Citymaking – So wollen wir in Städten leben Archiv
75 Episoden
32 Minuten
Thomas Keck ist seit 2019 Oberbürgermeister der Großstadt Reutlingen, südlich von Stuttgart. Im Gespräch mit Thorsten Kausch spricht der 60-Jährige offen und konkret über die Themen, die ihn und seine Stadt umtreiben: zu wenig Gewerbesteuer, hoher Zuzugsdruck und eine Stadt mit 13 sehr diversen Stadtvierteln. Letzteres sieht Keck allerdings als großen Mehrwert für seine Stadt, denn die Vielfalt an Wohn- und Freizeitmöglichkeiten sind in Reutlingen groß. „Wir fördern das, wo wir können“, sagt der Oberbürgermeister.
Gleiches gilt für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Als eine von nur drei Städten in ganz Europa ist Reutlingen Teil eines solchen UNESCO-Biosphärenreservats. Ein USP für die Stadt, auch in Hinblick auf die Bedürfnisse der Bürger:innen, findet Keck: „Die Menschen haben mit Corona einen starken Sinn für Regionalität entwickelt – und zwar über Lebensmittel hinaus. Intakte Natur um uns herum hat einen neuen Wert.“
Besonders spannend: Statt Wettbewerb setzt der Reutlinger Oberbürgermeister auf Kooperation, zum Beispiel mit der Nachbarstadt #Tübingen. „Darin sehe ich viel Potential für die Zukunft, auch in wirtschaftlicher Hinsicht.“ Mehr dazu in dieser Folge von CITYMAKING.
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Thomas Keck auf reutlingen.de
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Sie haben Vorschläge für einen Gast, Fragen oder Feedback? Dann schreiben Sie mir an podcast@stadtmanufaktur.com.
CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von Die Stadtmanufaktur.
Gleiches gilt für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Als eine von nur drei Städten in ganz Europa ist Reutlingen Teil eines solchen UNESCO-Biosphärenreservats. Ein USP für die Stadt, auch in Hinblick auf die Bedürfnisse der Bürger:innen, findet Keck: „Die Menschen haben mit Corona einen starken Sinn für Regionalität entwickelt – und zwar über Lebensmittel hinaus. Intakte Natur um uns herum hat einen neuen Wert.“
Besonders spannend: Statt Wettbewerb setzt der Reutlinger Oberbürgermeister auf Kooperation, zum Beispiel mit der Nachbarstadt #Tübingen. „Darin sehe ich viel Potential für die Zukunft, auch in wirtschaftlicher Hinsicht.“ Mehr dazu in dieser Folge von CITYMAKING.
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42 Minuten
„Wochenmärkte sind soziale Treffpunkte, informelle Austauschplattformen, lokaler Wirtschaftsfaktor, sie sind Frequenzbringer, Impulsgeber, städtische Einnahmequelle, sie sind ökologisch und regional – kurz: ein Gewinn für jede Stadt und jeden Stadtteil. Aber: Um im aktuellen Handelsumfeld ihr volles Potential zu entfalten, brauchen sie organisatorischen Support, Entwicklungsperspektiven und Managementkompetenzen von Seiten der Städte.“ Das sagt Handelsexperte Matthias Sander.
In unserer Podcast-Sonderfolge spricht Thorsten Kausch mit Sander und Wilfried Thal (Wochenmarkthändler und Präsident des Landesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg e.V. über das Potenzial von Wochenmärkten für unsere Städte.
Weitere Links zur Folge:
Städte einzigartig beleben – mit neuen Einzelhandelskonzepten und Wochenmärkten
Website des LAGS Hamburg e.V.
Mathias Sander auf LinkedIn
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41 Minuten
Braucht es noch Büros? Projektentwickler Lothar Schubert sagt: Ja! Und zwar größere und attraktivere als vor Corona. „Büros zu vermieten ist das, was in der Immobilienwirtschaft zurzeit am besten funktioniert.“ Denn Homeoffice und Remote stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Um komplexe Probleme zu lösen, müssen sie Mitarbeiter in echt zusammenbringen. Doch die haben neue Ansprüche.
„Sharing ist beim Thema Arbeit durchgefallen“, stellt Schubert fest und bezieht sich auf eine aktuelle Studie seines Unternehmens DC Developments. Die Menschen wollen einen Arbeitsplatz UND Begegnungsräume. Das bedeutet: 100 % Arbeitsplätze + Gemeinschaftsräume = mehr Bürofläche.
Außerdem diskutiert Schubert im Gespräch mit Thorsten Kausch über Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung, Sharing-Konzepten im Wohnen und aktuelle Herausforderungen in der Stadtentwicklung.
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Mein Gast Lothar Schubert auf LinkedIn.
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42 Minuten
„Soziokultur ist jene aktive Kultur, die von allen gemacht und gestaltet wird, vor allem in Einrichtungen und Initiativen vor Ort. Sie ist damit ein wichtiger Bestandteil kultureller Bildung.“ – So definiert die Bundeszentrale für poltische Bildung den großen Begriff der Soziokultur. Klar ist, für eine lebendige Stadt ist sie lebenswichtig. Deshalb widmet sich Ingrid Wagemann aus Hannover der Soziokultur mit viel Leidenschaft – als Kommunalpolitikerin, aber auch als Beraterin bei der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen und Mitgründerin der Agentur für kreative Zwischenraumnutzung.
Nach vielen Jahren Engagement hat Wagemann erkannt: „Soziokultur ist Stadtentwicklung“. Und mit diesem Selbstverständnis erobern die Vertreter:innen der Soziokultur ihr Mitspracherecht in Stadtentwicklung und Stadtplanung. Im Gespräch entschlüsselt die Kulturexpertin die Bedeutung der Soziokultur für die Stadtgesellschaft und spricht über die kreativen Möglichkeiten von Räumen:
„Zwischenraum ist ein unglaublich schönes Thema. „Zwischenräume produzieren Kreativität und inspirieren“, so Wagemann. „Das Temporäre von Zwischenräumen ist nicht nur ein Mangel, sondern auch eine Art Freiheit.“
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44 Minuten
2022 war das erste Krisenjahr für den Online-Handel. Unternehmen berichten über Umsatzrückgänge, einige kämpfen gegen die Insolvenz. Ist der Zenit des E-Commerce überschritten? Nein, sagt Wirtschaftswissenschaftler und Handels-Experte Gerrit Heinemann. 2022 war ein Ausnahmejahr, die meisten Online-Händler arbeiten profitabel.
Heinemann ist Professor an der Hochschule Niederrhein, Leiter des eWeb Research Center und forscht seit Jahrzehnten zu E-Commerce und Handel. Seine Prognose: „Die Sättigungsgrenze des Online-Handels im Bereich Non-Food wird sich bei einem Anteil von 50 % einpendeln.“ Das bedeutet aber auch, dass ein Drittel der Geschäfte aus den Städten verschwinden wird. Harte Aussichten für den stationären Handel.
Was tun mit dem Leerstand? Und was können Einzelhändler tun, um den Strukturwandel zu überleben – oder noch besser – um diesen für sich zu nutzen? Gerrit Heinemann spricht im Gespräch mit Thorsten Kausch über erfolgreiche Strategien von großen Unternehmen wie Thalia und DM und wirbt für multioptionales Denken. Weg von Entweder-oder, hin zu echtem Omnichannel-Handel nach dem Motto: „Kanal egal!“
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Heinemann ist Professor an der Hochschule Niederrhein, Leiter des eWeb Research Center und forscht seit Jahrzehnten zu E-Commerce und Handel. Seine Prognose: „Die Sättigungsgrenze des Online-Handels im Bereich Non-Food wird sich bei einem Anteil von 50 % einpendeln.“ Das bedeutet aber auch, dass ein Drittel der Geschäfte aus den Städten verschwinden wird. Harte Aussichten für den stationären Handel.
Was tun mit dem Leerstand? Und was können Einzelhändler tun, um den Strukturwandel zu überleben – oder noch besser – um diesen für sich zu nutzen? Gerrit Heinemann spricht im Gespräch mit Thorsten Kausch über erfolgreiche Strategien von großen Unternehmen wie Thalia und DM und wirbt für multioptionales Denken. Weg von Entweder-oder, hin zu echtem Omnichannel-Handel nach dem Motto: „Kanal egal!“
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28 Minuten
Nach 14 Jahren Bauboom in Deutschland steckt die Immobilienbranche in der Krise. Material und Mitarbeiter sind knapp, Baukosten und Bauzeiten sowie Finanzierung und Förderprogramme kaum kalkulierbar. Und die Immobilienpreise? Die stagnieren oder sinken sogar. Was sagt Immobilienprofi Stefan Spilker dazu?
„Wir werden diese Situation noch mindestens 24 Monate aushalten müssen“, prophezeit der CEO der SORAVIA Deutschland GmbH im Gespräch. „In der Branche sind die Unternehmen gerade sehr verhalten unterwegs und versuchen, alle Vorhaben aufzuschieben.“
Trotzdem behält sich der Immobilienprofi den Blick für Chancen und Innovationen – und trotzt damit Krisenberichten und Weltuntergangsstimmung. „Die Immobilienbranche ist immer kreativ durch Krisen gegangen. Wir werden in den nächsten Jahren eine Menge Innovationen sehen, was Quartiersentwicklungen oder die Weiterentwicklung von Immobilien in Innenstädten angeht“, meint Spilker.
Das Verhalten der Städte in der Krise kritisiert Spilker dagegen als „erschreckend“. Und der geförderte Wohnungsbau? Ein Thema, über das noch viel zu reden ist. Im Gespräch stellt er die große Frage: „Wie müssen die Förderprogramme der Zukunft aussehen, um den sozialen Frieden zu gewährleisten?“
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„Wir werden diese Situation noch mindestens 24 Monate aushalten müssen“, prophezeit der CEO der SORAVIA Deutschland GmbH im Gespräch. „In der Branche sind die Unternehmen gerade sehr verhalten unterwegs und versuchen, alle Vorhaben aufzuschieben.“
Trotzdem behält sich der Immobilienprofi den Blick für Chancen und Innovationen – und trotzt damit Krisenberichten und Weltuntergangsstimmung. „Die Immobilienbranche ist immer kreativ durch Krisen gegangen. Wir werden in den nächsten Jahren eine Menge Innovationen sehen, was Quartiersentwicklungen oder die Weiterentwicklung von Immobilien in Innenstädten angeht“, meint Spilker.
Das Verhalten der Städte in der Krise kritisiert Spilker dagegen als „erschreckend“. Und der geförderte Wohnungsbau? Ein Thema, über das noch viel zu reden ist. Im Gespräch stellt er die große Frage: „Wie müssen die Förderprogramme der Zukunft aussehen, um den sozialen Frieden zu gewährleisten?“
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23 Minuten
80 Seiten, 232 Ziele, ein Name: Active City Hamburg. Der große Masterplan für die Hansestadt entstand aus der gescheiterten Olympiabewerbung und zeigt, wie aus einem Scheitern viel Neues entstehen kann. In dieser Folge spreche ich mit Christoph Holstein, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport für den Bereich Sport, darüber, was Active City für Hamburg bedeutet und warum Sport in einer Großstadt so wichtig ist.
Für Holstein geht es bei Sport und Bewegung vor allem um „gute Erfahrungen“ – und die positiven Nebeneffekte für die Gesundheit des Einzelnen und die Gesellschaft im Ganzen. „Sport hat viel mit Sozialpolitik zu tun. Mit Wirtschaftspolitik, Marketing, Schulpolitik. Sport ist soziale Heimat.“ Deshalb müssen Sport und Bewegung ressortübergreifend gedacht werden. So wie bei Oberbillwerder, dem ersten Modellstadtteil Active City.
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Für Holstein geht es bei Sport und Bewegung vor allem um „gute Erfahrungen“ – und die positiven Nebeneffekte für die Gesundheit des Einzelnen und die Gesellschaft im Ganzen. „Sport hat viel mit Sozialpolitik zu tun. Mit Wirtschaftspolitik, Marketing, Schulpolitik. Sport ist soziale Heimat.“ Deshalb müssen Sport und Bewegung ressortübergreifend gedacht werden. So wie bei Oberbillwerder, dem ersten Modellstadtteil Active City.
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35 Minuten
Der Megatrend Urbanisierung ist im vollen Gange. Auch in Deutschlands Städten. Prognosen rechnen bis 2030 mit rund 4 Mio. Einwohnern in Berlin und 2 Mio. in Hamburg. Damit steigt der Druck auf die (Wohn-)Flächen und die Infrastruktur: die Preise steigen, die Wohnungsgrößen sinken. Doch der Wunsch nach Wohn- und Lebensraum bleibt hoch. Wie kann dieser durch neue Konzepte und vorausschauende Stadtentwicklung befriedigt werden?
Andrea Soyka, Geschäftsführerin der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg, arbeitet mit ihrem Team an Antworten für Großstädte. Ihre Beobachtung: Quartiere als Lebensräume gewinnen weiter an Bedeutung. Soyka ist überzeugt: Für die Entwicklung von lebendigen Quartieren, mit denen sich Menschen identifizieren können, sind öffentliche Innen- und Außenräume, Third Places und Sharing-Konzepte unverzichtbar.
Aber: Welche Bedeutung haben dann noch die Innenstädte, wenn sich das Leben in den Quartieren abspielt? Jetzt reinhören und mehr erfahren.
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Mein Gast auf LinkedIn: Andrea Soyka
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Andrea Soyka, Geschäftsführerin der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg, arbeitet mit ihrem Team an Antworten für Großstädte. Ihre Beobachtung: Quartiere als Lebensräume gewinnen weiter an Bedeutung. Soyka ist überzeugt: Für die Entwicklung von lebendigen Quartieren, mit denen sich Menschen identifizieren können, sind öffentliche Innen- und Außenräume, Third Places und Sharing-Konzepte unverzichtbar.
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39 Minuten
Was machen wir in unseren Städten – außer Wohnen, Arbeiten und Geld ausgeben? Christina Veldhoen und Cornelius Voss haben darauf eine beeindruckende Antwort: das Neue Amt Altona. Sie bauen ein altes Finanzamt in Hamburg zu einem Haus für Co-Working und Kreative um – und setzten bewusst auf Partizipation und Offenheit. Interessierte können der Genossenschaft beitreten und von Nutzern zu Eigentümern werden: „Jeder hat eine Stimme, egal wie viel Geld er eingebracht hat“, erklären die Hamburger Unternehmer.
Über die Partizipations- und Entscheidungsprozesse in ihrer Genossenschaft mit mehr als 130 Mitgliedern sagt Voss: „‚Wünsch dir was‘ gibt’s bei uns gar nicht. Denn wirklich offene Beteiligungsprozesse führen oft zu ganz falschen Erwartungen.“ Stattdessen setzen sie auf transparente Kommunikation und die Beteiligung entlang von Vorschlägen. Das letzte Wort hat der Vorstand.
Den Machern vom Neuen Amt Altona geht es aber nicht nur um Teilhabe, sondern auch um ihre Rolle in der Stadt. Sie wollen einen Ort schaffen, der sich verbindet. Mit den Nutzern, mit der Stadt, mit der Natur. Und sie sind überzeugt: „Städte brauchen absichtslose Räume, die es möglich machen, Potentiale zu nutzen. Fern von Arbeiten und Geld ausgeben.“
Ein Gespräch über Visionen, Werte und Rendite.
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Mein Gäste auf LinkedIn: Christina Veldhoen und Cornelius Voss
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Über die Partizipations- und Entscheidungsprozesse in ihrer Genossenschaft mit mehr als 130 Mitgliedern sagt Voss: „‚Wünsch dir was‘ gibt’s bei uns gar nicht. Denn wirklich offene Beteiligungsprozesse führen oft zu ganz falschen Erwartungen.“ Stattdessen setzen sie auf transparente Kommunikation und die Beteiligung entlang von Vorschlägen. Das letzte Wort hat der Vorstand.
Den Machern vom Neuen Amt Altona geht es aber nicht nur um Teilhabe, sondern auch um ihre Rolle in der Stadt. Sie wollen einen Ort schaffen, der sich verbindet. Mit den Nutzern, mit der Stadt, mit der Natur. Und sie sind überzeugt: „Städte brauchen absichtslose Räume, die es möglich machen, Potentiale zu nutzen. Fern von Arbeiten und Geld ausgeben.“
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31 Minuten
30 % der Deutschen haben keinen Esstisch mehr“, berichtet Kerstin Rapp-Schwan. Das mache die Gastronomie zum gesellschaftlich relevanten Versorger der Menschen. Und nicht nur das: „Gastronomie ist die emotionale Tankstelle unserer Gesellschaft“, findet die selbstständige Gastronomin (Restaurant Schwan, Düsseldorf) und Beraterin. Restaurants, Cafés und Co. ermöglichen die Pflege sozialer Kontakte. In Stadtvierteln und Stadträumen können gute Gastrokonzepte für Lebendigkeit und Lebensqualität sorgen. Eigenschaften, nach denen sich insbesondere Innenstädte sehnen.
Ist Gastronomie also der Allheilsbringer für Stadtentwickler, Quartiers- oder City-Manager? – Jein, sagt Rapp-Schwan, und zeigt in dieser Folge von Citymaking – So wollen wir in Städten leben auf, wie Gastronomie in Kombination mit Einzelhandel und innovativen Shopping- und Freizeit-Angeboten Erlebnisräume schaffen kann. Ein Beispiel dafür: das Werksviertel in München. In ihrer Arbeit als Beraterin bei Tellerrand Consulting erlebt sie viel Interesse und Offenheit von Städten, Investoren und Immobilienbesitzer für kreative Konzepte – aber auch Zögern, wenn es um die Umsetzung geht. „Es gibt so tolle Start-ups in der Branche“, so Rapp-Schwan, aber zu wenig Mut und zu viel Bürokratie.
Und was hat die Corona-Pandemie in der Gastro bewirkt? „Die Branche war noch nie so geschlossen. Wir haben viel mehr Kontakt zueinander und treten enger miteinander auf. Das ist auch für Immobilienbesitzer und Städte spannend.“
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Mein Gast Kerstin Rapp-Schwan auf LinkedIn.
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Ist Gastronomie also der Allheilsbringer für Stadtentwickler, Quartiers- oder City-Manager? – Jein, sagt Rapp-Schwan, und zeigt in dieser Folge von Citymaking – So wollen wir in Städten leben auf, wie Gastronomie in Kombination mit Einzelhandel und innovativen Shopping- und Freizeit-Angeboten Erlebnisräume schaffen kann. Ein Beispiel dafür: das Werksviertel in München. In ihrer Arbeit als Beraterin bei Tellerrand Consulting erlebt sie viel Interesse und Offenheit von Städten, Investoren und Immobilienbesitzer für kreative Konzepte – aber auch Zögern, wenn es um die Umsetzung geht. „Es gibt so tolle Start-ups in der Branche“, so Rapp-Schwan, aber zu wenig Mut und zu viel Bürokratie.
Und was hat die Corona-Pandemie in der Gastro bewirkt? „Die Branche war noch nie so geschlossen. Wir haben viel mehr Kontakt zueinander und treten enger miteinander auf. Das ist auch für Immobilienbesitzer und Städte spannend.“
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39 Minuten
Kirsten Pfaue ist Hamburgs erste Radverkehrskoordinatorin – und das Gesicht der Hamburger Mobilitätswende. Seit 2015 tritt sie für eine neue Mobilität in der Stadt ein und sieht dabei das große Bild: „Die Mobilitätswende startet direkt an der Haustür. Hier treffen Menschen die Entscheidung für oder gegen das Auto.“ Ihrer Meinung nach braucht Hamburg deshalb nicht nur mehr Radverkehr, sondern auch mehr Fußverkehr und ÖPNV. „Die Radmobilität ist das Herz, der ÖPNV der Kopf der Mobilitätswende.“
Das 9-Euro-Ticket betrachtet Pfaue als Chance, denn sie hat die Erfahrung gemacht: Akzeptanz entsteht durch Erlebnisse. Das gilt auch für Fahrradstraßen und verkehrsberuhigte Zonen.
Die Stadt mobil halten und zugleich die Lebensqualität steigern, das ist das Ziel der Mobilitätswende. Corona hat den Druck zur Veränderung erhöht: 2021 war das zweitstärkste Fahrradjahr in Hamburg überhaupt – und nach wie vor liegt der Radverkehr 23 % über dem Vor-Corona-Niveau. „Alle sind sich einig, dass wir in Hamburg eine Mobilitätswende brauchen. Jetzt geht es um die richtige Balance.“ Also darum, die Infrastruktur für alle zu verbessern, auch für den notwendigen Auto- und Schienenverkehr. Hier sind Politik und Verwaltung gefragt – diese müssen sich ebenfalls in die Zukunft bewegen: „Um Veränderungen im Außen zu erzeugen, muss sich die Verwaltung im Inneren verändern“, schließt Pfaue.
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Das 9-Euro-Ticket betrachtet Pfaue als Chance, denn sie hat die Erfahrung gemacht: Akzeptanz entsteht durch Erlebnisse. Das gilt auch für Fahrradstraßen und verkehrsberuhigte Zonen.
Die Stadt mobil halten und zugleich die Lebensqualität steigern, das ist das Ziel der Mobilitätswende. Corona hat den Druck zur Veränderung erhöht: 2021 war das zweitstärkste Fahrradjahr in Hamburg überhaupt – und nach wie vor liegt der Radverkehr 23 % über dem Vor-Corona-Niveau. „Alle sind sich einig, dass wir in Hamburg eine Mobilitätswende brauchen. Jetzt geht es um die richtige Balance.“ Also darum, die Infrastruktur für alle zu verbessern, auch für den notwendigen Auto- und Schienenverkehr. Hier sind Politik und Verwaltung gefragt – diese müssen sich ebenfalls in die Zukunft bewegen: „Um Veränderungen im Außen zu erzeugen, muss sich die Verwaltung im Inneren verändern“, schließt Pfaue.
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34 Minuten
Iris Schöberl spürt Aufbruch auf allen Seiten – in Ihrer Arbeit als Vizepräsidentin des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. und als Managing Director der BMO Real Estate Partners in Deutschland. Und diese Aufbruchsstimmung ist notwendig: Denn große Filialisten reduzieren ihre Flächen und viele Innenstädte stehen unter Druck. „Früher war die Innenstadt ein Selbstläufer. Städte haben dort das Wachstum eher gebremst als unterstützt“, so Schöberl. Jetzt dagegen sind neue Nutzungskonzepte gefragt – auch in den Top-Lagen.
„Ich sehe das als natürliche Marktbereinigung“, sagt die Münchnerin und erlebt bei den Stadtverantwortlichen eine wachsende Offenheit – und zugleich Hilflosigkeit. Mit welchen Konzepten begegnet man dem Trend und wie setzt man diese schnell und nachhaltig um? Schöberls Lösungsansatz ist es, die Investoren aus der Anonymität zu holen und gemeinsam an kreativen Nutzungskonzepten zu arbeiten. Zentral sind für Sie dabei: Innenstädte ohne Mauern, also eine öffentliche Bespielung der Erdgeschosse.
Was die Münchnerin außerdem zu Sonntagsbespielung und Filialisierungsquoten sagt, hören Sie in jetzt bei Citymaking – So wollen wir in Städten leben.
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Mein Gast Iris Schöberl auf LinkedIn.
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„Ich sehe das als natürliche Marktbereinigung“, sagt die Münchnerin und erlebt bei den Stadtverantwortlichen eine wachsende Offenheit – und zugleich Hilflosigkeit. Mit welchen Konzepten begegnet man dem Trend und wie setzt man diese schnell und nachhaltig um? Schöberls Lösungsansatz ist es, die Investoren aus der Anonymität zu holen und gemeinsam an kreativen Nutzungskonzepten zu arbeiten. Zentral sind für Sie dabei: Innenstädte ohne Mauern, also eine öffentliche Bespielung der Erdgeschosse.
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36 Minuten
Menschen wie Tomislav Karajica braucht eine Stadt. Warum? Weil der diplomierte Bauingenieur und Investor weiß, wie man Stadträume mit Inhalten – und Orte mit Menschen füllt. Mit dem Cross Community Space Hamburger Ding, dem Gaming House RCADIA und dem Basketball-Team Hamburg Towers hat der Hamburger das bewiesen.
Tomislav Karajica begleitet unter anderem als Gründer und Inhaber der Imvest Gruppe Immobilien- und Quartiersprojekte von Anfang an. Und stellt sich dabei immer die Frage nach den großen Trends und Themen, um wirklich lebendige Orte und breitgefächerte Communitys zu erschaffen. Sein Rezept in Kürze: niederschwellige Angebote, die richtige Atmosphäre und – im Idealfall – eine starke „Keimzelle“.
Dem Projektentwickler geht es aber nicht nur um Lifestyle und Innovation: „Ich bin Verfechter von hybrider Nutzung – vom klassischem Büro bis zu Co-Working und Co-Living.“ Dabei sieht er viele Herausforderungen für zukunftsfähige Städte: Wie erreichen Innenstädte ihre „Nutzer“? Welche Hürden bremsen neue Nutzungskonzepte aus? Hören Sie das und mehr in dieser Folge von CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben.
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Tomislav Karajica begleitet unter anderem als Gründer und Inhaber der Imvest Gruppe Immobilien- und Quartiersprojekte von Anfang an. Und stellt sich dabei immer die Frage nach den großen Trends und Themen, um wirklich lebendige Orte und breitgefächerte Communitys zu erschaffen. Sein Rezept in Kürze: niederschwellige Angebote, die richtige Atmosphäre und – im Idealfall – eine starke „Keimzelle“.
Dem Projektentwickler geht es aber nicht nur um Lifestyle und Innovation: „Ich bin Verfechter von hybrider Nutzung – vom klassischem Büro bis zu Co-Working und Co-Living.“ Dabei sieht er viele Herausforderungen für zukunftsfähige Städte: Wie erreichen Innenstädte ihre „Nutzer“? Welche Hürden bremsen neue Nutzungskonzepte aus? Hören Sie das und mehr in dieser Folge von CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben.
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35 Minuten
Für Prof. Dr. Uwe Schneidewind geht es um urbane Transformation und nachhaltige Entwicklung. Er forschte dazu unter anderem in der Rolle des Geschäftsführers am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Mit der Wahl zum Oberbürgermeisters von Wuppertal im Herbst 2020 nutzt er jetzt seine Chance auf Mitgestaltung und Veränderung – mit Experimentierorten zur Mobilitätswende, der Kunst des Ermöglichens und politischem Gestaltungsmut.
In der 31. Folge von Citymaking – So wollen wir in Städten leben spricht der Grünen-Politiker auch über seinen Handlungskompass mit den Werten: Nachhaltigkeit im Kontext Stadt, Teilhabe als Schlüsselaufgabe und Eigenart der Stadt als Identitätsraum. Um seine politischen und gesellschaftlichen Ziele zu erreichen, setzt er auf Akteur:innen, die ganzheitlich denken und Verantwortung übernehmen. „Als Bürgermeister ist man eine Art Choreograph, der in einer Choreographie mit verschiedenen Tänzern die Potentiale für die Stadt herauskitzelt.“
Uwe Schneidewind ist Mitglied im Club of Rome, Vorstandsmitglied der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) – und ein spannender Podcast-Gast zur Zukunft von Stadt. Jetzt reinhören.
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48 Minuten
Wie funktionieren Städte und Gebäude? Und was heißt eigentlich „Lebensqualität“? – Phillip Goltermann bewegt sich zwischen Mensch und Immobilie, Architektur und Projektentwicklung, Planung und Beratung. Und widmet sich genau diesen Fragen; als Partner bei Drees und Sommer sowie als Professor für Projektentwicklung und Projektmanagement an der TH Lübeck.
Für Phillip Goltermann ist Stadtplanung eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Einerseits geht es immer um den Menschen – um Arbeiten, Wohnen, Erholen –, andererseits um die großen Themen wie Energiewende, Digitalisierung oder Mobilität. Die damit verbundenen Ziele können nur erreicht werden, wenn jedes Gebäude als Plattform gilt. Wenn Immobilienprojekte über Generationen hinweg gedacht und Sharing-Konzepte gelebt werden. Und wenn Politik, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung integriert handeln.
„Hamburg geht progressiv nach vorne“, urteilt der Stadtplanungsexperte, und reflektiert im Gespräch, was Identität für eine Stadt und die Beteiligung von Bürger:innen für städtische Projekte bedeuten. Egal ob Fragen von Digitalisierung, Mobilität oder Stadtentwicklung: Am Ende zählt der Nutzen für den Einzelnen – für den Menschen. Darin sind wir uns einig.
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Für Phillip Goltermann ist Stadtplanung eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Einerseits geht es immer um den Menschen – um Arbeiten, Wohnen, Erholen –, andererseits um die großen Themen wie Energiewende, Digitalisierung oder Mobilität. Die damit verbundenen Ziele können nur erreicht werden, wenn jedes Gebäude als Plattform gilt. Wenn Immobilienprojekte über Generationen hinweg gedacht und Sharing-Konzepte gelebt werden. Und wenn Politik, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung integriert handeln.
„Hamburg geht progressiv nach vorne“, urteilt der Stadtplanungsexperte, und reflektiert im Gespräch, was Identität für eine Stadt und die Beteiligung von Bürger:innen für städtische Projekte bedeuten. Egal ob Fragen von Digitalisierung, Mobilität oder Stadtentwicklung: Am Ende zählt der Nutzen für den Einzelnen – für den Menschen. Darin sind wir uns einig.
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