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  4. Sinnvolle Anzahl der Seiten der Projektdokumentation – IT-Berufe-Podcast-Shorts #9
Um eine sinnvolle Anzahl der Seiten der Projektdokumentation geht
es in der neunten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts. Ich
würde dir bzgl. der Anzahl der Seiten deiner Projektdokumentation
raten, dich immer zuerst an den konkreten Vorgaben deiner IHK zu
orientieren, weil Umfang und Regeln je nach IHK unterschiedlich
sein können. Die vorgegebene Seitenzahl ist in der Regel eine
Obergrenze, die du nicht überschreiten solltest, gleichzeitig
solltest du den verfügbaren Platz möglichst mit sinnvollen Inhalten
nutzen, weil zu wenig Text meist nicht wegen der Seitenzahl,
sondern wegen fehlender Inhalte zum Problem wird. Für mich gilt
deshalb: nicht künstlich aufblasen, aber Fließtext und Anhang so
gut wie möglich mit bewertbaren, fachlich passenden Inhalten
füllen. Inhalt TL;DR: Schreib exakt so viele Seiten in deiner
Projektdokumentation, wie es deine IHK erlaubt, und nutze den
maximalen Umfang möglichst sinnvoll aus, ohne ihn zu überschreiten.
Erst auf die Vorgaben deiner IHK schauen In Deutschland gibt es
viele verschiedene IHKen und sie können bei der
Projektdokumentation unterschiedliche Vorgaben haben. Deshalb
solltest du dich nicht auf Aussagen aus Social Media oder aus "dem
Internet" verlassen, sondern immer die Unterlagen deiner eigenen
IHK prüfen. Typische Unterschiede können sein: erlaubte Seitenzahl
im Fließtext Regelungen zum Anhang Umgang mit Verzeichnissen
Vorgaben zu Schriftgröße und Schriftart Pflicht zu Deckblatt oder
bestimmten Bestandteilen Mein Rat ist deshalb: Schau in die
Merkblätter, Handreichungen oder Vorgaben deiner IHK und orientiere
dich genau daran. Die Seitenzahl ist normalerweise eine
Maximalvorgabe Die vorgegebene Seitenzahl meist eine Obergrenze. Es
geht also nicht darum, die Seiten zwanghaft vollzumachen, sondern
darum, nicht darüber zu liegen. Der Hintergrund dafür ist aus
meiner Sicht vor allem organisatorisch und fair: Prüfende müssen
viele Dokumentationen in begrenzter Zeit lesen umfangreiche
Dokumentationen sind in der Praxis schwer zu bewerten alle
Prüflinge sollen unter vergleichbaren Bedingungen bewertet werden
Als typischen Rahmen gibt es meist 10 bis 20 Seiten Fließtext, je
nach IHK. Oft gibt es zusätzlich eine eigene Begrenzung für den
Anhang. Ein Beispiel aus Oldenburg: 15 Seiten Fließtext maximal 25
Seiten Anhang maximal Verzeichnisse und bestimmte formale
Bestandteile zählen dabei nicht mit Zu viele Seiten können zu
Abzügen führen Wenn du die maximale Seitenzahl überschreitest, hast
du die Vorgaben nicht eingehalten. Ich vergleiche das gerne mit
einem Budget, das überschritten wird: Wenn 15 Seiten erlaubt sind,
dann sind 16 eben formal zu viel. Ich sage aber auch: wegen einer
kleinen Überschreitung fällt man nicht automatisch durch die Folgen
hängen von Bewertungskriterien und dem jeweiligen Prüfungsausschuss
ab formale Fehler führen eher zu kleineren Abzügen als zu einem
kompletten Duchfallen Trotzdem bleibt mein Hinweis eindeutig:
Überschreite die erlaubte Seitenzahl nicht. Zu wenige Seiten sind
nicht direkt das Problem Ich betone hier nochmal, dass niemand
allein deshalb Punkte abzieht, weil du weniger Seiten abgegeben
hast als maximal erlaubt. Eine Dokumentation mit weniger Seiten ist
formal erst einmal in Ordnung. Das eigentliche Problem ist für mich
etwas anderes: Wenn du deutlich weniger schreibst, fehlen oft
wichtige Inhalte. Der Punktabzug kommt dann nicht wegen der
Seitenzahl, sondern wegen nicht dokumentierter Inhalte. Mein
Beispiel dazu: Wenn ich bei einem Softwareprojekt ein
Klassendiagramm erwarten würde und es fehlt, dann ziehe ich dafür
Punkte ab. Nicht, weil noch freie Seiten übrig waren, sondern weil
ein inhaltlich sinnvoller Bestandteil fehlt. Mein praktischer Rat:
Nutze den verfügbaren Platz aus Ich empfehle dir, die erlaubte
Seitenzahl möglichst vollständig zu nutzen, weil die
Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sonst etwas Relevantes fehlt. Das
heißt aber ausdrücklich nicht, dass du die Seiten mit beliebigem
Material oder KI-generiertem Fülltext aufblasen sollst. Wichtig ist
mir dabei: keine inhaltsleeren Wiederholungen keine künstlich
verlängerten Beschreibungen keine sinnlosen Diagramme ohne
Aussagekraft stattdessen nur Inhalte, die einen fachlichen Mehrwert
haben und bewertet werden können Wie ich auf Seitenzahl und Inhalt
schaue Beim Lesen von Projektdokumentationen betrachte ich
Artefakte im Fließtext gedanklich anders als reinen Fließtext. Dazu
zähle ich zum Beispiel: Abbildungen Tabellen Diagramme
Codeschnipsel Berechnungen Wenn mitten im Fließtext viele solcher
Elemente stehen, ist das für mich ein Hinweis darauf, dass der
eigentliche beschreibende Text kürzer ausfällt. Das führt nicht
automatisch zu einem Abzug, aber es kann ein Indiz sein, dass
Inhalte eventuell zu knapp dargestellt wurden. Entscheidend bleibt
für mich immer der Inhalt, nicht die nackte Seitenzahl. Was du in
eine Projektdokumentation aufnehmen könntest Hier kommt eine ganze
Reihe von Inhalten, die in einem typischen Projekt der
Fachinformatiker:innen, besonders in der Anwendungsentwicklung,
vorkommen können. Vieles davon gilt auch für andere IT-Berufe.
Anforderungen Anforderungsermittlung Lastenheft Pflichtenheft User
Storys Product Backlog Architektur und technische Modelle
Architekturskizzen UML-Diagramme Klassendiagramme Sequenzdiagramme
Zustandsdiagramme Komponentendiagramme Deployment-Diagramme
Infrastruktur und Systemdarstellung Netzwerkpläne
Server-Erreichbarkeit Ports und technische Zusammenhänge
Datenmodellierung und Schnittstellen ER-Modelle relationale
Tabellenmodelle JSON-Strukturen OpenAPI-Beschreibungen bei
REST-APIs Prozesse und Abläufe dokumentierte oder optimierte
Prozesse Modellierung mit BPMN EPK Aktivitätsdiagramme
Umsetzungsnachweise Quellcode aus Produktivcode oder Testcode
Screenshots Konfigurationsdateien Fotos von umgesetzten Arbeiten
Projektorganisation Vorgehensmodell wie Scrum, Wasserfall oder
Kanban Beschreibung des Entwicklungsprozesses Ticket-System
Code-Review Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten organisatorische
Abläufe Planung und Wirtschaftlichkeit Zeitplanung für die 40 bzw.
80 Stunden Ressourcenplanung detaillierte Tabellen
Kostenkalkulation Amortisationsrechnung Gegenüberstellung von
Kosten und Einsparpotenzial Mit dieser Liste will ich zeigen, dass
bei einem normalen Projekt schnell viele sinnvolle Inhalte
zusammenkommen können und 15 Seiten deshalb durchaus knapp werden
können. Meine abschließende Motivation für dich Ich gebe dir am
Ende noch einen Gedanken mit: Wenn du eine schlechte Note bekommst
oder sogar durchfällst, obwohl du noch freie Seiten gehabt hättest,
wirst du dich möglicherweise fragen, ob zusätzliche sinnvolle
Inhalte den Unterschied gemacht hätten. Deshalb mein Fazit: halte
die Maximalvorgabe deiner IHK ein überschreite sie nicht nutze den
verfügbaren Platz aber möglichst aus fülle ihn nur mit sinnvollen,
bewertbaren Inhalten Für mich ist genau das der sinnvolle Weg,
damit deine Projektdokumentation zeigt, was du in deiner Ausbildung
gelernt hast und was du im Projekt tatsächlich geleistet hast.
Links Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des Podcasts
Inhalte der Projektdokumentation Gliederung der
Projektdokumentation (Teil 1) Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode [0:20] Heute geht es
um ein Thema, was immer wieder für Aufsehen sorgt oder Aufregung
auf, vor allem im Internet, gerade bei TikTok, unter meinen letzten
Videos, die ich gerade gepostet habe, während ich das hier
aufnehme. Und zwar zum Thema Seitenzahlen in der
Projektdokumentation bei dem Abschlussprojekt der IT-Berufe. Und
ja, Kernfrage, die ich heute beantworten will, ist, wie viele
Seiten sollte meine Projektdokumentation haben? Also vor allem
Fließtext, aber auch Anhang, wie viele Seiten sind da sinnvoll? Und
ich mache mal so ein Too-Long-Din't-Read zum Einstieg. Wenn du
nicht weiterhören willst als hier, schreib einfach genauso viele
Seiten voll, wie deine IHK dir erlaubt. Das war's. Und jetzt kommen
wir kurze Erklärungen, warum das so ist. Fangen wir vielleicht mal
ganz vorne an. Deine IHK erlaubt dir was? Hä? Ja, denn wir erinnern
uns, wir haben in Deutschland 79 verschiedene IHKen. Und die machen
für ihre Abschlussprojekte, für die IT-Brufe alle eventuell
unterschiedliche Vorgaben. Einige machen auch keine Vorgaben oder
haben einfach nichts online oder was auch immer, machen
stillschweigend irgendwelche Vorgaben. Aber erstmal ist Fakt, wir
haben verschiedene IHK'en und die machen potenziell
unterschiedliche Vorgaben, was den Umfang einer
Projektdokumentation angeht. Das heißt von, ich glaube, 10 bis 20
Seiten Fließtext habe ich schon verschiedene Vorgaben gesehen.
[1:34] Einige nehmen den Anhang mit dazu, andere nicht. Verzeichnen
es raus oder doch nicht. Und es gibt überall die Möglichkeit für
jede IHK, das individuell festzulegen. Es ist nicht deutschlandweit
standardmäßig überall gleich. Das schon mal vorweg. Wie bei ganz
vielen anderen Sachen auch übrigens zur Abschlusspräsentation und
Projektdokumentation. Immer erstmal gucken, was die eigene IHK
vorgibt. Weil das kann teilweise sehr krass unterschiedlich sein zu
irgendwas, was du irgendwo anders im Internet liest oder gehört
hast. Also guck immer, was deine IHK dir vorgibt. Daran musst du
dich orientieren und nicht an irgendwas, was du irgendwo mal gehört
hast bei TikTok, Instagram oder YouTube. Ja, deine IHK vergibt,
nein, die IHK gibt dir nicht die Note, der Prüfungsausschuss gibt
dir die Note, aber die orientieren sich natürlich an den Vorgaben
der jeweiligen IHK. Also bitte erstmal darauf gucken. Und im
einfachsten Fall guckst du auf der Website deine IHK, da gibt es
normalerweise Merkblätter, Handreichungen, Vorgaben, was auch
immer, zur Projektarbeit in den IT-Berufen. Ja, es gibt
Projektarbeiten auch in anderen Berufen....
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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