ UML-Diagramme wie Klassendiagramme und Aktivitätsdiagramme sein! Aber keine Sorge, ich werde sicherstellen, dass wir auch für den Subnetting-Kram und die neuesten Aspekte von IPv6 fit werden. Es geht also direkt ans Eingemachte!


Du fragst dich, wo du mehr Infos herbekommst? Einfach mal bei meiner Seite vorbeischauen: dieperfekteihkpruefung.de. Ich habe bereits einen Kurs zur AP2 für Anwendungsentwickler:innen erstellt, und nun wechsle ich auf die AP1, weil die nächsten Prüfungen schon bald anstehen! Ablauf der Vorbereitung

Der Plan ist, dass ich einmal pro Woche einen Live-Termin in Microsoft Teams anbiete, wo wir gemeinsam an prüfungsnahen Aufgaben arbeiten. Ich werde dir meine eigenen Aufgaben zur Verfügung stellen und wir lösen diese dann zusammen. Dabei möchte ich, dass wir die Zeit effektiv nutzen, um zu lernen und unser Wissen anzuwenden – und nicht irgendwelche alten Sachen wiederzukäuen.


Und das Beste daran? Du kannst dich auf der Website über die genauen Termine informieren. Wir starten immer dienstags abends – optimal, um auch nach einem langen Arbeitstag noch den Kopf zusammenzustecken. Wenn du an einem Termin nicht teilnehmen kannst, ist das auch nicht weiter schlimm. Alle Live-Sitzungen werden als Videos aufgezeichnet und sind danach jederzeit abrufbar! Der Inhalt ist König!

Einige der Themen, die wir behandeln werden, sind unter anderem UML-Klassendiagramme, Aktivitätsdiagramme und das Entity-Relationship-Modell. Und natürlich steht auch Pseudocode auf der Liste!.


Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem interaktiven Ansatz eine echt spannende und effektive Vorbereitungszeit haben werden. Du bekommst die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit mir und deinen Mitazubis zu interagieren. Das macht das Lernen doch gleich viel angenehmer, oder? Dein erster Schritt zur Vorbereitung

Also, wenn du Lust hast, mit mir an deiner AP1 zu arbeiten, melde dich an und vielleicht sehen wir uns dann schon bald zu unseren Live-Sessions, die Ende November starten. Ich freue mich riesig darauf, mit dir gemeinsam für die Prüfung zu lernen! Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode [0:20] Falls du dich gerade auf deine AP1 in einem IT-Beruf vorbereitest, dann bleib vielleicht mal kurz dran, denn ich starte bald einen Prüfungsvorbereitungskurs für die AP1. Und falls du mit meiner Hilfe ein paar prüfungsnahe Aufgaben bearbeiten willst, ein bisschen die üblichen Themen so durchkasten, man willst in der AP1 so drankommen, sei es das OSI-ISO-Modell, beziehungsweise ISO-OSI, oder UML-Klassendiagramme-Sequenzdiagramme, Nee, Sequenzierung bekomme ich gerade in der AP1. Nee, aber hier Aktivitätsdiagramme zum Beispiel. Oder natürlich Netzwerktechnik und so weiter. [0:55] Dann, ja, guck doch mal vorbei auf meiner Seite. Vielleicht ist das ja ganz interessant für dich. Die Seite ist dieperfekteihkprüfung.de. Die Prüfung bitte mit UE schreiben. Ich weiß, es ist ein langes Wort. Dieperfekteihkprüfung.de. Alles zusammen ohne Bindelstrich. Kleingeschrieben natürlich und mit UE. Und da kannst du mal reingucken. Ich habe bislang einen Prüfungsvorwaltungskurs nur für die AP2 für Anwendungsentwicklerinnen gemacht. [1:19] Da habe ich jetzt quasi ein halbes Jahr die Inhalte schon zur Verfügung gestellt. Falls dich das eher interessiert, dann kannst du da mal reingucken. Das ist jetzt quasi ein reiner Online-Kurs. Die ganzen Videos sind online, kannst du dir angucken. Und jetzt schwenke ich um auf die AP1, denn während ich das hier aufnehme, steht sehr bald die AP2 für Anwendungsentwicklerinnen an, im Jahr 2025. Deswegen ist es wenig sinnvoll, danach direkt weiterzumachen mit der Prozessvorbereitung. [1:46] Ich würde es dann so machen, dass ich jetzt erst mal zur AP1 switche, denn die nächste, die jetzt ansteht, ist im Februar 2026. Und wenn die dann durch ist, switche ich wiederum zur AP2, weil dann kommt als nächstes im, ich glaube Ende April, Und 2026 die nächste AP2. Und dann switche ich wieder zur AP1. Also ich wechsle immer so zwischen den beiden Prüfungsteilen hin und her, je nachdem, welche als nächstes ansteht. Und jetzt wäre es aktuell so, dass ich switchen würde zur AP1 und fange jetzt mal mit den üblichen Netzwerkthemen an und Subnetting und IPv6 und IPv6, würde ich wohl eher sagen, und was sonst so ansteht. Und was ich so für Themen geplant habe, bislang kannst du auf der Website nachschauen. Die Idee ist, dass ich einmal wöchentlich einen Live-Termin mache in Microsoft Teams. und da sprechen wir dann prüfungsnahe Aufgaben durch, die ich mir natürlich selbst ausdenke und versuchen, die dann zu lösen. Die Vorbereitung auf die Termine gibt es dann quasi mit bereits bestehenden Podcast-Episoden oder YouTube-Episoden oder was auch immer. Denn ich möchte dann die Prüfungsvorbereitung wirklich dafür nutzen, um auch Aufgaben zu bearbeiten und nicht zum x-ten Mal das Wissen vorzukauen. Das kann man auch wie zum Beispiel in einem Podcast-Format oder YouTube-Video besser. Ja, wenn du Interesse hast, mit mir zusammen für die Prüfung zu lernen, AP1, Termine sind immer dienstags abends. [2:56] Beziehungsweise, ich glaube, ein, zwei Ausweichtermine, weil ich da was anderes zu tun habe auf dem Mittwoch. Immer so gegen 18 Uhr und du kannst dir alle anstehenden Termine auch online einfach anschauen. Wie gesagt, dieperfekte.ihrk-prüfung.de kannst du mal reinschauen und wenn du dich für die AP2 schon vorbereitest, auch das, der Kurs ist auch online verfügbar, kannst du die Videos angucken. Ich habe auch schon zum Start des Kurses einige Videos aus meinem AP2 Vorbereitungskurs übernommen. Das heißt, auch wenn du jetzt da dich schon anmeldest, kannst du schon einige Stunden Videomaterial zu Themen, die auch in der AP1 dran kommen, dir anschauen. Zum Beispiel das UML-Klassendiagramm, das Aktivitätsdiagramm, ER-Modelle, das Entity-Relationship-Model, also Pseudocode vor allem, auch immer geringenommen. Das heißt, einige Inhalte kann ich quasi eins zu eins wiederverwenden und die gibt es jetzt schon online. Die restlichen Inhalte werden dann quasi nach jedem Live-Termin als Video dort zur Verfügung gestellt. Du musst also nicht immer zu den Terminen dabei sein, aber das lohnt sich natürlich, weil du dann Fragen stellen kannst. Das geht natürlich im Nachhinein dann schwierig. [3:56] Ja, falls dich das Thema interessiert, guck gerne mal rein. Ich wiederhole es nochmal, die perfekte IHK-Prüfung.de und vielleicht sieht man sich dann ja ab Ende November 25. Dann geht es los mit dem ersten Termin in der Prüfungsvorbereitung zur AP1 für alle IT-Berufe. Würde mich freuen. Wir sehen uns vielleicht. Mach’s gut. Ciao.
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Der Podcast rund um die Ausbildung in den IT-Berufen (insb. Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung) von Stefan Macke.
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