Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen
Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen
Podcaster
Episoden
23.02.2026
23 Minuten
Reframing ist mehr als ein Perspektivwechsel. Es ist die bewusste
Arbeit am Rahmen zwischen Beobachtung und Bewertung – dort, wo
Bedeutung entsteht und Handlungen vorbereitet werden. In dieser
Episode lade ich dich ein, genau diesen Zwischenraum systematisch
zu nutzen. Ausgangspunkt ist die Trennung von Beobachtung und
Bewertung. Wer erkennt, mit welchem inneren Rahmen er eine
Situation betrachtet, gewinnt Distanz – und damit Alternativen.
Sieben Denkwerkzeuge für dein Reframing:
Intensions-Reframe: Welche positive Absicht
könnte hinter einem Verhalten stehen? Wofür könnte es – aus Sicht
der handelnden Person – sinnvoll sein?
Funktions-Reframe: Welche stabilisierende
Funktion erfüllt ein Problem im System? Welche Dynamik hält ein
Konflikt möglicherweise aufrecht?
Kontext-Reframe: In welchem Umfeld wäre genau
dieses Verhalten eine Stärke? Wo passt das, was hier irritiert,
eigentlich gut hin?
Zeit-Reframe: Wann war dieses Verhalten sinnvoll
– oder wann könnte es wieder sinnvoll werden? Wie verändert sich
die Bewertung entlang der Zeitachse?
Kosten-Nutzen-Reframe: Welchen Nutzen erzeugt
ein Verhalten, welchen Preis zahlen wir dafür? Was wird sichtbar,
wenn wir nicht moralisch, sondern abwägend hinschauen?
Beobachter-Reframe: Wie würden andere – etwa
Kunden, Mitarbeitende oder die Geschäftsleitung – dieselbe
Situation bewerten? Welche zusätzlichen Alternativen entstehen
durch weitere Perspektiven?
Skalierungs-Reframe: Woran würden Sie merken,
dass es ein Prozent besser geworden ist? Wie lässt sich ein
großes Problem so verkleinern, dass der nächste machbare Schritt
sichtbar wird?
Gerade der Skalierungs-Reframe knüpft an die lösungsorientierte
Kurzzeittherapie von Steve de Shazer an. Nicht die perfekte
Lösung steht im Vordergrund, sondern der nächste erkennbare
Unterschied.
Situationen sind nicht alternativlos. Alternativlos ist nur der
Rahmen, durch den wir sie betrachten.
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16.02.2026
1 Minute
Kann ein und derselbe Sachverhalt gleichzeitig ein Problem und
kein Problem sein? In dieser Episode lege ich das Denkfundament
hinter dem Reframing frei. Mir geht es nicht nur um eine Methode,
sondern um die Frage, warum sie wirkt. Denn im systemischen
Denken entsteht Bedeutung nie objektiv. Sie entsteht durch
Beobachtung – und durch Bewertung. Wir schauen gemeinsam auf den
Dreiklang aus Beobachtung, Bewertung und Handlung. Im Alltag
verschmelzen diese Ebenen. Wir sehen etwas, bewerten es sofort –
und handeln. Reframing trennt diese Ebenen gedanklich und öffnet
damit neue Perspektiven. Ich zeige dir, wie du durch einen
veränderten Rahmen zu anderen Bewertungen und damit zu anderen
Handlungsoptionen kommst – in der Selbstreflexion, in
Führungssituationen und in Teams. Gleichzeitig spreche ich über
mögliche Missverständnisse wie toxische Positivität oder
Bagatellisierung. Reframing macht Alternativen sichtbar. Wenn du
deine Entscheidungsfähigkeit erweitern und bewusster führen
willst, findest du hier das gedankliche Fundament. In der
nächsten Episode baue ich darauf auf und stelle dir sieben
konkrete Methoden vor.
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09.02.2026
17 Minuten
Ausgehend von systemischen Grundannahmen und unter Bezug auf
Paul Watzlawick wird ein zweistufiges Modell
vorgestellt, das hilft, Gefühle im kommunikativen Raum produktiv
zu machen. Zunächst geht es um die bewusste Entscheidung, Gefühle
zu verbalisieren, z.B. als Ich-Botschaft. Danach geht es um den
Teil der Gefühle, den wir bewusst nicht teilen wollen. Auch
dieser Teil ist nicht wertlos, sondern eine Einladung zur
Selbstreflexion über Haltung, Motivation und innere Filter.
Die Episode beleuchtet, warum ein dauerhaftes Pokerface Potenzial
verschenkt, weshalb Körpersprache kein verlässlicher Ersatz für
Sprache ist und wie Führungskräfte einen Raum schaffen können, in
dem Gefühle weder tabuisiert noch dramatisiert werden, sondern
als das genutzt werden, was sie sein können:
Hinweise auf Relevanz, Irritation und Veränderungsbedarf.
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02.02.2026
1 Minute
Viele denken bei „Marktwirtschaft“ sofort an Preise, Produkte und
Umsatz. Fritz B. Simon denkt radikaler: Jede Organisation handelt
– immer. Und jedes Verhalten wird im Markt bewertet. In dieser
Episode nehme ich die Gedanken aus dem Buch Radikale
Marktwirtschaft - Grundlagen des systemischen Managements - und
übertrage sie konsequent auf Organisationen:
Unternehmen als Systeme mit Innen- und Außenperspektive, die
nicht nur Waren liefern, sondern an jedem Touchpoint Wirkung
erzeugen – oder verspielen. Du hörst, warum ein freundlicher
Satz, ein erreichbarer Service oder eine kleine Geste manchmal
mehr „Preis“ erzeugt als das Produkt selbst. Wir schauen auf die
subjektive Buchhaltung zwischen Kunde und Anbieter, auf Kulanz,
Erwartungen und die Frage, warum Organisationen aus ihrer Sicht
immer rational handeln – auch wenn das von außen völlig anders
wirkt. Zum Abschluss bekommst du praktische Rezepte gegen
Selbsttäuschung: weniger Worthülsen, mehr beobachtbares
Verhalten, bewusster Fokus auf echte Kundenrückmeldung – und die
klare Konsequenz, wenn niemand kauft: Produktpalette
verändern oder den Markt wechseln.
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26.01.2026
21 Minuten
Was wäre, wenn dein Verhalten kein „Charakter“ ist – sondern eine
Ware? In dieser Episode zitiere ich Fritz B. Simon aus Radikale
Marktwirtschaft und bleibe konsequent in der Ich-Perspektive: Du
als „Fabrik“, die fortlaufend Verhalten produziert und es auf
einem Markt der Möglichkeiten anbietet. Wir schauen darauf, wie
sich Innen- und Außenperspektive in einem einzigen Modell
verbinden lassen – und warum Menschen aus ihrer eigenen Sicht
fast immer „ökonomisch rational“ handeln, selbst dann, wenn es
für dich völlig unsinnig wirkt. Es geht um subjektive
Wertmaßstäbe, um das stille Rechnen in Beziehungen (Wer schuldet
wem was?) und um die überraschende Erkenntnis: Nicht das, was du
meinst, zählt – sondern das, was als Verhalten wahrgenommen,
bewertet und „abgenommen“ wird. Zum Abschluss teile ich fünf
konkrete Rezepte, die dich im Alltag handlungsfähiger machen:
weniger Worthülsen, mehr beobachtbares Tun, klarerer Fokus – und
der Mut, deine „Produktpalette“ zu verändern, wenn dein Verhalten
auf dem falschen Markt landet.
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Über diesen Podcast
Systemisch denken, die Nutzung der Systemtheorie und die Anwendung
systemischer Methoden ist eine perfekte Antwort auf die
Herausforderungen unserer Zeit. Nutze die Perspektiven der Systemik
für deine berufliche und private Entwicklung. Profitiere als
Unternehmer, als Selbstständiger, als Führungskraft und als Mensch!
Ich beleuchte im Podcast systemische Ideen und die Essenz aus der
Literatur in Bezug zu Beruf und Wirtschaft.
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