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  4. Mündliche Ergänzungsprüfung – Erklärung, Benotung, Inhalte und Vorbereitung – IT-Berufe-Podcast #197
Um die mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) inkl. Erklärung,
Benotung, Inhalte und Vorbereitung geht es in der
einhundertsiebenundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.

Die mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) ist die letzte Möglichkeit,
wenn du in einer schriftlichen Prüfung aus Teil 2 der
Abschlussprüfung durchgefallen bist und dadurch das Bestehen noch
retten kannst. Sie ist nur für einen einzigen schriftlichen
Prüfungsbereich in AP2 möglich, dauert etwa 15 Minuten und wird
im Verhältnis 2:1 mit dem bisherigen Ergebnis verrechnet, weshalb
sie eine schlechte Note nur begrenzt ausgleichen kann. Wichtig
ist vor allem: Kläre Ablauf, Antrag und Termin direkt mit deiner
IHK und bereite dich inhaltlich wie auf die betroffene
schriftliche Prüfung vor, aber mit Fokus auf mündliches Erklären.

Inhalt Mündliche Ergänzungsprüfung in den IT-Berufen

Ich fasse hier die Regeln zur mündlichen Ergänzungsprüfung (MEP)
nach der seit 2020 geltenden Berufsverordnung
zusammen. Die MEP betrifft nur Prüflinge, die in einem
schriftlichen Prüfungsbereich von Teil 2 der
Abschlussprüfung durchgefallen sind und die Prüfung dadurch
eventuell noch bestehen können.

Wofür die MEP gedacht ist

Die MEP ist dafür da, eine nicht bestandene schriftliche
Prüfung in Teil 2 auszugleichen. Sie ist
nicht dafür da, einfach eine Note zu verbessern.

Wichtig dabei:

AP1 kann nicht durch eine MEP ausgeglichen
werden.

Auch das Projekt in AP2 kann nicht durch
eine MEP ausgeglichen werden.

Die MEP ist nur für die drei schriftlichen
Prüfungsbereiche von AP2 möglich:

die zwei berufsspezifischen schriftlichen Prüfungen

Wirtschafts- und Sozialkunde (WISO)

Wann die Abschlussprüfung bestanden ist

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn folgende Bedingungen
erfüllt sind (siehe Gewichtung der Prüfungsbereiche und
Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung):

Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mindestens
ausreichend Ergebnis von Teil 2 mindestens
ausreichend In mindestens drei Prüfungsbereichen
von Teil 2 mindestens ausreichend In keinem
Prüfungsbereich von Teil 2 ungenügend

Für AP2 heißt das praktisch:

Du hast vier Prüfungsbereiche in AP2:

Projekt

schriftlicher Bereich 1

schriftlicher Bereich 2

WISO

In mindestens drei von diesen vier Bereichen
musst du mindestens eine 4 haben.

Wenn das Projekt bestanden ist, darfst du in den drei
schriftlichen Prüfungen höchstens einmal
durchfallen.

Das bedeutet:

Eine 5 in einer schriftlichen Prüfung kann
noch okay sein.

Zwei 5en in den schriftlichen Prüfungen
reichen nicht mehr.

Eine 6 in einem Prüfungsbereich von Teil 2 ist
ebenfalls nicht erlaubt.

Wann du in eine MEP musst

Eine MEP wird relevant, wenn du durch eine schriftliche Prüfung
in AP2 das Bestehen verfehlst (siehe Mündliche
Ergänzungsprüfung).

Typische Fälle:

zwei 5en in den schriftlichen Prüfungen eine
davon muss ausgeglichen werden

eine 6 diese muss mindestens so verbessert
werden, dass sie nicht als 6 stehen bleibt

Dabei gilt aber immer:

Du musst mit der MEP überhaupt noch rechnerisch
bestehen können.

Wenn das nicht mehr möglich ist, gibt es keine
MEP.

Wer die MEP beantragen muss

Rein rechtlich gilt:

Der Prüfling beantragt die MEP selbst.

In der Praxis kann es sein, dass die IHK das automatisch anstößt.
Verlassen solltest du dich darauf aber nicht. Wenn deine Noten
knapp oder kritisch sind, solltest du direkt bei deiner
IHK nachfragen, wie das bei dir geregelt ist.

In welchen Prüfungsbereichen die MEP möglich ist

Die MEP ist nur in einem einzigen schriftlichen
Prüfungsbereich möglich.

Voraussetzungen:

der Bereich muss zu den schriftlichen Prüfungen von AP2
gehören

du musst dort schlechter als ausreichend
sein, also unter 50 Punkten

die MEP muss für das Bestehen der Abschlussprüfung
überhaupt noch etwas ändern können

Nicht möglich ist:

MEP im Projekt

MEP in mehreren Prüfungsbereichen

MEP zur reinen Notenverbesserung

Wie die MEP bewertet wird

Die MEP dauert in der Regel 15 Minuten.

Das Ergebnis wird zusammen mit der bisherigen schriftlichen Note
im Verhältnis 2:1 verrechnet:

schriftliches Ergebnis zählt zweifach

Ergebnis der MEP zählt einfach

Das neue Ergebnis im Prüfungsbereich wird also so berechnet:

(schriftlich × 2 + MEP) / 3

Was diese Gewichtung praktisch bedeutet

Die MEP hat nur begrenzte Hebelwirkung.

Beispiele:

Bei 40 Punkten in der schriftlichen Prüfung
brauchst du 70 Punkte in der MEP, um auf
50 Punkte insgesamt zu kommen.

Bei 30 Punkten brauchst du 90
Punkte in der MEP, um noch auf 50
Punkte zu kommen.

Bei 25 Punkten brauchst du sogar 100
Punkte in der MEP, um auf 50 Punkte zu
kommen.

Ab 24 Punkten oder weniger kannst du
rechnerisch in diesem Prüfungsbereich nicht mehr auf 50
Punkte kommen.

Deshalb ist das Ziel bei einer sehr schlechten 6 oft nicht mehr,
diesen Bereich noch auf eine 4 zu bringen, sondern die 6
wenigstens auf eine 5 zu heben, damit die
Prüfung insgesamt vielleicht noch bestanden werden kann.

Wie der Ablauf organisiert ist

Dazu gibt es keine einheitliche Vorgabe in der
Berufsverordnung. Deshalb ist der Ablauf von IHK zu IHK
unterschiedlich.

Möglich ist zum Beispiel:

MEP direkt am Tag der mündlichen Prüfung

separater zusätzlicher Termin

rein mündliches Fachgespräch

kurze Vorbereitung auf Aufgaben

Aufgaben an Tafel oder Papier mit anschließendem Gespräch

Entscheidend ist:

Es muss eine mündliche Prüfung sein.

Sie soll etwa 15 Minuten dauern.

Alles Weitere kann je nach IHK und sogar je nach
Prüfungsausschuss unterschiedlich sein.

Deshalb ist der wichtigste praktische Hinweis:

Frag direkt bei deiner IHK nach.

Verlass dich nicht auf Berichte aus dem Internet oder auf
Erfahrungen von anderen Prüflingen.

Welche Inhalte in der MEP drankommen können

Die Fragen müssen zu dem Prüfungsbereich passen, in dem du
durchgefallen bist.

Beispiele:

bei WISO etwa Themen wie Arbeitsrecht,
Tarifverhandlungen oder Jugendarbeitsschutz

bei einer fachlichen Prüfung etwa SQL, Pseudocode, UML oder
andere Inhalte des jeweiligen Prüfungsbereichs

Früher konnte der Themenbereich enger eingegrenzt werden. Das ist
heute nicht mehr so. Maßgeblich ist jetzt der gesamte
Prüfungsbereich, in dem du durchgefallen bist.

Das bedeutet:

Du musst dich breit auf alle Themen dieses
Bereichs vorbereiten.

Du kannst nicht davon ausgehen, dass nur ein einzelnes
Lieblingsthema gefragt wird.

Wie du dich vorbereiten kannst

Die inhaltliche Vorbereitung ist im Grunde dieselbe wie für die
schriftliche Prüfung, in der du durchgefallen bist.

Sinnvoll ist dabei:

alte Prüfungen durcharbeiten

typische Themen des Prüfungsbereichs sammeln

Antworten mündlich formulieren und erklären
üben

mit einer anderen Person üben, zum Beispiel mit dein:e
Ausbilder:in, Lehrkraft oder einer erfahrenen Person

Wichtig ist der Unterschied zur schriftlichen Prüfung:

In der MEP musst du die Inhalte mündlich verständlich
erklären können.

Du solltest also nicht nur Aufgaben lösen, sondern auch üben,
wie du Begriffe, Abläufe und Zusammenhänge in Worten erklärst.

Einschätzung zur MEP

Die MEP ist keine einfache Notenrettung, weil die 2:1-Gewichtung
rechnerisch viel verlangt. Trotzdem kann sie eine echte Chance
sein, wenn das Bestehen noch möglich ist.

Dabei gilt:

Die Prüfenden wollen in der Regel nicht, dass du scheiterst.

In einer mündlichen Prüfung gibt es oft mehr Möglichkeiten,
durch Nachfragen und Umschreibungen noch zu zeigen, was du
kannst.

Trotzdem bleibt die MEP deine letzte Chance,
deshalb solltest du dich gezielt vorbereiten.

Wichtigstes Fazit

Die MEP betrifft nur schriftliche Prüfungsbereiche
von AP2.

Sie ist nur möglich, wenn du in einem
Bereich unter 50 Punkten liegst und damit das Bestehen noch
retten kannst.

Sie dauert etwa 15 Minuten.

Die Bewertung erfolgt im Verhältnis 2:1
zugunsten der bisherigen schriftlichen Note.

Der genaue Ablauf ist nicht einheitlich
geregelt und hängt von deiner IHK ab.

Wenn deine Noten kritisch sind, solltest du sofort
selbst bei deiner IHK nachfragen, wie es weitergeht und
ob du etwas beantragen musst.

Für die Vorbereitung solltest du die Themen der betroffenen
schriftlichen Prüfung wiederholen und vor allem das
mündliche Erklären trainieren.

Links

Permalink zu dieser Podcast-Episode

RSS-Feed des Podcasts

Themen der schriftlichen IHK-Prüfungen der IT-Berufe

Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das
Bestehen der Abschlussprüfung

Mündliche Ergänzungsprüfung

Prüfungsrechner aller Berufe von A-Z

Transkription der gesamten Episode

Automatisch erzeugte Transkription der Episode

[0:21] Hallo und herzlich willkommen zur 197. Episode des
IT-Brufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es
um ein Thema, das ich vor langer, langer, langer Zeit schon mal
im Podcast besprochen habe. Allerdings noch auf Basis der alten
Berufsverordnung. Und die wurde ja 2020 komplett über den
Haufen geworfen. Deswegen ist es dringend Zeit, das mal zu
aktualisieren. Und zwar geht es heute um die mündliche
Ergänzungsprüfung, die MEP. Was ist das? Warum braucht man das?
Wann muss ich da rein? Wie wird die bewertet? Wie breite ich
mich vor? Das soll heute das Thema sein. Die mündliche
Ergänzungsprüfung betrifft vor allem die Prüflinge oder nicht
nur vor allem, also nur die Prüflinge, die durch einen Teil,
nee, nein, sorry, durch einen Bereich von Teil 2 der Prüfung
durchgefallen sind. So, wir müssen aber genau auf die Begriffe
hier achten.

[1:10] Die Abschlussprüfung besteht ja aus zwei Teilen, der AP1
und der AP2. Und diese Teile haben jeweils Prüfungsbereiche.
Die AP1 hat nur einen Bereich, nämlich die schriftliche
Prüfung, aber die AP2 hat mehrere Bereiche. Und zwar einmal das
Projekt, das Abschlussprojekt, was man machen muss, was
natürlich auch den größten Anteil an der Note hat. Und dann
gibt es aber noch drei weitere Prüfungsteile in AP2. Und zwar
die zwei berufsspezifischen Prüfungen. Für Armungsentwickler
ist das zum Beispiel Entwickeln und Analysieren und Entwickeln
von Algorithmen, heißt das, glaube ich. Und das andere Plan
eines Softwareprodukts. Und für die anderen IT-Berufe heißen
die halt irgendwie anders. Die weiß ich jetzt leider nicht alle
auswendig. Und da gibt es auch den dritten Teil und das ist
Wieso. Wirtschaft und Soziales, der ist ja für alle Berufe,
nicht nur für IT-Berufe, sondern sogar für alle Berufe
identisch. Und diese drei Prüfungsbereiche plus das Projekt,
das sind die vier Prüfungsbereiche in AP2.

[2:03] Und wenn man durch diese schriftlichen Prüfungen,
beziehungsweise eine davon oder auch zwei oder noch mehr,
durchfällt, dann muss man eventuell in eine mündliche
Ergänzungsprüfung, um diese schlechte Note auszugleichen. Darum
geht es im Prinzip. Und was da jetzt genau die Voraussetzungen
sind und wie so eine Prüfung abläuft, wenn man sich
vorbereitet, das soll heute einmal das Thema sein. Es geht also
darum, wenn ich eine schlechte Note habe, wenn ich irgendwo
durchgefallen bin in einem der Prüfungsbereiche von AP Teil 2,
wie läuft das denn ab und was mache ich da? Kurz schon mal
vorweg, die AP 1, da kann man nicht durchfallen. Die AP 1, wenn
du da eine schlechte Note hast, ja, dann hast du leider Pech
gehabt, die kannst du nicht wiederholen. Das heißt, egal ob du
eine 6 sogar hast, vielleicht auch in AP 1, du kannst trotzdem
deine Prüfung insgesamt bestehen und du hast auch keine Chance,
die Note wieder auszugleichen. Wenn du eine 6 hast, dann steht
die da. Und auch wenn du am Ende bestanden hast, steht die 6
trotzdem auf dem Säugnis. Deswegen kann ich hier nochmal dafür
ganz wichtig plädieren. Bereite dich gut auf die AP1 vor. Diese
Note kriegst du nie wieder ausgeglichen, wenn die schlecht ist.
Außer du wiederholst die komplette Prüfung nochmal, also deine
ganze Ausbildung. Und das willst du sicherlich nicht.

[3:12] Also AP1, da sind wir komplett raus. Egal wie schlecht
die Note, da kannst und musst und darfst du nichts wiederholen.
Wir reden hier nur über die schriftliche Prüfung von Teil 2.
Das Projekt, wenn du da durchfällst, hast du auch ein Problem.
Da muss man nochmal in einer gesonderten Episode vielleicht
drüber reden. Da gibt es auch keine Ergänzungsprüfung, sondern
es geht hier nur um die drei Prüfungsbereiche, die
schriftlichen Prüfungen von Teil 2, also die beiden
berufsspezifischen und Wieso.

[3:38] So, dann würde ich sagen, werfen wir doch mal einen
Blick in unsere Berufsverordnung und schauen einfach mal, wann
man überhaupt die Prüfung besteht und was dafür nötig ist und
kommen dann irgendwie darüber zur mündlichen Ergänzungsprüfung.
Da schauen wir einfach mal in die FI aus PF, also die
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und
zur Fachinformatikerin, die FI aus PF. Die gleichen Sachen, die
ich jetzt erzähle, gelten für alle IT-Berufe. Also wenn ich
jetzt für die Fachinformatiker das sage, gibt es natürlich
genauso eine Berufsverordnung für die anderen IT-Berufe, die
Kaufmännischen und den Systemelektroniker und so weiter, sind
exakt identisch aufgebaut, wörtlich eins zu eins identisch, bis
auf eine Kleinigkeit. Und das ist auch der Grund, warum es
tatsächlich für alle vier Fachinformatiker.

[4:23] Jeweils einzelne Paragrafen für das Bestehen der Prüfung
und die Münchner Gänzungsprüfung gibt. Denn der einzige
Unterschied ist, dass diese Prüfungsdienstechnik Bereiche ja
etwas anders heißen. Ich habe es ja gerade schon gesagt, für
Amix und Mikla, Bereich 1 und 2 der schriftlichen Prüfung ist
halt Algorithmik und Plan eines Softwareprodukts und für die
anderen IT-Berufe heißen die halt anders. Und deswegen muss man
diese Paragrafen, die ich jetzt vorlese, siebenmal doppelt und
dreifach definieren, weil ja diese kleine Geschichte sich
ändert, also einfach der Name der Prüfung.

[4:52] Und des Prüfungsbereichs. Und für IT-Systemelektroniker
kommt noch dazu, dass es ein Sperrfach gibt, aber das ist eine
andere Geschichte, das gibt es für die anderen Archieberufe
nicht. Worum es jetzt heute hier geht ist, wann bestehe ich die
Prüfung und wann muss ich in der MEP. Und die Idee ist für alle
IT-Berufe identisch, auch wenn sie in unterschiedlichen
Paragrafen definiert sind. Ich fange einfach mal an mit dem
Anwendungsentwickler, weil der steht einfach ganz vorne, das
sind die ersten Paragrafen. Das heißt, wenn du in die VIE aus
Pf in Paragraf 16 schaust, dann gibt es da die Gewichtung der
Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der
Abschlussprüfung. Und für die anderen drei Fachrichtungen gibt
es die auch, bloß halt ein paar Paragrafen später und du wirst
sehen, die sehen eins zu eins identisch aus. Und wenn du einen
ganz anderen IT-Beruf machst, dann guckst du halt in deine
Ausbildungsverordnung und wirst das sicherlich auch finden, ob
es jetzt Paragraf 16 ist oder 17 oder 23. Das wirst du wohl
herausfinden, ja. Also es gibt einen Paragrafen, der sagt, wie
sind die Prüfungsbereiche zu gewichten und wann besteht man
die. Und für die Anwendungsentwicklung ist das halt in Paragraf
16 definiert. Und hier wird auch nochmal einmal darauf
hingewiesen, dass es diese zwei Prüfungsteile gibt mit jeweils
unterschiedlichen Bereichen. Und jetzt gucken wir uns den
Absatz 2 an. Und da steht drin, die Abschlussprüfung ist
bestanden, wenn die Prüfungsleistungen, Achtung, auch unter
Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 17,
da werden wir dann ja gleich darauf eingehen, wie folgt
bewertet worden sind. Also alles, was jetzt kommt, musst du
immer so verstehen, dass du eventuell auch noch eine MEP
einschiebst, um eine deiner Noten zum Beispiel höher zu ziehen,
auszugleichen, wie auch immer. Aber grundsätzlich bestehst du
die Prüfung, wenn.

[6:20] Du im Gesamtergebnis von Teil 1 und 2 mindestens
ausreichend hast. Das heißt, du nimmst das Gesamtergebnis von
Teil 1 und von Teil 2, rechnest das zusammen und guckst, dass
du da über 50% kommst. Bist du mal so größer gleich 50, ne? Ab
50% hast du bestanden. Gesamtergebnis von beiden 50%. Dann
Punkt Nummer 2, im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens
ausreichend. Das heißt, hier wird nochmal explizit gesagt, in
Teil 2 musst du eine 4 haben, 50%. Teil 1 irrelevant. Du kannst
in Teil 1 eine 6, eine 5 haben, völlig egal, solange du im
Gesamtergebnis über 50% kommst, alles gut. Aber in Teil 2 musst
du insgesamt alleine auf ausreichend kommen, auf 50%. Da kannst
du nicht einzeln durchfallen und dann trotzdem die Prüfung
bestehen, das geht nicht.

[7:06] Also Gesamtergebnis Teil 1 und 2 zusammen 4, Teil 2
alleine auch mindestens 4. Und jetzt kommt der wichtige Punkt
für die MEP, in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2
mit mindestens ausreichend. Das heißt, wir gucken nochmal,
welche Prüfungsbereiche gibt es. Wir haben deine beiden
fachspezifischen schriftlichen Prüfungen, die Wieso-Prüfung als
dritte schriftliche Prüfung und wir haben das Projekt. Das
Projekt ist auch Bereich von Teil 2. Das heißt, du musst in all
diesen vier Prüfungsbereichen in mindestens dreien davon eine 4
haben, also 50%. Und diese Ergänzungsprüfung kann man aber
jetzt ja nur für die schriftlichen Prüfungen machen und nicht
fürs Projekt. Deswegen gucken wir uns im weiteren Fall jetzt
einfach mal nur diese drei Bereiche an. Und weil ja drei von
vier bestanden sein müssen und wenn wir das Projekt jetzt
ausklammern, musst du in mindestens zwei der drei schriftlichen
Prüfungen durch sein. Ausreichend haben, 50%. Geh mal davon
aus, dass du das Projekt auf jeden Fall bestehen musst und wenn
du dann noch drei schriftliche Prüfungen hast, musst du in zwei
davon mindestens eine vier haben. Anders formuliert heißt das,
du kannst in einer schriftlichen Prüfung durchfallen, aber das
war’s. Also zwei Fünfen, du bist raus.

[8:20] Und jetzt kommt Punkt Nummer 4 hier noch. In keinem
Prüfungsbereich von Teil 2 darfst du ungenügend haben. Das wäre
die 6. Also wir drehen das jetzt mal um und machen das ganz
konkret. Wenn du in den drei schriftlichen Abschlussprüfungen
von Teil 2 eine 6 hast oder zwei 5, dann bist du raus. Dann
bestehst du deine Prüfung nicht und musst wiederholen.

[8:42] Andersherum heißt das, wenn du eine 5 hast, kannst du
noch bestehen. Das ist völlig in Ordnung, solange die anderen
Sachen eingehalten sind. Also wenn du eine 5 hast, mit den
gesamten anderen Noten aus Teil 2, aber insgesamt auf 50%
kommst, auf eine 4, ist das völlig okay. Und das ist ja relativ
einfach, sagen wir einfach mal. Wenn wir mal gucken, die zählen
ungefähr, ne, die zählen ungefähr alle gleich, die drei
schriftlichen Prüfungen zählen alle 10% der Note. Das heißt,
machen wir es mal ganz konkret. Du hast in Wieso 60 Prozent und
in deiner ersten schriftlichen Prüfung, die berufsspezifisch
ist, 50 Prozent. Und in deiner zweiten hast du leider nur 40
Prozent. Dann hast du trotzdem bestanden, weil 40 plus 60 plus
50 sind 150. Geteilt durch drei sind 50 Prozent. Das heißt, du
hast insgesamt in Teil zwei eine Vier, ein Ausreichend, hast
damit bestanden. Auch wenn du eine Fünf hast, diese 40 Prozent,
die kannst du quasi ausgleichen durch die 60 Prozent in der
anderen Prüfung. aufaddiert, geteilt durch 3. Wenn du dann auf
50% kommst, dann hast du bestanden. So, das ist jetzt auf der
Audiospur schwer zu erklären mit der ganzen Rechnerei und das
ist schwer zu folgen. Deswegen guck dir einfach die
Online-Rechner an. Da gibt es einen Haufen von verschiedenen
Websites, die solche Online-Prüfungsrechner für die IT-Berufe
haben. Es gibt übrigens auch in Anführungszeichen offizielle
Rechner von der IHK. Von einer der IHK, besser gesagt.

[9:58] Verlinke ich auch in den Shownotes zu dieser Episode.
Das ist einfach eine Excel-Datei. Kannst du dir runterladen und
da ist dann quasi die offizielle Berechnung, kannst dir auch
angucken, wie das gerundet wird und so weiter. Manchmal kommt
es ja wirklich auf die Nachkommastelle an, auf ein halbes
Prozent, ob das dann auf- oder abgerundet wird, um die Prüfung
zu bestehen. Von daher zieh dir einfach die Excel-Datei, trag
dir mal deine Daten ein und dann weißt du, ob du bestehst oder
nicht. Damit rechnet auch deine IHK.

[10:21] Gut, also wir fassen nochmal zusammen. Hast du eine 5,
kannst du bestehen. Hast du zwei Fünfen oder eine 6 in den
schriftlichen Prüfungen, dann bist du auf jeden Fall raus. So
und jetzt kommen wir nochmal zurück zum Einleitungssatz von
Absatz 2 in der Vorrufsordnung. Auch unter Berücksichtigung
einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Das heißt, wenn du jetzt
zwei Fünfen hast oder eine 6, dann kannst du trotzdem noch
bestehen, indem du diese Note durch die Ergänzungsprüfung
ausgleichst. Darum geht es. Das heißt, bei zwei Fünfen müsstest
du mit der Ergänzungsprüfung eine Fünf loswerden, also die auf
eine Vier heben. Bei einer Sechs müsstest du mit einer MEP
mindestens die Sechs auf die Fünf heben, damit du bestehst.
Weil mit einer Fünf ist ja okay, kannst du bestehen, aber die
Sechs darf halt nicht stehen bleiben. Das heißt, wann musst du
in eine Ergänzungsprüfung? Ganz einfache Kiste. Hast du zwei
Fünfen, musst du eine davon ausgleichen. Hast du eine Sechs,
musst du die auf jeden Fall ausgleichen. Ja, und wenn du
natürlich noch eine Sechs und eine Fünf hast, Ist ja gut, dann
wird es irgendwann schwierig. Also du musst diese anderen
Vorgaben einhalten. Insgesamt 50 Prozent in allen
Prüfungsbereichen von Teil 2. Und wenn du das hinkriegst, dann
hast du die Prüfung bestanden. Und ich sage mal schon so, eine
6 auszugleichen auf eine 4, auf 50 Prozent ist schon extrem
schwierig. Wir machen mal ein kurzes Brechenbeispiel. Das werde
ich gleich dann auch mal an ein, zwei Beispielen wiederholen.

[11:40] Wir haben nämlich noch gar nicht den Paragrafen uns
angeschaut zur Münchner Ergänzungsprüfung, wie das berechnet
wird. Aber ich spoiler schon mal so ein bisschen, wenn du eine
6 hast, also zum Beispiel 30 Prozent in einem Prüfungsteil,
dann musst du tatsächlich 90 Prozent in der Ergänzungsprüfung
holen, um diese 6 auf eine 4 hochzuziehen. Das ist also schon
heftig. Ich meine, wenn du eine 6 hast, das ist ja, wie soll
ich das sagen, da hast du echt nicht viel gewusst. Und es ist
jetzt relativ unrealistisch, dann in der Ergänzungsprüfung zum
gleichen Thema auf einmal 90%, also eine sehr gute 2 zu holen,
um dann insgesamt auf eine 4 zu kommen. Also das ist schon
unrealistisch. Deswegen geht es wahrscheinlich bei einer 6 eher
darum, dass du die 6 auf eine 5 hebst, um dann halt damit deine
Prüfung zu bestehen. Das ist zwar kein guter Abschluss, in
Anführungszeichen, aber das Ding auf eine 4 zu heben ist in den
meisten Fällen utopisch. Und das mit den 90% funktioniert ja
nur, wenn du exakt 30% hast, wenn du weniger hast. Und ja, ich
nehme das jetzt hier Anfang 2026 auf. Wir haben gerade die
schriftlichen Prüfungen korrigiert letzte Woche. Da waren
einige Sechsen leider dabei in einem schriftlichen Teil. Und
das sind dann manchmal 15 Punkte, 16 Punkte. Da ist es dann
rein rechnerisch schon gar nicht mehr möglich, auf eine 4 zu
kommen überhaupt.

[12:54] Das heißt, das funktioniert bis, ja, müsste ich jetzt
mal im Kopf rechnen, ich glaube bis 25 Punkten. Wenn du 25
Punkte hast, also eine dicke 6, und dann 100% in die
Ergänzungsprüfung holst, dann kommst du auf die 50%, aber das
ist ja unrealistisch, schon 25 auf 100, ganz ehrlich. Also von
daher, da geht es dann meistens darum, auf eine 5 zu kommen, um
gerade so mit einem Auge durch die Prüfung zu kommen quasi. Und
wenn du zwei 5 hast, dann musst du aber wirklich eine davon auf
eine 4 heben, weil du darfst das halt nur eine 5 haben. So, das
ist jetzt mal zur Einleitung mit ein bisschen Beispielen und
Rechnerei und jetzt gucken wir uns mal die Paragraphen zur
Ergänzungsprüfung an, was da so drin steht.

[13:34] So, in der Vieh-Ausbüffe ist direkt der nächste
Paragraf, der Paragraf 17 der zur mündlichen Ergänzungsprüfung.
Und der geht los mit dem ersten Absatz. Der Prüfling kann in
einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung
beantragen. Das heißt, erster Punkt, der Prüfling ist selbst
dafür verantwortlich, diese MEP zu beantragen. Man kriegt die
nicht automatisch. So steht es im Gesetz. Wie es in der
Realität läuft, ist natürlich eine andere Frage. Die meisten
IHK werden automatisch, wenn man ein schlechtes Ergebnis hat,
eine MEP ansetzen, weil die Leute wollen ja durch die Prüfung
kommen und wenn das jetzt jeder einzeln beantragen müsste und
die Leute vergessen das, dann sind sie durchgefallen, müssen
ein halbes Jahr. Also die meisten IHK werden das wahrscheinlich
von sich aus regeln, aber rein rechtlich müsstest du selbst
diese Ergänzungsprüfung beantragen. Jetzt kommt Nummer zwei.

[14:20] Dem Antrag ist stattzugeben, wenn er für einen der
folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist. A. Und jetzt
kommen die fachspezifischen Namen der Prüfung. Ich bin jetzt
hier im Bereich Anwendungsentwicklung, also Planen eines
Softwareprodukts. B. Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen.
Oder C. Wirtschaft und Sozialkunde. So, und hier würden jetzt
halt in den anderen Paragraphen die Namen deiner jeweiligen
Prüfungsteile stehen, wenn du nicht Anwendungsentwicklung
wärst. Und hier siehst du schon, es muss also in einem der
schriftlichen Prüfungen sein. Du kannst nicht das Projekt
ausgleichen. Das ist nicht möglich. Projekt durch, dann bist du
leider durch. Das ist so. Also da gibt es keine MEP. Nur in
einer der drei schriftlichen Prüfungen kannst du eine MEP
machen. Jetzt kommt Satz 2. Wenn der benannte Prüfungsbereich
schlechter als mit ausreichend bewertet worden ist. Das heißt,
auf Deutsch gesagt, du musst durchgefallen sein. Du musst unter
50 Prozent haben.

[15:12] Du kannst also mit einer MEP nicht deine Note
aufbessern. Angenommen, du hast jetzt, weiß ich nicht, eine 4
oder eine 3 und willst aber eine 1. Das geht leider nicht. Also
die MEP ist nur dafür da, deine Prüfung zu bestehen, wenn du
eigentlich durchgefallen wärst. Du kannst sie nicht noch
einfach mal munter beantragen, um deine Note hochzuziehen oder
so, weil du Lust hast. Das funktioniert nicht. Es geht hier nur
ums Bestehen oder nicht. Und Nummer drei, das ist auch nochmal
wichtig, wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen
der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann. Auf Deutsch
gesagt, du darfst nur eine MEP machen, wenn du danach auch die
Prüfung bestehen kannst. Wenn du zum Beispiel schon drei Fünfen
hast oder eine Fünf und eine Sechs oder so und es ist rein
rechnerisch gar nicht mehr möglich, die Prüfung zu bestehen,
dann wird dich auch keiner eine mündliche Ergänzungsprüfung
machen lassen. Das ist ja vergebene Liebesmüh für dich und auch
für den Prüfungsausschuss. Die prüfen dann irgendwas und am
Ende bist du trotzdem durchgefallen. Also das wird nicht
passieren. Das heißt, du darfst nur in einer der schriftlichen
drei Prüfungen eine MEP beantragen, auch nur, wenn du da
durchgefallen bist, also unter 50 Prozent hast, und auch nur,
wenn du dann im Endergebnis noch bestehen kannst. Und wenn das
nicht mehr möglich ist, gibt es auch keine MEP. Ganz einfach.

[16:19] So, jetzt kommt der nächste Punkt. Die mündliche
Ergänzungsprüfung darf nur in einem einzigen Prüfungsbereich
durchgeführt werden. Das heißt, wenn du durch drei Prüfungen
durchfällst, kannst du nicht drei MEPs machen und bist dann
trotzdem durch. Dann ist durchgefallen wirklich durchgefallen.
Sondern du kannst eine einzige Ergänzungsprüfung machen, um
eine 6 oder eine 5 hochzuziehen oder auszugleichen. Wenn du
mehrere Probleme hast, dann kannst du dich schon auf
einstellen, in einem halben Jahr nochmal die Prüfung zu machen.
Da hast du keine Chance. Du kannst jetzt nicht nochmal drei
MEPs machen, weil du alle 5 hast. Das funktioniert leider
nicht. Eine einzige MEP ist möglich. Dann kommt Absatz 3, die
mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern. Also quasi
wie das Fachgespräch. Präsentation, Fachgespräch, MEP dauern
alle 15 Minuten. Hier steht, soll 15 Minuten dauern.

[17:06] Kann auch mal 16 dauern oder 14, je nachdem, aber 15
ist das Richtmaß. Und dann kommt 4, bei der Ermittlung des
Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis
und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis
2 zu 1 zu gewichten. Was bedeutet das? Da sehen wir jetzt, dass
so eine MEP gar nicht so viel Hebelwirkung hat, denn dein
bisheriges Ergebnis wird mal 2 genommen und das Ergebnis der
MEP wird mal 1 genommen und das wird dann geteilt durch 3 dein
neues Ergebnis. Beispiel von eben, wenn du 40% geschrieben
hast, also eine 5, dann wird das mal 2 genommen, also 80 und
dann kommt deine Ergänzungsprüfung dazu, angenommen du hast da
50% geholt, dann wird gerechnet 80 plus die 50, das sind 130
und jetzt müssen wir aber nochmal durch 3 teilen, um auf eine
Note zu kommen und 130 durch 3 sind leider weniger als 50, das
heißt du bist im Endergebnis trotzdem durchgefallen. Wie können
wir jetzt ausrechnen, was du haben musst, damit du bestehst?
Bleiben wir bei den 40%. Die 40%, die du geschrieben hast, wird
verdoppelt, also 80. Und jetzt kann man ja ein bisschen
mathematisch überlegen. Wenn am Ende das Ding geteilt durch 3
gerechnet wird und du dann auf 50% kommen musst, dann wäre ja
das Minimum, was du erreichen musst, durch zweimal altes
Ergebnis plus einmal neues, 150. Weil 150 geteilt durch 3 ist
50%, dann hättest du bestanden.

[18:32] Jetzt können wir das also einfach ein bisschen
umstellen und ein bisschen rechnen. Wenn du 40 Prozent hast,
nimmst du das Ding mal 2, sind die 80. Und jetzt musst du
eigentlich nur noch die Differenz bis 150 erreichen. Das wäre
150 minus 80 sind 70. Das heißt, wenn du 40 geschrieben hast,
musst du 70 Prozent in der MEP holen, damit du insgesamt auf 50
Prozent und damit auf das Bestehen kommst. Und du siehst schon,
das ist ganz schön viel. 40 ist, naja, eine mittlere 5,
ziemlich genau die Mitte der 5. Und jetzt musst du aber 70
Prozent, also eine, naja, schlechte 3 in der MEP holen, um das
auszugleichen. Und von 5 auf 3, ich meine, das sind zwei Noten
dazwischen. Das ist jetzt also nicht so einfach. Man kann jetzt
also nicht sagen, ja, ich mache mal eben eine MEP und dann
rette ich mir den Arsch. Auf Deutsch gesagt, du musst da ganz
schön viele Punkte holen aufgrund dieses Verhältnisses,
aufgrund der Gewichtung. Und deswegen mein Beispiel von vorhin,
wenn du eine 6 hast, 30 Prozent, 30 mal 2 sind 60, 150 minus
60. Sind 90%. Das heißt, du musst eine gute 2 holen, um eine 6
ausgleichen zu können.

[19:38] Wenn wir das jetzt mal umdrehen und ein bisschen
rechnen, wenn wir mal 2 nehmen und wir fangen mit 25% an, weil
du eine gute 6 hast mit 25%, die geht da bis 0, dann hast du 25
mal 2 sind 50 und 150 minus 50 sind 100. Das heißt, das wäre
das Maximum, wenn du in einer MEP 100% holst, also perfekt die
MEP machst, dann kannst du maximal 25 Punkte in einer Prüfung
ausgleichen. Anders formuliert, ab 24 Punkten ist vorbei. Wenn
du 24 Punkte oder schlechter in einem dieser drei schriftlichen
Prüfungen hast, dann kannst du nicht mehr auf 50% in dieser
Prüfung kommen. Es ist nicht mehr möglich. Rein rechnerisch
geht das nicht.

[20:21] Und wie gesagt, ich habe jetzt gerade schon erzählt,
wir haben ein paar mehr Prüfungen dieses Jahr, die unter 24
Punkten waren, auf jeden Fall. Und da kann es dann wirklich nur
noch darum gehen, aus der 6 eine 5 zu machen. Alles andere ist
nicht realistisch. Und dann kann man nur die Daumen drücken,
dass nicht in dem anderen Prüfungsteil noch irgendwo eine 5 da
steht, weil sonst ist es halt vorbei. Das heißt, wenn man eine
6 hat und in den anderen Teilen eine 4 oder besser, dann kriegt
man es noch hin, indem man die auf eine 5 hebt. Aber ansonsten
ist man mit einer 6 leider raus, weil du es rechnerisch einfach
nicht ausgleichen kannst. Funktioniert nicht.

[20:52] Also, es ist nicht immer das Ziel, in einer mündlichen
Ergänzungsprüfung für diesen Prüfungsbereich auf 50 Prozent zu
kommen, also auf eine 4, sondern es geht meistens darum, wenn
man wirklich schlechte Prüfungen hat, dass man insgesamt noch
auf diese 50 Prozent für alle Prüfungsbereiche kommt und nur
eine 5 da stehen hat. Das ist eigentlich das Ziel, was viele
Prüflinge haben werden. Es geht hier also nicht darum, oh, ich
mache nochmal eben die MEB und am Ende habe ich doch noch eine
1. Na, nee. Allein durch diesen letzten Satz, die Nummer 4 in
dem Paragrafen hier, das Verhältnis 2 zu 1, ist es rechnerisch
unmöglich, auf eine wirklich gute Note noch zu kommen mit der
MEP. Es funktioniert einfach nicht. Also, wir fassen nochmal
zusammen. Du musst die MEP selbst beantragen. In der Realität
wird deine IHK das aber sehr wahrscheinlich automatisch für
dich machen. Es darf nur in einem der schriftlichen
Prüfungsteile passieren. Diese Prüfung muss schlechter als 4
sein, also ab 49 abwärts. Und du darfst auch nur die MEP
machen, wenn du insgesamt noch bestehen kannst. Und wir haben
ja gerade schon ein paar Beispiele gesehen, dass das teilweise
recht schwierig ist. Also in dem Fall kannst du dich eigentlich
davon verabschieden, wenn du zwei Fünfen hast und nicht mehr
ausgleichen kannst oder so eine schlechte Sechs. Dann musst du
leider die Prüfung wiederholen in einem halben Jahr. Das geht
nicht anders. Die mögliche Ergänzungsprüfung dauert 15 Minuten
und Gewichtung ist 2 zu 1. So ein paar Berechnungsbeispiele
hatten wir jetzt. Dürfte die formale Geschichte, sag ich mal,
klar sein. Und jetzt kommen wir zum nächsten Teil.

[22:15] Und zwar stellen sich natürlich viele Prüflinge, die in
eine MEP müssen, die Frage, oh Gott, wie läuft das denn ab?
Gibt es einen separaten Termin? Wird das einfach nach der
Prüfung gemacht? Etc. Und da kann ich leider nur die Antwort
geben. Kommt drauf an. Und worauf kommt es an? Naja, auf eine
der 79 IHK, bei der du geprüft wirst, weil das ist nicht
geregelt. Ich habe jetzt alles aus dem Gesetz, aus der
Berufsverordnung vorgelesen zur MEP. Hier steht also nirgends
mehr drin, es ist am Tag der möglichen Prüfung durchzuführen
oder Sonstiges. Es gibt keine weiteren Vorgaben. Das heißt, es
liegt jetzt einfach an deiner IHK, wann und wo und wie du
geprüft wirst.

[22:52] Es soll eine mündliche Prüfung sein von 15 Minuten. Das
ist der einzige Teil, der vorgegeben ist. In unserem Fall, ich
kann es von mir berichten, von IHK Hollenburg, wir machen es
so, dass wir die MEPen, das ist ja eingeschränkt auf eine
einzige, man kann ja nur eine einzige MEP machen, wie gerade
vorgelesen. Und deswegen machen wir die immer direkt am
Prüfungstag, wo der Prüfling auch vor Ort ist. In unserem Fall,
wir haben ein großes Einzugsgebiet, da fahren die Leute
teilweise eine Stunde, teilweise anderthalb Stunden bis zur
Prüfung. Und wenn man da jetzt noch einen zweiten Termin macht,
wo man nur für 15 Minuten herfahren muss. Das ist sowohl für
den Prüfling, allerdings auch für den Prüfungsausschuss extrem
nervig, weil wir kommen auch nicht alle aus Oldenburg selber
und fahren teilweise ich selber zum Beispiel auch über eine
Stunde zur Prüfung. Und das ist ja alles Ehrenamt und Freizeit,
beziehungsweise geht bei den meisten Leuten von der Arbeitszeit
ab und die Arbeitgeber stellen frei. Das heißt, da wollen wir
nicht nochmal für 15 Minuten für eine Person irgendwo
hinfahren. Das ist einfach viel zu aufwendig. Deswegen machen
wir das einfach am gleichen Tag. Ich weiß aber, dass es bei
anderen IHKern durchaus einen separaten Termin nur für
Ergänzungsprüfung gibt. Also kurz gesagt wieder mal, es kommt
drauf an. Frag bei deiner IHK, wie es da geregelt ist. Einige
IHKern schicken dann sogar Einladungen raus, wo drin steht,
hier und da und dort ist die Ergänzungsprüfung.

[24:04] Das ist wirklich ganz, ganz unterschiedlich. Und bitte
verlass dich da weder auf meine Aussagen noch auf irgendwas
anderes im Internet oder bei Reddit oder sonst wo. Frag bei
deiner IHK nach. Das ist das einzige Verlässliche für deine
Prüfung. Niemand anderes aus dem Internet kann dir da
weiterhelfen. Und selbst wenn du einen Prüfling hast, der bei
deiner IHK geprüft wurde, vielleicht ist das inzwischen
verändert worden. Vielleicht macht der eine Ausschuss das so
und der andere Ausschuss das so. Wir haben zum Beispiel in
Oldenburg drei verschiedene Ausschüsse, die arbeiten weder am
gleichen Standort noch nach exakt den gleichen Vorgaben im
gleichen Raum etc. Das heißt, es kann von Ausschuss zu
Ausschuss sogar noch unterschiedlich sein. Also bitte, bitte,
bitte, frag bei deiner IHK nach und verlass dich nicht auf
irgendwas anderes, was du sonst wo gelesen hast. Außer auf der
offiziellen Seite deiner IHK. Wenn du da was liest, kannst du
davon ausgehen, dass das stimmt.

[24:50] Okay, also kurz gesagt, wann und wo die stattfindet,
kommt darauf an. In unserem Fall ist es so, dass wir es einfach
nach den restlichen Prüfungen am Tag der mündlichen Prüfung
machen, also nach Präsentation im Fachgespräch. Dann geht in
unserem Fall der Prüfung nochmal einmal raus. Wir überlegen uns
Fragen für die mündliche Ergänzungsprüfung und dann kommt der
Prüfung wieder rein und dann geht er bloß. Die letzte MEP, die
ich hatte, war tatsächlich im Bereich WISO. Da haben wir uns
einige alte WISO-Prüfungen geschnappt, haben ein paar
Themenbereiche rausgesucht und haben darüber halt ein zweites
Fachgespräch geführt, wenn man so will. Und das war dann unsere
MEP. Auch das kann von IHK zu IHK und von Ausschuss zu
Ausschuss komplett unterschiedlich sein. Ich habe schon gehört
von Ausschüssen, die erstmal schriftliche Aufgaben dem Prüfling
geben, die er in Ruhe vorbereiten kann und dann wird darüber
ein Fachgespräch geführt. Ich habe schon gehört von Aufgaben,
die man an einer Tafel lösen musste. Sowas wie formulieren Sie
ein SQL-Statement oder machen Sie dies und das im Pseudocode
und dann an der Tafel. Also es gibt da ganz, ganz
unterschiedliche Ausprägungen. Auch das kann ich dir nicht
verbindlich für deine IHK und deinen Ausschuss sagen. Wenn die
IHK dir das erzählt, wie das geht, dann ruf da an und frag
nach. Aber im Zweifel wissen die das noch nicht mal, weil die
Ausschüsse das unterschiedlich machen. Du musst immer daran
denken, die IHK ist das Verwaltungsorgan, kümmert sich um die
Termine und Einladungen und alles. Aber der Prüfungsausschuss,
der bestimmt deine Note, der prüft dich. Und der hat im Prinzip
die Freiheit, diese Prüfung zu gestalten, wie er möchte. Denn,
wie wir gerade gesehen haben, im Gesetz ist da nichts
vorgegeben, außer 15 Minuten unmündlich.

[26:15] Okay, also auch hier, da kannst du dich dann vielleicht
an Erfahrungsberichten von anderen Prüflingen orientieren,
vielleicht im Internet irgendwo mal gucken, im Forum, bei
Reddit etc., ob irgendwer von deiner IHK schon mal eine MEP
hatte. Und dann kannst du da fragen, wie es abgelaufen ist.
Aber auch hier, bevor du im Internet einen Thread aufmachst,
ruf doch mal bei der IHK an oder schick eine E-Mail hin. Denn
die wissen wohl mit einer MEP, dass man da vielleicht ein
bisschen nervös wird und tausend Fragen hat. Und da sollten die
dann darauf reagieren und antworten. Dann als, weiß ich nicht,
Ausbildungsberaterinnen gibt es dann, glaube ich, bei der IHK,
die helfen dir dann.

[26:47] Die sind dafür zuständig. Das heißt, wenn du
verlässliche Informationen zu deiner MEP haben willst, bitte,
ich wiederhole es nochmal, weil ich sehe so viele Beiträge im
Internet, wo du dann fragen, wie ist das dann bei der IHK XY,
wie werde ich denn da geprüft? Ja, weiß ich nicht, keine
Ahnung. Frag doch bitte bei der IHK nach. Wie gesagt, 79
verschiedene, alle machen es unterschiedlich. Also einmal
anrufen, Hörer in der Hand nehmen oder Handy in der Hand
nehmen, Hörer gibt es ja gar nicht mehr und ruf da mal an und
frag mal nach. Also, in unserem Fall ist es dann so, Prüfling
kommt rein, es wird rein mündlich gemacht, wir bereiten nichts
vor, wir lassen die Leute auch nichts an der Tafel schreiben
und es ist eine rein mündliche Prüfung quasi wie das
Fachgespräch, nur eben, und das ist jetzt ganz wichtig, zu
Themen aus dem Prüfungsbereich, wo der Prüfling eben
durchgefallen ist. Das heißt zum Beispiel Wieso, habe ich
gerade gesagt, dann stellen wir halt Fragen zu
Mutterschutzgesetz oder zu Tarifverhandlungen oder zu
Streikrecht oder weiß ich nicht, Jugendarbeitsschutzgesetz und
was da alles halt drankommt in Wieso. Das kann jetzt halt von A
nach B, können wir uns da irgendwas ausdenken, es muss halt zu
diesem Prüfungsbereich passen. Oder wenn es zum Beispiel
Entwicklung von Algorithmen ist, dann fragen wir irgendwas zu
Pseudocode oder zu SQL oder zu irgendwelchen Ur-Mail-Diagrammen
oder so etwas. Das muss halt zu dem Prüfungsbereich passen. Aus
diesem Bereich kommen die Fragen. Und das wäre jetzt auch der
letzte Punkt für heute. Wie bereite ich mich auf die MEP vor?
Ja, quasi genauso wie auf den jeweiligen Prüfungsbereich, wo du
durchgefallen bist. Das ist jetzt ein toller Tipp, weil du bist
ja da durchgefallen. Also hat das offensichtlich nicht so gut
funktioniert mit der Vorbereitung.

[28:13] Manchmal liegt es aber auch einfach an Zeitdruck in der
Prüfung. Man schafft die Aufgaben nicht mehr und so weiter. Und
deswegen ist es dann vielleicht für eine mündliche
Ergänzungsprüfung gar nicht mal so schwierig, weil man kann
sich da ein bisschen mehr Zeit lassen. Es ist mündlich, man
kann umschreiben. Ja, man muss nicht auf den Punkt präzise,
zack, auf den Text in drei Zeilen exakt genau das beschreiben.
Das heißt, vielleicht fällt es dir einfach einfacher, so eine
mündliche Ergänzungsprüfung zu machen, als es auf dem Papier zu
machen. Aber falls das nicht der Fall ist und du dich einfach
nur schlecht vorbereitet hast oder große Wissenslücken hast,
dann wird es natürlich interessant. Dann musst du einfach die
Themen nochmal nacharbeiten, die du dir schon für die
schriftliche Prüfung hättest anschauen müssen. Ganz einfach.
Und da kann ich dann nur empfehlen, guck dir die alten
schriftlichen Prüfungen an. Inzwischen, wir sind im Jahr 2026,
wo ich das hier aufnehme, gibt es elf oder zwölf alte Prüfungen
und die kannst du rauf und runter dir durchschauen. Auf meiner
Website habe ich noch eine große Liste mit bisherigen Themen in
den schriftlichen Abschlussprüfungen, zumindest für
Einwilligungsentwicklung, für die anderen Fachbereiche leider
nicht. Aber du könntest dir die Prüfung einfach selber
durchgucken. Und schauen, was kommen denn da so für Themen
dran. Und darauf musst du dich vorbereiten. Und in diesem Fall
dann eben nicht so, dass du sie schriftlich auf Papier bringst,
sondern eben mündlich. Das heißt, du übst, wie du das
formulierst.

[29:23] Vielleicht in unserem Beispiel jetzt SQL. Versuchst du
mündlich mal SQL-Abfragen zu formulieren, ja? Falls du das so
geprüft wirst. Wie gesagt, bei deiner IHK kann das halt anders
laufen. Du musst es vielleicht doch noch auf Papier machen, ja?
Aber im Kern ist es ja eine mündliche Prüfung. Das heißt, du
musst üben, wie du diese Inhalte auf der Audiospur vernünftig
und verständlich erklärst. Also im Prinzip von der Prüfungsart
bereitest du dich genauso vor wie auf dem Fachgespräch. Von den
Inhalten bereitest du dich so vor wie das, was in der
schriftlichen Prüfung drankommt, wo du durchgefallen bist. Und
im besten Fall hilft natürlich Ausbilder, Ausbilderinnen dabei,
dass ihr sowas einfach mal simuliert. Also, was für Fragen
könnten denn gestellt werden zum Thema SQL oder zum Thema, weiß
ich nicht, Firewall, Netzplan, Wieso, wie gesagt,
Mutterschutzgesetz oder was auch immer, ja, dann spiel das
einfach mal durch. Das heißt, Vorbereitung würde ich genauso
empfehlen wie das Fachgespräch mit einer anderen Person
wirklich mal zu sprechen. Im besten Fall mit einer Person, die
sich auskennt und die sagen kann, ob das richtig war oder
nicht. Also, Ausbilder, Ausbilderin, dafür sind die ja da. Das
ist ja eigentlich deren Job, das zu tun, ja. Und inhaltlich,
wie gesagt, guck die alten Prüfungen durch, such dir ein, zwei
Themen raus und sprich das dann einfach mal mit
Ausbilder-Ausbauern durch.

[30:33] Früher war es so, vor der Neuordnung, dass der Prüfling
sogar sich selber aussuchen konnte, in welchem Bereich man
geprüft wird, also in welchem Themenbereich. Man konnte das
also zum Beispiel runterdampfen auf Softwareentwicklung oder
Datenbanken oder so etwas. Das ist inzwischen aber nicht mehr
möglich. Inzwischen ist einfach das Thema der durchgefallenen
Prüfung das Thema der MEP. Das heißt, genauso breit, wie die
schriftliche Prüfung ist, ist das Themenfeld für die mündliche
Ergänzungsprüfung. Du musst dich also auf alles vorbereiten. Du
kannst nicht sagen, ach ja, ich bin in dem Teil durchgefahren,
da werden die ja mich bestimmt SQL fragen. Nee, die Prüfer und
Prüferinnen können sich halt selber aussuchen, was sie aus
diesem Themengebiet abfragen. Das ist genauso wie in der
schriftlichen Prüfung, da hast du auch keinen Einfluss drauf.
Dann machst du den Umschlag auf und wunderst dich, oh, das kam
dran, ja, super. Und genauso ist es in der MEP auch. Also
bereite dich auf alle Themen vor, guck die alte Prüfung an und
üb das Zeug auf der Audiospur mit Ausbilder, Ausbilderin,
Lehrer, Lehrerin, wem auch immer, irgendein fertiger
Azubi-Kollege, wenn du keine Ausbilder, Ausbilderin hast. Aber
irgendwie bereite dich am besten darauf vor, dass du das
mündlicher machen musst. Das ist durchaus was anderes. Ein
Beispiel jetzt hier mal Use-Case-Diagramm der UML auf dem
Papier zu zeichnen, oder auf der Audiospur zu erklären, wie du
es zeichnen würdest. Ja, das ist ein bisschen was anderes.

[31:48] Würde ich jetzt als Prüfender ein UML-Use-Case-Diagramm
in der möglichen Prüfung abfragen? Eher nicht, weil es ist ja
halt eben ein visuelles Ding. Aber man könnte vielleicht sowas
fragen wie, was ist denn überhaupt ein Use-Case-Diagramm? Und
was ist denn ein Akteur? Oder wie würde der denn aussehen? Oder
was ist denn überhaupt ein Use-Case? Solche Sachen könnte man
fragen. Aber so nach dem Motto, zeichnen Sie mir mal hier in
Ihren Gedanken ein Use-Case-Diagramm. Solche Aufgaben finde ich
persönlich natürlich maximal dämlich. Das heißt aber nicht,
dass irgendwelche anderen Prüfungsausschüsse das nicht genau so
machen. Oder wie eben erklärt, das dann einfach an der Tafel
machen lassen. Ist ja auch okay. Also, da sind die
Prüfungsausschüsse völlig autonom und können sich selber
ausdenken, wie sie diese Prüfung gestalten. Also, wenn du was
zeichnen musst, ist das so. Da kannst du dich auch nicht
beschweren oder sonst irgendwas, weil, wie gesagt, die einzige
Vorgabe ist, mündlich und 15 Minuten.

[32:33] So, fassen wir nochmal zusammen. Du bereitest dich vor
mit alten Prüfungen. Du bereitest dich aber so vor, dass du es
mündlich vortragen kannst. Am besten mit einer anderen Person
zusammen, Ausbilder, Ausbilderin. Und ja, dann war es das
eigentlich. Bereit dich auf alle Themen vor, die in diesem
jeweiligen Prüfungsteil drankommen können.

[32:51] So, jetzt haben wir glaube ich alles. Zu MEP. Fassen
wir nochmal kurz zusammen. Die MEP musst du machen, wenn du
zwei Fünfen oder eine Sechs hast. Du musst sie nutzen, um
insgesamt in Teil 2 auf 50% zu kommen. Meistens ist das nicht
möglich, zum Beispiel eine Sechs auszugleichen, sondern einfach
nur auf eine Fünf zu kommen, damit du insgesamt auf die 50%
kommst. Es geht hier nicht darum, irgendwelche aus deiner Sicht
schlechten Prüfungsteile zu verbessern, sondern es geht nur,
wenn du da auch wirklich durchgefallen bist. Und es gibt eine
einzige Ergänzungsprüfung. Wenn du damit deine Note nicht
ausgleichen kannst, dann bist du durchgefallen und musst leider
in einem halben Jahr nochmal ran. Eine andere Möglichkeit gibt
es nicht. Wann die durchgeführt wird, wo und wie, das ist
völlig unterschiedlich, je nach IHK. Deswegen frag da vor Ort
nach, wie das bei dir vielleicht ablaufen wird, ob du selber
den Antrag stellen musst, ob die IHK das schon für dich macht.
Das sind wichtige Fragen, die du dir stellen musst. Denn wenn
du am Ende es beantragen hättest müssen und vergisst es und
fällst deswegen durch, das wäre natürlich extrem schade. Also
kümmere dich rechtzeitig, sobald du siehst, oh, meine Noten, da
komme ich aber nicht mehr auf die 50. Dann ist das Erste, was
du machen musst, anrufen bei deiner IHK und fragen, wie geht es
jetzt weiter, was muss ich machen. Verlasse dich nicht darauf,
dass das alles schon irgendwie automatisch man sich um dich
kümmern wird, sondern werde selber aktiv, frag nach, was du
machen musst und verlass dich nicht auf irgendwelche random
Aussagen aus dem Internet, sondern frag bei deiner IHK nach.
Ich kann es jetzt nur noch mal wiederholen, weil das so wichtig
ist.

[34:21] Ruf da an, frag nach oder schick eine E-Mail, wenn du
dich anrufen willst. Aber kümmere dich bei deiner IHK darum und
nicht irgendwo anders im Internet. So, und dann ist ansonsten
die mündliche Ergänzungsprüfung aus meiner Sicht aber recht
entspannt, weil die Prüfenden, wie die dir da gegenüber sitzen,
die wollen ja auch dein Bestes. Ich meine, die MEP ist dafür
da, damit du gerade noch die Prüfung bestehen kannst und das
wollen die Prüfenden auch. Die Prüfenden haben keinerlei
Interesse daran, dich absichtlich durchfallen zu lassen, damit
du im halben Jahr nochmal geprüft werden musst. Wir müssen die
ganzen Prüfungen ja dann nochmal korrigieren und wir müssen
dich nochmal zum Fachgespräch einladen etc. Also wir haben da
ja auch nichts davon. Im Gegenteil. Das heißt, die Prüfenden
wollen auch, dass du bestehst und wollen dir helfen.

[35:01] Etwas bessere Noten als die fünf oder sechs, die man
geschrieben hat, hat durchaus realistisch. Im mündlichen kann
man halt viel mehr umschreiben und irgendwo nochmal Punkte
geben, als wenn man das hart auf Papier aufgeschrieben hat. Ja,
das heißt, die Prüfenden sind ein bisschen nachsichtiger und
werden dir sicherlich vielleicht auch nicht die allerhärtesten
Fragen stellen, sondern halt so in die Richtung, dass du noch
eine Chance hast, durch die Prüfung zu kommen. Davon musst du
einfach mal ausgehen. Und wenn du einen Prüfungsausschuss hast,
der es tatsächlich darauf anlegt, dich durchfallen zu lassen,
okay, dann hast du Pech gehabt, aber dann sollten das
vielleicht auch keine Prüfenden sein. Ja, die meisten Prüfenden
sind pro Prüfling eingestellt und wollen dir helfen. Und ich
glaube, es gibt eigentlich keinen Prüfungsbereich, wo das
besser geht als in der mündlichen Prüfung. Weil da kann man mit
geschickten Fragen und so weiter, kann man da schon den
Prüfling auch mehr unterstützen, als wenn man, ja, wie gesagt,
leeres Blatt Papier, da kann ich halt nur sechs draufschreiben.
Aber mit ein bisschen Nachfragen im mündlichen Bereich kriegen
wir dich schon in die richtige Richtung, sodass du die Prüfung
bestehst. Ja, also mach dir da nicht zu viel Gedanken. Die
Prüfenden sind normalerweise alle sehr nett und wollen dir
helfen und wollen dich unterstützen.

[36:04] Du musst dich natürlich aber auch ein bisschen darauf
vorbereiten. Es ist deine letzte Chance, die Prüfung noch zu
bestehen. Das müsstest du keine machen. Also setz dich nochmal
hin, reiß dir den Hintern auf, guck dir alle Themen nochmal an,
üb das Ganze mit einer anderen Person, damit du da gut dastehst
in der MEP. Und dann ist es auch durchaus realistisch, dass du
mit der MEP deine Prüfung noch bestehst. Ja, das will ich da
sagen. Also, wenn du in die MBP gehst, heißt das nicht
automatisch, dass du es nicht mehr schaffen kannst, sonst würde
die MBP gar nicht angeboten, sondern geh davon aus, dass man
dir helfen will, die Prüfung noch zu bestehen, aber tu auch was
dafür. Ja, das will ich damit sagen.

[36:38] So, jetzt haben wir heute alles, glaube ich. Ich denke,
das war ein guter Refresher, ein gutes Upgrade für dieses
häufig nachgefragte Thema der mündlichen Ergänzungsprüfung. Ich
hoffe, es war für dich dabei. Falls du den MBP musst, ich
drücke dir beide Daumen, dass du damit trotzdem noch deine
Prüfung bestehst. Und ja, wenn ich dir geholfen habe, dann lass
mir gerne einen Kommentar da, am besten direkt unter der
Episode. Da freue ich mich auf dein Feedback. Und jetzt alles
Gute für die Prüfung. Mach’s gut und bis zum nächsten Mal.
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„Mündliche Ergänzungsprüfung – Erklärung, Benotung, Inhalte und Vorbereitung – IT-Berufe-Podcast #197“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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