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14 Episoden
36 Minuten
Der ewige Menschheitstraum von Superkräften wird real. Sogenannte Exoskelette erobern unseren Alltag. Anzüge, bestückt mit Motoren und Federn, helfen uns beim Laufen oder beim Heben von schweren Gegenständen. «Einstein» macht den Test und zeigt, wie gut sie wirklich sind. Selbstversuch im Ironman-Anzug «Einstein»-Moderator und Hobbysportler Tobias Müller wagt den Selbstversuch: Mit einem futuristischen Exoskelett an den Beinen sprintet er Treppen hoch, fährt Bergstrecken auf dem Velo und testet, wie viel zusätzliche Power tatsächlich im «Ironman-Anzug» steckt. Die Versprechen der Hersteller klingen spektakulär: weniger Belastung, mehr Leistung, bis zu 30 Prozent längere Ausdauer. Doch wie viel davon hält wissenschaftlichen Tests stand? Forschende der ETH Zürich analysieren Energieverbrauch und Bewegungsmuster – und liefern überraschende Resultate. Mehr Mobilität im Alter Brigitte Eberhard ist 85 Jahre alt. Wegen Arthrose sind längere Wanderungen für sie kaum mehr möglich. Mit einem Exoskelett wagt sie sich dennoch auf eine mehrstündige Tour mit ihrer Seniorengruppe. Kann Technologie Menschen im Alter tatsächlich neue Mobilität schenken? Oder bringt die Unterstützung auch neue Unsicherheiten mit sich? Entlastung bei harter Arbeit Stehen Exoskelette auch in der Arbeitswelt vor dem Durchbruch? In Autogaragen, Logistik- und Entsorgungsbetrieben treffen wir Menschen, die täglich schwere Lasten bewegen. Rücken- und Schulterprobleme gehören dort oft zum Alltag. Immer mehr Firmen testen Exoskelette, um Mitarbeitende bei körperlich belastender Arbeit zu unterstützen und langfristig gesund zu halten. Doch was als Entlastung gedacht ist, wirft eine heikle Frage auf: Werden Menschen dadurch wirklich geschont – oder am Ende einfach auf noch höhere Produktivität getrimmt? «Einstein» über die Verschmelzung von Mensch und Maschine sowie die Chancen, Risiken und Alltagstauglichkeit dieser neuen Technologien.
35 Minuten
Unseren Flussfischen geht es schlecht. Der Hitzesommer 2026 und Flussbarrieren lassen Hunderttausende verenden. Die vielen Kraftwerkbarrieren hindern verschiedene Fischarten bis heute an ihrer natürlichen Wanderung. Haben die Fische eine Zukunft oder ist es schon zu spät? Als um 1900 die ersten Wasserkraftwerke gebaut wurden, verschwanden die Lachse nach wenigen Jahren. Auch Stör oder Maifisch sind in der Schweiz längst ausgestorben. Zwar gibt es heute bei den meisten Kraftwerken Fischtreppen, doch viele Fische finden den Aufstieg nicht oder verenden in den Turbinen. Hinzu kommt der Klimawandel, mit dramatischen Hitzesommern wie in diesem Jahr. Um zu überleben, müssen manche Fischarten Kaltwasserregion finden. Fangen, besendern, tracken Wie wichtig ist es für Flussfische überhaupt zu wandern? Das will ein Team des ETH-Wasserforschungsinstituts «Eawag» herauszufinden: Sie haben in Aare, Rhein, Thur und Reuss über 700 Flussfische gefangen, besendert und wieder ins Flusssystem entlassen. Hightech-Horcher unter Wasser Wandernde Fische sind wichtig für die Biodiversität und den Nährstoff-Transport in den Flüssen. Sterbende Fischpopulationen verändern diese sensiblen Ökosysteme. Dank an den Ufern installierten Unterwassermikrofonen können die Forschenden die Bewegungsmuster der markierten Fische exakt verfolgen. «Einstein» hat diese spektakuläre Feldstudie auf und im Wasser begleitet. Pionierprojekt für mehr Biodiversität Das Projekt ist Teil des «European Tracking Network», das die Beobachtung von Fischwanderungen bis in die Niederlande ermöglicht. Wenn es denn überhaupt je ein Fisch bis zur Nordsee schaffen sollte. In der Schweiz ist die Messdichte sehr gut, das findet auch international Beachtung. Mehr Daten, mehr Erkenntnisse – Forschung für eine künftig gesündere Biodiversität in den Flüssen, um sich den Herausforderungen der wärmeren Zukunft zu stellen.
36 Minuten
Geflutete Keller, Wasserströme in den Strassen – mit den Starkniederschlägen nimmt die Gefahr von Hochwasser in Städten und Siedlungsgebieten zu. Die Gefahr steigt auch für Menschen. Wie reagieren wir im Ernstfall? Wie kann uns die Technik helfen, uns vor Überflutungen in Städten zu schützen?
36 Minuten
Haben wir das Langweilen verlernt? Kathrin Hönegger und Tobias Müller testen, warum Langeweile so schwer auszuhalten ist – und warum gerade darin Kraft für Kreativität und Veränderung steckt. Lieber Stromschlag als Langeweile Kann Langeweile so unangenehm werden, dass Menschen sich freiwillig einen Stromschlag verpassen? «Einstein» zeigt überraschende Experimente aus den USA und fragt: Warum ist es für viele so schwer, mit Langeweile umzugehen? Und wann wird sie zum Auslöser für schlechte Entscheidungen? Langeweile im Gehirn Forschende untersuchen, was bei Langeweile im Körper und im Gehirn passiert. Die Hinweise: Langeweile ist nicht Entspannung, sondern im Gegenteil eher eine Stressreaktion. «Einstein» will herausfinden, warum uns dieses Gefühl antreibt, etwas zu verändern – und weshalb Langeweile von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Smartphone gegen Langeweile? Kaum taucht Langeweile auf, ist das Handy schon in der Hand. Doch hilft Scrollen wirklich? Oder verlernen wir gerade, Langeweile auszuhalten? «Einstein» fragt, wie Smartphones unser uraltes Bedürfnis nach Ablenkung verändern – und warum passives Berieselnlassen nicht wirklich hilft gegen Langeweile. Langweilen sich schon Babys? Auch Babys wenden sich ab, wenn es nichts Neues mehr zu entdecken gibt. Ist Langeweile also der Motor der Neugier? «Einstein» zeigt, warum Kinder nicht ständig neue Reize brauchen – sondern Raum, um selbst zu entdecken, zu beobachten und zu lernen.
36 Minuten
Push-Nachrichten, Insta-Videos, Dauerablenkung: Unsere Konzentration steht unter Druck. Aber wie schlimm ist es wirklich – und ist unser Gehirn überhaupt für acht Stunden Fokus gemacht? Was die Wissenschaft weiss und was im Alltag hilft. Die Meister der Konzentration Ein Besuch bei den Fluglotsen von Skyguide zeigt, was maximale Konzentration bedeutet. Ihr Job gilt als «Champions League des Denkens». Moderatorin Kathrin Hönegger fragt nach, wie die Lotsen ihre Pausen verbringen und ob es tatsächlich ein «Fluglotsen-Gen» braucht, um in diesem Beruf zu bestehen. Der Selbstversuch Wie schlägt sich Kathrin Hönegger als Fluglotsin? Im Skyguide-Simulator stellt sie sich der Herausforderung. Zudem macht die Neuropsychologin Barbara Studer unterschiedliche Aufmerksamkeitstests mit ihr und hält einfache Tricks bereits, die beim Fokus helfen können. Kampf der Ablenkung im Schulzimmer Besonders junge Menschen reagieren stark auf die ständige Reizüberflutung durch Smartphones. An der Sekundarschule Meiringen werden Handys deshalb morgens weggesperrt. Lehrer Benjamin Recke erklärt seine Strategien, um die Aufmerksamkeit im Unterricht zu fördern und digitale Ablenkungen zu bekämpfen. Zudem zeigt Neuropsychologin Katja Margelisch auf, was es braucht, damit die Konzentration im Schulzimmer nicht abbricht.
38 Minuten
PFAS oder auch Ewigkeitschemikalien: Sie schlummern im Wasser, in Böden, in Lebensmitteln, in unseren Körpern. PFAS sind chronisch giftig und man wird sie kaum mehr los. Und doch werden damit unzählige Produkte hergestellt, die aus unserem Alltag bislang nicht wegzudenken waren.
38 Minuten
Künstliche Intelligenz macht das Programmieren dank Vibe Coding zum Gamechanger. Einstein macht das Experiment: Kann jeder und jede ein eigenes Computerprogramm oder eine APP schreiben? Und fragt: Wer wird am Ende auf dem Arbeitsmarkt bestehen - die KI oder der Mensch? Das App-Experiment Einstein macht das Experiment: Kann Tobias Müller eine eigene App programmieren. Ohne grosse Vorkenntnisse will er mit CloudeCode, einer KI-Assistentz, eine Rezept-App entwickeln. Vor allem auf Social Media ist das sogenannte VibeCoding ein Hype. Was steckt dahinter? Und schafft es Tobais die App zu programmieren? Tutor.New Auch Gero Embser und Friedrich Wicke nutzen VibeCoding. Sie haben eine Nachhilfe-Programm für Schülerinnen und Schüler entwickelt. Das Spezielle daran ist, die KI hat vieles programmiert. Beide studieren Informatik an der Eidgenössischen technischen Hochschule ETH in Zürich. Die KI übernimmt das Programmieren, die beiden kontrollieren und überprüfen. KI hilft ihnen, viel wichtiger werde die Idee und strukturiertes Denken, sagen sie. Vom der Softwareeentwicklerinnen bis zum Laien Grossen Techfirmen wie Meta, Google und Migrosoft nutzen KI fürs Programmieren. Mit sogenannten Agenten, also KI-bassierten Assistenten, werden Codes geschrieben. Schon heute werden schätzungsweise 1/3 der Codes mit KI generiert. Folgen für den Arbeitsmarkt Die Rolle der Softwarentwicklerinnen und Softwareentwickler wird sich verändern, das sagt eine Studie von April Wang von der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH. Codes zu produzieren, trete in den Hintergrund, sagt April Wang. Viel wichtiger sei es, den Überblick zu behalten, die Codes überprüfen und kontrollieren zu können, was die KI schreibt. Die Skeptiker Programmieren sei Teil des kreativen Prozesses und dürfe nicht an eine KI ausgelagert werden. Das finden Vertreter:innen der Gamedesignerinnen und Gamedesigner an der Zürcher Hochschule der Künste. Nicht alle wollen also Vibe Coding für ihr Produkt nutzen. Was sagen die User zum Produkt An der Schule in Wattwil läuft das Pilotprojekt mit Tutor.New. Die Biologielehrerin Zensi Hopf nutzt Tutor.New in ihrem Unterricht. Die Schülerinnen und Schülern können ihre Fragen in einem ersten Schritt an die KI stellen. Dadurch hat Zensi Hopf mehr Zeit auf individuelle Fragen eingehen zu können. Zudem fördere das einen kritischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz, sagt Zensi Hopf.
37 Minuten
Die Energiewende nimmt Fahrt auf: mehr Solarstrom, mehr Wärmepumpen, mehr Elektrofahrzeuge. Dafür ist das Schweizer Stromnetz nicht gebaut. Doch der Ausbau verläuft schleppend. Steigt die Gefahr eines Blackouts? Wie gut helfen neue Speichersysteme? Und wieso kommen die Leitungen nicht in den Boden? Widerstand gegen Freileitungen – umstrittene Erdkabel Kaum ein Leitungsprojekt bleibt ohne Widerstand. Im Wallis oder im Aargauer Reusstal wehren sich Gemeinden und Interessengruppen gegen neue und höhere Masten. Ihre Forderung: die Leitung in den Boden verlegen. Doch Swissgrid warnt: Erdkabel seien teurer, technisch anspruchsvoller und gefährdeten die Netzstabilität. Kritiker halten dagegen: Mit moderner Technik liessen sich auch Erdkabel sicher betreiben. Die Schweiz will bis 2050 weitgehend auf fossile Energien verzichten. Der Strombedarf steigt – gleichzeitig wird die Produktion immer volatiler. Solarstrom aus Tausenden dezentralen Anlagen ersetzt schrittweise Atomkraftwerke und ergänzt die Wasserkraft. Doch dafür ist das heutige Stromnetz nicht gebaut. In der Leitstelle der Swissgrid zeigt sich: Produktion und Verbrauch müssen immer häufiger aktiv gesteuert werden. Die nationale Übertragungsnetz-Betreiberin plant deshalb Milliardeninvestitionen in neue Kapazitäten, doch viele Projekte verzögern sich über Jahre. Das Verteilnetz unter Druck Nicht nur das Übertragungsnetz gerät unter Druck. Ein grosser Kraftakt zur Bewältigung der Energiewende findet im Schweizer Verteilnetz statt. Es umfasst über 200’000 Kilometer Leitungen und wird betrieben von rund 600 regionalen Elektrizitätswerken. In Quartieren wurden die Netze einst für Kühlschrank und Herd dimensioniert – heute kommen immer mehr Wärmepumpen, Elektroautos und Solaranlagen hinzu. Die Kosten drohen zu explodieren. Überfordert der Solarboom das Netz? Vor allem der anhaltende Solarboom bringt das System an Grenzen. An sonnigen Tagen produzieren Solaranlagen bereits heute mehr Strom, als gleichzeitig verbraucht wird. Künftig soll es noch deutlich mehr sein. Diese Einspeisespitzen vollständig ins Netz aufzunehmen, wäre teuer und oft unnötig, finden Netzbetreiber und Experten. Batterien statt teurer Netzausbau Ein Ausweg sind flexible Tarife und vor allem Batteriespeicher. Im Übertragungsnetz können Grossbatterien, wie die geplante weltgrösste Redox-Flow-Batterie im Aargau, eine wichtige Pufferfunktion übernehmen. In Quartieren und in Häusern können Batteriespeicher einen überteuerten Netzausbau verhindern.
37 Minuten
Über 50 Jahre nach «Apollo» fliegen wieder Menschen zum Mond. Und diesmal geht es weniger um Prestige, sondern um Forschung. Und Ziel ist nicht einfach, zum Mond zu fliegen, sondern zu bleiben – und weiterzugehen. Das eigentliche Ziel ist der Mars. «Artemis 2» wird noch nicht auf dem Mond landen. Eine Astronautin und drei Astronauten umrunden den Mond, testen das neue Orion-Raumschiff unter realen Bedingungen – und bereiten damit die nächste Etappe vor: die erste Mondlandung seit «Apollo». Den Mond auf die Erde geholt Bevor es ernst gilt, wird auf der Erde trainiert. In Köln wurde dafür auf 700 Quadratmetern die Mondoberfläche realitätsnah nachgebaut. Hier wird getestet, was später sitzen muss – mit dem Ziel, Risiken zu minimieren und Fehlerquellen zu erkennen, bevor es 400’000 Kilometer weit weg ernst wird. «Einstein»-Moderator Tobias Müller erkundet die neue Mondsimulationsanlage Luna gemeinsam mit Astronaut Matthias Maurer, welcher massgeblich am Projekt beteiligt ist und für eine Mondmission nominiert ist. Europas Schlüsselrolle – und die Schweiz mittendrin Ohne Europa würde mit «Artemis» kein Astronaut zum Mond fliegen, betont Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte Raumfahrt bei der ESA. Denn das Servicemodul, das von der ESA gebaut wurde, liefert Strom, Wasser, Sauerstoff – und vor allem den nötigen Antrieb Richtung Mond. Und auch die Schweiz mischt vorne mit. Firmen wie Beyond Gravity liefern Schlüsselmechanismen – hochpräzise Technik, die im All funktionieren muss. Bauen, leben und überleben Doch «Artemis» will mehr als nur hinfliegen. Das Ziel ist, zu bleiben. Aber der Mond hat keine Atmosphäre, keine schützende Hülle. Strahlung und extreme Temperaturschwankungen machen ihn lebensfeindlich. Es braucht Schutzbauten. «Einstein» zeigt, wie Forschende auf das setzen, was bereits da ist: Regolith. Der Mondstaub soll vor Ort zu Bausteinen verarbeitet werden – gebrannt, gesintert oder per 3D-Druck geformt. So könnte eine Mondbasis entstehen und der Mond zum Testgelände und zur Startrampe werden für spätere Missionen zum Mars. Von Mond zum Mars Während in Köln für den Mond trainiert wird, hat die französische Weltraumagentur CNES in Toulouse bereits den Mars im Blick. Mit dabei ist die Schweizer Weltraum-Medizinerin Jessica Studer. Sie untersucht, wie Isolation, künstlich erzeugter Stress und Kommunikationsverzögerungen Körper und Teamleistung beeinflussen. Denn eine Marsmission dauert zwei bis drei Jahre. Funksignale brauchen bis zu 40 Minuten. Die Crew muss autonom handeln – ohne direkte Hilfe von der Erde. Für solche Langzeitmissionen zählt nicht nur Technik. Mindestens so entscheidend sind auch Psyche, Teamwork und die Fähigkeit, unter Druck fokussiert zu bleiben. Und Jessica Studer will herausfinden, wie Menschen auf diese speziellen Herausforderungen vorbereitet werden können.
37 Minuten
Die Kantonspolizei St. Gallen verstärkt ihre Ermittlungsarbeit mit sogenannten Super-Recognizern. Diese seltenen Talente erkennen Gesichter selbst nach Jahren oder bei schlechter Bildqualität zuverlässig wieder. Eine menschliche Alternative zur umstrittenen automatisierten Gesichtserkennung. Automatisierte Gesichtserkennung bleibt rechtlich wie ethisch umstritten. Die Kantonspolizei St. Gallen setzt deshalb auf Menschen mit einer angeborenen Ausnahmefähigkeit: Super-Recognizer. Sie erkennen Gesichter unter Bedingungen, unter denen selbst Algorithmen zum Teil versagen – bei Schatten, Maskierungen, schlechten Aufnahmen oder stark veränderter Erscheinung. Die Wissenschaft hinter der Gesichtserkennung Die kognitive Neurowissenschaftlerin Meike Ramon hat ein mehrstufiges Testverfahren entwickelt, mit dem Super-Recognizer identifiziert werden können. Schätzungen zufolge haben zwischen einem und zwei Prozent der Bevölkerung die Fähigkeit dazu. Auch Kathrin Hönegger will herausfinden, ob in ihr eine Super-Recognizerin steckt, und stellt sich dem Test. Hat sie das Zeug dazu? Fahndung in der Menschenmenge Im Bahnhof St. Gallen werden die Fähigkeiten nacheinander geprüft: Zuerst sucht der Super-Recognizer eine bestimmte Person in der Menge – allein anhand eines alten Kindheitsfotos. Anschliessend erhält Kathrin Hönegger ein anderes Ziel und sucht eine zweite Person. Das Experiment zeigt, wie anspruchsvoll es ist, in einer vorbeiströmenden Menschenmenge ein einziges Gesicht zuverlässig zu identifizieren. Arbeit mit schlechtem Bildmaterial Anschliessend taucht Hönegger bei der Kantonspolizei St. Gallen in die Arbeit von Super-Recognizer Peter ein. Anhand schlechten, verwackelten oder kaum erkennbaren Bildmaterials muss er einzelne Personen identifizieren. Dabei erfährt Hönegger, wie sich der Moment anfühlt, wenn im Bildrauschen plötzlich ein Gesicht «sichtbar» wird. Gesichtsfahndung im Eishockeystadion Noch anspruchsvoller wird es im Ausseneinsatz während eines Eishockeyspiels. Peter soll Personen mit Rayonverbot in der Menge erkennen – trotz Bewegung, wechselnden Lichtverhältnissen und kurzen Blickfenstern. Nur anhand eines Fotos die richtige Person zu finden, verlangt höchste Konzentration. Die Sendung zeigt eindrücklich, wie menschliche Intuition, Erfahrung und ein geschulter Blick dort greifen, wo Technologie nach wie vor an Grenzen stösst.
37 Minuten
Beim Olympia-Dress von Odermatt und Co wird alles auf Geschwindigkeit getrimmt – bis hin zur Farbe. «Einstein» darf bei den geheimen Tüfteleien von Swiss-Ski dabei sein und testet verschiedenfarbige Anzüge im Windkanal. Und zeigt, wie die Wissenschaft an den Olympischen Spielen um Gold kämpft. Wie designt man den wohl besten Renndress für Olympia? Das will Tobias Müller wissen und stellt sich gleich selbst in den Scanner. Und danach in den Windkanal – einmal in Dunkelblau und einmal ganz in Weiss. Welche Farbe ist windschlüpfriger und warum? Was halten die Skicracks von der Anzugstüftelei? Und wie gross ist der Unterschied zwischen einem Renndress und normaler Skikleidung? Einstein auf der Spur der vielleicht entscheidenden Hundertstelsekunden. Jedes Tor zählt: Die neue «Gate-to-Gate-Analyse» im Einsatz beim Slalom von Wengen Wenn die Startnummer eins oben steht, ist auch das Technikteam von Swiss-Ski 70 Kilometer weiter südlich im Command Center ready. Jede Fahrt wird Tor für Tor analysiert – so können die Läufe aller Fahrer direkt nach dem ersten Lauf mit der Bestzeit verglichen werden. Daraus lesen die Tüftler wertvolle Tipps heraus, die sie per Handy auf die Rennpiste übermitteln. Und die eventuell zur Medaille oder gar zum Sieg verhelfen können. Ernährung: Zentral beim Frauen-Eishockey Die Frauen-Nati wird mit Körperanalyse und Ernährungsplan auf Olympia getrimmt. Und erstaunlicherweise essen rund die Hälfte der Sportlerinnen nicht falsch, sondern zu wenig. Das kann zum Sportler-Energiedefizit RED-S führen, bei dem sowohl Körperfunktionen als auch die Psyche betroffen sind. Holt Skitourenläufer Jon Kistler dank Backpulver eine Medaille? Seit dem Sommer tüftelt Mountaineer Jon Kistler mit dem Supplement Bicarbonat – besser bekannt als Backpulver. Es hilft gegen übersäuerte Muskeln, kann aber auch zu Durchfall und Erbrechen führen. Kistler will den Einsatz von Bicarbonat perfektionieren – und so an den Olympischen Spielen eine Medaille holen.
37 Minuten
Fake News fluten das Netz und KI wird immer schwieriger zu durchschauen. Was ist echt und was ist falsch? In einem grossen Experiment testet «Einstein», wie sich jung und alt heute im Medien-Dschungel schlägt und dabei voneinander lernen könnte. Wie begegnet uns Fake-News-Content heute im Alltag und wie gehen wir damit um? Dabei geht es insbesondere um die Flut an solchem Content und die Geschwindigkeit, mit der wir uns damit auseinandersetzen müssen. Angesichts der technischen Entwicklungen ist es absolut wichtig, gute Strategien und eine Resilienz gegen Fake-News-Content auf- und auszubauen. Das Experiment Drei Familien mit je vier Probandinnen und Probanden, vom Boomer bis zur Generation Alpha, testen experimentell an verschiedenen Medienstationen ausgewählte Inhalte – einige sind Fake, andere nicht. Zugeschnitten auf den Medienkonsum auf Social Media, mobil und rasch abrufbar und genauso schnell wieder weg – so, wie uns das im Alltag meist begegnet. Wo vertrauen wir welchem Content, wie schnell entscheiden wir und was teilen wir mit unseren Peers? Wie geht man vor, um bestimmte Narrative zu hinterfragen? Und wie steht es generell um die Resilienz im Umgang mit Fake-News-Content? Was können die Generationen voneinander lernen? Das praxisnahe Experiment in der Ausstellungsfläche «Wirklich?!» des Verkehrshauses Luzern gibt einen Einblick in die Mechanismen und Wirkungsweisen im Umgang mit Fake-Inhalten heute. Erklärungen und Einschätzungen Nadine Klopfenstein vom Institut für angewandte Medienwissenschaften der ZHAW schätzt das Verhalten der Probandinnen und Probanden ein, gibt Tipps und erläutert den Stand der Medienforschung zum Thema Umgang mit Fakes. Abgerundet wird die Expertise rund um KI und deren Regulierung durch Reto Vogt, Leiter digitale Medien und KI am MAZ, und SRF-Digitalredaktor Jürg Tschirren. Beide Experten geben Einblick in die Wechselbeziehungen von KI, Bots und Fake-Content auf den Social-Media-Plattformen.
37 Minuten
Kaum ein Land nutzt Helikopter so intensiv wie die Schweiz. «Einstein»-Moderator Tobias Müller lernt selbst Heli fliegen, trifft Piloten, Forscher und Pioniere und zeigt, den ersten Helikopter «made in Switzerland». «Einstein»-Moderator Tobias Müller steigt gleich selbst ins Cockpit – zuerst im Simulator, dann im echten Helikopter. Revolutionärer VR-Simulator aus der Schweiz Trainiert wird auf VR-Simulatoren von Loft Dynamics, den weltweit ersten Virtual-Reality-Systemen, die offiziell für die Pilotenausbildung zertifiziert sind. Und «Einstein» schaut hinter die Kulissen und geht zu den Tüftlern und Erfindern, die die VR-Simulatoren entwickelt haben. Helikopter – Die Lastesel der Alpen Lastenflüge, Rettungseinsätze, Bauarbeiten im Steilhang. Für die Berggebiete sind Helikopter essenziell. «Einstein» begleitet eine Crew der Air Zermatt bei Einsätzen, bei denen der Helikopter zum fliegenden Kran wird. Und zeigt, wie entscheidend die präzisen Kommandos des Flughelfers sind, damit der Pilot seine Einsätze überhaupt fliegen kann. Der erste Helikopter aus der Schweiz In Mollis im Kanton Glarus entsteht Luftfahrtgeschichte: Die Schweizer Firma Kopter baut den ersten Helikopter, der vollständig in der Schweiz entwickelt wurde. Der Leichthubschrauber ist eine komplette Neuentwicklung. Noch dieses Jahr soll er serienreif sein. «Einstein» blickt hinter die Kulissen von Kopter und ist bei den letzten Tests dabei. Autonome Helikopter-Drohnen Das Start-up Anavia entwickelt und baut unbemannte Helikopter, die selbstständig starten, landen und stundenlang fliegen können. Sie werden aktuell vor allem für Überwachungsflüge eingesetzt. In der Schweiz wird jetzt erprobt, ob unbemannte Helikopter auch Leben retten können. «Einstein» begleitet einen Versuch der Hochschule Ost, die diese Technologie für die alpine Rettung weiterdenkt. Mit einem autonomen Helikopter von Anavia testen Forschende die Suche nach Verschütteten aus der Luft. Können autonome Helikopter bald herkömmliche Helikopter ersetzen?
37 Minuten
Parfüms boomen bei jungen Menschen. Beinflusst durch Social Media sind sie für die Gen Z Statussymbol und Statement zugleich. Wer sich teure Brands nicht leisten kann, setzt auf «Dupes», Duplikate, die gleich riechen aber viel billiger sind. Wie leicht kann «Einstein» einen Bestsellerduft kopieren? Parfüms: Wie uns die Duftindustrie an der Nase herumführt Parfüms boomen bei jungen Menschen. Für die Generationen Z und Alpha sind sie Statussymbol und Statement zugleich. Je teurer der ‹Brand›, desto exklusiver und kostbarer scheint der Duft zu sein. Doch die Realität ist sehr oft eine andere. Die Parfümindustrie ist ein intransparentes Milliardengeschäft, das seit jeher von einem Hauch Scharlatanerie begleitet wird. «Einstein» steckt die Nase tief in die Flacons und zeigt, weshalb in der Welt der Düfte längst nicht alles ‹dufte› ist. Wie leicht kann «Einstein» einen Bestsellerduft kopieren? Markenparfüms sind teuer. Wer sie sich nicht leisten kann oder will, setzt auf «Dupes», Duplikate, die gleich riechen aber viel billiger sind. Auch dank Influencing auf Social Media starten «Dupes» seit geraumer Zeit so richtig durch. Die Luxusbranche ruft «Diebstahl». Doch Fakt ist: Geschützt sind nur Markenname, Flacon und Kampagne. Das wichtigste Gut, der Duft, gehört niemandem. Ein paar Tropfen Parfüm in ein Gerät namens Gaschromatograph genügen, um die Moleküle und ihre Menge zu analysieren. Mithilfe eines Parfümeurs hat «Einstein» zwei Bestseller-Parfüms in nur 30 Minuten nachgemischt und Passanten unter die Nase gehalten. Ein Experiment mit überraschenden Antworten. Magisches Ambergris: Die Jagd nach dem «schwimmenden Gold» Sie werden in der Parfüm-Industrie nur noch marginal verwendet: Aber es gibt sie noch, die wertvollen und seltenen Düfte aus der Natur. Ambra oder Ambergris ist einer der Düfte, der Menschen seit der Antike die Sinne vernebelt und die Parfümiere bis heute inspiriert. Ambra ist eine wachsartige Substanz, die dann und wann an Strände angeschwemmt wird. Die Herkunft ist wenig appetitlich: Es handelt sich um Erbrochenes von Pottwalen. Wer Ambra findet, kann reich werden. Aber es braucht dazu Erfahrung, sehr viel Glück und einen Ort wie die wilde Atlantikküste im Westen Irlands. Dort hat «Einstein» einen professionellen Ambra-Jäger auf der Suche nach dem «schwimmenden Gold» begleitet. Mit Erfolg?
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