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Citymaking – So wollen wir in Städten leben Archiv

75 Episoden
35 Minuten
Wie oft fragen wir nach Zielen für die Zukunft?

Felix Heinrichs, Oberbürgermeister von Mönchengladbach, ist der Überzeugung, dass Menschen sich diese Frage selten stellen, Organisationen noch seltener und Städte ganz selten.

Umso wichtiger war es ihm, diese Frage in Mönchengladbach anzustoßen. Was folgte war die Entwicklung einer ganzheitlichen Stadtstrategie – aus der wiederum sich der Bedarf und Prozess für ein Markenprofil ableitete. Das Ergebnis (unteranderem): Zehn Handlungsfelder für die Stadtstrategie und vier Stärkenfelder als Kern der künftigen Stadtmarke.

In dieser Folge von CITYMAKING sprechen Felix Heinrichs und Thorsten Kausch darüber, wie nun das Zusammenspiel zwischen Stadtstrategie und Markenprofil anläuft und warum es so wichtig ist.

Ein Beispiel, an dem das Zusammenspiel sichtbar wird: Mönchengladbach hat sich früh um eine zukunftsorientierte Wärmeplanung bemüht und bekommt damit auf Konferenzen viel Aufmerksamkeit. Das fällt in das Handlungsfeld „Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz priorisieren“ und zahlt in der Kommunikation auf das Stärkenfeld „Chance durch Wandel“ ein.

Außerdem in dieser Folge:

Welche Herausforderung sich hinter der Frage verbirgt: „Was machen wir nicht mehr, damit der Kern deutlicher wird?“

Was Felix Heinrichs im Nachhinein anders angehen würde

Warum jede Maßnahme eine Kontextualisierung braucht

Ein spannendes Gespräch mit vielen Ansatzpunkten – und dem klaren Fazit, dass es bei dem Markenprofil einer Stadt um so viel mehr als ein Logo geht.

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠.
31 Minuten
Nachdem es in der vorherigen Folge schon um die angespannte finanzielle Lage von Kommunen ging, spricht Thorsten Kausch in dieser Folge mit Dr. Henrik Scheller über mögliche Maßnahmen.

Dr. Henrik Scheller ist Leiter des Teams „Wirtschaft, Finanzen und Nachhaltigkeitsinidikatorik“ und stellvertretender Leiter des Forschungsbereiches „Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen“ am Deutschen Institut für Urbanistik.

Drei Gedankenanstöße aus dem Gespräch:

1. In Anbetracht der finanziellen Lage und des hohen Investitionsstaus, sollten Kommunen Investitionen priorisieren und sich dabei die Frage stellen, welche Maßnahmen tatsächlich eine langfristige Wirkung erzielen.

2. Private Akteur:innen mehr in Finanzierungsprozesse von kommunalen Projekten zu involvieren, birgt Chancen. Allerdings gibt es auch Risiken bei Öffentlich-Privaten Partnerschaften, die noch zu denken geben.

3. Es gibt viele Förderprogramme für Kommunen. Verschiedene Ansprechpartner:innen, Richtlinien und Themenschwerpunkte erschweren aber die Antragstellung. Insbesondere kleinen und mittelgroßen Kommunen fehlen die Ressourcen dafür. Zwei Maßnahmen, durch die sie mehr von Fördermöglichkeiten profitieren würden: Programme mehr bündeln und eine Förderpauschale.

Abschließend verrät Herr Dr. Scheller, wie seine Zukunftsvision für die Finanzierung von Kommunen aussieht. Dazu nur so viel vorweg: Sein Zielbild bietet einen hoffnungsvollen Ausblick.

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠⁠⁠⁠Stadtmanufaktur.
35 Minuten
Die finanzielle Lage von Kommunen ist angespannt. Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen, was vergangenes Jahr bundesweit zu einem Defizit von über 30 Milliarden Euro geführt hat. Es ist absehbar, dass dieser Negativtrend sich fortsetzt.

In dieser Folge geht es um die Konsequenzen dieses Negativtrends, und, wie Kommunen dennoch handlungsfähig bleiben. Dafür spricht Thorsten Kausch mit Dr. Kirsten Witte. Sie leitet das Zentrum für nachhaltige Kommunen und das Programm Digitalisierung und Gemeinwohl der Bertelsmann Stiftung, war lange in der Verwaltung tätig und ist selbst ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv.

Drei wichtige Aspekte aus dem Gespräch:

1. Die finanzielle Lage von Kommunen ist stark abhängig von Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene. Wird ihnen etwa eine Ausgabe gesetzlich vorgeschrieben, haben sie selbst wenig Einfluss darauf. Deshalb ist es künftig wichtig, das Konnexitätsprinzip anzuwenden, was verhindert, dass eine Ebene Beschlüsse zu Lasten einer anderer trifft.

2. Kommunen sollten für ihren Haushalt Wirkungskennzahlen aufstellen und beides mit einem strategischen Entwicklungskonzept verbinden.

3. Es ist eine Herausforderung, Prozesse in Kommunen zu digitalisieren, aber sie lohnt sich: Kommunale Strategien digital abzubilden, schafft Transparenz zwischen verschiedenen Ämtern und sorgt im Zweifelsfall dafür, dass nicht zwei Ämter an der gleichen Sache arbeiten, ohne voneinander zu wissen.

Was Dr. Kirsten Witte trotz der vielen Sorgen und Herausforderungen auch sagt: „Wenn Bund, Länder und Kommunen sich zusammentun und die Bürgergesellschaft sich engagiert, dann können wir Verhältnisse bekommen, in denen wir uns sehr wohlfühlen“ – ein hoffnungsvoller Ausblick zum Ende der Folge.

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠⁠⁠.
44 Minuten
Innenstädte und Zentren haben mit Leerständen zu kämpfen, die Aufenthaltsqualität sinkt und schließlich nimmt auch die Nutzungsfrequenz ab. Aber Kommunen stehen finanziell so unter Druck, dass Sie kaum dagegen ankommen. Dieses Phänomen ist kein neues. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen, damit Zentren handlungsfähig bleiben.

In dieser Folge erklärt unsere Kollegin Julia Staron, wie Eigentümer:innen selbst aktiv werden, um die demokratische Öffentlichkeit, gesellschaftliche Infrastruktur und Orte der Begegnung in ihrem Quartier zu fördern: Durch das Modell des Business Improvement Districts (BID), einem Public-Private-Partnership-Modell.

Bei dem Modell handelt es sich um eine gesetzlich geregelte Form der Selbstorganisation, bei der Eigentümer:innen eines Zentrums sich zusammenschließen und lokale Maßnahmen über eine Umlage finanzieren. Wichtig bei dem Modell ist:

Ein BID ersetzt kommunale Aufgaben nicht, sondern ergänzt sie. Es geht um eine organisierte Mitverantwortung, bei der Kommune und Privatwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten.

BIDs schaffen Planungssicherheit, Verbindlichkeit, langfristige Finanzierung und gemeinsame Verantwortung. Die konkreten Maßnahmen, ob sie etwa baulich oder kommunikativ sind, hängen aber individuell vom Zentrum ab, um das es geht.

In der Folge geht es außerdem um:

die Erfahrungen, die Julia in ihrer Arbeit als Quartiersmanagerin im BID Reeperbahn+ gesammelt hat,

die unterschiedlichen BIDs in Hamburg und wie sie erfolgreich wurden und

was die ersten Schritte für Zentren sind, die an einem BID interessiert sind.

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35 Minuten
Der Begriff "Zeitenwende" ist in aller Ohren. Frank Balkenhol ist unser Experte für kommunale Wirtschaftsförderung und strategische Standortentwicklung und erklärt in dieser Folge, was die Zeitenwende in diesen Bereichen bedeutet.

Wirtschaftskrisen, Kriege, KI, Informationsfluten – sie alle sind Motoren für drastische Veränderungen in unserer Gesellschaft, die bis in die Quartiere und Wohnungen hinein wirken. Damit Standorte innerhalb dieses Wirbelwindes Handlungsfähig bleiben, muss die Wirtschaftsförderung:

Standortstrategien hinterfragen und anpassen

Sich als Transformationsbegleitung versteht und aktiv an der Standortentwicklung beteiligen

Digitalisierung als Chance erkennen

Hinterfragen, wie durch KI gewonnene Zeit sinnvoll genutzt werden kann

Außerdem sprechen Frank Balkenhol und Thorsten Kausch darüber, wie Unternehmen sich Digitalisierungsprozessen annähern und wie die Wirtschaftsförderung 2030 aussehen muss.

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32 Minuten
Wochenmärkte fördern, Erlebnistage entwickeln, Vorhaben bewerben, Ausstellungen mitgestalten – die Stabsstelle Stadtmarketing in Frankfurt am Main jongliert viele Aufgaben gleichzeitig, wie sich im Gespräch mit Leiter Eduard M. Singer herausstellt.

In dieser Folge erzählt er, wie facettenreich die Transformation der Innenstadt in einen Erlebnisraum ist:

Sie beinhaltet viel Kommunikation und Netzwerkarbeit, eine ganzheitliche Betrachtung des Raums und die Betreuung mehrerer Projekte gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen.

In dem Gespräch wird klar, damit das alles gelingt, braucht es vor allem eines: Vertrauen in die beteiligten Akteur:innen.

Außerdem Thema im Gespräch:

Wie die Stadt ihre Architektur erlebbar macht

Was ein Markt für Fragen aufwerfen kann

Warum Innenstadtgestaltung eine Gemeinschaftsaufgabe ist

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40 Minuten
In der Lübecker Innenstadt treffen Geschichte und Zukunft aufeinander. Der Kern der Altstadtinsel ist seit fast 40 Jahren UNESCO-Welterbe. Gleichzeitig verändert die Innenstadt sich, um auch in Zukunft als Zentrum zu funktionieren.

Diese Transformation erfordert viel Beteiligung und so manches um die Ecke denken, sagt Jan Lindenau. Er ist seit 2018 Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und beschäftigt sich schon lange mit der Zukunft der Altstadt.

Im Podcast erzählt er am Beispiel der ehemaligen Karstadt-Filiale, wie die Stadt eine kreative Lösung gefunden hat, dem Leerstand des Gebäudes entgegenzuwirken und gleichzeitig das Platzproblem der Lübecker Schulen zu lösen. So viel vorweg: Ganz klassisch kam die zündende Idee unter der Dusche.

Außerdem im Gespräch:

Welche positiven Überraschungen der Lübecker Rahmenplan Innenstadt bereithielt

Warum die Stadtmarke zwei verschiedene Geschichten hat und was Mülleimer damit zu tun haben

Drei Tipps von Jan Lindenau für eine erfolgversprechende Transformation der Stadt

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32 Minuten
Jan Einig ist seit 2017 Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, einer Mittelstadt mit knapp 70.000 Einwohner:innen nordwestlich von Koblenz. Ein Thema seiner Arbeit ist, die Innenstadtentwicklung und das Zusammenleben in den Quartieren voranzutreiben. 

Im Gespräch erzählt er, welche Schritte die Stadt Neuwied unternimmt, um die Innenstadt trotz Online-Handel und Leerständen lebendig zu gestalten. Neben vielen baulichen Maßnahmen ist dabei auch entscheidend, dass die Innenstadt durch langfristig angelegte Aktionen ein attraktives Zentrum bleibt und somit zugleich ihre wirtschaftliche Stärke gefördert wird. 

Außerdem im Gespräch:

Wie Neuwied Wirtschaftlichkeit und Wohnraum zusammendenkt.

Die Rolle des Ehrenamts in Städten.

Was die belebende Konkurrenz zwischen Quartieren und Innenstadt antreibt – und welches Sportevent dennoch alle verbindet .

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47 Minuten
In dieser Folge ist alles anders! Thorsten Kausch wird selbst zum Interview-Gast und diskutiert mit Bernadette Spinnen über die Rolle des Stadtprofils als strategischer Kompass für Städte. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Workshop mit Akteuren aus Stadtmarketing und Verwaltung – und die große Frage, wie Städte nach innen und außen ihre größte Wirkung entfalten.

Im Gespräch geht es darum, warum eine Stadtmarke allein nicht reicht, wenn sie nur im Stadtmarketing verankert ist. Bernadette Spinnen berichtet dabei aus Erfahrung: Sie leitet seit 25 Jahren Münster Marketing. Auch Thorsten Kausch war jahrelang Geschäftsführer von Hamburg Marketing und berät seit 2018 mit der Stadtmanufaktur Städte in der DACH-Region.

Die beiden Stadtmarketing-Profis sezieren den Unterschied zwischen Marke, Profil und Strategie. Und sie erläutern, wie ein Stadtprofil dabei helfen kann, politische Prioritäten zu setzen, Ressourcen zu fokussieren und Orientierung zu geben. Voraussetzung dafür: Das Stadtprofil muss in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft tief verankert sein.

Weitere Themen im Talk:

Warum Städte zwei, drei klare Stärken herausarbeiten müssen.

Wie Städte ihre Stärken finden – glaubwürdig und zukunftsgerichtet.

Warum ein Stadtprofil-Fokus gerade in Zeiten knapper Kassen so wichtig ist.

Welche Rolle Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister in solchen Prozessen spielen.

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37 Minuten
Gesundheit entsteht nicht im Krankenhaus, sondern in unseren Städten, Straßen und Quartieren. Daniela Allmeier, Mitgründerin von Raumposition, erklärt in dieser Folge, was eine gesunde, lebenswerte Stadt ausmacht – und warum das vor allem eine Frage von Qualität, Gemeinwohl und guter Stadtplanung ist.

Im Gespräch geht es um die großen Stellschrauben der Stadtentwicklung: soziale Teilhabe, bezahlbares Wohnen, öffentlicher Raum als demokratische Bühne. Und um die Rolle von Freiflächen als echte Daseinsvorsorge für uns Menschen.

Außerdem zeigt die Stadtplanerin, warum Wien, Graz und Salzburg mit klaren Grünraum-Vorgaben weit vorn liegen und wieso ökonomische Interessen in der Praxis immer wieder zu harten Zielkonflikten führen. 

Weitere Themen im Talk:

Gibt es die perfekte Formel für eine gesunde Stadt?

Grüne Stadt, soziale Stadt, aktive Stadt, gerechte Stadt: Welche Stadtkonzepte stecken noch hinter „lebenswert“ und „gesund“? 

Wie können Städte Grünflächen sichern? Hilft dabei die neue EU-Renaturierungsverordnung (Nature Restoration Law)?

Warum könnte der „Bauturbo“ zur Belastungsprobe werden?

Mein Fazit? Daniela Allmeier und ich teilen eine Vision: Gemeinwohl und soziale Teilhabe sollten in der Stadtplanung immer an erster Stelle stehen.

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41 Minuten
In dieser Folge geht es um die sogenannte Testraum-Allee in Offenbach. Sie ist eines von 16 Projekten des Zukunftskonzepts Innenstadt, das von der Stadt gemeinsam mit dem Verein Offenbach offensiv e. V. umgesetzt wird.

In der Testraum-Allee haben potenzielle Gründer:innen im Einzelhandel die Möglichkeit, ihre Konzepte risikoarm zu erproben. Von finanzieller Förderung bis hin zum relevanten Know-How bleiben dabei keine Wünsche offen. Doch was macht dieses Offenbacher Projekt einzigartig, worin liegt der Erfolg begründet?

Frank Achenbach als Geschäftsführer von Offenbach offensiv e.V. und gleichzeitig Teil der Geschäftsführung der IHK sowie Isabel Glavašević als Vertreterin der Stadt und Projektleiterin der Testraum-Allee erzählen im Podcast von einer ganz besonderen Symbiose zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik, wie sie im deutschsprachigen Raum in dieser Art bisher selten anzutreffen ist.

Dabei geht es über das Projekt der Testraum-Allee hinaus um die Strukturen, die es ermöglichen, den Masterplan 2030 und das Zukunftskonzept Innenstadt erfolgreich in die Operationalisierung zu bringen.

Außerdem Thema:

die Identifikation und Ansprache der Zielgruppe potenzieller Gründer:innen

warum Projekte besser als Teil einer langfristigen Strategie funktionieren

wie sich die Rolle der Wirtschafts-Institutionen gerade verändert: vom Lobbyismus zum Handeln

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Meine Gäste Frank Achenbach und Isabel Glavašević auf LinkedIn.

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35 Minuten
Egbert Rühl ist Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft, der größten städtischen Förder- und Entwicklungseinrichtung für Kreativwirtschaft in Deutschland.

Für ihn ist klar: Kreative sind Pioniere der Stadtentwicklung – ihr Innovations- und Transformationspotenzial ist gewaltig. Doch allzu oft handelt es sich dabei nur um kurze Strohfeuer, bis die Mieten steigen und die Kreativen „Opfer“ ihres eigenen Erfolgs werden.

Im Podcast verrät er, wie es stattdessen gelingt, die Kreativwirtschaft dauerhaft im städtischen Raum zu etablieren und ihr eine langfristige Perspektive zu bieten.

Dabei geht es beispielsweise um die Verstetigung von Zwischennutzungen, wie die Ansprüche von Kreativen mit denen der Eigentümer:innen in Einklang zu bringen sind und wie die Kreativ Gesellschaft das in Hamburg erfolgreich bewerkstelligt.

Deep Dive in die Themen:

Vertrauensbildung: Wie schafft man es als Intermediär, die unterschiedlichen Bedarfe aller Akteur:innen zu erkennen und verlässlich zu erfüllen?

Kreativwirtschaft als Hebel der Stadtentwicklung: Warum wir die Debatte im deutschsprachigen Raum ehrlicher und entkrampfter führen sollten.

Transformation der Innenstädte: Welche Rolle der Kreativwirtschaft dabei zukommt.

Rendite-Verschiebung: Warum das große Geld nicht mehr mit den Erdgeschosszonen zu machen ist.

International: Helsinki, Paris und Linz machen vor, wie Transformation durch Kreativwirtschaft gelingen kann.

 

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Mein Gast Egbert Rühl auf LinkedIn.

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45 Minuten
Mirko de Paoli gestaltet die Digitalisierung dort, wo sie uns alle angeht: in unseren Städten. Als Vorstand des Bundesverbands Smart City e. V. berät er Kommunen seit Jahren zu IoT-Pilotprojekten, offenen Standards und innovativen Finanzierungs­wegen. Im Podcast erklärt er, warum eine wirklich smarte Stadt kaum spürbar ist – und trotzdem das Leben aller verbessert.

Außerdem diskutieren wir über Datenschutz und die Finanzierung von Digitalisierung in Städten. Entscheidend dabei, so der Smart-City-Experte: „Die Kommune muss immer der gestaltende Akteur bleiben – sie darf sich die Hoheit nie nehmen lassen.“

Doch was ist eine Smart City überhaupt? Dafür haben Mirko de Paoli und seine Kolleg:innen aus dem Bundesverband folgende Antwort: Eine Smart City ist eine intelligente Stadt der Zukunft mit hochgradig vernetzter Infrastruktur, die zugleich Privatsphäre, Datenschutz und Bürgerrechte wahrt.

Weitere Themen im Talk:

Warum es in deutschen Städten an Innovations­fähigkeit und nicht an Technik fehlt.

Warum Public-Private-Partnerships (PPP) angesichts leerer Kassen unabdingbar sind – von der Glasfasertrasse bis zum Quartiers­spielplatz.

Warum Open-Source-Software der Schlüssel für Transparenz und Datensouveränität ist.

Welche Rolle alternativen Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding oder Bürgerfonds spielen können.

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45 Minuten
Was macht Stadtmarketing so speziell? Und wie können wir klassische Markenparameter (USP, Produkt, Touchpoints) auf Städte und Stadtmarken anwenden? Darüber diskutiere ich mit Prof. Dr. Sebastian Zenker von der CBS Copenhagen Business School.

Sebastian Zenker beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie Städte als Marken funktionieren. Spoiler: Ganz anders als Consumer Brands, aber es gibt Parallelen.

Darüber sprechen wir im Podcast:

Warum Städte sich nicht „durchstylen“ lassen wie Marken.

Was Marke jenseits von Logos und Claims wirklich bedeutet (Marke = Markenwissen).

Warum es sich für Städte und Regionen lohnt, auf die „mentale Landkarte“ von Menschen zu rutschen.

Was Touchpoints wie Bahnhöfe und Baustellen mit Markenführung zu tun haben.

Was wir von Ländern wie den Niederlanden über Stadtmarketing lernen können.

Und warum Stadtmarketing vor allem Stakeholdermanagement ist.

Die Schlussfolgerung von Sebastian Zenker für die Zukunft: „Stadtmarketing ist ein zukunftssicherer Job, den übernimmt die KI nicht so schnell.“

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35 Minuten
Immobilien – Lieblingsthema oder Reizthema? Für Florian Freytag-Gross gilt beides. Als CEO der DAHLER COMPANY GmbH ist er mittendrin in der Immobilienbranche und analysiert hier im Podcast die Entwicklung zwischen Emotionen und Fakten.

Seine harte Prognose: „In den nächsten Jahrzehnten wird noch mehr Wohnraum fehlen.“ Allerdings nennt Freytag-Gross vier zentrale Stellschrauben, wie Politik und Verwaltung diese Entwicklung abmildern könnten:

Bauen muss unbürokratisch, schnell und rentabel werden. Das bedeutet: weniger Auflagen und zuverlässige (!) Förderungen.Die Grunderwerbssteuer muss runter, um die Nebenkosten beim Immobilienkauf zu reduzieren – vor allem für untere und mittlere Einkommen.Die Stadtplanung muss reformiert werden, um die Lebensqualität zu sichern. Natur und Umwelt sind zentral für attraktive Immobilien.Städte und Gemeinden müssen ihre Infrastruktur erhalten bzw. verbessern. Gerade junge Familien suchen oft abhängig davon, wo es ausreichend Kitas, Kindergärten, Schulen und Freizeitangebote gibt.

Gleichzeitig spricht Freytag-Gross mit voller Leidenschaft über gelungene Beispiele der Stadt-Land-Integration – und nennt sechs Paradebeispiele für das Zusammenspiel von Metropolen und urbanem Umland:

München: Seit Jahrzehnten ziehen die Menschen immer weiter raus. Gemeinden, die früher als „viel zu weit weg“ galten (Poing, Freising, Rosenheim etc.), sind jetzt dank Bahn- und S-Bahnverbindung auch für Pendler interessant.Frankfurt: Der Taunus ist ein typisches Beispiel dafür, wie naturnah und stadtnah gleichzeitig gelingt. Die vielen Kleinstädte haben eine hervorragende Infrastruktur und die Anbindung zum Flughafen.Hamburg: Dank Regionalbahnen und Flughafen ist die ganze Region um Schleswig-Holstein gut an die Hansestadt angebunden. Gemeinden wie Norderstedt und Elmshorn wachsen.Zürich: Stadt und Umland der Schweizer Metropole verschmelzen immer mehr – rund 150 Gemeinden gehören mittlerweile zur „Agglomeration Zürich“. Berlin: Der Zuzug hält an, das Umland profitiert. Rund um Berlin entwickeln sich zunehmend Ortskerne mit eigener Infrastruktur.  Ruhrgebiet: Der Klassiker für die Symbiose aus Metropole und Umland. Im Ruhrgebiet verschmelzen viele größere Städte und kleine Orte. Es entsteht: ein riesiges Gebiet mit „guter Lage“.

Klar ist für Freytag-Gross: „Immobilien sind ein sehr emotionales Thema“ – und ein politisches, ein wirtschaftliches, ein soziales. Deshalb müssen Politik und Verwaltung die Hürden senken, um den Anstieg der Mietpreise zu senken sowie Bauen und Kaufen wieder attraktiver zu machen.

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