Innenstädte und Zentren haben mit Leerständen zu kämpfen, die Aufenthaltsqualität sinkt und schließlich nimmt auch die Nutzungsfrequenz ab. Aber Kommunen stehen finanziell so unter Druck, dass Sie kaum dagegen ankommen. Dieses Phänomen ist kein neues. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen, damit Zentren handlungsfähig bleiben.
In dieser Folge erklärt unsere Kollegin Julia Staron, wie Eigentümer:innen selbst aktiv werden, um die demokratische Öffentlichkeit, gesellschaftliche Infrastruktur und Orte der Begegnung in ihrem Quartier zu fördern: Durch das Modell des Business Improvement Districts (BID), einem Public-Private-Partnership-Modell.
Bei dem Modell handelt es sich um eine gesetzlich geregelte Form der Selbstorganisation, bei der Eigentümer:innen eines Zentrums sich zusammenschließen und lokale Maßnahmen über eine Umlage finanzieren. Wichtig bei dem Modell ist:
Ein BID ersetzt kommunale Aufgaben nicht, sondern ergänzt sie. Es geht um eine organisierte Mitverantwortung, bei der Kommune und Privatwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten.
BIDs schaffen Planungssicherheit, Verbindlichkeit, langfristige Finanzierung und gemeinsame Verantwortung. Die konkreten Maßnahmen, ob sie etwa baulich oder kommunikativ sind, hängen aber individuell vom Zentrum ab, um das es geht.
In der Folge geht es außerdem um:
die Erfahrungen, die Julia in ihrer Arbeit als Quartiersmanagerin im BID Reeperbahn+ gesammelt hat,
die unterschiedlichen BIDs in Hamburg und wie sie erfolgreich wurden und
was die ersten Schritte für Zentren sind, die an einem BID interessiert sind.
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