Perspektivenwechsel - ganz ohne Yoga-Matte
14 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Wochen
„Keine Sorge – für diese Folge brauchst du keine Yoga-Matte,
keine Räucherstäbchen und keine komplizierten Übungen. Nur die
Bereitschaft, innerlich kurz den Platz zu wechseln.“ Am Ende
fühlst du dich besser und gewinnst eine andere Perspektive.
Meistens jedenfalls.“
„Unser Gehirn liebt zwei Dinge: Gewohnheiten und Recht haben.
Perspektivenwechsel steht da ungefähr auf Platz 97 der
Beliebtheitsskala. Und genau deshalb spreche ich heute darüber.“
Was ist ein Perspektivenwechsel – und warum fällt er uns so
schwer?
Wir sehen die Welt durch unsere eigene
Brille: geprägt von der Erziehung, Kultur & Herkunft
und Erfahrungen.
Ein Perspektivenwechsel bedeutet nicht, dass man Recht- oder
Unrecht hat – sondern dass es mehr als eine
Wahrheit gibt. Die Herausforderung hier ist
wahrscheinlich die andere Sicht stehen lassen zu können.
In diesem Prozess können neue Einsichten, Empathie,
Kreativität, Entwicklung und neue Lösungen & Wege entstehen.
„Unser Gehirn liebt Gewohnheiten – und zwar auch dann, wenn sie
uns regelmäßig im Weg stehen.“
Perspektivenwechsel in unseren unterschiedlichen
Lebensbereichen
Konflikte & Beziehungen
Missverständnisse entstehen oft nicht durch böse Absichten,
sondern durch unterschiedliche Blickwinkel.
Besonders spannend im interkulturellen Kontext, hinter den
Worten – das, was sich hinter den Worten verbirgt oder in
Familien.
Führung & Alltag
Mal rauszoomen: Vogelperspektive statt im Dauerstress und
Hamsterrad im Tagesgeschäft hängenbleiben
Mal reinzoomen: Details sehen, statt nur das große Ganze.
Resilienz & Psyche
Reframing: Die Fakten bleiben gleich, aber die Geschichte,
die du dir darüber erzählst, ändert sich. Nicht das Ereignis
entscheidet darüber, wie wir uns fühlen – sondern die
Bedeutung, die wir ihm geben - «Meine Gedanken,
bestimmen mein Verhalten»
Nicht alles schönreden („Ja, das ist gerade schwierig. Ja, es
tut weh. Ja, es ist anstrengend) aber handlungsfähig bleiben (ich
kann entscheiden, wie ich jetzt damit umgehe oder wie ich darüber
denke).
Perspektivenwechsel zum Anfassen
Zeitreise: „Stell dir vor, du bist sechs
Monate weiter – was würdest du deinem Heutigen Ich sagen?“
Schuhe tauschen: Wie fühlt es sich an, wenn du
ein Spaziergang in den Schuhen eines anderen machst?
Systemblick (Familienaufstellung): Raus aus
der eigenen Rolle, rauf auf den Balkon – und plötzlich wird
sichtbar, was vorher emotional vernebelt war.
Ein weiterer spannender Bereich (auf jeden Fall für mich) ist die
systemische Aufstellung – besser bekannt unter Familienstellen.
Hier erlebt man den Perspektivenwechsel von aussen:
Familienaufstellungen ermöglichen durch einen radikalen
Perspektivenwechsel das Sichtbarmachen unbewusster familiärer
Dynamiken und Verstrickungen.
Methoden: Dies geschieht in Gruppen mit
Stellvertretern oder in Einzelsitzungen mittels Figuren. Diese
werden im Raum positioniert und der Aufstellende betrachtet
sein Thema von aussen in der Vogelperspektive. Dies hilft,
Verstrickungen & Muster zu lösen und neue
Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Ziele: Das hilf Konflikte zu verstehen,
das Erkennen von verborgenen Zusammenhängen, das Entwirren von
Beziehungs-/oder Familienkonflikten und das Finden einer
"heilsamen" Lösung. Dies fördert die Empathie und schafft
Ordnung im System.
Anwendungsgebiete: Persönliche Anliegen,
familiäre, berufliche oder gesundheitliche Probleme.
Mein Fazit:
Perspektivenwechsel ist kein
Kontrollverlust, sondern ein Gewinn.
Er macht uns nicht schwächer, sondern
beweglicher.
Und manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer Entscheidung
– sondern mit einem Schritt zur Seite.
„Vielleicht musst du heute nichts verändern. Vielleicht reicht
es, kurz den Platz zu wechseln, um Klarheit zu bekommen.“
„Wo könntest du diese Woche einmal bewusst anders hinschauen?“
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