Podcaster
Episoden
10.02.2026
45 Minuten
Was ist eigentlich ein Trauma bei Kindern – und was gehört noch
zu normalem Stress und Entwicklung? Viele Eltern fragen sich, ob
Weinen, starke Gefühle oder das Setzen von Grenzen ihr Kind
bereits überfordern können. In dieser Folge sprechen wir darüber,
was Trauma wirklich bedeutet, warum nicht jede belastende
Erfahrung traumatisiert und weshalb Kinder oft widerstandsfähiger
sind, als wir vermuten.
Wir erklären, was Resilienz bei Kindern ist, wie sie sich
entwickelt und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Dabei
geht es auch um Unterschiede zwischen Kindern: Warum reagieren
manche sensibler als andere, wie wirken Temperament und Umwelt
zusammen und was hat das Konzept der Differential Susceptibility
damit zu tun. Außerdem schauen wir darauf, ob belastende
Erfahrungen zwangsläufig zu psychischen Auffälligkeiten führen –
und welche Rolle der Umgang mit Stress und die Möglichkeit,
Stressbewältigung zu lernen, für die Entwicklung von Resilienz
spielen.
Eine Folge für alle Eltern, die verstehen möchten, wie sie ihre
Kinder durch herausfordernde Zeiten begleiten können – mit mehr
Sicherheit, Gelassenheit und Vertrauen in Entwicklungsprozesse.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreib uns an
podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Alisic, E., Zalta, A. K., van Wesel, F., Larsen, S. E., Hafstad,
G. S., Hassanpour, K., & Smid, G. E. (2014). Rates of
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204(5), 335–340. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.113.131227
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Belsky, J., Zhang, X., & Sayler, K. (2021). Differential
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Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie (ChilTrauma) &
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
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Harvard Center on the Developing Child. (2015). A guide to
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https://doi.org/10.1111/jcpp.12566
Kessler, R. C., McLaughlin, K. A., Green, J. G., Gruber, M. J.,
Sampson, N. A., Zaslavsky, A. M., … Williams, D. R. (2010).
Childhood adversities and adult psychopathology in the WHO World
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Masten, A. S., & Barnes, A. J. (2018). Resilience in
children: Developmental perspectives. Children, 5(7), 98.
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Schneider, S., Unnewehr, S., & Margraf, J. (2009).
Kinder-DIPS: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen
im Kindes- und Jugendalter. Springer.
van IJzendoorn, M. H., Bakermans-Kranenburg, M. J., Mesman, J.,
Alink, L. R. A., & Juffer, F. (2008). Experimental evidence
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polymorphism moderates intervention effects on toddlers’
externalizing behavior in a randomized controlled trial.
Developmental Psychology, 44(1), 293–300.
https://doi.org/10.1037/0012-1649.44.1.293
Musik: „Upbeat Motivational Acoustic Corporate“ von Music for
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27.01.2026
56 Minuten
Konsequenzen werden in der bedürfnisorientierten Community oft
kontrovers diskutiert – häufig aus der Sorge heraus, der Bindung
zu schaden oder in Machtmissbrauch und adultistische Muster zu
geraten. In dieser Folge schauen wir differenziert hin: Welche
Arten von Konsequenzen gibt es, wie beeinflussen sie das
Verhalten von Kindern und was sagt die Forschung dazu? Wir
sprechen darüber, warum es wichtig ist, eigene Prägungen zu
reflektieren – und darüber, wie das Pendel stellenweise so weit
in die andere Richtung geschwungen ist, dass aus Unsicherheit auf
klare Grenzen verzichtet wird. Anhand konkreter Alltagsbeispiele
zeigen wir, wie Grenzen und Konsequenzen klar, fair und
bindungsorientiert gesetzt und gehalten werden können – ohne
Beziehung, Vertrauen oder Sicherheit zu gefährden.
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podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Bowlby, J. (1988). A secure base: Parent–child
attachment and healthy human development. Basic Books.
Dreikurs, R., & Gray, L. (1993). Logical
consequences: A new approach to discipline. Penguin Books.
Eyberg, S. M., Nelson, M. M., & Boggs, S. R.
(2008). Evidence-based psychosocial treatments for children and
adolescents with disruptive behavior. Journal of Clinical Child
& Adolescent Psychology, 37(1), 215–237.
https://doi.org/10.1080/15374410701817998
Ferster, C. B., & Skinner, B. F. (1957).
Schedules of reinforcement. Appleton-Century-Crofts.
Graf, D. (2014, August 12). Erpressung, logische
und natürliche Konsequenzen: Liebevoll konsequente Erziehung mit
natürlichen Konsequenzen – die „Wenn-dann-Falle“. Das
gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den
Wahnsinn.
https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/08/erpressung-logische-und-natuerliche-konsequenzen-liebevoll-konsequente-erziehung-mit-natuerlichen-konsequenzen-die-wenn-dann-falle.html
Hofmann, S. G., Asnaani, A., Vonk, I. J. J., Sawyer, A.
T., & Fang, A. (2012). The efficacy of cognitive
behavioral therapy: A review of meta-analyses. Cognitive Therapy
and Research, 36(5), 427–440.
https://doi.org/10.1007/s10608-012-9476-1
Skinner, B. F. (1953). Science and human
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Skinner, B. F. (1968). The technology of
teaching. Appleton-Century-Crofts.
Wiggers, M., & Paas, F. (2022). Harsh
physical discipline and externalizing behaviors in children: A
systematic review. International Journal of Environmental
Research and Public Health, 19, 14385.
https://doi.org/10.3390/ijerph192114385
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13.01.2026
47 Minuten
Teilen gehört zu den klassischen Konfliktthemen im Familienalltag
– und sorgt bei Eltern oft für Unsicherheit.
Muss mein Kind das in diesem Alter schon können? Ist Nicht-Teilen
ein Erziehungsproblem oder einfach Entwicklung?
In dieser Folge von Wilde Zeiten – zwei Therapeutinnen
über das Elternsein sprechen wir darüber,
was Teilen aus entwicklungspsychologischer Sicht bedeutet
ab wann Kinder dazu überhaupt in der Lage sind
und wo elterliche Erwartungen manchmal schneller sind als die
kindliche Reife
Denn ob Teilen gelingt, entscheidet sich nicht nur am Geburtstag
eines Kindes, sondern auch an Beziehung, Temperament und daran,
wie sicher und versorgt sich ein Kind gerade fühlt.
Und natürlich geht es auch um die Frage:
Was können Eltern tun, um Teilen zu unterstützen – und wann ist
weniger Tun vielleicht mehr?
Eine Folge für mehr Verständnis, realistische Erwartungen und
etwas mehr Gelassenheit im Familienalltag.
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podcast@juni-therapie.de
Quellen:
Brownell, C. A., Iesue, S. S., Nichols, S. R., &
Svetlova, M. (2013).Mine or yours? Development of
sharing in toddlers in relation to ownership understanding. Child
Development, 84(3), 906–920. https://doi.org/10.1111/cdev.12009
Katerkamp, A., & Horn, L.
(2025).Preschoolers' prosocial behavior in groups:
Testing effects of dominance, popularity, and friendship.
Frontiers in Psychology, 16, Article 1478493.
https://doi.org/10.3389/fpsyg.2025.1478493
Tomasello, M. (2019).
Becoming human: A theory of ontogeny. Harvard University Press.
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30.12.2025
57 Minuten
Die Kita-Eingewöhnung ist für Kinder und Eltern eine große
Umstellung.
In dieser Folge sprechen wir darüber, woran ihr eine gelungene
Eingewöhnung erkennt, was in dieser Zeit ganz normal ist – und
wann es sinnvoll ist, genauer hinzuschauen.
Wir schauen auf:
typische Zeichen einer gelungenen Eingewöhnung
mögliche Hinweise auf größere Schwierigkeiten
emotionale Höhen und Tiefen, die dazugehören
verschiedene Eingewöhnungsmodelle
was Eltern konkret tun können, um ihr Kind in dieser Zeit gut
zu unterstützen
Eine Folge für alle, die sich zwischen Abschiedstränen, Vertrauen
und Neubeginn Orientierung wünschen.
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Quellen:
Ahnert, L., Lamb, M. E., & Seltenheim, K. (2000). Infant–care
provider attachments in contrasting child care settings: Group
care and family day care. Child Development, 71(4), 956–971.
https://doi.org/10.1111/1467-8624.00201
Ahnert, L., Piskernik, B., Simoni, H., & Seifer, R. (2024).
Infants’ stress responses and protest behaviors at childcare
entry and the role of care providers. Developmental
Psychobiology, 66(7), Article e22156.
https://doi.org/10.1002/dev.22156
Braukhane, K., & Knobeloch, J. (2011). Das Berliner
Eingewöhnungsmodell – Theoretische Grundlagen und praktische
Umsetzung. KiTa Fachtexte. Abgerufen von
https://www.kita-fachtexte.de
Fink, K. (2022). Die Eingewöhnung in der Peer – Das Tübinger
Modell. KiTa Fachtexte. Abgerufen von
https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/220327_KitaFachtexte_Fink_02.pdf
Münchener Eingewöhnungsmodell. (o. J.). In Wikipedia. Abgerufen
von
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchener_Eingew%C3%B6hnungsmodell
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16.12.2025
50 Minuten
In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Überlegungen
Familien bei der Entscheidung für eine Fremdbetreuung
unterstützen können und welche Rolle der Zeitpunkt dabei spielt.
Wir klären, welche Vorteile gute Betreuung für Kinder und Eltern
mit sich bringt und welche möglichen Herausforderungen es gibt.
Außerdem gehen wir der Frage nach, ob Fremdbetreuung die Bindung
beeinträchtigt – und was die Forschung dazu tatsächlich zeigt.
Zum Schluss teilen wir die wichtigsten Qualitätsmerkmale, an
denen Eltern eine wirklich gute Betreuung erkennen können.
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Quellen
Bakermans-Kranenburg, M. J., van IJzendoorn, M. H., & Juffer,
F. (2003). Less is more: Meta-analyses of sensitivity and
attachment interventions in early childhood. Psychological
Bulletin, 129(2), 195–215.
https://doi.org/10.1037/0033-2909.129.2.195
Barschkett, M. (2022). Age-specific effects of early daycare on
children’s health (Discussion Paper No. 2028). Deutsches Institut
für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
Bowlby, J. (1969). Attachment and loss: Vol. 1. Attachment. Basic
Books.
Camilli, G., Vargas, S., Ryan, S., & Barnett, W. S. (2010).
Meta-analysis of the effects of early education interventions on
cognitive and social development. Teachers College Record,
112(3), 579–620.
Li, W., Farkas, G., Duncan, G. J., Burchinal, M. R., &
Vandell, D. L. (2013). Timing of high-quality child care and
cognitive, language, and preacademic development. Developmental
Psychology, 49(8), 1440–1451.
Melhuish, E. (2025). Effekte des Kita-Besuchs auf die kindliche
Entwicklung. Deutsches Jugendinstitut (DJI).
https://www.dji.de/icec/Interviews/Effekte%20des%20Kita-Besuchs_Melhuish_final.pdf.
National Institute of Child Health and Human Development. (2006).
The NICHD Study of Early Child Care and Youth Development:
Findings for children up to age 4½ years (Publication No.
05-4318). U.S. Government Printing Office.
Nystad, K., Drugli, M. B., Lydersen, S., Tveit, H. H., Lekhal,
R., & Buøen, E. S. (2024). Toddlers’ cortisol levels in
childcare and at home. Early Education and Development, 62(1),
62–79.
Ortelbach, N., Gerlach, J., Bovenschen, I., Peter, C., Liel, C.,
& Scheithauer, H. (2023). Interaction of family risk and
child care as well as early child care providers' characteristics
on toddlers' social-emotional problems: Relevance for promoting
resilience in kindergarten. Psychologie in Erziehung und
Unterricht, 70(1), 35–46.
https://doi.org/10.2378/peu2023.art04d
Ouellet-Morin, I., Tremblay, R. E., Boivin, M., Meaney, M. J.,
Kramer, M., & Côté, S. M. (2009). Diurnal cortisol secretion
at home and in child care: A prospective study of 2-year-old
toddlers. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 51(3),
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UNICEF Office of Research – Innocenti. (2025). Innocenti report
card 19: Child well-being in an unpredictable world. UNICEF
Office of Research – Innocenti.
Zhou, Y., Wengler, A., & Doblhammer, G. (2023). Association
between the starting age of non-parental Early Childhood
Education and Care (ECEC) and psychosocial problems in
adolescence in West and East Germany: A natural experiment using
data from the German Health Interview and Examination Survey for
Children and Adolescents (KiGGS). BMC Psychology, 11, 403.
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Über diesen Podcast
Mitten im wilden Familienleben sprechen wir – zwei Mamas, Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Wissenschaftlerinnen –
über Bedürfnisorientierung, Mental Load, Schlaf, Kitaeingewöhnung
& Co. Wir kombinieren Forschung, Alltag und Erfahrungen aus der
Praxis. Für Eltern, die sich Wissen, neue Perspektiven und Ideen
wünschen, wie Veränderung gelingen kann.
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