Beschreibung

vor 3 Wochen

Kennst du das, du bist mit Menschen zusammen – in einer Gruppe,
im Freundeskreis, in der Familie – und plötzlich passiert
innerlich etwas.


Ein Blick.
Ein Satz.
Ein Tonfall.


Und dein Kopf ist sofort da und sagt: Ah. Okay. Ich weiß, was das
bedeutet.


So ist das also.
So sehen sie mich.
So gehöre ich hier rein – oder eben nicht.


Und ein paar Tage später denkst du dir: Moment mal … war das
wirklich so? Oder war das nur mein inneres Netflix-Drehbuch,
das wieder sehr aktiv war?


Darum geht es heute. Um Gedanken in Gemeinschaften. Um das, was
ich fühle – wie ich mich verhalte und um die Geschichten, die ich
daraus mache – eben um mein Netflix-Drehbuch im
Kopf.


Wenn sich Gedanken wie Wahrheit anfühlen


Was mir immer wieder auffällt: Der erste Gedanke fühlt sich nicht
an wie ein Gedanke.
Er fühlt sich an wie eine Erkenntnis.


So nach dem Motto: Ich habe da gerade etwas gespürt – also
muss das stimmen!


Dieser Gedanke ist schnell. Emotional. Und extrem überzeugend.


Und oft reagiere ich sofort darauf. Ich werde leiser. Oder
angepasster. Oder ich ziehe mich innerlich ein Stück zurück.
Nicht, weil jemand etwas eindeutig gesagt hat. Sondern weil mein
Kopf eine Geschichte gebaut hat.


Ich bin gerade auf der Spur/in einem Prozess und fange an diese
Gedanken nicht mehr sofort zu glauben. Nicht, weil sie falsch
sind – sondern weil sie nicht die einzige Wahrheit sind. Es gibt
ja nicht nur eine Sichtweise.


Perspektivenwechsel


Was mir dabei sehr hilft, ist mein Körper und die Zeit dich mir
gebe, darüber nachzudenken. Denn mein Denken, reagiert oft auch
körperlich.


Heute fühlt sich das für mich an wie ein innerer
Perspektivwechsel. Nicht im Sinne von: Ich muss anders werden.
Sondern eher: Ich darf mir selbst näherkommen.


Vielleicht beginnt echte Verbindung genau dort, wo ich aufhöre,
jede innere Reaktion sofort für die Wahrheit zu halten. Das fühlt
sich für mich befreiend an. Ich merke, dass ich - einfach ich
sein darf - mit meinen Gedanken und meinen Gefühlen und gehöre
dazu.


Und das reicht!

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