Citymaking – So wollen wir in Städten leben Archiv
75 Episoden
39 Minuten
Fast 10 Jahre lang war Maria Vassilakou Vize-Bürgermeisterin von Wien (2010 – 2019). Als erste Grüne im Amt hat sie die Stadt zum Vorbild in Sachen öffentlicher Nahverkehr und Stadtteilmanagement entwickelt. Bis heute berät sie Städte weltweit sowie die Europäische Kommission dazu, wie Transformation von Stadt gelingt.
Vassilakou beobachtet: Zwar würden komplexe Aushandlungsprozesse immer schwieriger und auch konfrontativer werden, zugleich gebe es auch viel Lust bei den Menschen, Dinge in die Hand zu nehmen und selbst zu verändern.
Eine Best Practice hat die österreichisch-griechische Politikerin selbst initiiert und berichtet davon in dieser Folge von CITYMAKING: Die Gebietsbetreuungen (GB) in Wien gelten als Vorzeigeprojekt für Stadtteilmanagement und Transformation. Das Konzept orientiert sich an der idealtypischen Vorstellung des Citoyen: Bürger:innen haben die Möglichkeit, sich über die GBs aktiv einzubringen und ihre Nachbarschaft mitzugestalten. Die daraus entstehenden Projekte können von der Stadt gefördert werden.
Über die 2015 eingeführten Gebietsbetreuungen wurden bis heute weit über 500 Projekte in Wien umgesetzt. Sie stehen für eine Transformation von Stadt, die aus den lokalen Communitys selbst heraus entsteht. Und sie unterstreichen das Politikverständnis von Vassilakou: „Politik ist die Kunst, breite Allianzen zu schmieden.“ Diese Überzeugung gelte auch für Stadtpolitik und Transformationsprozessen in Städten, so die Politikerin. Außerdem betont sie:
„Die schönste Kommunikation ist die, die nicht von der Stadt kommt. Sondern von lokalen Communitys, die gemeinsam eine Vorstellung entwickeln, wie sie ihre Nachbarschaft verändern wollen und dafür Unterstützung von der Stadt erhalten.“
Ein spannendes Gespräch mit vielen Ansatzpunkten – und ein Plädoyer für Allianzen und Aushandlungsprozesse in Städten.
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Sie haben Vorschläge für einen Gast, Fragen oder Feedback? Dann schreiben Sie an podcast@stadtmanufaktur.com.
CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der Stadtmanufaktur.
Vassilakou beobachtet: Zwar würden komplexe Aushandlungsprozesse immer schwieriger und auch konfrontativer werden, zugleich gebe es auch viel Lust bei den Menschen, Dinge in die Hand zu nehmen und selbst zu verändern.
Eine Best Practice hat die österreichisch-griechische Politikerin selbst initiiert und berichtet davon in dieser Folge von CITYMAKING: Die Gebietsbetreuungen (GB) in Wien gelten als Vorzeigeprojekt für Stadtteilmanagement und Transformation. Das Konzept orientiert sich an der idealtypischen Vorstellung des Citoyen: Bürger:innen haben die Möglichkeit, sich über die GBs aktiv einzubringen und ihre Nachbarschaft mitzugestalten. Die daraus entstehenden Projekte können von der Stadt gefördert werden.
Über die 2015 eingeführten Gebietsbetreuungen wurden bis heute weit über 500 Projekte in Wien umgesetzt. Sie stehen für eine Transformation von Stadt, die aus den lokalen Communitys selbst heraus entsteht. Und sie unterstreichen das Politikverständnis von Vassilakou: „Politik ist die Kunst, breite Allianzen zu schmieden.“ Diese Überzeugung gelte auch für Stadtpolitik und Transformationsprozessen in Städten, so die Politikerin. Außerdem betont sie:
„Die schönste Kommunikation ist die, die nicht von der Stadt kommt. Sondern von lokalen Communitys, die gemeinsam eine Vorstellung entwickeln, wie sie ihre Nachbarschaft verändern wollen und dafür Unterstützung von der Stadt erhalten.“
Ein spannendes Gespräch mit vielen Ansatzpunkten – und ein Plädoyer für Allianzen und Aushandlungsprozesse in Städten.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der Stadtmanufaktur.
44 Minuten
Hanau ist „Hessens kleinste Großstadt“ und ein Vorzeigeort für gelungene und mutige Stadtentwicklung. Seit 2005 legt die Stadt eine rasante Entwicklung hin, die in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Aktuell macht Hanau mit den Stadtentwicklungsprojekten Hanau AUFladen und Stadthof Hanau (im ehemaligen Kaufhof-Gebäude) von sich reden.
In dieser Podcast-Folge kommen wir den Erfolgsfaktoren von Hanau auf die Spur: Daniel Freimuth, Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH, berichtet inspirierend und offen, wie seine Stadt und sein Unternehmen neue Projekte angeht – und was Hanau von anderen Städten entscheidet.
Hier die 8 Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Stadtentwicklung am Beispiel Hanau:
1. VERTRAUEN Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist schon lange im Amt und genießt viel Vertrauen. Das ist zentral für jedes Projekt.
2. SCHNELLIGKEIT Eine Person im Stadtmarketing wurde mit allen Kompetenzen ausgestattet, die es braucht, um Stadtentwicklung erfolgreich voranzutreiben. Das beschleunigt Prozesse enorm.
3. ERFOLGE Das Shoppingcenter Forum Hanau gilt als eines der Erfolgsprojekte für die beeindruckende Stadtentwicklung in Hanau von 2005–2015. Die guten Zahlen erzeugen Aufwind für jedes weitere Projekt.
4. KOMPLIZEN Ein zentraler Ansatz von Hanau AUFladen sind die „Komplizen“, also ein Netzwerk aus Mitstreiter:innen für eine attraktive Innenstadt. Plus: „In Hanau gibt es eine große politische Geschlossenheit, was die Bedeutung der Innenstadt angeht“ (trotz 8-Parteien-Parlament).
5. KOMMUNIKATION Statt langwieriger Beteiligungsprozesse setzt Hanau auf offene Kommunikation und punktuelle Partizipation. Das Motto: Angebote machen statt Angebote aufzwingen.
6. BAUCHGEFÜHL Verkopfte Stadtpolitik hält auf, findet Daniel Freimuth. „Unser Welt in Hanau ist es: aufs Bauchgefühl vertrauen, dass unser Ansatz richtig ist. Dann fügen sich viele lose Enden zu einem Plan zusammen.“ Gewagt, mutig, aber offensichtlich erfolgreich.
7. KREATIVITÄT Sich auf neue Ideen einlassen und den eigenen Weg finden: Hanau zeigt, wie's geht. Plus: „In einem kreativen Gute-Laune-Umfeld macht auch Problemlösung Spaß.“
8. ANFANGEN Einfach mal Ideen ausprobieren, ohne den Anspruch zu haben, dass diese für die nächsten 20 Jahre funktionieren müssen. Mit dieser Freiheit im Kopf wagt Hanau viel Neues – und lernt daraus.
45 Minuten mit Daniel Freimuth sind wie ein Wirbelsturm im Stadtentwicklungsalltag. Reinhören lohnt sich!
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1. VERTRAUEN Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist schon lange im Amt und genießt viel Vertrauen. Das ist zentral für jedes Projekt.
2. SCHNELLIGKEIT Eine Person im Stadtmarketing wurde mit allen Kompetenzen ausgestattet, die es braucht, um Stadtentwicklung erfolgreich voranzutreiben. Das beschleunigt Prozesse enorm.
3. ERFOLGE Das Shoppingcenter Forum Hanau gilt als eines der Erfolgsprojekte für die beeindruckende Stadtentwicklung in Hanau von 2005–2015. Die guten Zahlen erzeugen Aufwind für jedes weitere Projekt.
4. KOMPLIZEN Ein zentraler Ansatz von Hanau AUFladen sind die „Komplizen“, also ein Netzwerk aus Mitstreiter:innen für eine attraktive Innenstadt. Plus: „In Hanau gibt es eine große politische Geschlossenheit, was die Bedeutung der Innenstadt angeht“ (trotz 8-Parteien-Parlament).
5. KOMMUNIKATION Statt langwieriger Beteiligungsprozesse setzt Hanau auf offene Kommunikation und punktuelle Partizipation. Das Motto: Angebote machen statt Angebote aufzwingen.
6. BAUCHGEFÜHL Verkopfte Stadtpolitik hält auf, findet Daniel Freimuth. „Unser Welt in Hanau ist es: aufs Bauchgefühl vertrauen, dass unser Ansatz richtig ist. Dann fügen sich viele lose Enden zu einem Plan zusammen.“ Gewagt, mutig, aber offensichtlich erfolgreich.
7. KREATIVITÄT Sich auf neue Ideen einlassen und den eigenen Weg finden: Hanau zeigt, wie's geht. Plus: „In einem kreativen Gute-Laune-Umfeld macht auch Problemlösung Spaß.“
8. ANFANGEN Einfach mal Ideen ausprobieren, ohne den Anspruch zu haben, dass diese für die nächsten 20 Jahre funktionieren müssen. Mit dieser Freiheit im Kopf wagt Hanau viel Neues – und lernt daraus.
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30 Minuten
Welche Rolle spielt meine Stadt in meinem Leben? Welche Rolle spielen Städte in der Zukunft? Diese Fragen stellt Anne Seubert, Unternehmerin (Brands & Places), Moderatorin und Managementtrainerin, und trifft damit gleich zwei wunde Punkte im Stadtgeschehen.
Punkt 1: Stadt ermöglichen
Placemaking und Partizipation müssen bei jedem größeren Projekt in einer Stadt von Anfang mitgedacht werden. Das bedeutet auch, als Stadtverwaltung eine neue Rolle einzunehmen – und zwar die des „Stadtermöglichers“. Anne Seubert plädiert dabei für eine Form der „Stadtakupunktur“, bei der Städte „Energiepunkte“ setzen und dadurch Möglichkeitsorte schaffen. Als Beispiel nennt sie Basel: Die Schweizer Stadt hat durch kleine Anreize die Aufenthaltsqualität an der Rheinpromenade um ein Vielfaches erhöht – weil Bürger:innen und Besucher:innen diese weiterdenken und mit Leben füllen. Dafür bräuchten Städte natürlich Mut und das Vertrauen in Prozesse und Partizipation … was uns zum nächsten Aspekt führt.
Punkt 2: Selbstwirksamkeit
„Wir sollten unsere Wünsche nicht als Anspruch denken, sondern als eine Verantwortung“, findet Anne Seubert und fordert damit jeden Einzelnen auf, sich für und in der Stadt einzubringen. Wichtig sei es, Stadt nicht nur als Sorgenkind zu sehen, sondern als einen Sehnsuchtsort, für den mensch gerne Verantwortung übernimmt.
„Stadt ist ein Tun-Ort, in dem jeder Einzelne Gestaltungsmacht hat.“ – Anne Seubert
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Punkt 1: Stadt ermöglichen
Placemaking und Partizipation müssen bei jedem größeren Projekt in einer Stadt von Anfang mitgedacht werden. Das bedeutet auch, als Stadtverwaltung eine neue Rolle einzunehmen – und zwar die des „Stadtermöglichers“. Anne Seubert plädiert dabei für eine Form der „Stadtakupunktur“, bei der Städte „Energiepunkte“ setzen und dadurch Möglichkeitsorte schaffen. Als Beispiel nennt sie Basel: Die Schweizer Stadt hat durch kleine Anreize die Aufenthaltsqualität an der Rheinpromenade um ein Vielfaches erhöht – weil Bürger:innen und Besucher:innen diese weiterdenken und mit Leben füllen. Dafür bräuchten Städte natürlich Mut und das Vertrauen in Prozesse und Partizipation … was uns zum nächsten Aspekt führt.
Punkt 2: Selbstwirksamkeit
„Wir sollten unsere Wünsche nicht als Anspruch denken, sondern als eine Verantwortung“, findet Anne Seubert und fordert damit jeden Einzelnen auf, sich für und in der Stadt einzubringen. Wichtig sei es, Stadt nicht nur als Sorgenkind zu sehen, sondern als einen Sehnsuchtsort, für den mensch gerne Verantwortung übernimmt.
„Stadt ist ein Tun-Ort, in dem jeder Einzelne Gestaltungsmacht hat.“ – Anne Seubert
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51 Minuten
Polykrisen. Damit müssen wir uns als Menschen auseinandersetzen. Hitze und Regen, demographischer Wandel und Migration, Digitalisierung und KI, Einsamkeit und Ungleichheit beeinflussen unsere Gesellschaft und unsere Städte. Mit dem „Transformations-Veteran“ Patrick Breitenbach spreche ich darüber, was das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet.
Breitenbach ist Unternehmensberater bei 1789 Consulting, Podcaster, Autor und vor allem: Gesellschaftsanalyst. Er seziert die multiplen Einwirkungen auf die Gesellschaft und beobachtet: „Früher war mehr Beziehungsarbeit. Je mehr der Kapitalismus mit seiner Geldlogik ins Spiel kam, desto mehr konnten sich Menschen von sozialen Beziehungen entlasten.“ – Und wie ist das in Krisen? Da halten die Menschen eher zusammen, sagt Breitenbach. So oder so gilt für ihn: „Zivilgesellschaftliche Initiativen sind das Rückenmark unserer Gesellschaft.“
Zur Aufgabe von Stadt – jetzt und zukünftig – hat Breitenbach eine klare Idee: Die Kommunen stellen die Infrastruktur und vielleicht noch Community-Manager. Die Nutzer bestimmen den Content. Es geht um eine neue Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, um eine Bürger:innenzentrierung. Eine zentrale Rolle spiele dabei Bildung, so Breitenbach: „Bildung ist Begegnung, Austausch und Bewusstseinswerdung“. Schließlich kommen Menschen als „Lernmaschinen“ auf die Welt.
Ab in die Tiefen der Gesellschaft ... in dieser Folge von CITYMAKING.
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Soziopod, 2045, Schweigen ist Zustimmung – die Podcasts von Patrick Breitenbach.
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Zur Aufgabe von Stadt – jetzt und zukünftig – hat Breitenbach eine klare Idee: Die Kommunen stellen die Infrastruktur und vielleicht noch Community-Manager. Die Nutzer bestimmen den Content. Es geht um eine neue Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, um eine Bürger:innenzentrierung. Eine zentrale Rolle spiele dabei Bildung, so Breitenbach: „Bildung ist Begegnung, Austausch und Bewusstseinswerdung“. Schließlich kommen Menschen als „Lernmaschinen“ auf die Welt.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der Stadtmanufaktur.
35 Minuten
Mannheim steckt in einem großen Transformationsprozess. Und das seit rund 30 Jahren. Von der Industrie- und Arbeiterstadt entwickelt sich Mannheim zur Dienstleistungsstadt – mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit. In seinem Leitbild 2030 beruft sich die Großstadt in Baden-Württemberg auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Auch die Bundesgartenschau Mannheim 2023 (www.buga23.de) folgte diesem großen Plan für die Stadt. Mit Erfolg.
Karmen Strahonja, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH, spricht offen und detailreich über die Strategie hinter der BUGA 23. „Was bedeutet die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in einer städtischen Realität? Die BUGA war ein Experimentierfeld, um diese Frage zu beantworten.“
Tatsächlich hat es Mannheim geschafft, Erkenntnisse aus dem „Experimentierfeld BUGA“ für die Stadt zu nutzen: Die 500 Hektar BUGA-Gelände wirken bis heute als Freifläche für die Frischluftzufuhr. Das kühlt die Mannheimer Innenstadt laut aktueller Zahlen um 4 Grad ab. Und hat natürlich noch weitere Mehrwerte: „500 Hektar Grünfläche für Frischluft und Freizeit. Das ist ein Geschenk für eine Großstadt.“
Vom Detail bis zum großen Ganzen: Im Gespräch mit Karmen Strahonja drehen wir den Kreis von einer Großveranstaltung wie der Bundesgartenschau bis zur wesentlichen Aufgabe des Stadtmarketings. Diese ist – laut Strahonja – „große Veränderungsprozesse zu begleiten und zu steuern.“ Ganz meine Meinung, liebe Karmen.
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Tatsächlich hat es Mannheim geschafft, Erkenntnisse aus dem „Experimentierfeld BUGA“ für die Stadt zu nutzen: Die 500 Hektar BUGA-Gelände wirken bis heute als Freifläche für die Frischluftzufuhr. Das kühlt die Mannheimer Innenstadt laut aktueller Zahlen um 4 Grad ab. Und hat natürlich noch weitere Mehrwerte: „500 Hektar Grünfläche für Frischluft und Freizeit. Das ist ein Geschenk für eine Großstadt.“
Vom Detail bis zum großen Ganzen: Im Gespräch mit Karmen Strahonja drehen wir den Kreis von einer Großveranstaltung wie der Bundesgartenschau bis zur wesentlichen Aufgabe des Stadtmarketings. Diese ist – laut Strahonja – „große Veränderungsprozesse zu begleiten und zu steuern.“ Ganz meine Meinung, liebe Karmen.
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40 Minuten
„Wir brauchen städtische Räume in groß und in klein, vielfältig für unterschiedliche Interessen, mit guter Ausstattung als Hardware und niedrigschwelligen Angeboten als Software.“ – Das sagt Sophie Fredenhagen, Leiterin des Bezirksamts Harburg. Denn gerade in Harburg sind die Unterschiede groß. Hier trifft Industrie auf Land, Villa auf Neubau, Kultur auf Kultur. Zugleich ist Harburg der jüngste Bezirk in Hamburg. Für Fredenhagen steckt darin ein großer Auftrag für Ihr Amt: „Die jungen Menschen sind unsere Zukunft. Wir müssen ganz viel dafür tun, dass sie diese Stadt auch tragen können. Das ist das Spannende an diesem Job.“
Mit Nachbarschaftsbüros, Bürgersprechstunden und Beteilgungsformaten versucht sie als „Bürgermeisterin von Harburg“, den Bürger:innen nah zu sein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Gegen Parallelgesellschaften und Partikularisierung, für ein gelebtes Gemeinwohl, in dem sich Menschen gut aufgehoben und beteiligt fühlen.
Apropos beteiligt: Für Fredenhagen ist Beteiligung ein wichtiger Schlüssel – unter anderem in Stadtentwicklungs-Projekten. „Aber viele Beteiligungsformate erreichen immer wieder dieselben Personen. Gerade bei einer diversen Gesellschaft wie in Harburg muss man Schlüsselpersonen in Institutionen kennen, aber auch Sportvereine, Kultureinrichtungen, Schulen sind wichtige Orte der Anknüpfung. Man braucht Personen, die diese Vernetzung wollen.“
Ein weiteres Thema im Talk: Das Gebäude von GALERIA Hamburg Harburg, mitten in der Harburger City. Die Stadt hat die Karstadt-Immobilie gekauft. Und jetzt? Fredenhagen verrät, wie es mit dem Gebäude weitergeht und wie sie sich dessen Zukunft vorstellt.
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Mit Nachbarschaftsbüros, Bürgersprechstunden und Beteilgungsformaten versucht sie als „Bürgermeisterin von Harburg“, den Bürger:innen nah zu sein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Gegen Parallelgesellschaften und Partikularisierung, für ein gelebtes Gemeinwohl, in dem sich Menschen gut aufgehoben und beteiligt fühlen.
Apropos beteiligt: Für Fredenhagen ist Beteiligung ein wichtiger Schlüssel – unter anderem in Stadtentwicklungs-Projekten. „Aber viele Beteiligungsformate erreichen immer wieder dieselben Personen. Gerade bei einer diversen Gesellschaft wie in Harburg muss man Schlüsselpersonen in Institutionen kennen, aber auch Sportvereine, Kultureinrichtungen, Schulen sind wichtige Orte der Anknüpfung. Man braucht Personen, die diese Vernetzung wollen.“
Ein weiteres Thema im Talk: Das Gebäude von GALERIA Hamburg Harburg, mitten in der Harburger City. Die Stadt hat die Karstadt-Immobilie gekauft. Und jetzt? Fredenhagen verrät, wie es mit dem Gebäude weitergeht und wie sie sich dessen Zukunft vorstellt.
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35 Minuten
„Dezentralisierung und Digitalisierung ermöglichen, das Arbeit kein Ort mehr ist.“ Bernd Fels ist Experte für New Work und Gründer von IF5 anders arbeiten und spaces4future. Er kennt die harte Wahrheit in deutschen Büros: Viele Mittelständler und Großunternehmen erleben laut Studien eine Büroauslastung von 20 bis 30 Prozent – und zwar über die ganze Woche hinweg. Das bedeutet: riesige Flächen, wenig Frequenz, verlorene Chancen.
Dabei gibt es zahlreiche Ideen, wie Büros für Menschen wieder attraktiv werden – oder was Unternehmen statt Büros anbieten können. Coworking und Officesharing, Dorfbüro und Stattbüro, dritte und vierte Orte (auf dem Weg von A nach B) – Bernd Fels denkt New Work groß und hat dabei auch die Gesellschaft im Blick: Wie kann aus einem Büro auch ein Raum für die Stadtgesellschaft werden?
Im Podcast sprechen wir über Multifunktionalität und Partizipation, Expertokratie und Pioniergeist. Ich wünsche viel Inspiration beim Hören!
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Dabei gibt es zahlreiche Ideen, wie Büros für Menschen wieder attraktiv werden – oder was Unternehmen statt Büros anbieten können. Coworking und Officesharing, Dorfbüro und Stattbüro, dritte und vierte Orte (auf dem Weg von A nach B) – Bernd Fels denkt New Work groß und hat dabei auch die Gesellschaft im Blick: Wie kann aus einem Büro auch ein Raum für die Stadtgesellschaft werden?
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34 Minuten
Ole von Beust war 9 Jahre lang Erster Bürgermeister von Hamburg. Seine Begeisterung für Politik entstand bereits in der Schule und am heimischen Esstisch, wo sein Vater als Bezirksbürgermeister live aus dem politischen Geschehen berichtete. Als CDU-Politiker brach er 2001 den SPD-Bann in der Hansestadt (44 Jahre lang SPD-regiert) und brachte mit dem Leitbild „Hamburg – wachsende Stadt“ eine ganz neue Motivation in Politik und Verwaltung.
„Hamburger wollen ihren Bürgermeister lieben“, resümiert Ole von Beust die begeisterten Reaktionen und die Anerkennung, die er für sein visionäres Leitbild erhielt. Auch innerhalb der Verwaltung und Politik kam die Zukunftsperspektive gut an. Die Reaktion von vielen: „Endlich verwalten wir nicht nur, sondern haben eine gemeinsame Aufgabe.“ Im Gespräch reflektiert von Beust, was und wen man für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Leitbilds braucht.
Nach dem Blick in die Vergangenheit, blickt Ole von Beust in die Zukunft. Sein Fazit: „Deutschland braucht ein neues Leitbild, eine langfristige Perspektive.“ Für von Beust fehlen der deutschen Politik Identifikationsfiguren sowie Menschen mit Führungswillen und „unglaublich dickem Fell“, um auch unbequeme, aber unabdingbare Entscheidungen durchzusetzen.
Auch für Hamburg vermisst er ein Zukunftsbild. Seine Idee: Hamburg als Modell für die europäische Stadt entwickeln – mit unglaublich vielen Facetten und internationaler Strahlkraft.
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„Hamburger wollen ihren Bürgermeister lieben“, resümiert Ole von Beust die begeisterten Reaktionen und die Anerkennung, die er für sein visionäres Leitbild erhielt. Auch innerhalb der Verwaltung und Politik kam die Zukunftsperspektive gut an. Die Reaktion von vielen: „Endlich verwalten wir nicht nur, sondern haben eine gemeinsame Aufgabe.“ Im Gespräch reflektiert von Beust, was und wen man für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Leitbilds braucht.
Nach dem Blick in die Vergangenheit, blickt Ole von Beust in die Zukunft. Sein Fazit: „Deutschland braucht ein neues Leitbild, eine langfristige Perspektive.“ Für von Beust fehlen der deutschen Politik Identifikationsfiguren sowie Menschen mit Führungswillen und „unglaublich dickem Fell“, um auch unbequeme, aber unabdingbare Entscheidungen durchzusetzen.
Auch für Hamburg vermisst er ein Zukunftsbild. Seine Idee: Hamburg als Modell für die europäische Stadt entwickeln – mit unglaublich vielen Facetten und internationaler Strahlkraft.
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37 Minuten
Kleinstadt, Großstadt, Verband: Michael Reink hat in seinem Berufsleben schon vieles gesehen – und gemanagt. Seit 2011 ist er Bereichsleiter für Standort und Verkehrspolitik beim HDE Handelsverband Deutschland, davor hat der studierte Geograph das Citymanagement in Stralsund aufgebaut und war Ressortleiter bei der Wolfsburg Marketing GMbH. Warum diese Stationen wichtig sind? Weil sie Reink den Rundum-Blick auf das Ökosystem Stadt ermöglichen.
Seine Analyse: „Städte stecken in einer Metamorphose.“ In unserem Gespräch zeichnet er die Transformation treffend nach: Früher war der Handel das Alleinstellungsmerkmal der Stadt, selbst weniger schöne Städte waren gut besucht, denn auch sie hatten den Handel. Dieses Alleinstellungsmerkmal wurde durch den Onlinehandel aufgelöst – damit hat sich vor allem für die Innenstädte alles verändert.
Nach wie vor gilt laut Reink: „Innenstädte sind nicht nur das geografische, sondern auch das emotionale Zentrum einer Stadt.“ Aber die Menschen suchen dort mittlerweile etwas anderes: „Städte werden zur Freizeitdestination.“ Der Schaufensterbummel ist dabei nur ein Aspekt, mindestens so wichtig: gute Gastronomie, eine angenehme Atmosphäre, eine hohe Aufenthaltsqualität.
Politik, Städte, Immobilieninhaber haben verstanden, dass sie einen „Plan B“ brauchen, so Reink. Aber die Wege zur Umsetzung seien weit, träge und teuer. Im Podcast loten Michael Reink und ich die Möglichkeiten aus, wie Gegenwart, Zukunft und Realität in Einklang gebracht werden können, und diskutieren über Business Improvement Districts (BID), Poollösungen, Klimaresilienz und Mobilität.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von Die Stadtmanufaktur.
Seine Analyse: „Städte stecken in einer Metamorphose.“ In unserem Gespräch zeichnet er die Transformation treffend nach: Früher war der Handel das Alleinstellungsmerkmal der Stadt, selbst weniger schöne Städte waren gut besucht, denn auch sie hatten den Handel. Dieses Alleinstellungsmerkmal wurde durch den Onlinehandel aufgelöst – damit hat sich vor allem für die Innenstädte alles verändert.
Nach wie vor gilt laut Reink: „Innenstädte sind nicht nur das geografische, sondern auch das emotionale Zentrum einer Stadt.“ Aber die Menschen suchen dort mittlerweile etwas anderes: „Städte werden zur Freizeitdestination.“ Der Schaufensterbummel ist dabei nur ein Aspekt, mindestens so wichtig: gute Gastronomie, eine angenehme Atmosphäre, eine hohe Aufenthaltsqualität.
Politik, Städte, Immobilieninhaber haben verstanden, dass sie einen „Plan B“ brauchen, so Reink. Aber die Wege zur Umsetzung seien weit, träge und teuer. Im Podcast loten Michael Reink und ich die Möglichkeiten aus, wie Gegenwart, Zukunft und Realität in Einklang gebracht werden können, und diskutieren über Business Improvement Districts (BID), Poollösungen, Klimaresilienz und Mobilität.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von Die Stadtmanufaktur.
47 Minuten
Mensch, Mobilität, Mischnutzung: Das sind die drei großen M’s im Wirken, Denken und Planen von Architekt André Poitiers. Mit seinen Bauten treibt er Städte und Stadtplanung voran – vor allem mit vielen Projekten in der Hansestadt Hamburg.
„Hamburg hat eine sehr gute Zukunft vor sich“, prognostiziert Poitiers und begründet dies mit der optimalen Mischung aus Freizeitwert zwischen Nord- und Ostsee sowie einer Top-Infrastruktur und -Lage. Doch auch für Hamburg heißt es: „Eine Stadt ist nie fertig“.
Was also müssen Städte wie Hamburg tun, um zukunftsfähig und lebenswert zu bleiben? Laut Poitiers brauchen Menschen in der Stadt wieder mehr Freiraum. Was die Mobilität angeht, „muss es Spaß machen, sich in der Stadt zu bewegen“. Zudem kann eine verstärkte Mischnutzung dafür sorgen, das Viertel lebendig werden oder bleiben.
Was Poitiers an seinem Beruf als Architekt besonders fasziniert? Das Handwerk, die Weitergabe von Wissen und der Prozess vom kleinen Detail bis zum großen Ganzen. Diese Faszination zeigt sich auch in seinen vielfach ausgezeichneten Projekten: Neugestaltung des Jungfernstieg, Neue Mitte Altona mit ihren Kranbauten, Handwerkerhöfe Wedel, kempertrautmann.haus in der Innenstadt oder Kaispeicher A in der Hamburger HafenCity.
Vielen Dank für das Gespräch, André. Und Ihnen viel Spaß beim Hören!
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Was also müssen Städte wie Hamburg tun, um zukunftsfähig und lebenswert zu bleiben? Laut Poitiers brauchen Menschen in der Stadt wieder mehr Freiraum. Was die Mobilität angeht, „muss es Spaß machen, sich in der Stadt zu bewegen“. Zudem kann eine verstärkte Mischnutzung dafür sorgen, das Viertel lebendig werden oder bleiben.
Was Poitiers an seinem Beruf als Architekt besonders fasziniert? Das Handwerk, die Weitergabe von Wissen und der Prozess vom kleinen Detail bis zum großen Ganzen. Diese Faszination zeigt sich auch in seinen vielfach ausgezeichneten Projekten: Neugestaltung des Jungfernstieg, Neue Mitte Altona mit ihren Kranbauten, Handwerkerhöfe Wedel, kempertrautmann.haus in der Innenstadt oder Kaispeicher A in der Hamburger HafenCity.
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30 Minuten
Plätze aufbrechen, Perspektiven wechseln, den Mutterboden zurück ans Licht holen und die Innenstädte wieder zu zentralen Orten des Wandels machen: Landschaftsarchitekt Andreas Kipar tritt ein für mehr „radikales Denken“ in Sachen Stadt. Das ist gut für die Menschen und gut für das Klima in unseren Städten.
Als CEO der Architekturschmiede LAND arbeitet er mit großen Teams in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Kanada an Landscaping-Konzepten, die die Trennung von Stadt und Land, umbauten Raum und nichtumbauten Raum aufbrechen: „Wir haben uns über mehr ein Jahrhundert versiegelt, wir haben uns eingesiegelt“, stellt Kipar fest und berichtet im Interview von Städten wie Mailand oder Wien, die neu denken und vorangehen.
#letsbreakthingsup
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von Die Stadtmanufaktur.
42 Minuten
Verhaltensänderung oder Beharrungsvermögen? Finanzierungslücke oder neue Qualitäten? Die Transformation unserer Städte und unseres Verhaltens treibt uns Stadtstrategen um. Ich spreche mit Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag darüber, was die Transformation antreibt – und was sie behindert
„Die Diffusionszeit zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und konkretem politischen Tun ist unglaublich lang“, beschreibt von Lojewski eine der zentralen Hürden. Und schlägt vor, an Themen zu arbeiten, bei denen eine positive Veränderung direkt spürbar ist. In der Klimaanpassung oder in den Innenstädten, zum Beispiel.
Außerdem komme es darauf an, „wie wir Transformation betiteln: Als Sparsamkeit oder Verzicht – oder als Transformation zu neuen Qualitäten.“ So oder so gilt für Hilmar von Lojewski: Transformation braucht einen Treiber von von oben, also top-down.
Als Leiter des Dezernats für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr beim Deutschen Städtetag sieht er es klar als Aufgabe der Politik und Verwaltung Überzeugungsarbeit zu leisten. Auch untereinander.
Im zweiten Teil unseres Gesprächs biegen wir ab in die Quartiere und Wohnungen der Menschen. Und wir betrachten, was Transformation im Kontext von Stadt und Wohnen bedeutet. Dabei teilt von Lojewski eine durch Erfahrung gewonnene Erkenntnis: „Ich glaube nicht mehr daran, dass man ein ideales Quartier planen kann. Quartier hat etwas mit Intuition zu tun, mit Erfahrung und Gefühl.“ Umso wichtiger und delikater sei es zu erkennen, wann und wie aktives Quartiersmanagement greift.
Weitere Links zur Folge:
Hilmar von Lojewski auf LinkedIn.
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„Die Diffusionszeit zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und konkretem politischen Tun ist unglaublich lang“, beschreibt von Lojewski eine der zentralen Hürden. Und schlägt vor, an Themen zu arbeiten, bei denen eine positive Veränderung direkt spürbar ist. In der Klimaanpassung oder in den Innenstädten, zum Beispiel.
Außerdem komme es darauf an, „wie wir Transformation betiteln: Als Sparsamkeit oder Verzicht – oder als Transformation zu neuen Qualitäten.“ So oder so gilt für Hilmar von Lojewski: Transformation braucht einen Treiber von von oben, also top-down.
Als Leiter des Dezernats für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr beim Deutschen Städtetag sieht er es klar als Aufgabe der Politik und Verwaltung Überzeugungsarbeit zu leisten. Auch untereinander.
Im zweiten Teil unseres Gesprächs biegen wir ab in die Quartiere und Wohnungen der Menschen. Und wir betrachten, was Transformation im Kontext von Stadt und Wohnen bedeutet. Dabei teilt von Lojewski eine durch Erfahrung gewonnene Erkenntnis: „Ich glaube nicht mehr daran, dass man ein ideales Quartier planen kann. Quartier hat etwas mit Intuition zu tun, mit Erfahrung und Gefühl.“ Umso wichtiger und delikater sei es zu erkennen, wann und wie aktives Quartiersmanagement greift.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von Die Stadtmanufaktur.
33 Minuten
Schnell, billig und online kaufen … zugleich soll die eigene Innenstadt belebt und attraktiv bleiben ... zugleich wollen Menschen direkt vor dem Laden parken. Wie soll das gehen? Über diesen Spagat der Bedürfnisse spreche ich mit Andreas Zaffran und Wulf Kramer.
Andreas Zaffran ist Bürgermeister in Bad Wimpfen, einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Seit seinem Amtsantritt jongliert er mit Ansprüchen und Gegebenheiten – und ringt um die (Wieder-)Belebung und Zukunftsfähigkeit des Stadtkerns. Sein Ansatz: schnell umzusetzende, finanzierbare und flexible Umbauten in der Innenstadt testen und so die Bürger:innen von Veränderungen überzeugen.
Konkret initiierte Zaffran einen Verkehrstest für weniger Parkplätze und mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Dafür setzte er auf die mobilen Stadtmöbel von City Decks, entwickelt von Diplom-Architekt Wulf Kramer und seinem Team. „Das Prinzip kommt an“, resümiert Zaffran und belegt den Erfolg der flexiblen Umbaumaßnahmen mit der hohen Zustimmung aus der Bevölkerung.
Im Podcast diskutieren wir über die Vorteile und Erfolgsaussichten flexibler und mobiler Stadtgestaltung – und das Potential von „einfach mal machen“ statt zäher Genehmigungsschleifen.
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Konkret initiierte Zaffran einen Verkehrstest für weniger Parkplätze und mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Dafür setzte er auf die mobilen Stadtmöbel von City Decks, entwickelt von Diplom-Architekt Wulf Kramer und seinem Team. „Das Prinzip kommt an“, resümiert Zaffran und belegt den Erfolg der flexiblen Umbaumaßnahmen mit der hohen Zustimmung aus der Bevölkerung.
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CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben wird präsentiert von der Stadtmanufaktur.
34 Minuten
„Wie verändert sich meine Stadt? Ist das noch mein Hamburg?“, fragen sich Leser:innen des Hamburger Abendblatts. Der stellv. Chefredakteur Matthias Iken gibt Einblicke in die Gefühlswelt der Hamburger:innen – gerade was die Themen Stadtentwicklung, Wohnungsnot und Nachverdichtung angeht.
Außerdem spricht der Wahl-Hamburger über einige spannende Thesen in Bezug auf Stadt. Er sagt: „Wir werden über kurz oder lang eine massive Stadtflucht sehen. Ich glaube, wir haben den Peak der großen Stadtbegeisterung erreicht.“ Und er wirbt für eine korrigierte Wahrnehmung in Politik, Medien und Co: „Wir haben eine Eppendorfisierung der Debatten.“ Genau deshalb werden, Matthias Iken zufolge, einige Gruppen kaum gehört und gesehen, z. B. in der Debatte rund um Mobilität in der Stadt.
Eine meinungsstarke Folge, die zum Reflektieren und Diskutieren anregt. Wie denken Sie darüber?
Weitere Links zur Folge:
Matthias Iken auf X (ehemals Twitter).
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40 Minuten
Dr. Rolf Bösinger ist Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. In CITYMAKING spricht der 57-Jährige darüber, wie er sich Stadt vorstellt – und was der Bund dafür tut.
„Wir als Regierung denken faktisch nur in Quartieren“, erklärt Bösinger und beschreibt, wie das Bauministerium im Bereich Stadtentwicklung, Gebäudeenergiegesetz, Mobilität und Wohnen in Quartierslösungen plant. Für Bösinger ist und bleibt Stadt der „Nukleus für Entwicklungen“, Städte und Kommunen müssen deshalb vom Bund unterstützt und gefördert werden.
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Dr. Rolf Bösinger auf LinkedIn
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