Koffein: Meistkonsumierte psychoaktive Substanz der Welt (Deep Dive)
Felix Moese & Matthias Baum
28 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Tagen
„Koffein macht nicht wirklich wach - es unterdrückt nur das Signal
der Müdigkeit.“ Kaffee am Morgen, der Espresso zwischendurch, der
Energy-Drink vor dem Training: Koffein ist die meistkonsumierte
psychoaktive Substanz der Welt – für viele unverzichtbarer
Bestandteil des Alltags. Doch was im Körper tatsächlich passiert,
hat weniger mit zusätzlicher Energie zu tun als mit einem
neurobiologischen Trick. In dieser HEALTH NERDS Deep Dive Episode
sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum darüber, wie Koffein im Gehirn wirkt – und warum
Timing, Dosis und individuelle Stoffwechselunterschiede
entscheidend sind. Biologisch blockiert Koffein den
Adenosin-Rezeptor. Adenosin signalisiert dem Gehirn, dass Energie
verbraucht wurde und Erholung nötig ist. Wird dieser Rezeptor
gehemmt, verschwindet die Müdigkeit nicht – sie wird lediglich
überdeckt. Koffein erzeugt oder liefert also keine neue Energie,
sondern maskiert das Ermüdungssignal. Gleichzeitig beeinflusst es
das Belohnungssystem: Die dopaminerge Signalübertragung wird
verstärkt, Motivation und Fokus steigen – ohne dass tatsächlich
mehr Dopamin produziert wird. Parallel aktiviert Koffein das
Stresssystem. Adrenalin und Noradrenalin nehmen zu, teils auch
Cortisol. In moderater Dosis kann das leistungsfördernd sein. Unter
chronischem Stress jedoch kann es Unruhe, Nervosität und
Schlafprobleme verstärken. Ein oft unterschätzter Faktor ist die
Halbwertszeit. Im Durchschnitt bleibt Koffein vier bis sechs
Stunden im Körper – bei manchen deutlich länger. Selbst wenn der
„Kick“ nicht mehr spürbar ist, beeinflusst es weiterhin die
Schlafarchitektur: weniger Tiefschlaf, fragmentierter Schlaf,
längere Einschlafzeit. Individuelle Unterschiede im
Leberstoffwechsel, im Hormonstatus oder im Stressniveau spielen
hier eine zentrale Rolle. Wann unterstützt Koffein Fokus und
Leistungsfähigkeit? Wann wird es zum Stressverstärker? Und was
unterscheidet echte Wachheit von der bloßen Unterdrückung von
Müdigkeit? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf
Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code:
HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original
Podcast.
der Müdigkeit.“ Kaffee am Morgen, der Espresso zwischendurch, der
Energy-Drink vor dem Training: Koffein ist die meistkonsumierte
psychoaktive Substanz der Welt – für viele unverzichtbarer
Bestandteil des Alltags. Doch was im Körper tatsächlich passiert,
hat weniger mit zusätzlicher Energie zu tun als mit einem
neurobiologischen Trick. In dieser HEALTH NERDS Deep Dive Episode
sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum darüber, wie Koffein im Gehirn wirkt – und warum
Timing, Dosis und individuelle Stoffwechselunterschiede
entscheidend sind. Biologisch blockiert Koffein den
Adenosin-Rezeptor. Adenosin signalisiert dem Gehirn, dass Energie
verbraucht wurde und Erholung nötig ist. Wird dieser Rezeptor
gehemmt, verschwindet die Müdigkeit nicht – sie wird lediglich
überdeckt. Koffein erzeugt oder liefert also keine neue Energie,
sondern maskiert das Ermüdungssignal. Gleichzeitig beeinflusst es
das Belohnungssystem: Die dopaminerge Signalübertragung wird
verstärkt, Motivation und Fokus steigen – ohne dass tatsächlich
mehr Dopamin produziert wird. Parallel aktiviert Koffein das
Stresssystem. Adrenalin und Noradrenalin nehmen zu, teils auch
Cortisol. In moderater Dosis kann das leistungsfördernd sein. Unter
chronischem Stress jedoch kann es Unruhe, Nervosität und
Schlafprobleme verstärken. Ein oft unterschätzter Faktor ist die
Halbwertszeit. Im Durchschnitt bleibt Koffein vier bis sechs
Stunden im Körper – bei manchen deutlich länger. Selbst wenn der
„Kick“ nicht mehr spürbar ist, beeinflusst es weiterhin die
Schlafarchitektur: weniger Tiefschlaf, fragmentierter Schlaf,
längere Einschlafzeit. Individuelle Unterschiede im
Leberstoffwechsel, im Hormonstatus oder im Stressniveau spielen
hier eine zentrale Rolle. Wann unterstützt Koffein Fokus und
Leistungsfähigkeit? Wann wird es zum Stressverstärker? Und was
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