Podcaster
Episoden
14.07.2026
49 Minuten
Angst gehört zum Großwerden dazu – und trotzdem kann sie Eltern ganz schön verunsichern. Warum hat mein Kind plötzlich Angst vor dem Einschlafen? Ist die Sorge vor Trennung noch altersgerecht? Und wann wird aus einer normalen Entwicklungsphase eine Belastung, die Unterstützung braucht?
In dieser Folge von Wilde Zeiten – Zwei Therapeutinnen über das Elternsein sprechen wir darüber, wie sich Ängste im Laufe der Kindheit entwickeln, welche Rolle Temperament und Persönlichkeit spielen und woran Eltern erkennen können, ob ihr Kind einfach eine sensible Phase durchlebt oder ob genauer hingeschaut werden sollte.
Außerdem beleuchten wir, warum gut gemeinte Rücksichtnahme Ängste manchmal unbeabsichtigt verstärken kann und wie ein Teufelskreis aus kindlicher Angst und elterlicher Unsicherheit entsteht. Wir erklären, weshalb Vermeidung kurzfristig Erleichterung verschafft, langfristig aber häufig dazu beiträgt, dass Ängste bestehen bleiben.
Natürlich geht es auch um die wichtigste Frage: Was können Eltern konkret tun? Wir sprechen darüber, wie Kinder dabei unterstützt werden können, Ängste Schritt für Schritt zu bewältigen, wie Eltern Sicherheit vermitteln, ohne zu überbehüten, und warum Mut oft in kleinen, machbaren Schritten wächst.
Eine Folge für alle Eltern, die ihr Kind liebevoll begleiten möchten – ohne jede Angst sofort lösen zu müssen, sondern mit mehr Verständnis, Gelassenheit und hilfreichen Strategien für den Familienalltag.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Butzmann, E. (2025). Entwicklungsbedingte Kinderängste. Familienhandbuch / Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP). Unter Bezug auf: Piaget (1954, 1983), Strüber (2017, 2024), Kaplan (1987), Kohnstamm (1990).
Creswell, C., Murray, L., & Cooper, P. J. (2011). Interpretation and expectation in childhood anxiety disorders: Age effects and social specificity. Journal of Abnormal Child Psychology, 39(3), 453–465.
Gullone, E. (2000). The development of normal fear: A century of research. Clinical psychology review, 20(4), 429-451.
Jewell, C., Wittkowski, A., & Pratt, D. (2022). The impact of parent-only interventions on child anxiety: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 309, 324–349.
Lawrence, P. J., Murayama, K., & Creswell, C. (2019). Systematic review and meta-analysis: Anxiety and depressive disorders in offspring of parents with anxiety disorders. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 58(1), 46–60.
McLeod, B. D., Wood, J. J., & Weisz, J. R. (2007). Examining the association between parenting and childhood anxiety: A meta-analysis. Clinical Psychology Review, 27(2), 155–172.
Yap, M. B. H., & Jorm, A. F. (2015). Parental factors associated with childhood anxiety, depression, and internalizing problems: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 175, 424–440.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
In dieser Folge von Wilde Zeiten – Zwei Therapeutinnen über das Elternsein sprechen wir darüber, wie sich Ängste im Laufe der Kindheit entwickeln, welche Rolle Temperament und Persönlichkeit spielen und woran Eltern erkennen können, ob ihr Kind einfach eine sensible Phase durchlebt oder ob genauer hingeschaut werden sollte.
Außerdem beleuchten wir, warum gut gemeinte Rücksichtnahme Ängste manchmal unbeabsichtigt verstärken kann und wie ein Teufelskreis aus kindlicher Angst und elterlicher Unsicherheit entsteht. Wir erklären, weshalb Vermeidung kurzfristig Erleichterung verschafft, langfristig aber häufig dazu beiträgt, dass Ängste bestehen bleiben.
Natürlich geht es auch um die wichtigste Frage: Was können Eltern konkret tun? Wir sprechen darüber, wie Kinder dabei unterstützt werden können, Ängste Schritt für Schritt zu bewältigen, wie Eltern Sicherheit vermitteln, ohne zu überbehüten, und warum Mut oft in kleinen, machbaren Schritten wächst.
Eine Folge für alle Eltern, die ihr Kind liebevoll begleiten möchten – ohne jede Angst sofort lösen zu müssen, sondern mit mehr Verständnis, Gelassenheit und hilfreichen Strategien für den Familienalltag.
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Quellen:
Butzmann, E. (2025). Entwicklungsbedingte Kinderängste. Familienhandbuch / Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP). Unter Bezug auf: Piaget (1954, 1983), Strüber (2017, 2024), Kaplan (1987), Kohnstamm (1990).
Creswell, C., Murray, L., & Cooper, P. J. (2011). Interpretation and expectation in childhood anxiety disorders: Age effects and social specificity. Journal of Abnormal Child Psychology, 39(3), 453–465.
Gullone, E. (2000). The development of normal fear: A century of research. Clinical psychology review, 20(4), 429-451.
Jewell, C., Wittkowski, A., & Pratt, D. (2022). The impact of parent-only interventions on child anxiety: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 309, 324–349.
Lawrence, P. J., Murayama, K., & Creswell, C. (2019). Systematic review and meta-analysis: Anxiety and depressive disorders in offspring of parents with anxiety disorders. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 58(1), 46–60.
McLeod, B. D., Wood, J. J., & Weisz, J. R. (2007). Examining the association between parenting and childhood anxiety: A meta-analysis. Clinical Psychology Review, 27(2), 155–172.
Yap, M. B. H., & Jorm, A. F. (2015). Parental factors associated with childhood anxiety, depression, and internalizing problems: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 175, 424–440.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
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30.06.2026
1 Stunde 5 Minuten
Wenn ein zweites Kind in die Familie kommt, verändert sich nicht nur die Anzahl der Kinder, sondern die gesamte Struktur des Familienalltags. In dieser Folge geht es darum, wie sich Belastung, Aufmerksamkeit, Erwartungen und Routinen verschieben und warum dieser Übergang oft weniger linear verläuft, als viele vorher annehmen. Wir sprechen darüber, welche Rolle Altersabstände und Entwicklungsphasen spielen, warum sich Eltern in dieser Zeit häufig neu organisieren müssen und weshalb das Familienleben dadurch oft gleichzeitig bereichernder und herausfordernder wird.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was ein weiteres Kind tatsächlich mit Eltern, Partnerschaft und Alltag macht und warum viele der typischen Vorstellungen über Geschwisterdynamiken – etwa dass das zweite Kind „einfach mitläuft“ – nur einen Teil der Realität abbilden. Stattdessen zeigt sich in der Forschung und im Alltag ein komplexes Zusammenspiel aus Ressourcen, Stress, Erfahrung und veränderten Erwartungen, das jede Familie unterschiedlich prägt.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Amato, P. R. (2010). Research on divorce: Continuing trends and new developments. Journal of Marriage and Family, 72(3), 650–666.
Berg, V., Miettinen, A., Jokela, M., & Rotkirch, A. (2020). Shorter birth intervals between siblings are associated with increased risk of parental divorce. PLOS ONE, 15(2), e0228376.
Binnoon-Erez, N., Rodrigues, M., Perlman, M., Jenkins, J., & Tackett, J. (2018). Sibling personality traits, dyadic gender composition, and their association with sibling relationship quality. Merrill-Palmer Quarterly, 64(2), 175–194.
Black, S. E., Devereux, P. J., & Salvanes, K. G. (2011). Older and wiser? Birth order and IQ of young men. CESifo Economic Studies, 57(1), 103–120.
Brenøe, A. A. (2017). Sibling gender composition and participation in STEM education. University of Copenhagen.
Conger, R. D., Ge, X., Elder, G. H., Jr., Lorenz, F. O., & Simons, R. L. (1994). Economic stress, coercive family process, and developmental problems of adolescents. Child Development, 65(2), 541–561.
de La Rochebrochard, E., & Joshi, H. (2013). Siblings and child development. Longitudinal and Life Course Studies, 4(3), 276–287.
Milevsky, A., Schlechter, M. J., & Machlev, M. (2011). Effects of parenting style and involvement in sibling conflict on adolescent sibling relationships. Journal of Social and Personal Relationships, 28(8), 1130–1148.
Paulhus, D. L., Trapnell, P. D., & Chen, D. (1999). Birth order effects on personality and achievement within families. Psychological Science, 10(6), 482–488.
Rohrer, J. M., Egloff, B., & Schmukle, S. C. (2015). Examining the effects of birth order on personality. Proceedings of the National Academy of Sciences, 112(46), 14224–14229.
Zemp, M., Friedrich, A. S., Schirl, J., Dantchev, S., Voracek, M., & Tran, U. S. (2021). A systematic review and meta-analysis of the associations between interparental and sibling relationships: Positive or negative? PLOS ONE, 16(9), e0257874.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Im Mittelpunkt steht die Frage, was ein weiteres Kind tatsächlich mit Eltern, Partnerschaft und Alltag macht und warum viele der typischen Vorstellungen über Geschwisterdynamiken – etwa dass das zweite Kind „einfach mitläuft“ – nur einen Teil der Realität abbilden. Stattdessen zeigt sich in der Forschung und im Alltag ein komplexes Zusammenspiel aus Ressourcen, Stress, Erfahrung und veränderten Erwartungen, das jede Familie unterschiedlich prägt.
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Quellen:
Amato, P. R. (2010). Research on divorce: Continuing trends and new developments. Journal of Marriage and Family, 72(3), 650–666.
Berg, V., Miettinen, A., Jokela, M., & Rotkirch, A. (2020). Shorter birth intervals between siblings are associated with increased risk of parental divorce. PLOS ONE, 15(2), e0228376.
Binnoon-Erez, N., Rodrigues, M., Perlman, M., Jenkins, J., & Tackett, J. (2018). Sibling personality traits, dyadic gender composition, and their association with sibling relationship quality. Merrill-Palmer Quarterly, 64(2), 175–194.
Black, S. E., Devereux, P. J., & Salvanes, K. G. (2011). Older and wiser? Birth order and IQ of young men. CESifo Economic Studies, 57(1), 103–120.
Brenøe, A. A. (2017). Sibling gender composition and participation in STEM education. University of Copenhagen.
Conger, R. D., Ge, X., Elder, G. H., Jr., Lorenz, F. O., & Simons, R. L. (1994). Economic stress, coercive family process, and developmental problems of adolescents. Child Development, 65(2), 541–561.
de La Rochebrochard, E., & Joshi, H. (2013). Siblings and child development. Longitudinal and Life Course Studies, 4(3), 276–287.
Milevsky, A., Schlechter, M. J., & Machlev, M. (2011). Effects of parenting style and involvement in sibling conflict on adolescent sibling relationships. Journal of Social and Personal Relationships, 28(8), 1130–1148.
Paulhus, D. L., Trapnell, P. D., & Chen, D. (1999). Birth order effects on personality and achievement within families. Psychological Science, 10(6), 482–488.
Rohrer, J. M., Egloff, B., & Schmukle, S. C. (2015). Examining the effects of birth order on personality. Proceedings of the National Academy of Sciences, 112(46), 14224–14229.
Zemp, M., Friedrich, A. S., Schirl, J., Dantchev, S., Voracek, M., & Tran, U. S. (2021). A systematic review and meta-analysis of the associations between interparental and sibling relationships: Positive or negative? PLOS ONE, 16(9), e0257874.
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16.06.2026
50 Minuten
Trennungen gehören zu den belastendsten Erfahrungen im Familienleben – und gleichzeitig zu den Themen, bei denen Eltern oft am meisten Angst haben, etwas falsch zu machen. In dieser Folge schauen wir deshalb nicht darauf, wie man eine Trennung „perfekt“ macht (Spoiler: das geht nicht), sondern darauf, was die Forschung wirklich zeigt.
Wie groß ist das Risiko für Kinder, wenn Eltern sich trennen – und was wissen wir eigentlich darüber, wenn Eltern trotz chronischem Konflikt zusammenbleiben? Wir sprechen über Risikofaktoren, Schutzfaktoren und warum nicht die Trennung selbst, sondern häufig die Dynamik davor und danach entscheidend ist.
Außerdem schauen wir auf Betreuungsmodelle wie Wechselmodell, Residenzmodell und Nestmodell, sprechen über Alter, Temperament und Geschwisterbeziehungen und darüber, was Kinder in verschiedenen Entwicklungsphasen brauchen. Was hilft bei Übergängen? Wie viel Mitbestimmung tut Kindern gut? Was tun, wenn ein Elternteil eskaliert? Und warum Kinder keine perfekten, sondern regulierte Erwachsene brauchen.
Eine Folge über Trennung, Schuldgefühle, Resilienz – und darüber, wie Eltern trotz einer schwierigen Situation Sicherheit schaffen können.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Amato, P. R. (2001). Children of divorce in the 1990s: An update of the Amato and Keith (1991) meta-analysis. Journal of Family Psychology, 15(3), 355–370.
Boss, P. (1999). Ambiguous loss: Learning to live with unresolved grief. Harvard University Press.
Cummings, E. M., & Davies, P. T. (2010). Marital conflict and children: An emotional security perspective. Guilford Press.
Kelly, J. B., & Emery, R. E. (2003). Children’s adjustment following divorce: Risk and resilience perspectives. Family Relations, 52(4), 352–362.
Nielsen, L. (2018). Joint versus sole physical custody: Outcomes for children independent of family income or parental conflict. Journal of Child Custody, 15(1), 35–54.
Rutter, M. (1985). Resilience in the face of adversity: Protective factors and resistance to psychiatric disorder. British Journal of Psychiatry, 147, 598–611.
Warshak, R. A. (2014). Social science and parenting plans for young children: A consensus report. Psychology, Public Policy, and Law, 20(1), 46–67.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Interventionen:
Kinder im Blick
Kursprogramm für Eltern in Trennunssituationen mit Fokus auf Eltern-Kind-Beziehung, Stressregulation, konstruktive Kommunikation und Co-Parenting
Beratungsstellen:
AWO Deutschland
Caritas Deutschland
Diakonie Deutschland
Apps:
OurFamilyWizard
CoParently
Wie groß ist das Risiko für Kinder, wenn Eltern sich trennen – und was wissen wir eigentlich darüber, wenn Eltern trotz chronischem Konflikt zusammenbleiben? Wir sprechen über Risikofaktoren, Schutzfaktoren und warum nicht die Trennung selbst, sondern häufig die Dynamik davor und danach entscheidend ist.
Außerdem schauen wir auf Betreuungsmodelle wie Wechselmodell, Residenzmodell und Nestmodell, sprechen über Alter, Temperament und Geschwisterbeziehungen und darüber, was Kinder in verschiedenen Entwicklungsphasen brauchen. Was hilft bei Übergängen? Wie viel Mitbestimmung tut Kindern gut? Was tun, wenn ein Elternteil eskaliert? Und warum Kinder keine perfekten, sondern regulierte Erwachsene brauchen.
Eine Folge über Trennung, Schuldgefühle, Resilienz – und darüber, wie Eltern trotz einer schwierigen Situation Sicherheit schaffen können.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Amato, P. R. (2001). Children of divorce in the 1990s: An update of the Amato and Keith (1991) meta-analysis. Journal of Family Psychology, 15(3), 355–370.
Boss, P. (1999). Ambiguous loss: Learning to live with unresolved grief. Harvard University Press.
Cummings, E. M., & Davies, P. T. (2010). Marital conflict and children: An emotional security perspective. Guilford Press.
Kelly, J. B., & Emery, R. E. (2003). Children’s adjustment following divorce: Risk and resilience perspectives. Family Relations, 52(4), 352–362.
Nielsen, L. (2018). Joint versus sole physical custody: Outcomes for children independent of family income or parental conflict. Journal of Child Custody, 15(1), 35–54.
Rutter, M. (1985). Resilience in the face of adversity: Protective factors and resistance to psychiatric disorder. British Journal of Psychiatry, 147, 598–611.
Warshak, R. A. (2014). Social science and parenting plans for young children: A consensus report. Psychology, Public Policy, and Law, 20(1), 46–67.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Interventionen:
Kinder im Blick
Kursprogramm für Eltern in Trennunssituationen mit Fokus auf Eltern-Kind-Beziehung, Stressregulation, konstruktive Kommunikation und Co-Parenting
Beratungsstellen:
AWO Deutschland
Caritas Deutschland
Diakonie Deutschland
Apps:
OurFamilyWizard
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02.06.2026
47 Minuten
In dieser Folge sprechen wir darüber, was unter Neurodivergenz und insbesondere unter Autismus Spektrum verstanden wird. Dabei geht es uns vor allem darum, einen alltagsnahen und verständlichen Blick auf unterschiedliche Verhaltensweisen bei Kindern zu werfen – unabhängig davon, ob eine Diagnose vorliegt oder nicht.
Wir schauen darauf, wie sich Autismus im Alltag zeigen kann, zum Beispiel in der Art, wie Kinder Reize verarbeiten, mit sozialen Situationen umgehen, Emotionen ausdrücken oder auf Veränderungen reagieren. Auch frühe Hinweise und typische Entwicklungsverläufe werden thematisiert sowie die Frage, warum Autismus bei manchen Kindern – insbesondere bei Mädchen – oft später erkannt wird.
Außerdem sprechen wir über Diagnostik und Intelligenz im Autismus-Spektrum, über Freundschaften und soziale Herausforderungen und darüber, wie Missverständnisse im Miteinander entstehen können. Ein weiterer Fokus liegt auf der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Neurodivergenz und darauf, welche Stärken und besonderen Perspektiven damit einhergehen können.
Eine Folge für alle, die Kinder besser verstehen möchten und sich mehr Sicherheit im Umgang mit Vielfalt in Entwicklung und Verhalten wünschen.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
American Psychiatric Association. (2022). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed., text rev.; DSM-5-TR). American Psychiatric Publishing.
Antshel, K. M., Zhang-James, Y., Faraone, S. V., & Faraone, S. V. (2016). The comorbidity of ADHD and autism spectrum disorder. Expert Review of Neurotherapeutics, 16(3), 279–293.
Baranek, G. T., Little, L. M., Parham, L. D., Ausderau, K. K., & Sabatos-DeVito, M. G. (2014). Sensory features in autism spectrum disorders. In F. R. Volkmar, S. J. Rogers, R. Paul, & K. A. Pelphrey (Eds.), Handbook of autism and pervasive developmental disorders (4th ed.). Wiley.
Bird, G., & Cook, R. (2013). Mixed emotions: The contribution of alexithymia to the emotional symptoms of autism. Translational Psychiatry, 3(7), e285.
De Giambattista, C., Ventura, P., Trerotoli, P., Margari, M., Palumbi, R., & Margari, L. (2019). Subtyping the autism spectrum disorder: Comparison of children with high functioning autism and Asperger syndrome. Journal of Autism and Developmental Disorders, 49(1), 138–150.
Kraper, C. K., Kenworthy, L., Popal, H., Martin, A., & Wallace, G. L. (2023). Cognitive profiles and intellectual functioning in autism spectrum disorder: Recent advances and future directions. Current Psychiatry Reports, 25(8), 365–376.
Lord, C., Brugha, T. S., Charman, T., Cusack, J., Dumas, G., Frazier, T., ... & Veenstra-VanderWeele, J. (2020). Autism spectrum disorder. Nature Reviews Disease Primers, 6(1), 5.
Lord, C., Elsabbagh, M., Baird, G., & Veenstra-VanderWeele, J. (2018). Autism spectrum disorder. The Lancet, 392(10146), 508–520.
Loomes, R., Hull, L., & Mandy, W. P. L. (2017). What is the male-to-female ratio in autism spectrum disorder? A systematic review and meta-analysis. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 56(6), 466–474.
Mundy, P., Gwaltney, M., & Henderson, H. (2010). Self-referenced processing, neurodevelopment and joint attention in autism. Development and Psychopathology, 22(2), 471–488.
Uddin, L. Q. (2022). Exceptional abilities in autism: Theories and open questions. Current Directions in Psychological Science, 31(6), 509–517.
Wolff, N., Stroth, S., Kamp-Becker, I., Roepke, S., & Roessner, V. (2022). Autism spectrum disorder and IQ – A complex interplay. Frontiers in Psychiatry, 13, 856084.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Wir schauen darauf, wie sich Autismus im Alltag zeigen kann, zum Beispiel in der Art, wie Kinder Reize verarbeiten, mit sozialen Situationen umgehen, Emotionen ausdrücken oder auf Veränderungen reagieren. Auch frühe Hinweise und typische Entwicklungsverläufe werden thematisiert sowie die Frage, warum Autismus bei manchen Kindern – insbesondere bei Mädchen – oft später erkannt wird.
Außerdem sprechen wir über Diagnostik und Intelligenz im Autismus-Spektrum, über Freundschaften und soziale Herausforderungen und darüber, wie Missverständnisse im Miteinander entstehen können. Ein weiterer Fokus liegt auf der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Neurodivergenz und darauf, welche Stärken und besonderen Perspektiven damit einhergehen können.
Eine Folge für alle, die Kinder besser verstehen möchten und sich mehr Sicherheit im Umgang mit Vielfalt in Entwicklung und Verhalten wünschen.
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Quellen:
American Psychiatric Association. (2022). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed., text rev.; DSM-5-TR). American Psychiatric Publishing.
Antshel, K. M., Zhang-James, Y., Faraone, S. V., & Faraone, S. V. (2016). The comorbidity of ADHD and autism spectrum disorder. Expert Review of Neurotherapeutics, 16(3), 279–293.
Baranek, G. T., Little, L. M., Parham, L. D., Ausderau, K. K., & Sabatos-DeVito, M. G. (2014). Sensory features in autism spectrum disorders. In F. R. Volkmar, S. J. Rogers, R. Paul, & K. A. Pelphrey (Eds.), Handbook of autism and pervasive developmental disorders (4th ed.). Wiley.
Bird, G., & Cook, R. (2013). Mixed emotions: The contribution of alexithymia to the emotional symptoms of autism. Translational Psychiatry, 3(7), e285.
De Giambattista, C., Ventura, P., Trerotoli, P., Margari, M., Palumbi, R., & Margari, L. (2019). Subtyping the autism spectrum disorder: Comparison of children with high functioning autism and Asperger syndrome. Journal of Autism and Developmental Disorders, 49(1), 138–150.
Kraper, C. K., Kenworthy, L., Popal, H., Martin, A., & Wallace, G. L. (2023). Cognitive profiles and intellectual functioning in autism spectrum disorder: Recent advances and future directions. Current Psychiatry Reports, 25(8), 365–376.
Lord, C., Brugha, T. S., Charman, T., Cusack, J., Dumas, G., Frazier, T., ... & Veenstra-VanderWeele, J. (2020). Autism spectrum disorder. Nature Reviews Disease Primers, 6(1), 5.
Lord, C., Elsabbagh, M., Baird, G., & Veenstra-VanderWeele, J. (2018). Autism spectrum disorder. The Lancet, 392(10146), 508–520.
Loomes, R., Hull, L., & Mandy, W. P. L. (2017). What is the male-to-female ratio in autism spectrum disorder? A systematic review and meta-analysis. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 56(6), 466–474.
Mundy, P., Gwaltney, M., & Henderson, H. (2010). Self-referenced processing, neurodevelopment and joint attention in autism. Development and Psychopathology, 22(2), 471–488.
Uddin, L. Q. (2022). Exceptional abilities in autism: Theories and open questions. Current Directions in Psychological Science, 31(6), 509–517.
Wolff, N., Stroth, S., Kamp-Becker, I., Roepke, S., & Roessner, V. (2022). Autism spectrum disorder and IQ – A complex interplay. Frontiers in Psychiatry, 13, 856084.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
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19.05.2026
41 Minuten
In dieser Folge von „Wilde Zeiten – zwei Therapeutinnen über das Elternsein“ sprechen wir über Kinder, die scheinbar „mehr fühlen“, schneller überreizt sind oder intensiver auf ihre Umwelt reagieren. Wir schauen uns an, woher das Konzept der Hochsensibilität eigentlich kommt, warum es keine offizielle Diagnose ist und weshalb es trotzdem für viele Eltern entlastend sein kann. Gleichzeitig fragen wir kritisch nach: Was unterscheidet Hochsensibilität von ADHS oder Autismus? Wo sind die wissenschaftlichen Grenzen des Konzepts? Und wann hilft ein Label – oder steht es vielleicht sogar Entwicklung im Weg?
Wir sprechen über die Idee der sogenannten „Sensory Processing Sensitivity“, über Neurotizismus, Reizverarbeitung und darüber, warum sensible Kinder nicht automatisch schwach oder zerbrechlich sind. Denn dieselbe Eigenschaft, die schneller zu Überforderung führen kann, geht oft auch mit Empathie, Kreativität und intensiver Wahrnehmung einher. Entscheidend ist dabei weniger das Label als das Umfeld: Hochsensible Kinder reagieren oft besonders stark auf Stress – aber auch besonders positiv auf Sicherheit, Beziehung und Co-Regulation.
Außerdem wird es ganz praktisch: Wie erkennen Eltern Überreizung? Was hilft im Alltag wirklich? Warum brauchen manche Kinder nach Schule oder Kita erst einmal eine „Ankommenszeit“, bevor sie sprechen können? Und welche kleinen Rituale können helfen, das Nervensystem runterzufahren? Wir teilen alltagsnahe, evidenzbasierte Strategien rund um Reizreduktion, Selbstregulation und den Umgang mit emotionalen Meltdowns – ohne Pathologisierung, aber auch ohne Schönfärberei.
Eine Folge für alle Eltern, die ihr Kind besser verstehen wollen – und sich fragen, ob „zu empfindlich“ vielleicht manchmal einfach nur bedeutet: anders unterwegs in einer ziemlich lauten Welt.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Aron, E. N. (1996). The highly sensitive person. Broadway Books.
Aron, E. N., & Aron, A. (1997). Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345–368.
Acevedo, B. P., Jagiellowicz, J., Aron, E., Marhenke, R., & Aron, A. (2017). Sensory processing sensitivity and childhood quality’s effects on neural responses to emotional stimuli. Clinical Neuropsychiatry, 14(6), 359–373.
Cadogan, E., Murphy, M., Lionetti, F., & Setti, A. (2022). The effect of environment on psychological outcomes of the highly sensitive person: A systematic scoping review.
Goldberg, A., & Scharf, M. (2020). How do highly sensitive persons parent their adolescent children? The role of sensory processing sensitivity in parenting practices. Journal of Social and Personal Relationships, 37(6), 1825–1842.
Greven, C. U., Lionetti, F., Booth, C., Aron, E. N., Fox, E., Schendan, H. E., Pluess, M., Bruining, H., Acevedo, B., Bijttebier, P., & Homberg, J. (2019). Sensory processing sensitivity in the context of environmental sensitivity: A critical review and development of research agenda. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 98, 287–305.
Lionetti, F., Aron, A., Aron, E. N., Burns, G. L., Jagiellowicz, J., & Pluess, M. (2018). Dandelions, tulips and orchids: Evidence for the existence of low-sensitive, medium-sensitive and high-sensitive individuals. Translational Psychiatry, 8, Article 24.
Smolewska, K. A., McCabe, S. B., & Woody, E. Z. (2006). A psychometric evaluation of the highly sensitive person scale: The components of sensory-processing sensitivity and their relation to the BIS/BAS and “Big Five”. Journal of Personality Assessment, 87(2), 126–138.
Suuberg, A. (2018). What does it mean to be sensitive? Serotonin, stress, and the highly sensitive person (HSP).
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Wir sprechen über die Idee der sogenannten „Sensory Processing Sensitivity“, über Neurotizismus, Reizverarbeitung und darüber, warum sensible Kinder nicht automatisch schwach oder zerbrechlich sind. Denn dieselbe Eigenschaft, die schneller zu Überforderung führen kann, geht oft auch mit Empathie, Kreativität und intensiver Wahrnehmung einher. Entscheidend ist dabei weniger das Label als das Umfeld: Hochsensible Kinder reagieren oft besonders stark auf Stress – aber auch besonders positiv auf Sicherheit, Beziehung und Co-Regulation.
Außerdem wird es ganz praktisch: Wie erkennen Eltern Überreizung? Was hilft im Alltag wirklich? Warum brauchen manche Kinder nach Schule oder Kita erst einmal eine „Ankommenszeit“, bevor sie sprechen können? Und welche kleinen Rituale können helfen, das Nervensystem runterzufahren? Wir teilen alltagsnahe, evidenzbasierte Strategien rund um Reizreduktion, Selbstregulation und den Umgang mit emotionalen Meltdowns – ohne Pathologisierung, aber auch ohne Schönfärberei.
Eine Folge für alle Eltern, die ihr Kind besser verstehen wollen – und sich fragen, ob „zu empfindlich“ vielleicht manchmal einfach nur bedeutet: anders unterwegs in einer ziemlich lauten Welt.
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Quellen:
Aron, E. N. (1996). The highly sensitive person. Broadway Books.
Aron, E. N., & Aron, A. (1997). Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345–368.
Acevedo, B. P., Jagiellowicz, J., Aron, E., Marhenke, R., & Aron, A. (2017). Sensory processing sensitivity and childhood quality’s effects on neural responses to emotional stimuli. Clinical Neuropsychiatry, 14(6), 359–373.
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Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
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Über diesen Podcast
Mitten im wilden Familienleben sprechen wir – zwei Mamas, Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Wissenschaftlerinnen –
über Bedürfnisorientierung, Mental Load, Schlaf, Kitaeingewöhnung
& Co. Wir kombinieren Forschung, Alltag und Erfahrungen aus der
Praxis. Für Eltern, die sich Wissen, neue Perspektiven und Ideen
wünschen, wie Veränderung gelingen kann.
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