Morgenimpuls Archiv
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Radikal – ein Wort, das heute fast nur noch negativ besetzt ist: Radikalisierung im Internet, emotionale Übertreibung, Verharmlosung, Fake News. Doch das Wort "radikal" kommt vom lateinischen "radix", die Wurzel, und bedeutet ursprünglich: von Grund auf, vollständig, gründlich. Radikal zu sein heißt also eigentlich: an die Wurzel gehen.Der heilige Paulus schreibt: "Wir verkünden Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden." Jesus zeigt, wie Radikalität wirklich aussieht: nicht Regeln blind befolgen wie die Pharisäer, sondern das Gesetz Gottes von Herzen her leben. Radikal zu handeln heißt, nicht nur die Folgen eines Problems zu bekämpfen, sondern seine Wurzel zu erkennen. Es bedeutet, das Richtige zu tun – nicht aus Angst, nicht um Anerkennung zu bekommen, sondern weil es von Herzen kommt.Die Radikalität Jesu ist kein Aufstand gegen Gott oder gegen das Gesetz, sondern ein Aufruf: Lebe die Gebote Gottes von Herzen her. Lebe sie in Freiheit. Lebe sie im Vertrauen auf Gott. Wer nur nach äußerer Vollkommenheit strebt, wer Regeln befolgt, um Sicherheit oder Anerkennung zu bekommen, verliert das Wesentliche. Wer Gott von Herzen folgt, der findet ihn – und mit ihm auch das wahre Leben.Vielleicht hilft ein altes Sprichwort aus dem Talmud, um das einzuordnen:Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.Radikal zu sein heißt also nicht Härte oder Rücksichtslosigkeit. Radikal zu sein heißt im Sinne des Glaubens: die Wurzel erkennen, den Mut haben, das Richtige zu tun, und so den Weg zu Gott und mit Gott zu gehen. Paulus schreibt: "Wir verkünden Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden."Nehmen wir das von Jesus wirklich an. Nehmen wir an, was er in unseren Herzen wirken will. Leben wir die Gebote von Herzen her – aus der Freiheit und im Vertrauen auf Gott.
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Gehen oder bleiben? – Jeder und jede von uns kennt solche Momente: in einem Streit, in einer Beziehung, in einer Lebensphase. Plötzlich steht die Frage im Raum: Gehe ich oder bleibe ich? Für viele junge Menschen, die studieren, ist das keine theoretische Frage: Bleibe ich in dieser Stadt? Ziehe ich mein Studium durch? Halte ich an einer Beziehung fest, an einem Engagement, an der Kirche? Oder ist es Zeit, weiterzugehen und etwas zu verändern?Diese Spannung zwischen gehen und bleiben ist so alt wie der christliche Glaube selbst. Schon Petrus und Paulus haben sie erlebt. Und wir haben sie in dieser Woche – vielleicht etwas versteckt – an ihrem Hochfest gefeiert. Von Petrus erzählt eine alte Legende, dass er Rom verlassen will, um der Verfolgung zu entkommen. Auf der Via Appia begegnet er Christus und fragt: "Domine, quo vadis? Herr, wohin gehst du?" Und Jesus antwortet: "Ich gehe nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen." Diese Begegnung bewegt Petrus zur Umkehr. Im Gehen bleibt er. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Liebe zu Christus und zu den Menschen.Paulus lebt in gewisser Weise das Gegenteil – und doch dasselbe. Er bleibt nie lange an einem Ort. Er geht weiter und weiter, immer getragen von seiner Berufung. Sein Bleiben liegt darin, beim Auftrag zu bleiben: hinauszugehen in die ganze Welt und allen Menschen das Evangelium zu verkünden. Am Ende seines Lebens kann er sagen: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt." Gehen ist für ihn keine Flucht, sondern Sendung.Unser christlicher Glaube kennt kein einfaches Entweder-oder. Er lebt aus der Spannung: Bleiben bei Christus und gehen in die Welt. Petrus und Paulus stehen für diese beiden Bewegungen. Und beide bleiben am Ende dort, worauf es ankommt. Vielleicht ist das eine Ermutigung für uns: Es gibt kein sinnvolles Gehen ohne Verankerung und kein echtes Bleiben ohne innere Bewegung. Ob wir gehen oder bleiben – wir dürfen fragen wie Petrus: "Herr, wohin gehst du?" Und wir dürfen vertrauen wie Paulus: "Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft." Was auch kommt: Wir sind gehalten und bewegt in Christus – ob wir gehen oder bleiben. Wir sind in ihm.
4 Minuten
Immer noch passiert es mir, dass mich ein Bibeltext, den ich im Gottesdienst höre, plötzlich völlig verblüfft und mir den Anschein erweckt, als hätte ich ihn noch nie gehört. So ging es mir dieser Tage in der Morgenmesse. Der Abschnitt aus dem Matthäusevangelium erzählt die bekannte Begebenheit, dass zwei Besessene, also von bösen Geistern Beherrschte, die Gegend eines Ortes so unsicher machen, dass es lebensgefährlich wird, ihnen übern Weg zu laufen. Als Jesus in die Gegend kommt, rennen beide auf ihn zu und die bösen Geister erkennen ihn sofort und bitten ihn, wenn er sie schon vertreiben will, sie in die Schweineherde zu schicken. Jesus kommt dem Wunsch nach.Schweine galten im Judentum als unrein und so scheint es logisch, dass die unreinen und bösen Gedanken mit den Schweinen im See untergehen. So weit, so bekannt. Die Schweinehirten rennen in die Stadt und erzählen alles. Aber dann kommt ein Vers, den ich noch nie so registriert habe. Da steht doch tatsächlich: "Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen." – Ich habe das noch nie bedacht. Für die nichtjüdische Bevölkerung war die Schweinezucht eine der Haupteinnahmequellen. Es ist ihnen ziemlich egal, dass durch die Austreibung der bösen Geister die beiden Männer geheilt und wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden konnten. Verständlich, aber auch eine Priorität, die nachdenklich macht.Und dann die Angst, die sie plötzlich haben, weil diese Macht und Autorität, die Jesus ausstrahlt und der sogar das Böse gehorcht, sie zutiefst verunsichert. Haben die Stadtbewohner Angst, dass dieser Jesus sogar die Macht über das Böse in ihnen haben könnte? Also Sorge vor dem Kontrollverlust über das eigene Leben und TreibenDen weiteren Verlauf des Gottesdienstes habe ich nicht mehr mitbekommen, so hat es mich beschäftigt. Mir scheint also bedenkenswert für heute: Kann ich zulassen, dass der Kontakt und der Glaube an Jesus Christus mein Leben mit der Zeit verändert oder habe ich eher Angst vor Kontrollverlust und materielle Einbußen? Spannende Frage!
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Erstmals auf Websites aus Brasilien habe ich Statuen und Gemälde gesehen, die die schwangere Maria zeigen, was hier in Europa sehr selten dargestellt wird und wenn, dann nur auf sehr alten Gemälden aus sehr frühen Kunstepochen. Dabei wird auf ein Geschehen und eine Realität hingewiesen, die das Weltgeschehen und die Sicht auf den Menschen so eindrücklich verändert hat.Ein vierzehnjähriges Mädchen, das in der Glaubensgewissheit erzogen worden ist, dass eine aus ihrem Volk die Mutter des Messias werden wird, hat diese Begegnung mit dem Engel Gabriel, der genau ihr diese unglaubliche Botschaft bringt. Und der Engel gibt ihr – quasi als Ermutigung – Tipp und Trost die Nachricht, dass ihre Verwandte Elisabeth, die ja schon älter und kinderlos ist, jetzt einen Sohn erwartet. Sie sei schon im sechsten Monat, weil bei Gott nichts unmöglich ist.Maria macht sich auf den Weg ins Gebirge, zu ihrer Verwandten. Was will sie dort? Ihre eigenen Eltern ahnen wahrscheinlich noch nichts von dem Unbeschreiblichen, was sich da anbahnt, ihr Verlobter Josef auch nicht. Braucht sie vielleicht doch noch den Beweis, dass sie das alles nicht geträumt hat, dass stimmt, was der Engel gesagt hat. Oder will sie den Abstand von Zuhause, um sich selbst wieder sicher zu werden? Vielleicht braucht sie eine mütterliche Schulter, an der sie sich anlehnen und ausweinen kann wegen all dem Ungeheuerlichen, was ihr da zugetraut wird? Fragen über Fragen, die wir uns stellen, würden.Dann aber, im Augenblick, da sich diese beiden Frauen, die ganz junge und die schon ältere begegnen, geschieht eine Explosion und eine Revolution: eine Explosion in Freude, Glück und Überraschung, die beide Frauen und ihre Ungeborenen erfasst und jubeln lässt. Und eine Revolution. Denn aus Maria, diesem gesegneten jungen Mädchen, bricht ein Gebet hervor, dass bis heute nachhallt. Sie verkündet, dass Gott auf die Niedrigen schaut, die Hochmütigen verjagt, die Mächtigen von ihren Thronen stürzt und kleine Leute erhöht und sich immer seines Volkes erbarmt, weil er es Abraham, Sara und allen ihren Nachkommen verheißen hat. Und sie sagt nicht, dass dieser Gott es in Zukunft tun wird, sondern jetzt, heute, immer. Aus dieser Begegnung von Maria und Elisabeth, an die wir uns heute erinnern, geht eine Kraft und Freude aus, weil es allen klarmacht: Dieser Gott ist mit uns, heute, immer und in alle Ewigkeiten.
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Herzlich willkommen zum Gebet am Mittwoch.Ja, selbst nach einer längeren Nacht danach und einem Tag Abstand bin ich immer noch traurig über das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballer. Ich hatte ihnen schon echt nicht so viel zugetraut, und mir war klar, dass spätestens im Achtelfinale gegen Frankreich Schluss sein wird.Aber die Art und Weise jetzt hat mich traurig gemacht. Viele gute Fußballer, die irgendwie versucht haben, gut zu spielen, obwohl manche von ihnen auf der falschen Position spielen mussten, manche einfach noch nicht oder nicht mehr fit waren, manche von den vielen widersprüchlichen Signalen des Trainers verwirrt und nicht klug ermutigt worden sind und irgendwie Herz und Leidenschaft vermissen ließen.Und es fehlte etwas oder jemand aus der Mannschaft, der das Spiel in die Hand nimmt, der ordnet, beruhigt, das Tempo bestimmt und Verantwortung übernimmt. Sie wirkten unerwachsen, mit einem Trainer, der ihnen Fesseln angelegt hat, sich mit seinen Aktionen über sie gestellt hat, statt sie befreit aufspielen zu lassen. Aber wie im realen Leben ist gerade auch der Fußball ein Mannschaftssport und kein Ding für Alleinunterhalter und Leute, die scheinbar immer recht haben.In einem Lied, dessen Text aus einem brasilianischen Sprichwort stammt und von Dom Helder Camara in Form gebracht worden ist, heißt es: „Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, dann ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“Die schöne Botschaft darin lautet, dass ein Traum allein nur eine persönliche Vorstellung bleibt, während gemeinsames Träumen die Grundlage für reale Veränderungen und neue Wirklichkeiten schafft.Ich finde es gut, wenn wir jetzt nicht in böser Manier Schuldige suchen und alles verteufeln, sondern zusammen mit allen Fußballbegeisterten und Verantwortlichen am Traum eines guten und erfolgreichen Fußballs festhalten und ihn weiterträumen.Und wirkliche Fans, wie ich eine bin, werden weiterhin Spiele dieser WM schauen und jetzt ein bisschen hoffen, dass doch mal ein Underdog, ein kleines Land, das noch nie gewonnen hat, richtig groß rauskommt.
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Herzlich willkommen zum Gebet am Dienstag.Am letzten Wochenende ist ganz viel ausgefallen: unser Kommunionkinderfest, die Ministrantenwallfahrt in Münster, Konzerte und Sportveranstaltungen, Kinderschützenfeste und, und, und. Und der Grund? Die Hitzewelle, die unglaublichen Temperaturen über mehrere Tage und täglich neue Rekorde.Dann gibt es die einen, die jetzt sagen: "Ja, früher war es auch heiß, und es ist halt Sommer. Bla, bla, bla. Stellt euch nicht so an." Und es gibt die Fakten. Und die sagen sehr eindeutig, dass die Gesamttemperaturen in den letzten Jahren immer mehr gestiegen sind, die Zahl der Tage über 30 Grad immer stärker steigt. Und dass es immer schneller geht, weil wir Menschen den Klimawandel beschleunigen.Und es gibt die Leugner, und es gibt die, die sagen: "Was kann ich als Einzelne und Einzelner schon tun?" Aber genau das ist, glaube ich, genau der Punkt. Wenn aber viele der 8 Milliarden Menschen sagen: "Was ich tun kann, das will ich auch tun", dann geschieht tatsächlich etwas.Dass wir hier in Europa viel tun können, muss ich nicht mehr erklären. Wir sind seit Jahren dafür sensibilisiert. So ist es ja in vielen Bereichen unseres Lebens: in Gemeinde und Stadt, in Land und Republik, in Organisationen und Vereinen und in der Kirche.Einer unserer Laudes-Mitbeter hat mir erzählt, dass er zu einem 75-jährigen Kirchbaujubiläum ins Nachbarstädtchen fahren wird. Vor Jahren sollte die Kirche geschlossen werden, aber da haben einige Gemeindemitglieder gesagt: „Nein, das ist unsere Kirche, und die wird nicht geschlossen.“ Und sie haben einen Förderverein gegründet und alles in die Hand genommen. Und es hat funktioniert.Es werden weiterhin Gottesdienste gefeiert, und es gibt immer neue Ideen, was man als kleine Gemeinde tun kann und welche Möglichkeiten es gibt, als Christen in der Gesellschaft vor Ort Angebote zu machen. Es gibt genügend Spenden, und die Leute merken, dass sie mit ihrem Engagement etwas bewirken können. Und manchmal ist es auch Widerstand gegen vorgegebene Änderungen, die unsensibel über die Köpfe der Gemeinden hinweg gefasst worden sind.Mut ist gefragt und Gemeinsinn und die Hoffnung auf einen Gott, der unsere Wege mitgeht.
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Heute ist das Fest der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus. Ich habe immer noch im Ohr, wie eine aus Schlesien stammende Mitschwester immer sehr energisch gesagt hat: "Petrus und sein Kamerad" und ich das schon echt witzig fand. Wenn man nach der Wortbedeutung "Kamerad" schaut steht da im Duden: "Eine Person, mit der jemand durch gemeinsame Tätigkeiten oder Interessen eng verbunden ist".Das kann man bei Petrus und Paulus ja schon sagen, obwohl es kaum verschiedenere Typen als diese beiden finden kann. Petrus stammte aus Bethsaida am See Genezareth. Ursprünglich hieß er Simon, erhielt aber durch Jesus den Beinamen Petrus (zu Deutsch: der Fels). Petrus war der Bruder des Apostels Andreas. Durch ihn lernte er Jesus kennen. Beide Brüder waren Fischer. Petrus war verheiratet und wohnte mit seiner Familie in Kafarnaum.Aus den Briefen des Paulus kann man weder sein Geburtsjahr noch seine familiäre Herkunft sicher ermitteln. Aber wenn die Apostelgeschichte recht hat, hatte Paulus zumindest eine Schwester, die in Jerusalem lebte. Dort wird auch berichtet, dass Paulus aus der Stadt Tarsus in Kilikien stammte und das römische Bürgerrecht besaß. Paulus war gebildet, war bei Gamaliel in die Schule gegangen und gehörte den Pharisäern an. Beide hatten sehr unterschiedliche Lebens- und Berufungsgeschichten: der eine kommt durch seinen Bruder zu Jesus, der andere muss vom Pferd gestoßen werden und drei Tage richtig blind sein, bis er Jesus erkennt und ihm dann um so eifriger nachfolgt.Wenn so etwas schon zum Anfang der jungen Kirche so war, so ist es ja 2000 Jahre später nicht anders: viele Menschen, die auf den unterschiedlichsten Wegen zum Glauben gekommen sind und auch auf den unterschiedlichsten Wegen ihren Glauben leben und die Kirche mitgestalten: die einen, die quasi von Geburt, Familie, Tradition und Taufe dazu gehören, die anderen, die durch Ereignisse oder Menschen dazu geholt wurden, und die dritten, die von Jesus, vom Geist so quasi vom Pferd geschubst worden sind und deren Blindheit gelöst werden muss. Ein Wort des ehemaligen Papstes Benedikt XVI. gefällt mir da sehr gut und ich halte es für eine entspannte Weise, mit den vielfältigen Wegen in der Kirche umzugehen. In einem Interview wurde er gefragt, wie viele Wege es zu Gott gibt. Und seine wunderbare Antwort darauf war: "So viele, wie es Menschen gibt!" Heute am Fest von Petrus und Paulus können wir die Phantasie Gottes feiern, der die Menschen so vielfältig geschaffen und seine Freude an ihnen hat.
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Ich bin als Kind im Sommer gerne auf Glühwürmchenjagd gegangen. Die fliegen jetzt wieder – irgendwann zwischen Juni und August. Man braucht Geduld, um sie zu entdecken. Und Geduld ist nicht unbedingt meine größte Stärke. Ich möchte oft schnell helfen. In der Schule, wenn ich die Lösung schon kenne. In der Familie, wenn jemand Unterstützung braucht. Oder in Freundschaften – wenn eine Nachricht kommt, die mich sofort aufspringen lässt. Am liebsten wäre ich manchmal überall gleichzeitig da. Aber so funktioniert das nicht. Glühwürmchen leuchten auch nicht für alle gleichzeitig. Sie blitzen auf – aber nur aus bestimmten Blickwinkeln. Nicht jeder sieht ihr Leuchten zur gleichen Zeit. Und vielleicht ist das bei uns ähnlich. Wir können nicht überall gleichzeitig leuchten. Nicht für alle Menschen zur selben Zeit da sein. Und ja – das tut manchmal weh. Mir fällt es auch nach Jahren noch schwer, Menschen warten zu lassen oder abzusagen. Aber vielleicht heißt das nicht, dass unser Leuchten zu wenig ist. Sondern nur, dass es begrenzt ist. Und dass es genau deshalb kostbar ist. Denn bei Gott ist das anders. Sein Leuchten ist nicht begrenzt. Es kennt keine Wartelisten. Es erreicht jeden – zu jeder Zeit. Und vielleicht ist das tröstlich: Ich muss nicht überall gleichzeitig leuchten. Aber ich bin selbst gehalten von einem Licht, das es kann.
3 Minuten
Kennst du das Bild, wenn du unter einem Blätterdach liegst und die Sonne durch die Blätter in dein Gesicht fällt? Ich liebe das. Man sieht jede Ader eines Blattes. Das Grün leuchtet plötzlich ganz anders. Fast so, als würde jedes einzelne Blatt von innen heraus strahlen. So liege ich am liebsten in der Hängematte, höre Musik oder lese ein Buch. Und immer wieder geht mein Blick nach oben. Wenn die Sonne meine Haut berührt. Oder einfach, weil ich mich kaum sattsehen kann. Eigentlich verändert sich dieses Bild kaum. Es ist jedes Jahr wieder da. Und doch wird es nie langweilig. Ich glaube, mit Gott ist es vielleicht ähnlich. Er schaut auf uns – nicht flüchtig, nicht gleichgültig, sondern mit Liebe. Nicht so, dass wir nur Teil einer großen Masse wären. Sondern wie jedes einzelne Blatt im Licht. Und manchmal gibt es diese Momente, in denen ich das sogar spüre. Da liege ich unter diesem grünen Leuchten, schaue nach oben und habe das Gefühl: Ich bin gemeint. Ich bin gesehen. Ich bin Gott nah. Und vielleicht freut sich Gott genau daran: wenn wir leuchten. Wenn etwas von seiner Liebe in uns sichtbar wird. Wenn wir aufeinander zugehen. Wenn wir hinschauen. Wenn wir füreinander da sind. Ja, vielleicht bin ich nur ein kleines Blatt am Baum. Aber leuchten kann ich trotzdem.
4 Minuten
Es ist Sommer. Es ist richtig heiß. Zu heiß für uns eher kältegewohnte Sauerländerinnen. Schon eine Woche sonnig und Hitze- statt Gewitterwarnung und kein Sturzregen und herrlich warm und laue Abende im Garten. Es gibt so Gewissheiten, die einfach erinnern, dass es wettermäßig im Sommer so sein sollte. Aber, und das ist immer so verwunderlich, im Ablauf des Jahres sind wir schon wieder auf dem absteigenden Ast. Der 21. Juni war die Mitte, der Mittsommer, der längste Tag und die kürzeste Nacht. Im Gotteslob haben wir dazu ein wunderschönes Lied, dessen Melodie sehr eingängig und dessen Text sehr deutlich zeigt, wie der Zeiten- und der Lebenslauf geht. Da heißt es in der ersten Strophe:Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht. Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut. Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn.Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin. Im normalen Trubel des Alltags und in den großen Städten merkt man oft gar nicht, dass die Blütezeit der Bäume, Früchte und Felder vorüber ist und wir schon ernten können, die Beeren und Früchte und das frühe Gemüse. Aber da genau ist der Punkt in unserem Leben: mittendrin und doch schon auf dem Weg des Reifens zum Ende hin. Lass uns Dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin ist die Ermutigung und auch Ermahnung unseres Lebens: mit seinem Wort auf Gott hin zu leben und zu reifen. Die Erkenntnis der zweiten Strophe macht den Gedanken noch deutlicher:Kaum ist der Tag am längsten, wächst wiederum die Nacht.Begegne unsren Ängsten mit deiner Liebe Macht.Das Dunkle und das Helle, der Schmerz, das Glücklichseinnimmt alles seine Stelle in deiner Führung ein. Das Blühen und Reifen und die langen Sommertage sind die eine Seite des Lebens; und es ist wunderbar sie zu genießen und uns zu erinnern. Die Dunkelheiten und Ängste die andere Seite. Und in diesem Lied gibt es die kraftvolle Zusage, dass all das in der machtvollen Liebe Gottes geborgen ist.
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Wir haben gegenüber unserem Haus einen kleinen Garten, der an der Stadtmauer entlang geht, klein, aber fein ist, etwas Wiese hat, um sich auch mit 10 Leuten am Tisch zum Essen zu treffen, an der Mauer entlang viele schöne Hortensienbüsche und andere Blumen, die jetzt langsam anfangen zu blühen, ein paar Johannisbeer- und Stachelbeersträucher, um mit den Früchten Marmelade zu kochen, und eine ziemlich große Ecke mit Bodendecker Rosen. Die sind für mich das absolut Faszinierende in unserem Garten. Vor einigen Jahren musste ein gebrochenes Kabel in drei Meter Tiefe gesucht und ausgetauscht werden. Also wurde quasi die Fläche von 3 Quadratmetern 3 Meter tief ausgehoben, eine riesige Holzkabeltrommel schon mal geholt und genau auf den Rosen abgelegt. Tja, das war es wohl. Nach mehr als zwei Wochen wurde die Trommel wieder entfernt und abtransportiert. Von den Rosen war nichts mehr zu sehen. Ein Jahr später lugten ein paar kleine rote Blüten aus dem Rest des Busches, im vergangenen Jahr noch ein paar mehr und in diesem Jahr ist es, als sei niemals eine tonnenschwere Kabeltrommel auf ihnen gelastet, die alles Leben abgedrückt hat. Der Busch blüht in einer Fülle, wie nie zuvor und oft bleiben Spaziergänger stehen und genießen diese Pracht. Manchmal geht es vielen von uns im realen Leben auch nicht anders. Da lasten Arbeit, Krankheit, Nöte und Schwierigkeiten auf uns und es herrscht das Gefühl vor, alles wird erdrückt und es bleibt keine Luft mehr zum Atmen, keinen Raum mehr für Entwicklung, keine Energie mehr für mehr als nur zu existieren. Aber wir Menschen haben von Gott eine unsterbliche Seele bekommen und manchmal braucht es nur ein Gebet, nur einen freundlichen Blick, nur eine Zusage des Beistands, nur eine kleine Hilfe im Alltag, und Leib und Seele können wieder aufleben, aufschauen, aufblühen. Eine Frau im kriegszerstörten Butscha hat neben ihrem zerbombten Haus einen Garten angelegt, Gemüse gepflanzt und einen Rosenstock. Zur Verblüffung des Reporters sagt sie: „Gott hat uns das Leben gegeben und uns überleben lassen. Jetzt werden wir ernten, was wir zum Leben brauchen und die Rose wird IHN, unseren Gott, loben“ Ich bin beeindruckt und fasziniert von der Kraft dieser Frau und ihrem Mut und ihrem Glauben.
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Es gibt in der gesamten Liturgie der Kirche nur drei Menschen, von denen wir den Geburtstag feiern: Jesus - den Sohn Gottes, die Gottesmutter Maria, und seinen Vorläufer Johannes, dessen Geburtstag heute ist.Dessen Ankündigungsgeschichte ist echt bemerkenswert. Im Lukasevangelium heißt es: „Da erschien ihm der Engel des Herrn, der stand an der rechten Seite des Räucheraltars.Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und Furcht überfiel ihn.Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Johannes geben. Du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“Beim Tempeldienst wird seinem Vater angekündigt, dass er diesen Sohn bekommen wird, und. weil er das wegen seines Alters und dem fortgeschrittenen Alter seiner Frau wirklich nicht glauben kann, wird er stumm. Als dann der Sohn geboren ist, und er aufschreibt, dass dieses Kind Johannes heißen soll, wird seine Zunge wieder gelöst und er kann wieder sprechen und „er redete und pries Gott“. Das es einem, von dem was auf mich zu kommt, schon mal die Sprache verschlägt, kommt Dir wahrscheinlich auch bekannt vor. Man ist sprach- und ratlos und weiß nicht weiter. Und dann hilft es schon mal, wenn man einfach tut, was dran ist, den normalen Alltag bewältigt und trotzdem versucht, Herz und Hirn zusammenzubringen und auf das zu hören, was mir da aufgetragen ist oder von dem ich spüre, dass jetzt etwas geschehen muss. Und manchmal ist es auch erst die nächste Generation, hier also der Sohn Johannes, der die richtigen Worte findet, und einen liebenden und erbarmenden Messias ankündigt.
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Im Nachbardorf meines Heimatortes ist eine Eisdiele. Sie ist schon über 60 Jahre alt und ist noch immer im Familienbesitz. Der Sohn macht das jetzt schon über 40 Jahre. Sie hat einen legendären Ruf wegen der tollen Qualität des Eises und ist im Preis immer noch niedriger als die anderen ringsum. Ich habe ein kleines Video gesehen und war entzückt: Wenn man hineingeht, ist es drin so herrlich altmodisch, mit Plastikblumen und roten Kunstlederstühlen, dass man sich echt wundert. Aber der Besitzer möchte es so und die Leute lieben es. Sie hat aber schon immer mehr vom Straßenverkauf gelebt als von den wenigen Sitzplätzen innen. Das Eis wird noch handgemacht und meist gibt es nur 4 - 5 wechselnde Sorten. Und immer, wenn ich vorbeifahre, denke ich, oh, hier wollte ich schon immer mal halten und das Eis probieren. Und dann sehe ich die langen Schlangen der Eisliebhaber, die da vorfreudig anstehen und fahre dann doch vorbei, ohne zu halten. „Das ist da immer so“ sagen meine Brüder, denen ich davon erzähle. Und auch sie haben deshalb dort noch nie gehalten. Man muss einen Parkplatz suchen, ein Ticket ziehen und sich an der Schlange anstellen. Ach, dann lieber nicht. Wofür lohnt es sich für Dich, heute mal anzuhalten, auszusteigen, sich in einer langen Schlange anzustellen und geduldig zu warten? Ein neu auf den Markt geworfenes Produkt, das sehr angesagt ist und alle haben wollen? Ein endlich wiedereröffnetes Museum mit einer brandneuen Ausstellung? Wenn nicht das Geld, der Preis, die Frage ist, sondern die dafür aufgewendete Zeit oder das Vergnügen des Heute?Zurzeit bei der Fußball WM sind in den USA die Preise für alles so hoch, dass sich das nur scheinbar reiche Leute leisten können oder jemand, der dieser Tage erzählt hat, dass er zwei Jahre energisch gespart hat, um sich diese Reise und die Tickets und das Hotel und die Wurst und das Bier leisten zu können und man sah ihm an, dass das eine der besten Entscheidungen seines Lebens war. Und er vergnügt in einer langen Schlange stand, um genau heute ins Stadion zu können.Und über dieses „Heute“, kann man auch wunderbar nachsinnen, während man in der langen Schlange vor der Eisdiele steht und sich sehr vorfreut, weil das köstliche Eis auch eine der wunderbaren Gaben Gottes ist, die die Menschen für seine Menschen erfunden haben, uns zur Freude und zum Genuss für Leib und Seele.
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Der König verliebt sich, was ja an sich schön ist. Aber er kann seine neue Liebe nicht heiraten, weil er längst verheiratet ist. Also versucht er, seine Ehe annullieren zu lassen, wofür es aber keinen Grund gibt. Der Papst lehnt ab und das ist der König nicht gewillt einfach hinzunehmen. Also gründet er die eigene Staatskirche und setzt sich selbst als Oberhaupt dieser Kirche ein. Sein Kanzler Thomas Morus tritt da aber sofort von seinem Amt zurück, weil er als Katholik solchem Bestreben nicht folgen will. Aber der König will den Treueeid von allen, auch von ehemaligen Kanzlern. Da der sich weiterhin standhaft weigert, wird er eingekerkert und wegen Hochverrats zum Tod verurteilt und hingerichtet.Das Ganze ist fast 500 Jahre her und ist nicht vergessen, weil dieser Thomas Morus ein kluger Mann, ein liebevoller Familienmensch, ein Anwalt für Gerechtigkeit gegen jedermann war und einen wundervollen Humor hatte. Selbst in der Stunde seiner Hinrichtung bittet er ganz gelassen den Henker, ihm doch aufs Schafott zu helfen, herunter würde er es dann schon allein schaffen. Und er schiebt seinen wallenden Bart zur Seite, da der ja keinen Hochverrat begangen habe und nicht bestraft werden müsse.Papst Johannes Paul II. hat ihn im Jahr 2000 zum Patron der Regierenden und Politiker ernannt. Und was hat das heute, am Montagmorgen, mit mir und mit Dir zu tun? Eigentlich nichts, es sein denn, wenn Du Dich an Deinem Ort in der Kommunalpolitik engagierst oder Dich sonst einsetzt für das Wohl der Mitmenschen. Manchmal helfen mir solche Beispiele, den eigenen Tag mit nie so schlimmen Herausforderungen doch mit etwas mehr Gelassenheit und Ruhe zu beginnen. Mein Vertrauen in Gott und meinen Glauben auf ihn zu setzen, auch wenn alle ringsherum anders denken und es auch von mir fordern sollten.Zwei charakteristische Worte von Thomas Morus gebe ich Dir gerne mit in den Tag. Das eine: Viele Menschen erkaufen sich die Hölle mit so großer und schwerer Arbeit, dass sie sich mit der Hälfte derselben hätten den Himmel erwerben könnten. Und das zweite: Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile.
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Eine der schwierigsten Aufgaben als Priester ist es ein Kind zu beerdigen. Es gibt kaum einen Moment, der emotional so tief berührt und gleichzeitig sprachlos macht. Wir stehen vor einem Leben, das viel zu kurz war und irgendwie muss man doch Worte finden. Worte, die trösten, Worte, die Hoffnung geben, Worte, die das Unfassbare ein Stück weit greifbar machen.In solchen Momenten merke ich dann, wie sehr ich auf Zeichen angewiesen bin, die den Menschen Hoffnung schenken. Ein Blick in den Himmel kann so ein Zeichen sein. "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache." Antoine de Saint-Exupery hat diese Worte in seinem kleinen Prinzen geschrieben. Sterne sind mehr als ferne Lichter. Sie können ein Ort des Trostes sein, ein Spiegel für die Liebe Gottes, ein Zeichen, dass jedes Leben, so kurz es auch war, wertvoll und geborgen ist. "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache." Die Sterne erinnern uns daran, dass Gott zu uns Menschen spricht, dass er ja sagt zu dieser Welt, zu uns, zu jedem Menschen, auch zu dem kleinen Kind, das stirbt.So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein, heißt es in einem Lied. Das Licht der Sterne ist ein Blick in die Ferne und zugleich ein Blick in die Vergangenheit. Ähnlich wie der Tod uns von Menschen scheidet, die wir lieben, bleiben wir aber weiterhin in ihrer Vergangenheit und in ihrer Erinnerung. Wenn wir auf sie blicken, wenn ein Leben nur kurz auf dieser Erde war, dann gewinnt jede liebevolle Geste, jede Berührung, jede gemeinsame Zeit noch einmal besondere Bedeutung. So wie das Licht der Sterne bleibt, so bleibt die Erinnerung an dieses Leben in unseren Herzen, in unseren Gedanken und bei Gott. Gott erinnert sich jedes Menschen. Gott holt ihn in sein Inneres. Er schenkt ihm Geborgenheit. Das, was wir lieben, verliert nicht seine Bedeutung nur durch den Tod, auch, wenn wir es nicht mehr in unseren Händen halten können.Der Sternenhimmel wird so zu einem Zeichen der Zusage Gottes. Licht bricht in die Dunkelheit. Ewigkeit durchdringt unsere Zeit und wir dürfen darauf vertrauen, dass die, die wir lieben, geborgen sind in diesem Licht. Das ist meine Hoffnung für jeden Menschen, so auch für den kleinen Moritz. Mögen wir allen Menschen ihren Platz bei Gott wünschen in der Geborgenheit, in der Liebe und in der Ewigkeit. Denn so spricht Gott sein Ja und so stirbt unser Nein. Schau einfach in den Himmel und blick auf die Sterne. Zeichen der Gegenwart Gottes.