Podcaster
Episoden
05.05.2026
49 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über zwei Konzepte, die im Alltag mit Kindern eine zentrale Rolle spielen, auch wenn sie oft unsichtbar bleiben: Coregulation und Synchronizität. Beides beschreibt im Kern, wie sehr wir als Bezugspersonen mit dem Erleben unserer Kinder verbunden sind – körperlich, emotional und auf Ebene des Nervensystems.
Coregulation bedeutet, dass Kinder ihre Gefühle und ihren Stress nicht alleine regulieren können, sondern dabei auf uns angewiesen sind. Gerade in den ersten Lebensjahren ist das keine Frage von Erziehung oder Gewöhnung, sondern von Gehirnentwicklung. Die Bereiche im Gehirn, die für Impulskontrolle und Emotionsregulation zuständig sind, reifen erst nach und nach.
Diese gemeinsamen Regulationserfahrungen sind die Grundlage dafür, dass Kinder nach und nach eigene Strategien entwickeln. Selbstständigkeit entsteht also nicht im Gegensatz zu Nähe, sondern auf ihrer Basis.
Synchronizität beschreibt, dass sich die Nervensysteme von Eltern und Kind gegenseitig beeinflussen. Stress überträgt sich – aber auch Ruhe. Das macht den Alltag oft herausfordernd, weil wir natürlich nicht immer gelassen bleiben, wenn ein Kind weint oder wütend ist. Es geht aber nicht um Perfektion: Schon kleine Momente von Orientierung – ein bewusster Atemzug, eine ruhigere Stimme, ein kurzes Innehalten – können helfen, wieder mehr Stabilität in die Situation zu bringen.
Viele Schwierigkeiten entstehen, weil wir von Kindern Selbstregulation erwarten, bevor sie dazu in der Lage sind. Ein besseres Verständnis von Coregulation und Synchronizität kann helfen, kindliches Verhalten einzuordnen – und im Alltag etwas mehr Orientierung und Entlastung zu finden.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen
Feldman, R. (2007). Parent–infant synchrony and the construction of shared timing: Physiological precursors, developmental outcomes, and risk conditions. J. Child Psychol. Psychiatry, 48(3–4), 329–354.
Giedd, J. N. (2004). Structural magnetic resonance imaging of the adolescent brain. Ann. N. Y. Acad. Sci., 1021, 77–85.
Golds, L., Gillespie-Smith, K., Nimbley, E., & MacBeth, A. (2022). What factors influence dyadic synchrony? A systematic review of the literature on predictors of mother-infant dyadic processes of shared behavior and affect. Infant Ment. Health J., 43(5), 808–830.
Gunnar, M. R., & Donzella, B. (2002). Social regulation of the cortisol levels in early human development. Psychoneuroendocrinology, 27(1–2), 199–220.
Gunnar, M. R., & Quevedo, K. (2007). The neurobiology of stress and development. Annu. Rev. Psychol., 58, 145–173.
Gunzenhauser, C., Fäsche, A., Friedlmeier, W., & von Suchodoletz, A. (2014). Face it or hide it: Parental socialization of reappraisal and response suppression. Front. Psychol., 4, 992.
Lyons-Ruth, K., et al. (2023). Linking maternal disrupted interaction and infant limbic volumes: The role of infant cortisol output. Dev. Cogn. Neurosci., 60, 101223.
Morris, A. S., Silk, J. S., Steinberg, L., Myers, S. S., & Robinson, L. R. (2007). The role of the family context in the development of emotion regulation. Soc. Dev., 16(2), 361–388.
Pratt, M., Apter-Levi, Y., Vakart, A., Kanat-Maymon, Y., Zagoory-Sharon, O., & Feldman, R. (2017). Mother-child adrenocortical synchrony: Moderation by dyadic relational behavior. Horm. Behav., 89, 167–175.
Reindl, V., Gerloff, C., Scharke, W., & Konrad, K. (2018). Brain-to-brain synchrony in parent-child dyads and the relationship with emotion regulation revealed by fNIRS-based hyperscanning. NeuroImage, 178, 493–502.
Sarro, E. C., Wilson, D. A., & Sullivan, R. M. (2014). Maternal regulation of infant brain state. Curr. Biol., 24(14), 1664–1669.
Thomas, A., & Chess, S. (1977). Temperament and development. Brunner/Mazel.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Coregulation bedeutet, dass Kinder ihre Gefühle und ihren Stress nicht alleine regulieren können, sondern dabei auf uns angewiesen sind. Gerade in den ersten Lebensjahren ist das keine Frage von Erziehung oder Gewöhnung, sondern von Gehirnentwicklung. Die Bereiche im Gehirn, die für Impulskontrolle und Emotionsregulation zuständig sind, reifen erst nach und nach.
Diese gemeinsamen Regulationserfahrungen sind die Grundlage dafür, dass Kinder nach und nach eigene Strategien entwickeln. Selbstständigkeit entsteht also nicht im Gegensatz zu Nähe, sondern auf ihrer Basis.
Synchronizität beschreibt, dass sich die Nervensysteme von Eltern und Kind gegenseitig beeinflussen. Stress überträgt sich – aber auch Ruhe. Das macht den Alltag oft herausfordernd, weil wir natürlich nicht immer gelassen bleiben, wenn ein Kind weint oder wütend ist. Es geht aber nicht um Perfektion: Schon kleine Momente von Orientierung – ein bewusster Atemzug, eine ruhigere Stimme, ein kurzes Innehalten – können helfen, wieder mehr Stabilität in die Situation zu bringen.
Viele Schwierigkeiten entstehen, weil wir von Kindern Selbstregulation erwarten, bevor sie dazu in der Lage sind. Ein besseres Verständnis von Coregulation und Synchronizität kann helfen, kindliches Verhalten einzuordnen – und im Alltag etwas mehr Orientierung und Entlastung zu finden.
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Quellen
Feldman, R. (2007). Parent–infant synchrony and the construction of shared timing: Physiological precursors, developmental outcomes, and risk conditions. J. Child Psychol. Psychiatry, 48(3–4), 329–354.
Giedd, J. N. (2004). Structural magnetic resonance imaging of the adolescent brain. Ann. N. Y. Acad. Sci., 1021, 77–85.
Golds, L., Gillespie-Smith, K., Nimbley, E., & MacBeth, A. (2022). What factors influence dyadic synchrony? A systematic review of the literature on predictors of mother-infant dyadic processes of shared behavior and affect. Infant Ment. Health J., 43(5), 808–830.
Gunnar, M. R., & Donzella, B. (2002). Social regulation of the cortisol levels in early human development. Psychoneuroendocrinology, 27(1–2), 199–220.
Gunnar, M. R., & Quevedo, K. (2007). The neurobiology of stress and development. Annu. Rev. Psychol., 58, 145–173.
Gunzenhauser, C., Fäsche, A., Friedlmeier, W., & von Suchodoletz, A. (2014). Face it or hide it: Parental socialization of reappraisal and response suppression. Front. Psychol., 4, 992.
Lyons-Ruth, K., et al. (2023). Linking maternal disrupted interaction and infant limbic volumes: The role of infant cortisol output. Dev. Cogn. Neurosci., 60, 101223.
Morris, A. S., Silk, J. S., Steinberg, L., Myers, S. S., & Robinson, L. R. (2007). The role of the family context in the development of emotion regulation. Soc. Dev., 16(2), 361–388.
Pratt, M., Apter-Levi, Y., Vakart, A., Kanat-Maymon, Y., Zagoory-Sharon, O., & Feldman, R. (2017). Mother-child adrenocortical synchrony: Moderation by dyadic relational behavior. Horm. Behav., 89, 167–175.
Reindl, V., Gerloff, C., Scharke, W., & Konrad, K. (2018). Brain-to-brain synchrony in parent-child dyads and the relationship with emotion regulation revealed by fNIRS-based hyperscanning. NeuroImage, 178, 493–502.
Sarro, E. C., Wilson, D. A., & Sullivan, R. M. (2014). Maternal regulation of infant brain state. Curr. Biol., 24(14), 1664–1669.
Thomas, A., & Chess, S. (1977). Temperament and development. Brunner/Mazel.
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21.04.2026
51 Minuten
Zappelig, verträumt, impulsiv – viele Eltern kennen solche Verhaltensweisen aus dem Alltag und fragen sich: Ist das noch normal oder steckt vielleicht mehr dahinter?
In dieser Folge sprechen wir darüber, was ADHS ist und wie sich typische Verhaltensweisen einordnen lassen – auch ohne direkt an eine Diagnose denken zu müssen. Wir erklären, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit von ADHS gesprochen wird, warum viele Auffälligkeiten gerade im jüngeren Alter Teil einer ganz normalen Entwicklung sind und weshalb Fachleute mit Diagnosen bewusst vorsichtig umgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf frühen Auffälligkeiten im Kleinkindalter: Was können erste Hinweise sein, was eher nicht – und warum frühkindliches Verhalten definitiv keine verlässliche Vorhersage für eine spätere ADHS-Diagnose ist.
Wir schauen außerdem auf den Verlauf über die Lebensspanne, darauf, wie häufig ADHS vorkommt und warum es heute nicht häufiger ist als früher, sondern besser erkannt wird. Außerdem geht es darum, wie eine fundierte Diagnostik und Behandlung aussieht und warum diese immer individuell und aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt ist.
Gleichzeitig richten wir den Blick auch auf positive Seiten von ADHS, die oft untergehen: Kreativität, intensives Eintauchen in Themen und ein ausgeprägter Entdeckerdrang. Wir ordnen ein, was dazu wissenschaftlich bekannt ist – und wo diese Eigenschaften im Alltag sowohl hilfreich als auch herausfordernd sein können.
Ergänzend sprechen wir über Geschlechtsunterschiede, Risikofaktoren und neurobiologische Hintergründe sowie darüber, warum Medikamente häufig sinnvoll und entlastend sein können.
Am Ende bleibt die wichtigste Botschaft: Nicht jedes unruhige oder unaufmerksame Verhalten ist ADHS – aber es lohnt sich, genau hinzuschauen und Kinder besser zu verstehen.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen
Faraone, S. V., & Larsson, H. (2019). Genetics of attention deficit hyperactivity disorder.
Faraone, S. V., Asherson, P., Banaschewski, T., Biederman, J., Buitelaar, J. K., Ramos-Quiroga, J. A., Rohde, L. A., Sonuga-Barke, E. J. S., Tannock, R., & Franke, B. (2015). Attention-deficit/hyperactivity disorder.
Gershon, J., & Gershon, J. (2002). A meta-analytic review of gender differences in ADHD.
Groenman, A. P., Janssen, T. W., & Oosterlaan, J. (2017). Childhood psychiatric disorders as risk factor for subsequent substance abuse: A meta-analysis.
Gurevitz, M., Geva, R., Varon, Y., & Leitner, Y. (2014). Early markers in infants and toddlers for development of ADHD.
Hoogman, M., Stolte, M., Baas, M., & Kroesbergen, E. H. (2020). Creativity and ADHD: A review of behavioral studies, the effect of psychostimulants and neural underpinnings.
Joseph, H. M., Lorenzo, N. E., Fisher, N. S., Novick, D. R., Gibson, C., Rothenberger, S. D., Foust, J. E., & Chronis-Tuscano, A. (2023). Infant and toddler temperament as early risk factors for later attention-deficit/hyperactivity disorder: A systematic review and meta-analysis.
Kim, J. H., Kim, J. Y., Lee, J., Jeong, G. H., Lee, E., Lee, S., … & Fusar-Poli, P. (2020). Environmental risk factors, protective factors, and peripheral biomarkers for ADHD: An umbrella review.
Polanczyk, G., de Lima, M. S., Horta, B. L., Biederman, J., & Rohde, L. A. (2007). The worldwide prevalence of ADHD: A systematic review and metaregression analysis.
Shaw, P., Malek, M., Watson, B., Greenstein, D., Rossi, P. D., & Sharp, W. (2013). Trajectories of cerebral cortical development in childhood and adolescence and adult attention-deficit/hyperactivity disorder.
Tripp, G., & Wickens, J. R. (2009). Neurobiology of ADHD.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was ADHS ist und wie sich typische Verhaltensweisen einordnen lassen – auch ohne direkt an eine Diagnose denken zu müssen. Wir erklären, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit von ADHS gesprochen wird, warum viele Auffälligkeiten gerade im jüngeren Alter Teil einer ganz normalen Entwicklung sind und weshalb Fachleute mit Diagnosen bewusst vorsichtig umgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf frühen Auffälligkeiten im Kleinkindalter: Was können erste Hinweise sein, was eher nicht – und warum frühkindliches Verhalten definitiv keine verlässliche Vorhersage für eine spätere ADHS-Diagnose ist.
Wir schauen außerdem auf den Verlauf über die Lebensspanne, darauf, wie häufig ADHS vorkommt und warum es heute nicht häufiger ist als früher, sondern besser erkannt wird. Außerdem geht es darum, wie eine fundierte Diagnostik und Behandlung aussieht und warum diese immer individuell und aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt ist.
Gleichzeitig richten wir den Blick auch auf positive Seiten von ADHS, die oft untergehen: Kreativität, intensives Eintauchen in Themen und ein ausgeprägter Entdeckerdrang. Wir ordnen ein, was dazu wissenschaftlich bekannt ist – und wo diese Eigenschaften im Alltag sowohl hilfreich als auch herausfordernd sein können.
Ergänzend sprechen wir über Geschlechtsunterschiede, Risikofaktoren und neurobiologische Hintergründe sowie darüber, warum Medikamente häufig sinnvoll und entlastend sein können.
Am Ende bleibt die wichtigste Botschaft: Nicht jedes unruhige oder unaufmerksame Verhalten ist ADHS – aber es lohnt sich, genau hinzuschauen und Kinder besser zu verstehen.
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Quellen
Faraone, S. V., & Larsson, H. (2019). Genetics of attention deficit hyperactivity disorder.
Faraone, S. V., Asherson, P., Banaschewski, T., Biederman, J., Buitelaar, J. K., Ramos-Quiroga, J. A., Rohde, L. A., Sonuga-Barke, E. J. S., Tannock, R., & Franke, B. (2015). Attention-deficit/hyperactivity disorder.
Gershon, J., & Gershon, J. (2002). A meta-analytic review of gender differences in ADHD.
Groenman, A. P., Janssen, T. W., & Oosterlaan, J. (2017). Childhood psychiatric disorders as risk factor for subsequent substance abuse: A meta-analysis.
Gurevitz, M., Geva, R., Varon, Y., & Leitner, Y. (2014). Early markers in infants and toddlers for development of ADHD.
Hoogman, M., Stolte, M., Baas, M., & Kroesbergen, E. H. (2020). Creativity and ADHD: A review of behavioral studies, the effect of psychostimulants and neural underpinnings.
Joseph, H. M., Lorenzo, N. E., Fisher, N. S., Novick, D. R., Gibson, C., Rothenberger, S. D., Foust, J. E., & Chronis-Tuscano, A. (2023). Infant and toddler temperament as early risk factors for later attention-deficit/hyperactivity disorder: A systematic review and meta-analysis.
Kim, J. H., Kim, J. Y., Lee, J., Jeong, G. H., Lee, E., Lee, S., … & Fusar-Poli, P. (2020). Environmental risk factors, protective factors, and peripheral biomarkers for ADHD: An umbrella review.
Polanczyk, G., de Lima, M. S., Horta, B. L., Biederman, J., & Rohde, L. A. (2007). The worldwide prevalence of ADHD: A systematic review and metaregression analysis.
Shaw, P., Malek, M., Watson, B., Greenstein, D., Rossi, P. D., & Sharp, W. (2013). Trajectories of cerebral cortical development in childhood and adolescence and adult attention-deficit/hyperactivity disorder.
Tripp, G., & Wickens, J. R. (2009). Neurobiology of ADHD.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive.
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07.04.2026
46 Minuten
Viele Eltern kennen dieses Gefühl: Man hat eigentlich nie genug Zeit, und trotzdem bleibt da oft der Gedanke hängen, dass man „zu wenig“ mit dem eigenen Kind spielt. Aber stimmt das überhaupt?
In dieser Folge gehen wir genau dieser Frage nach – und schauen, was die Forschung zum Thema Spielen wirklich sagt.
Wir sprechen darüber, warum Spielen für Kinder eine zentrale Rolle in der Entwicklung spielt, welche Formen von Spiel besonders wichtig sind und warum freies Spiel oft unterschätzt wird. Außerdem beleuchten wir, wie viel Eltern tatsächlich mit ihren Kindern spielen „müssen“.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, ob man zu viel mit Kindern spielen kann, welche Rolle Spielzeug dabei spielt und warum weniger manchmal mehr sein kann. Auch das Gefühl vieler Eltern, ständig „mehr leisten“ - im Sinne von „mehr spielen“ zu müssen, bekommt Raum – und wird aus entwicklungspsychologischer Perspektive eingeordnet.
Eine Folge für alle, die ihr Spielverhalten reflektieren und gleichzeitig den Druck rausnehmen möchten.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen
Dauch, C., Imwalle, M., Ocasio, B., & Metz, A. E. (2018). The influence of the number of toys in the environment on toddlers’ play. Infant Behavior and Development, 50, 78–87.
Davis, J. T., & Hines, M. (2020). How large are gender differences in toy preferences? A systematic review and meta-analysis of toy preference research. Archives of Sexual Behavior, 49(2), 373–394.
Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The “what” and “why” of goal pursuits: Human needs and the self-determination of behavior. Psychological Inquiry, 11(4), 227–268.
Gray, P. (2011). The decline of play and the rise of psychopathology in children and adolescents. American Journal of Play, 3(4), 443–463.
Lillard, A. S., Lerner, M. D., Hopkins, E. J., Dore, R. A., Smith, E. D., & Palmquist, C. M. (2013). The impact of pretend play on children’s development: A review of the evidence. Psychological Bulletin, 139(1), 1–34.
Mann, S., & Cadman, R. (2014). Does being bored make us more creative? Creativity Research Journal, 26(2), 165–173.
Pellegrini, A. D. (2009). The role of play in human development. Oxford University Press.
Rubin, K. H., Bukowski, W. M., & Parker, J. G. (2006). Peer interactions, relationships, and groups. In N. Eisenberg (Ed.), Handbook of child psychology (6th ed., Vol. 3, pp. 571–645). Wiley.
Sosa, A. V. (2016). Association of the type of toy used during play with the quantity and quality of parent-infant communication. JAMA Pediatrics, 170(2), 132–137.
Trawick-Smith, J., Russell, H., & Swaminathan, S. (2011). Measuring the effects of toys on the problem-solving, creative and social behaviours of preschool children. Early Child Development and Care, 181(7), 909–927.
Venker, C. E., & Johnson, J. R. (2022). Electronic toys decrease the quantity and lexical diversity of spoken language produced by children with autism spectrum disorder and age-matched children with typical development. Frontiers in Psychology, 13, 929589.
Vygotsky, L. S. (1978). Mind in society: The development of higher psychological processes. Harvard University Press.
Wood, D., Bruner, J. S., & Ross, G. (1976). The role of tutoring in problem solving. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 17(2), 89–100.
Wooldridge, M. B., & Shapka, J. D. (2012). Playing with technology: Mother–toddler interaction scores lower during play with electronic toys. Journal of Applied Developmental Psychology, 33(5), 211–219.
Yogman, M., Garner, A., Hutchinson, J., Hirsh-Pasek, K., & Golinkoff, R. M. (2018). The power of play: A pediatric role in enhancing development in young children. Pediatrics, 142(3), e20182058.
Musik: „Upbeat Motivational Acoustic Corporate“ von Music for Creators, Freemusicarchive.org
In dieser Folge gehen wir genau dieser Frage nach – und schauen, was die Forschung zum Thema Spielen wirklich sagt.
Wir sprechen darüber, warum Spielen für Kinder eine zentrale Rolle in der Entwicklung spielt, welche Formen von Spiel besonders wichtig sind und warum freies Spiel oft unterschätzt wird. Außerdem beleuchten wir, wie viel Eltern tatsächlich mit ihren Kindern spielen „müssen“.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, ob man zu viel mit Kindern spielen kann, welche Rolle Spielzeug dabei spielt und warum weniger manchmal mehr sein kann. Auch das Gefühl vieler Eltern, ständig „mehr leisten“ - im Sinne von „mehr spielen“ zu müssen, bekommt Raum – und wird aus entwicklungspsychologischer Perspektive eingeordnet.
Eine Folge für alle, die ihr Spielverhalten reflektieren und gleichzeitig den Druck rausnehmen möchten.
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Quellen
Dauch, C., Imwalle, M., Ocasio, B., & Metz, A. E. (2018). The influence of the number of toys in the environment on toddlers’ play. Infant Behavior and Development, 50, 78–87.
Davis, J. T., & Hines, M. (2020). How large are gender differences in toy preferences? A systematic review and meta-analysis of toy preference research. Archives of Sexual Behavior, 49(2), 373–394.
Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The “what” and “why” of goal pursuits: Human needs and the self-determination of behavior. Psychological Inquiry, 11(4), 227–268.
Gray, P. (2011). The decline of play and the rise of psychopathology in children and adolescents. American Journal of Play, 3(4), 443–463.
Lillard, A. S., Lerner, M. D., Hopkins, E. J., Dore, R. A., Smith, E. D., & Palmquist, C. M. (2013). The impact of pretend play on children’s development: A review of the evidence. Psychological Bulletin, 139(1), 1–34.
Mann, S., & Cadman, R. (2014). Does being bored make us more creative? Creativity Research Journal, 26(2), 165–173.
Pellegrini, A. D. (2009). The role of play in human development. Oxford University Press.
Rubin, K. H., Bukowski, W. M., & Parker, J. G. (2006). Peer interactions, relationships, and groups. In N. Eisenberg (Ed.), Handbook of child psychology (6th ed., Vol. 3, pp. 571–645). Wiley.
Sosa, A. V. (2016). Association of the type of toy used during play with the quantity and quality of parent-infant communication. JAMA Pediatrics, 170(2), 132–137.
Trawick-Smith, J., Russell, H., & Swaminathan, S. (2011). Measuring the effects of toys on the problem-solving, creative and social behaviours of preschool children. Early Child Development and Care, 181(7), 909–927.
Venker, C. E., & Johnson, J. R. (2022). Electronic toys decrease the quantity and lexical diversity of spoken language produced by children with autism spectrum disorder and age-matched children with typical development. Frontiers in Psychology, 13, 929589.
Vygotsky, L. S. (1978). Mind in society: The development of higher psychological processes. Harvard University Press.
Wood, D., Bruner, J. S., & Ross, G. (1976). The role of tutoring in problem solving. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 17(2), 89–100.
Wooldridge, M. B., & Shapka, J. D. (2012). Playing with technology: Mother–toddler interaction scores lower during play with electronic toys. Journal of Applied Developmental Psychology, 33(5), 211–219.
Yogman, M., Garner, A., Hutchinson, J., Hirsh-Pasek, K., & Golinkoff, R. M. (2018). The power of play: A pediatric role in enhancing development in young children. Pediatrics, 142(3), e20182058.
Musik: „Upbeat Motivational Acoustic Corporate“ von Music for Creators, Freemusicarchive.org
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24.03.2026
46 Minuten
Schuldgefühle gehören für viele Eltern zum Alltag. Das Gefühl, nicht genug zu sein, zu wenig Zeit zu haben oder den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, kennen die meisten – oft leise im Hintergrund, manchmal sehr präsent.
In dieser Folge schauen wir genauer hin: Woher kommen diese Schuldgefühle eigentlich? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Erwartungen und innere Vorstellungen davon, wie Elternschaft „sein sollte“? Und warum sind diese Maßstäbe oft kaum realistisch?
Wir sprechen darüber, welche Funktion Schuldgefühle eigentlich haben können – und warum sie uns manchmal helfen, unser Verhalten zu reflektieren und Dinge zu verändern, aber oft auch einfach nur belasten, ohne dass sich etwas verändert.
Es geht also nicht darum, Schuldgefühle komplett loszuwerden – sondern sie besser zu verstehen: Wann geben sie einen hilfreichen Hinweis auf eigene Werte? Und wann sind sie eher Ausdruck von überhöhten Erwartungen, die uns im Alltag im Weg stehen?
Eine Folge für alle Eltern, die sich manchmal fragen, ob sie genug sind – und die einen realistischeren und freundlicheren Umgang mit sich selbst finden möchten.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Aarntzen, L., Derks, D., van Steenbergen, E. F., & van der Lippe, T. (2023).
Work–family guilt: The role of gender, work hours, and gender role attitudes. Journal of Occupational Health Psychology, 28(1), 1–14. https://doi.org/10.1037/ocp0000328
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
In dieser Folge schauen wir genauer hin: Woher kommen diese Schuldgefühle eigentlich? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Erwartungen und innere Vorstellungen davon, wie Elternschaft „sein sollte“? Und warum sind diese Maßstäbe oft kaum realistisch?
Wir sprechen darüber, welche Funktion Schuldgefühle eigentlich haben können – und warum sie uns manchmal helfen, unser Verhalten zu reflektieren und Dinge zu verändern, aber oft auch einfach nur belasten, ohne dass sich etwas verändert.
Es geht also nicht darum, Schuldgefühle komplett loszuwerden – sondern sie besser zu verstehen: Wann geben sie einen hilfreichen Hinweis auf eigene Werte? Und wann sind sie eher Ausdruck von überhöhten Erwartungen, die uns im Alltag im Weg stehen?
Eine Folge für alle Eltern, die sich manchmal fragen, ob sie genug sind – und die einen realistischeren und freundlicheren Umgang mit sich selbst finden möchten.
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Quellen:
Aarntzen, L., Derks, D., van Steenbergen, E. F., & van der Lippe, T. (2023).
Work–family guilt: The role of gender, work hours, and gender role attitudes. Journal of Occupational Health Psychology, 28(1), 1–14. https://doi.org/10.1037/ocp0000328
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
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10.03.2026
43 Minuten
Digitale Medien gehören längst selbstverständlich zum Familienalltag – für Kinder genauso wie für uns Eltern. Trotzdem wird Medienkonsum oft sehr einseitig diskutiert: entweder als großes Problem oder als etwas völlig Harmloses.
In dieser Folge schauen wir differenziert auf das Thema. Wir sprechen darüber, welche Rolle Medien heute im Alltag von Familien spielen und welche Chancen sie bieten können: soziale Vernetzung, schnelle Information, praktische Unterstützung im Alltag oder auch einfach eine kurze Pause zwischendurch.
Gleichzeitig geht es darum, wo Risiken entstehen können. Zum Beispiel dann, wenn das Handy unsere Aufmerksamkeit so stark bindet, dass wir zwar neben unserem Kind sitzen, aber gedanklich ganz woanders sind. Oder wenn Medien im Alltag immer mehr Raum einnehmen – Raum, der sonst für andere wichtige Erfahrungen in der kindlichen Entwicklung da wäre: spielen, sich langweilen, Dinge ausprobieren, miteinander sprechen.
Dabei schauen wir nicht nur auf Kinder, sondern auch auf unseren eigenen Medienkonsum als Eltern und darauf, wie sehr unser Umgang mit digitalen Geräten den Familienalltag prägt.
Eine Folge für alle, die Medien nicht verteufeln wollen – aber verstehen möchten, wie ein bewusster und entwicklungsorientierter Umgang im Familienalltag aussehen kann.
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Quellen:
Adelantado Renau, L., Reilly, S., & Gregory, T. (2024). Association between screen media use and academic performance among children and adolescents: A systematic review and meta-analysis. JAMA Pediatrics, 178(5), 434–445. https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2023.6790
Brushe, M. E., Haag, D. G., Melhuish, E. C., Reilly, S., & Gregory, T. (2024). Screen time and parent-child talk when children are aged 12 to 36 months. JAMA Pediatrics, 178(4), 369–375. https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2023.6790
Konca, A. S., Baltaci, O., & Akbulut, Ö. F. (2025). Problematic screen use in parents and children: Predictor of parent-child relationship quality. Early Childhood Education Journal, 53(7), 1097–1108. https://doi.org/10.1007/s10643-025-01968-x
Li, X., et al. (2026). The chain mediating role of parent–child attachment and self-control in the relationship between parental phubbing and preschoolers’ excessive electronic media use. Frontiers in Psychology.
Linder, L. K., & Colleagues. (2022). The impact of parent and child media use on early parent–infant attachment. Infant Mental Health Journal, 43(6), 1206–1225.
McDaniel, B. T., & Radesky, J. S. (2018). Technoference: Parent distraction with technology and associations with child behavior problems. Child Development, 89(1), 100–109. https://doi.org/10.1111/cdev.12822
Mikić, A., Bergmann, S., Perejoan Martí, G., & Klein, A. M. (2025). “Just a second, mommy’s here”: The impact of mothers’ smartphone use on children’s affect regulation and the quality of mother–child interactions. Frontiers in Psychology, 16, Article 1596219. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2025.1596219
Shamam, D., Dimitrova, N., et al. (2024). Effects of digital and non-digital parental distraction on parent-child interaction and communication. Frontiers in Child and Adolescent Psychiatry, 12, Article 1330331. https://doi.org/10.3389/frcha.2024.1330331
Vasconcellos, R. P., et al. (2025). Electronic screen use and children’s socioemotional and behavioral outcomes: A meta-analysis. Psychological Bulletin.
fragFINN. (n.d.). https://www.fragfinn.de
klicksafe. (n.d.). https://www.klicksafe.de
SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht. (n.d.). https://www.schau-hin.info/service/medienkurse-fuer-eltern
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
In dieser Folge schauen wir differenziert auf das Thema. Wir sprechen darüber, welche Rolle Medien heute im Alltag von Familien spielen und welche Chancen sie bieten können: soziale Vernetzung, schnelle Information, praktische Unterstützung im Alltag oder auch einfach eine kurze Pause zwischendurch.
Gleichzeitig geht es darum, wo Risiken entstehen können. Zum Beispiel dann, wenn das Handy unsere Aufmerksamkeit so stark bindet, dass wir zwar neben unserem Kind sitzen, aber gedanklich ganz woanders sind. Oder wenn Medien im Alltag immer mehr Raum einnehmen – Raum, der sonst für andere wichtige Erfahrungen in der kindlichen Entwicklung da wäre: spielen, sich langweilen, Dinge ausprobieren, miteinander sprechen.
Dabei schauen wir nicht nur auf Kinder, sondern auch auf unseren eigenen Medienkonsum als Eltern und darauf, wie sehr unser Umgang mit digitalen Geräten den Familienalltag prägt.
Eine Folge für alle, die Medien nicht verteufeln wollen – aber verstehen möchten, wie ein bewusster und entwicklungsorientierter Umgang im Familienalltag aussehen kann.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an podcast@juni-therapie.de
Quellen:
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Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
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Über diesen Podcast
Mitten im wilden Familienleben sprechen wir – zwei Mamas, Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Wissenschaftlerinnen –
über Bedürfnisorientierung, Mental Load, Schlaf, Kitaeingewöhnung
& Co. Wir kombinieren Forschung, Alltag und Erfahrungen aus der
Praxis. Für Eltern, die sich Wissen, neue Perspektiven und Ideen
wünschen, wie Veränderung gelingen kann.
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