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Episoden
27.11.2025
37 Minuten
Zucht nach Schönheitsidealen verursacht Tierleid: Atemnot und
körperliche Beschwerden. Das Problem: Hunde werden immer kleiner
gezüchtet, Katzen immer exotischer. Social Media befeuert den
Trend. «Einstein» zeigt, wie Forschung gegensteuert und warum
Tierwohl wichtiger ist als ein Statussymbol. Katze unter der Dusche
– Vorbereitung auf die Show Vor Katzenausstellungen geht es für
Zucht-Katzen oft unter die Dusche – schamponieren und föhnen
inklusive. Ein ungewohnter Anblick, doch die Reaktion der Tiere ist
erstaunlich. Katzenausstellungen haben eine ganz eigene Szene: Man
vergleicht sich und bewertet Zuchtlinien. Während Maine Coons
beliebt sind, sind gesundheitlich belastete Rassen wie Nacktkatzen
und Perser in der Schweiz an Ausstellungen mittlerweile verboten.
Erziehung statt Vorurteil Kampfhunde sind in der Schweiz umstritten
und sorgen regelmässig für Schlagzeilen. Moderator Tobias Müller
begleitet Baileys Besitzer, die trotz Beschimpfungen alles für ihre
Erziehung tun. Bailey liebt Menschen, doch bei Hundebegegnungen
fehlt ihr die Kontrolle. Freundliches Verhalten gegenüber Hunden
und das Zügeln ihrer Energie muss sie erst lernen. Gelingt so ein
friedliches Miteinander? Das Leiden der Modehunde Runde Köpfe,
Kulleraugen, Stupsnase – Modehunde wie Mops, Bulldogge oder
Pomeranians sind beliebt, leiden aber oft unter schweren
gesundheitlichen Problemen. Die Kleintierklinik der Universität
Bern will das ändern: Mit Studien und Dialog mit Zuchtverbänden
sollen die Zuchtstandards verbessert und das Tierwohl gestärkt
werden. Ziel ist es, dass Schönheit nicht länger auf Kosten der
Gesundheit geht. Zwischen Wildtier und Stubentiger Hybridkatzen wie
Bengalen oder Savannahs faszinieren mit ihrem exotischen Aussehen –
doch die Kreuzung von Wild- und Hauskatzen bringt oft gravierende
Probleme mit sich. Verhaltensstörungen, Stress und gesundheitliche
Beschwerden sind keine Seltenheit.
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20.11.2025
37 Minuten
Früher galt: Dominanz zeigt Stärke. Heute belegt die Forschung:
Positive Konditionierung schafft Vertrauen. Hunde und Katzen lernen
besser mit Belohnung statt mit Strafe. So entsteht echte Bindung –
ohne Angst. «Einstein» zeigt, wie gewaltfreie Erziehung bei Tieren
wirkt und das Miteinander stärkt. Tobias Müller wagt ein
Experiment: Im Tierheim des Zürcher Tierschutzes soll er der
eigensinnigen Katze Thunder ein «High Five» beibringen – und sie
auf Kommando in die Transportbox bringen. Mit positiver
Konditionierung. Unterstützung erhält er von Klickertrainerin
Christianne Gasser. Doch kann man Katzen überhaupt erziehen? Wenn
der Hund nicht zur Ruhe kommt Auch bei Hunden zeigt sich: Mit
Strenge kommt man nicht weit. Australian Shepherd Sky ist
hyperaktiv, kaum zu bändigen und bringt seine Halter an ihre
Grenzen. Statt Druck setzt die Hundetrainerin auf Geduld und
positive Verstärkung. Schritt für Schritt lernt Sky, sich zu
konzentrieren und besser mit Reizen umzugehen. Belohnung statt
Bestrafung Früher wurden Tiere mit Härte erzogen. Heute gilt das
als überholt. Verhaltenstierärztin Maya Bräm erklärt, warum
Belohnung und Partnerschaft der Schlüssel zu einem harmonischen
Zusammenleben sind – auch bei schwierigen Fällen wie streitenden
Katern. Hund und Katze zeigen Bindung wie Kleinkind Forscherinnen
aus Wien und Oregon zeigen: Hunde und Katzen binden sich an uns wie
Kleinkinder. Sie lösen das Kuschelhormon Oxytocin aus – und werden
so zu echten Familienmitgliedern.
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13.11.2025
37 Minuten
Was Hund und Katze in den ersten Wochen erleben, prägt sie ein
Leben lang. Vielfältige Umwelteindrücke sowie früher Kontakt zu
Tier und Mensch machen sie zutraulich. Fehlt das, bleibt oft Angst
und fehlendes Vertrauen. Darum: früh Vertrauen schaffen und Augen
auf beim Tierkauf. Tierliebe per Mausklick Immer mehr Menschen
kaufen ihren Hund oder ihre Katze per Mausklick im Internet. Doch
die süss präsentierten Welpen und Kätzchen stammen oft aus dem
Ausland, gezüchtet unter tierschutzwidrigen Bedingungen: Oft werden
die Tiere viel zu früh von ihren Müttern getrennt, sind krank und
kaum sozialisiert. Die Folgen: hohe Tierarztkosten und
Verhaltensprobleme – eine Belastung für die Beziehung zwischen
Mensch und Tier. Sozialisierung – Das A und O für ein glückliches
Tierleben Was Hunde und Katzen in den ersten 16 Lebenswochen
erleben, prägt sie für immer. Fehlt die Sozialisierung, reagieren
die Tiere oft ängstlich oder aggressiv. Der frühe Kontakt zu
Menschen, Geräuschen und anderen Tieren ist entscheidend für eine
stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen und Tieren.
Ein Hund oder eine Katze zieht ein Ob jung oder schon älter – ein
neues Haustier stellt das Leben seiner Besitzenden auf den Kopf.
Jedes Tier bringt seinen eigenen Charakter mit. «Einstein»
begleitet eine frischgebackene Dackelbesitzerin über ein halbes
Jahr und zeigt die Höhen und Herausforderungen im Alltag mit dem
lebhaften Welpen. Eine Maine-Coon Züchterin zeigt: Gut
sozialisierte Kätzchen entwickeln eine enge Bindung zum Menschen –
das erleichtert das Zusammenleben von Anfang an. Nie gelerntes
Vertrauen Dobby stammt aus dem Auslandstierschutz und hatte eine
schwierige Jugend. Die mangelnde Sozialisierung macht ihn ängstlich
– besonders gegenüber Männern. «Einstein» zeigt, wie aufwendig es
ist, nie gelerntes Vertrauen aufzubauen. Kann Dobby lernen, fremden
Menschen wieder zu vertrauen?
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06.11.2025
37 Minuten
«Einstein» begleitet ein junges Luchsweibchen aus dem Wildnispark
Zürich auf den Weg in die Freiheit – als Hoffnungsträgerin für ihre
Art. Für die Schweizer Luchse hingegen häufen sich die
Alarmzeichen: Eine neu entdeckte Erbkrankheit zeigt die Folgen von
Inzucht und des fehlenden Gen-Austauschs. Freya auf Reisen Die
Sendung begleitet das junge Luchsweibchen Freya vom Wildnispark
Zürich in Langnau bis zur Auswilderung in den Wäldern
Ostdeutschlands. Dort soll sie helfen, eine stabile Population
aufzubauen. Freyas Reise führt zuerst in ein spezielles Gehege in
Thüringen, wo sie mehrere Monate auf die Freiheit vorbereitet wird,
bevor sie ausgewildert wird. Warum die Schweiz Luchse exportiert
und selbst Probleme hat Während Freya in Deutschland mithilft, die
junge Luchspopulation zu stärken, kämpft die Schweiz mit den Folgen
der eigenen Pionierarbeit. Vor über fünfzig Jahren wurden hier die
ersten Tiere ausgewildert – eine Erfolgsgeschichte, die den Luchs
zurück in die Alpen und den Jura brachte. Heute leben rund 340
erwachsene Luchse in der Schweiz, die grösste Population
Westeuropas. Doch die Erfolgsgeschichte hat einen Schatten: Alle
Tiere stammen von wenigen Individuen ab. Die genetische Vielfalt
ist gering, und das hat Folgen. Alarmierende Befunde «Einstein»
zeigt, wie Forschende den Gesundheitszustand der Schweizer Luchse
untersuchen. Im Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit in Bern
werden tot aufgefundene Tiere analysiert. Dabei stiessen die
Fachleute auf ein Rätsel: Immer wieder starben junge Luchse ohne
erkennbare Ursache. Die Spur führt zu einer genetischen Erkrankung
– erstmals wissenschaftlich nachgewiesen. Betroffen ist
ausgerechnet die jüngste Population in der Nordostschweiz. Mehr
Austausch und frisches Blut Generell häufen sich zudem seit
längerem auch Herzfehler. Fachleute warnen: Ohne frisches Erbgut
könnten die Schweizer Luchse immer kränker werden und der Bestand
langfristig schrumpfen. Ein Problem: Die isolierten Populationen im
Jura, in den Alpen und der Nordwestschweiz tauschen kaum Gene aus.
Einerseits soll nun dieser Austausch unter den Gebieten gefördert
werden, andererseits fordern Fachleute auch die Aussiedlung neuer
Luchse aus dem Ausland. Doch die Umsetzung ist komplex: Sie
erfordert internationale Kooperation, rechtliche Abklärungen und
die Akzeptanz der Bevölkerung.
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30.10.2025
36 Minuten
Wohn- und Arbeitsraum in der Schweiz werden immer dichter, doch mit
Beton kaum nachhaltiger. Holz entwickelt sich zu einer echten
Alternative im urbanen Bauen. Auch in die Höhe: Holzhochhäuser
profitieren von baulichen Innovationen bei weniger CO2-Fussabdruck.
Rettet Holz das Bauen der Zukunft? Ein Hochhaus in Holz setzt
Massstäbe Hochhäuser werden auch in Holz geplant: Wie lebt es sich
im derzeit höchsten Holzhaus der Schweiz? Kathrin Hönegger erkundet
das «H1 Zwhatt» im zürcherischen Regensdorf, das seit August 2025
auch bewohnt wird. Sie trifft Mieterinnen und Mieter und erhält
Antworten vom Architekten, was denn diesen Bau besonders
auszeichnet und wo das Potenzial für den verdichteten Holzbau in
urbanen Zonen liegen könnte. Das weltweit grösste Holzquartier:
«Wood City» Stockholm baut mit der «Wood City» aktuell das grösste
geplante Stadtquartier der Welt in Holz: Auf 250'000 Quadratmetern
entstehen 7000 Arbeitsplätze und 2000 neue Wohnungen. Wie geht man
ein Projekt dieser Grösse an, bei dem man nicht nur nachhaltigen
Holzbau, sondern den Aufbau einer ganzen urbanen Infrastruktur im
Blick haben muss? Könnte das die Zukunft des neuen Städtebaus sein?
Ressource Holz in der Schweiz Wie viel Holz gibt es überhaupt in
der Schweiz? Was ist die Leistung von Holz bezüglich Nachhaltigkeit
und wie kann heute in der Schweiz gross und verdichtet mit Holz
gebaut werden? «Einstein» ist zu Besuch bei einem grossen Schweizer
Holzbau-Betrieb und unterwegs auf einer Holzbaustelle. Holz
erforschen für mehr Bauzukunft An der ETH erforschen
Holzexpertinnen und -experten alle Aspekte von Holz im Kontext
grosser Bauten: Statik, Belastung, Brandschutz. «Einstein» zeigt,
wie die Forschenden von heute an immer neuen Produkten für den
Holzbau tüfteln. Da darf es auch einmal brennen und krachen.
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Über diesen Podcast
Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021
eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem
Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein»
berichtet wöchentlich über aktuelle und hintergründige Themen aus
allen Wissensbereichen.
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