Podcaster
Episoden
23.02.2026
28 Minuten
„Koffein macht nicht wirklich wach - es unterdrückt nur das Signal
der Müdigkeit.“ Kaffee am Morgen, der Espresso zwischendurch, der
Energy-Drink vor dem Training: Koffein ist die meistkonsumierte
psychoaktive Substanz der Welt – für viele unverzichtbarer
Bestandteil des Alltags. Doch was im Körper tatsächlich passiert,
hat weniger mit zusätzlicher Energie zu tun als mit einem
neurobiologischen Trick. In dieser HEALTH NERDS Deep Dive Episode
sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum darüber, wie Koffein im Gehirn wirkt – und warum
Timing, Dosis und individuelle Stoffwechselunterschiede
entscheidend sind. Biologisch blockiert Koffein den
Adenosin-Rezeptor. Adenosin signalisiert dem Gehirn, dass Energie
verbraucht wurde und Erholung nötig ist. Wird dieser Rezeptor
gehemmt, verschwindet die Müdigkeit nicht – sie wird lediglich
überdeckt. Koffein erzeugt oder liefert also keine neue Energie,
sondern maskiert das Ermüdungssignal. Gleichzeitig beeinflusst es
das Belohnungssystem: Die dopaminerge Signalübertragung wird
verstärkt, Motivation und Fokus steigen – ohne dass tatsächlich
mehr Dopamin produziert wird. Parallel aktiviert Koffein das
Stresssystem. Adrenalin und Noradrenalin nehmen zu, teils auch
Cortisol. In moderater Dosis kann das leistungsfördernd sein. Unter
chronischem Stress jedoch kann es Unruhe, Nervosität und
Schlafprobleme verstärken. Ein oft unterschätzter Faktor ist die
Halbwertszeit. Im Durchschnitt bleibt Koffein vier bis sechs
Stunden im Körper – bei manchen deutlich länger. Selbst wenn der
„Kick“ nicht mehr spürbar ist, beeinflusst es weiterhin die
Schlafarchitektur: weniger Tiefschlaf, fragmentierter Schlaf,
längere Einschlafzeit. Individuelle Unterschiede im
Leberstoffwechsel, im Hormonstatus oder im Stressniveau spielen
hier eine zentrale Rolle. Wann unterstützt Koffein Fokus und
Leistungsfähigkeit? Wann wird es zum Stressverstärker? Und was
unterscheidet echte Wachheit von der bloßen Unterdrückung von
Müdigkeit? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf
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19.02.2026
39 Minuten
„Bei Sepsis ist nicht die eigentliche Verletzung oder ein Keim das
Problem – sondern eine außer Kontrolle geratene Abwehrreaktion des
Immunsystems.“ – Sepsis zählt zu den häufigsten Todesursachen
weltweit. Jährlich kommt es zu rund 166 Millionen Fällen – über 20
Millionen Menschen sterben daran. Auch in Deutschland sind es jedes
Jahr etwa 200.000 Todesfälle, die mit einer Sepsis in Verbindung
stehen. Das fatale: Trotz moderner Intensivmedizin wird Sepsis
häufig noch immer zu spät erkannt. Was viele als „Blutvergiftung“
bezeichnen, beginnt oft unscheinbar: eine Lungenentzündung, ein
Harnwegsinfekt, eine Operation, eine Wunde. Der Körper reagiert mit
Entzündung – genau so, wie er es soll. Doch wenn die Balance des
Immunsystems zwischen Angriff und Kontrolle kippt, eskaliert das
System. Entzündungsbotenstoffe werden massenhaft freigesetzt.
Gefäße werden undicht. Der Blutdruck fällt. Mikrogefäße verstopfen.
Organe erhalten nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Nicht der
Erreger richtet den entscheidenden Schaden an – sondern die
überschießende Immunreaktion selbst. Sepsis kann sich innerhalb
weniger Stunden dramatisch entwickeln. Warnzeichen sind Fieber oder
Untertemperatur, Verwirrtheit, schnelle Atmung, Blutdruckabfall
oder ein plötzlich stark verschlechterter Allgemeinzustand. Oft
entsteht das Gefühl: „Etwas stimmt überhaupt nicht mit mir.“ Und
genau das kann lebensentscheidend sein. Selbst nach überstandener
Akutphase können Erschöpfung, Muskelschwäche, kognitive Probleme
oder eine erhöhte Infektanfälligkeit zurückbleiben – das sogenannte
Post-Sepsis-Syndrom. Und das kann ein Leben lang für erhebliche
gesundheitliche Probleme und Beeinträchtigungen sorgen.
Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias
Baum klären in dieser artgerecht HEALTH NERDS Episode die
wichtigsten Fragen: Was genau ist eine Sepsis – und wie
unterscheidet sie sich von einer „normalen“ Infektion oder
Blutvergiftung? Was passiert im Körper, wenn das Immunsystem außer
Kontrolle gerät? Welche Warnzeichen sollte jeder kennen – und ab
wann ist es ein Notfall? Wer gehört zu den größten Risikogruppen –
und warum? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf
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16.02.2026
17 Minuten
„Spirulina ist kein Wundermittel – aber auch kein reiner
Marketing-Hype.“ Zwischen Proteinbombe, Detox-Versprechen und
Anti-Aging-Schlagzeilen bleibt die entscheidende Frage: Was kann
dieses blau-grüne Pulver wirklich? In diesem HEALTH NERDS Deep Dive
sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum über Spirulina - biologisch kein Algenprodukt,
sondern ein Cyanobakterium. Im Zentrum stehen Zusammensetzung,
Studienlage und die nüchterne Einordnung zwischen
Superfood-Narrativ und wissenschaftlicher Realität. Der hohe
Proteingehalt wirkt beeindruckend, das Aminosäureprofil ist breit
aufgestellt - aber kein Ersatz für eine ausgewogene Eiweißzufuhr.
Einzelne metabolische Marker wie Blutfette oder Blutzucker zeigen
in Studien moderate Verbesserungen, ohne dass daraus automatisch
klinische Schutzwirkungen abgeleitet werden können. Antioxidative
Bestandteile wie Phycocyanin machen Spirulina biochemisch spannend,
doch sie ersetzen kein ganzheitliches Ernährungskonzept. Besonders
kritisch ist das Detox-Versprechen. Eine mögliche Bindung
bestimmter Stoffe im Darm ist theoretisch denkbar, eine umfassende
„Entgiftung“ des Körpers wissenschaftlich nicht belegt. Hinzu
kommt: Qualität entscheidet. Herkunft, Kultivierung und
Reinheitsprüfungen sind bei einem Produkt, das Schwermetalle binden
kann, kein Nebenaspekt. Bleibt also die zentrale Frage: Sinnvolle
Ergänzung oder überbewertetes Trendprodukt? Für wen kann Spirulina
einen Mehrwert bieten – und wo reicht solide Ernährung völlig aus?
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12.02.2026
24 Minuten
„Nicht Cortisol ist das Problem - sondern die Art, wie wir mit
Stress umgehen.“ Cortisol hat ein Imageproblem. Begriffe wie
„Cortisol-Detox“ suggerieren, das Hormon sei per se schädlich.
Biologisch ist das nicht haltbar. Ohne Cortisol könnten wir morgens
nicht aufstehen, keinen stabilen Blutzucker halten und keine
Energie mobilisieren. In dieser Folge HEALTH NERDS sprechen
Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias
Baum über die physiologische Rolle von Cortisol. Als Teil der
Stressachse folgt es zeitversetzt auf Adrenalin und Noradrenalin.
Es wirkt nicht nur als Stresshormon, sondern als Steuerhormon:
mobilisiert Energie, beeinflusst Immunprozesse und strukturiert
über die Cortisol-Awakening-Response unseren Tag. Problematisch
wird nicht Cortisol selbst, sondern eine gestörte Regulation.
Akuter Stress ist sinnvoll. Chronische Belastung hingegen bringt
die HPA-Achse aus dem Takt. Der natürliche Tagesrhythmus verschiebt
sich. Cortisol bleibt abends zu hoch oder reagiert bei anhaltender
Belastung zu schwach. Energie wird dauerhaft mobilisiert, ohne
verbraucht zu werden. Schlaf, Stoffwechsel und Regeneration geraten
aus dem Gleichgewicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
Wie senke ich Cortisol? Sondern: Wie reguliere ich mein
Stresssystem? Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, Licht am Morgen,
Dunkelheit am Abend, regelmäßige Mahlzeiten und Bewegung als
physiologische Antwort auf Stress bilden die Grundlage. Adaptogene
wie Ashwagandha oder Rhodiola können unterstützen - ersetzen aber
keine funktionierende Rhythmik. Wieso ist der Ruf von Cortisol so
schlecht? Wann zeigt ein Tagesprofil echte Dysbalance? Und was
bedeutet es, Stress biologisch sinnvoll zu beantworten? HEALTH
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09.02.2026
15 Minuten
„Entscheidend ist nicht, dass freie Radikale entstehen -
entscheidend ist, ob der Körper sie ausgleichen kann.“ Freie
Radikale entstehen täglich im Stoffwechsel, bei
Entgiftungsprozessen, Immunreaktionen, körperlicher Aktivität oder
durch Umweltbelastungen. Gesundheit hängt davon ab, wie gut der
Körper diese Prozesse regulieren kann. Eine zentrale Rolle
übernimmt dabei Glutathion. In diesem HEALTH NERDS Deep Dive
sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum über das wichtigste körpereigene Antioxidans.
Glutathion wirkt direkt in den Zellen, fängt freie Radikale ab und
kann vom Körper kontinuierlich regeneriert werden. Diese Fähigkeit
macht es zu einem zentralen Faktor für Zellschutz,
Mitochondrienfunktion und Entgiftung. Glutathion ist ein
intrazelluläres Puffersystem. Es neutralisiert reaktive Moleküle,
wird dabei oxidiert und anschließend wieder in seine aktive Form
überführt. Besonders relevant ist seine Funktion in der
Phase-II-Entgiftung der Leber, wo es toxische Substanzen für die
Ausscheidung vorbereitet und andere antioxidative Systeme
unterstützt. Gebildet wird Glutathion nicht über die Nahrung,
sondern aus den Aminosäuren Glutamat, Glycin und vor allem Cystein,
das häufig als limitierender Faktor wirkt. Entscheidend ist daher
weniger die direkte Zufuhr, sondern die Fähigkeit des Körpers,
diese Bausteine verfügbar zu machen. Gerät dieses System unter
erhöhte Belastung – etwa durch chronische Entzündungen,
metabolische Erkrankungen, intensive körperliche Aktivität,
Medikamente oder zunehmendes Alter – zeigt sich, wie stabil die
antioxidative Regulation tatsächlich funktioniert. Wann wird
oxidativer Stress zum Problem? Woran lässt sich erkennen, ob die
körpereigene Entgiftungskapazität ausreicht? Welche Rolle spielen
Ernährung, Aminosäuren und Vorstufen wie Cystein oder NAC? Und wann
ist eine Supplementierung sinnvoll? HEALTH NERDS. Mensch, einfach
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Über diesen Podcast
Der Mensch im 21.Jahrhundert: Wohin hat uns die Evolution geführt?
Wie hängen Körper, Psyche und Gesellschaft zusammen? Welchen
Einfluss haben Ernährung, Bewegung und Stress auf den
Superorganismus Mensch? Die HEALTH NERDS von art'gerecht besprechen
komplexe, wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse der Evolution.
Für dauerhafte Gesundheit durch einen artgerechten Lebenstil in der
modernen Welt. Mit praktischen, sofort anwendbaren Tipps und
cleveren Lifehacks. HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. -- Ein
ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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