Podcaster
Episoden
27.02.2026
24 Minuten
In dieser 9. Episode von Denkstoff kompakt spricht Clemente Minonne
über die fortschreitende Konvergenz von Mensch und Maschine und
darüber, warum Künstliche Intelligenz nicht nur Prozesse verändert,
sondern tief in Identität, Verantwortung und Führung eingreift. Auf
Basis einer arbeits- und organisationspsychologischen Reflexion
zeigt er, dass KI zunehmend Teil unserer Wahrnehmung,
Entscheidungslogik und kognitiven Arbeit wird. Mithilfe der
Mensch–Maschine Konvergenz-Matrix wird deutlich, dass
Organisationen sich heute in hybriden, sozio-digitalen Systemen
bewegen, in denen Kontrolle, Selbstwirksamkeit und Verantwortung
neu verteilt werden. Die Episode macht sichtbar, dass
technologische Reife allein nicht ausreicht, sondern psychologische
Befähigung, Identitätsklarheit und psychologische Sicherheit zu
zentralen Voraussetzungen tragfähiger Arbeit mit KI werden. Sein
persönliches Fazit: KI verändert nicht nur, was wir tun, sondern
wie wir uns als Handelnde erleben. Quelle: Minonne, C. (2025). Die
Konvergenz von Mensch und Maschine – Eine
organisationspsychologische Reflexion. Keynote, 11. November 2025;
Manuskript/Handout mit Notizen.
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20.02.2026
17 Minuten
In dieser 8. Episode von Denkstoff kompakt spricht Clemente Minonne
darüber, warum human-zentrierte KI ohne systematische
Arbeitsanalyse blind bleibt. Auf Basis einer arbeits- und
organisationspsychologischen Studie wird gezeigt, dass viele
KI-Einführungen daran scheitern, dass Arbeit zwar technisch
optimiert, aber psychologisch nicht diagnostiziert wird.
Vorgestellt wird das Job Perception Inventory (JOPI), ein
Instrument zur Erfassung von Arbeitsanforderungen, Ressourcen,
Job-Identität und dem Erleben der Zusammenarbeit mit KI. Die
Episode macht deutlich, dass Human-Zentrierung nicht bei Usability
endet, sondern dort beginnt, wo Arbeit in ihrer psychologischen
Tragfähigkeit verstanden und gestaltet wird. Sein persönliches
Fazit: KI-Einführung ist kein reines Technikprojekt, sondern ein
Thema der Arbeitsgestaltung, und braucht Diagnose zwecks
Arbeitsgestaltung, nicht Romantisierung. Quelle: Berretta, S.,
Tausch, A., Peifer, C., & Kluge, A. (2023). The Job Perception
Inventory: Considering human factors and needs in the design of
human–AI work. Frontiers in Psychology, 14, 1128945.
https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1128945
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13.02.2026
16 Minuten
In dieser 7. Episode von Denkstoff kompakt spricht Clemente Minonne
über die doppelte Wirkung von künstlicher Intelligenz auf Arbeit
und Leben. Auf Basis einer aktuellen empirischen Studie zeigt er,
dass KI nicht nur Produktivität steigern kann, sondern gleichzeitig
neue psychologische Belastungen erzeugt. Mithilfe des
Job-Demands-Resources Modells wird deutlich, dass KI sowohl als
Ressource wirken kann, etwa durch erlebte Wirksamkeit und
generative Unterstützung, als auch als Anforderung, die über
Technostress zu Erschöpfung, sinkender Arbeitszufriedenheit und
erhöhtem Work-Family Konflikt führt. Sein persönliches Fazit:
Entscheidend ist nicht die KI an sich, sondern wie Arbeit gestaltet
wird. Nachhaltige Produktivität entsteht nur dort, wo
technologische Effizienz mit psychologischer Tragfähigkeit
zusammengedacht wird. Quelle: Chuang, Y.-T., Chiang, H.-L., &
Lin, A.-P. (2025). Insights from the Job Demands–Resources Model:
AI’s dual impact on employees’ work and life well-being.
International Journal of Information Management, 83, 102887.
https://doi.org/10.1016/j.ijinfomgt.2025.102887
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06.02.2026
16 Minuten
In dieser 6. Episode von Denkstoff kompakt spricht Clemente Minonne
über mögliche Schattenseiten der Zusammenarbeit zwischen
Mitarbeitenden und künstlicher Intelligenz. Auf Basis einer
aktuellen empirischen Studie zeigt er, dass der Einsatz von KI
nicht nur Effizienz beeinflusst, sondern auch das Erleben von
Arbeit verändern kann. Die Befunde deuten darauf hin, dass unter
bestimmten Bedingungen Arbeitsentfremdung entsteht und
zweckorientiertes Abkürzungsverhalten begünstigt wird. Sein
persönliches Fazit: Entscheidend ist nicht die KI selbst, sondern
wie Arbeit gestaltet wird und ob Mitarbeitende sich weiterhin als
wirksam und verantwortlich erleben. Quelle: Hai, S., Long, T.,
Honora, A., Japutra, A., & Guo, T. (2025). The dark side of
employee–generative AI collaboration in the workplace: An
investigation on work alienation and employee expediency.
International Journal of Information Management, 83,
102905..https://doi.org/10.1016/j.ijinfomgt.2025.102905
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31.01.2026
14 Minuten
In dieser 5. Episode von Denkstoff kompakt spricht Clemente Minonne
über die Frage, wie Psychological Empowerment in Organisationen
verlässlich erfasst werden kann. Aufbauend auf einer aktuellen
empirischen Studie zeigt er, dass viele Konzepte zu Empowering
Leadership zwar Führung messen, aber nicht zwingend das
psychologische Erleben von Sinn, Kompetenz, Selbstbestimmung und
Wirkung treffen. Die Analyse macht deutlich, warum insbesondere der
Aspekt von Einfluss und Machttransfer in Organisationen oft
unterschätzt wird und welche Konsequenzen dies für Führung,
Belastung und Arbeitszufriedenheit hat. Sein persönliches Fazit:
Psychological Empowerment ist kein Schlagwort und keine
Führungshaltung, sondern ein messbarer psychologischer Zustand, und
genau deshalb braucht es präzise Diagnostik statt gut gemeinter
Annahmen. Quelle: Schermuly, C. C., Algner, M., & Lorenz, T.
(2025). Bringing back psychological empowerment in
empowerment-oriented leadership: The development of the
Psychological Empowerment Leadership Scale (PELS). Frontiers in
Psychology, 16, Article 1539085.
https://doi.org/10.3389/fpsyg.2025.1539085
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Über diesen Podcast
„Denkstoff kompakt“ bietet klare Gedanken zu Psychologie, Arbeit
und Organisation im Zeitalter von KI. Jede Folge bringt einen
prägnanten Impuls – kurz, verständlich, relevant. Für alle, die
Arbeit und Wandel neu denken wollen.
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