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  3. Citymaking – So wollen wir in Städten leben Podcast

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35 Minuten
Die finanzielle Lage von Kommunen ist angespannt. Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen, was vergangenes Jahr bundesweit zu einem Defizit von über 30 Milliarden Euro geführt hat. Es ist absehbar, dass dieser Negativtrend sich fortsetzt.

In dieser Folge geht es um die Konsequenzen dieses Negativtrends, und, wie Kommunen dennoch handlungsfähig bleiben. Dafür spricht Thorsten Kausch mit Dr. Kirsten Witte. Sie leitet das Zentrum für nachhaltige Kommunen und das Programm Digitalisierung und Gemeinwohl der Bertelsmann Stiftung, war lange in der Verwaltung tätig und ist selbst ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv.

Drei wichtige Aspekte aus dem Gespräch:

1. Die finanzielle Lage von Kommunen ist stark abhängig von Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene. Wird ihnen etwa eine Ausgabe gesetzlich vorgeschrieben, haben sie selbst wenig Einfluss darauf. Deshalb ist es künftig wichtig, das Konnexitätsprinzip anzuwenden, was verhindert, dass eine Ebene Beschlüsse zu Lasten einer anderer trifft.

2. Kommunen sollten für ihren Haushalt Wirkungskennzahlen aufstellen und beides mit einem strategischen Entwicklungskonzept verbinden.

3. Es ist eine Herausforderung, Prozesse in Kommunen zu digitalisieren, aber sie lohnt sich: Kommunale Strategien digital abzubilden, schafft Transparenz zwischen verschiedenen Ämtern und sorgt im Zweifelsfall dafür, dass nicht zwei Ämter an der gleichen Sache arbeiten, ohne voneinander zu wissen.

Was Dr. Kirsten Witte trotz der vielen Sorgen und Herausforderungen auch sagt: „Wenn Bund, Länder und Kommunen sich zusammentun und die Bürgergesellschaft sich engagiert, dann können wir Verhältnisse bekommen, in denen wir uns sehr wohlfühlen“ – ein hoffnungsvoller Ausblick zum Ende der Folge.

Weitere Links zur Folge:

Dr. Kirsten Witte auf LinkedIn

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠⁠⁠.
44 Minuten
Innenstädte und Zentren haben mit Leerständen zu kämpfen, die Aufenthaltsqualität sinkt und schließlich nimmt auch die Nutzungsfrequenz ab. Aber Kommunen stehen finanziell so unter Druck, dass Sie kaum dagegen ankommen. Dieses Phänomen ist kein neues. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen, damit Zentren handlungsfähig bleiben.

In dieser Folge erklärt unsere Kollegin Julia Staron, wie Eigentümer:innen selbst aktiv werden, um die demokratische Öffentlichkeit, gesellschaftliche Infrastruktur und Orte der Begegnung in ihrem Quartier zu fördern: Durch das Modell des Business Improvement Districts (BID), einem Public-Private-Partnership-Modell.

Bei dem Modell handelt es sich um eine gesetzlich geregelte Form der Selbstorganisation, bei der Eigentümer:innen eines Zentrums sich zusammenschließen und lokale Maßnahmen über eine Umlage finanzieren. Wichtig bei dem Modell ist:

Ein BID ersetzt kommunale Aufgaben nicht, sondern ergänzt sie. Es geht um eine organisierte Mitverantwortung, bei der Kommune und Privatwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten.

BIDs schaffen Planungssicherheit, Verbindlichkeit, langfristige Finanzierung und gemeinsame Verantwortung. Die konkreten Maßnahmen, ob sie etwa baulich oder kommunikativ sind, hängen aber individuell vom Zentrum ab, um das es geht.

In der Folge geht es außerdem um:

die Erfahrungen, die Julia in ihrer Arbeit als Quartiersmanagerin im BID Reeperbahn+ gesammelt hat,

die unterschiedlichen BIDs in Hamburg und wie sie erfolgreich wurden und

was die ersten Schritte für Zentren sind, die an einem BID interessiert sind.

Weitere Links zur Folge:

Julia Staron auf LinkedIn

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠⁠⁠.
35 Minuten
Der Begriff "Zeitenwende" ist in aller Ohren. Frank Balkenhol ist unser Experte für kommunale Wirtschaftsförderung und strategische Standortentwicklung und erklärt in dieser Folge, was die Zeitenwende in diesen Bereichen bedeutet.

Wirtschaftskrisen, Kriege, KI, Informationsfluten – sie alle sind Motoren für drastische Veränderungen in unserer Gesellschaft, die bis in die Quartiere und Wohnungen hinein wirken. Damit Standorte innerhalb dieses Wirbelwindes Handlungsfähig bleiben, muss die Wirtschaftsförderung:

Standortstrategien hinterfragen und anpassen

Sich als Transformationsbegleitung versteht und aktiv an der Standortentwicklung beteiligen

Digitalisierung als Chance erkennen

Hinterfragen, wie durch KI gewonnene Zeit sinnvoll genutzt werden kann

Außerdem sprechen Frank Balkenhol und Thorsten Kausch darüber, wie Unternehmen sich Digitalisierungsprozessen annähern und wie die Wirtschaftsförderung 2030 aussehen muss.

Weitere Links zur Folge:

Frank Balkenhol auf LinkedIn

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠⁠⁠.
32 Minuten
Wochenmärkte fördern, Erlebnistage entwickeln, Vorhaben bewerben, Ausstellungen mitgestalten – die Stabsstelle Stadtmarketing in Frankfurt am Main jongliert viele Aufgaben gleichzeitig, wie sich im Gespräch mit Leiter Eduard M. Singer herausstellt.

In dieser Folge erzählt er, wie facettenreich die Transformation der Innenstadt in einen Erlebnisraum ist:

Sie beinhaltet viel Kommunikation und Netzwerkarbeit, eine ganzheitliche Betrachtung des Raums und die Betreuung mehrerer Projekte gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen.

In dem Gespräch wird klar, damit das alles gelingt, braucht es vor allem eines: Vertrauen in die beteiligten Akteur:innen.

Außerdem Thema im Gespräch:

Wie die Stadt ihre Architektur erlebbar macht

Was ein Markt für Fragen aufwerfen kann

Warum Innenstadtgestaltung eine Gemeinschaftsaufgabe ist

Weitere Links zur Folge:

Eduard M. Singer auf LinkedIn

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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der ⁠⁠⁠Stadtmanufaktur⁠⁠⁠.
40 Minuten
In der Lübecker Innenstadt treffen Geschichte und Zukunft aufeinander. Der Kern der Altstadtinsel ist seit fast 40 Jahren UNESCO-Welterbe. Gleichzeitig verändert die Innenstadt sich, um auch in Zukunft als Zentrum zu funktionieren.

Diese Transformation erfordert viel Beteiligung und so manches um die Ecke denken, sagt Jan Lindenau. Er ist seit 2018 Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und beschäftigt sich schon lange mit der Zukunft der Altstadt.

Im Podcast erzählt er am Beispiel der ehemaligen Karstadt-Filiale, wie die Stadt eine kreative Lösung gefunden hat, dem Leerstand des Gebäudes entgegenzuwirken und gleichzeitig das Platzproblem der Lübecker Schulen zu lösen. So viel vorweg: Ganz klassisch kam die zündende Idee unter der Dusche.

Außerdem im Gespräch:

Welche positiven Überraschungen der Lübecker Rahmenplan Innenstadt bereithielt

Warum die Stadtmarke zwei verschiedene Geschichten hat und was Mülleimer damit zu tun haben

Drei Tipps von Jan Lindenau für eine erfolgversprechende Transformation der Stadt

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Über diesen Podcast

In #Citymaking – der Podcast spricht Thorsten Kausch mit Menschen, die das Leben in Städten durch ihr Tun verändern. Mit seinen Gesprächspartner:innen diskutiert der erfahrene Stadtstratege die großen Zukunftsfragen rund um Stadt: Wo liegen die Herausforderungen für Städte? Welche Veränderungen wird es geben? Und welche Antworten und Lösungen liegen parat? Tiefgründige und unterhaltsame Interviews zu „So wollen wir in Städten leben“. Entdecke #Citymaking.

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