Episoden

Single. Kinderlos. Komplett. Über Lebensmodelle, die anecken
05.02.2026
37 Minuten
Single, kinderlos – und trotzdem komplett. In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele betrifft – und über das gleichzeitig viel zu oft zu laut, zu schnell und zu wertend gesprochen wird: Lebensmodelle, die nicht ins gesellschaftliche Drehbuch passen. Der Einstieg ist direkt eine dieser Fragen, die so entlarvend sind, dass sie sitzen bleibt: „Wann wurdest du das letzte Mal gefragt, warum du einen Mann hast und Kinder?“ Spoiler: Fast nie. Umgekehrt? Passiert ständig. Und genau da steigen wir ein: in diese stillen Erwartungen, in klassische Rollenbilder, in den Druck, sich zu erklären – und in die Unsicherheit, die entsteht, wenn man das Gefühl hat, man müsse sich rechtfertigen, nur weil man anders lebt. Wir sprechen offen darüber, warum Petra in Vorstellungsrunden nicht automatisch sagt „verheiratet, zwei Kinder“ – nicht, weil sie’s versteckt, sondern weil sie sich nicht darüber definiert. Und Tine teilt die andere Seite: Wie es ist, in Runden mitzuschwingen, über Kinder und Familie mitreden zu können – und dann bei der Frage „Wie viele Kinder hast du?“ ein „keins“ zu sagen und in erstaunte Gesichter zu blicken. Ein wichtiger Teil dieser Folge: Kinderlosigkeit hat viele Gesichter. Es gibt Menschen, die bewusst keine Kinder haben. Und es gibt Menschen, die ungewollt kinderlos sind – und bei denen eine scheinbar „harmlose“ Frage mitten ins Herz treffen kann. Wir sprechen darüber, warum solche Fragen im falschen Rahmen grenzüberschreitend sind (ja, sogar im Bewerbungsgespräch!) und wie man klar kommuniziert: Stopp. Das ist zu privat. Außerdem nehmen wir Mythen auseinander, die sich hartnäckig halten: „Du hast doch keine Kinder, du hast doch Zeit!“ „Ohne Mann und Kind bist du weniger…“ „Kinder brauchen zwingend Vater + Mutter“ (und was stattdessen wirklich zählt) Und wir landen bei der Frage: Was bräuchten wir gesellschaftlich mehr – Toleranz oder Ehrlichkeit? Unsere Antwort ist überraschend einfach und gleichzeitig maximal herausfordernd: Mehr Liebe. Weniger Wertung. Denn oft scheitern nicht Lebensmodelle – sondern Menschen an Erwartungen, fehlenden Gesprächen, fehlender Offenheit. Zum Schluss gibt’s noch eine Story, die gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken ist: Ein fünfjähriger Junge, der unbedingt eine „Fußballmannschaft zu Hause“ wollte – und Tine kurzerhand einen „Opa-Vorschlag“ bekam, damit das Projekt „ganz viele Kinder“ doch noch klappt. Kindermund trifft Gesellschaftsnorm – und zeigt, wie früh diese Bilder schon wirken. Diese Folge ist für dich, wenn du… dich schon mal erklären musstest, obwohl du nichts „falsch“ gemacht hast Single bist, kinderlos (bewusst oder ungewollt) – oder einfach anders lebst in klassischen Familienmodellen lebst, aber merkst: „Ich bin mehr als dieses Etikett“ lernen willst, wie man Grenzen setzt, ohne hart zu werden Lust hast, Wertungen zu entknoten – bei dir und im Außen Mini-Impulsfrage zum Mitnehmen: Wann wurdest du zuletzt bewertet – und was würdest du heute gern erwidern, klar und freundlich? Hinweis: In dieser Folge sprechen wir u. a. über (un)gewollte Kinderlosigkeit und sensible Fragen im Umfeld. Hör gut auf dich. Wenn dir die Folge gefällt: Folgen, bewerten (️️️️️ hilft enorm) und gern teilen mit jemandem, der/die das gerade hören sollte.   Chaotische Konfettigrüße von Petra und Tine  
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Betriebssystem Familie -zwischen Brotbox, Business und Bedürfnissen
29.01.2026
35 Minuten
Betriebssystem Familie - Wie kann ich Brotbox, Business, und meine eigenen Bedürfnisse so jonglieren, ohne mich dabei selbst zu verlieren? In dieser Folge von Chaos & Konfetti sprechen wir über ein Gefühl, das in vielen Familien ständig mitläuft: „Ich kann nicht mehr. Ich bin müde. Es ist alles zu viel.“ Und die wichtige Unterscheidung dahinter: Oft fehlt nicht Liebe – sondern Struktur, Ordnung und ein echtes Commitment im Familiensystem. Tine bringt ihre Erfahrung aus vielen Familien mit (Küchentisch-Gespräche inklusive) und Petra packt ein Paradebeispiel aus dem echten Leben dazu, das das Spannungsfeld zwischen liebevoller Fürsorge und eigenen Bedürfnissen beschreibt. Die Folge daraus ist ein Gefühl der Zerrissenheit, weil ihr eigener Plan (Laufen, Termine, To-dos) kippt. Der zentrale Punkt: Du darfst die richtige Entscheidung treffen – und sie trotzdem blöd finden. Gefühle haben Berechtigung. Und: Dein Kind ist nicht verantwortlich für deine Entscheidung. Gemeinsam schauen wir nicht auf „noch bessere Organisation“ und noch mehr Listen, sondern auf das Familiensystem als Betriebssystem – mit mehreren Ebenen, die ineinandergreifen: Ich-Ebene: die eigenen Bedürfnisse und Gefühle, das Streben nach Sicherheit, Nähe und gleichzeitig Freiheit. Logistik-Ebene: Termine, Haushalt, Schule, Fahrdienste, Geburtstage, Klamotten, usw. Werte-/Selbstbild-Ebene: Das eigene Wertesystem und das eigene Selbstbild: „Wann bin ich eine gute Mutter?“, „Wie sieht eine gute Beziehung aus?“, „Wie fülle ich meine Verantwortung aus und wann bin ich eigentlich ein gutes Vorbild?“ Wir beschreiben aus unserer beruflichen und auch aus unserer eigenen Erfahrung, was konkret dabei helfen kann, bei sich zu bleiben, ohne dabei das Familiensystem jedes Mal zu sprengen: Kinder früh einbeziehen (Spülmaschine ausräumen, Socken-Memory) entlastet langfristig Feste Routinen statt Mental-Load-Nachfragen („Dienstag Müll“ statt „Kannst du bitte…?“) 10-Minuten-Kaffee-Reset am Tag: kurz raus, kurz checken, kurz atmen Familienrat: Was läuft gut? Was nicht? Was ändern wir? – aufschreiben & unterschreiben (und ja: auch Eltern dürfen Konsequenzen haben) Ampel-System (grün/gelb/rot) als gemeinsame Sprache für Überforderung: „Bist du gerade rot?“ Ferien-Gamechanger: Wünsche aufteilen in (1) nur für mich, (2) für uns als Familie, (3) mit 1–2 anderen + ein nicht verhandelbares Zeitfenster (z. B. ein Abend frei). Zum Schluss wird’s herrlich praktisch: Petra teilt, wie sie das „Zerrissen“-Gefühl morgens mit einem klaren Commitment löst. Der Kernsatz rund um dieses Thema ist für uns: Liebe ist, wenn wirklich alle immer mitgezählt und berücksichtigt werden. Unser Konfetti der Woche: „Ich bleibe bei mir – und wir finden einen Weg, der das System nicht sprengt.“ Welche Rolle oder welcher „Ball“ ist bei dir gerade zu viel – und welcher darf (endlich) runter? Schreib’s uns in die Kommentare. Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine
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Bindungsangst als Sicherheitsproblem: Warum Vertrauen und Nähe sich gefährlich anfühlen kann
22.01.2026
34 Minuten
Heute wird’s ein bisschen tiefer. Und gleichzeitig alltagstauglich. Wir sprechen über Bindungsangst als Sicherheitsproblem – nicht als „kaltes Herz“, nicht als Charakterfehler und schon gar nicht als Stempel. Sondern als etwas, das oft aus einem Nervensystem kommt, das Nähe nicht automatisch als sicher einsortiert. Und dann passiert etwas Verrücktes: Du willst Verbindung – aber dein System will Schutz. Und das sieht von außen manchmal aus wie Unabhängigkeit, Coolness oder „Ich brauch halt meinen Freiraum“. Aber innen fühlt es sich eher an wie ALARM! Petra bringt ein starkes Bild mit: Seenotrettung. Dunkler Ozean, Wellen, Kälte – und dann fliegt dir ein Seil oder Rettungsring zu. Und selbst wenn es Rettung ist… es kann sich sperrig anfühlen, wehtun, fremd sein. Genau so kann sich Nähe anfühlen, wenn Sicherheit fehlt. Darüber sprechen wir u. a.: warum Bindungsangst oft nicht nur Partnerschaft betrifft (sondern auch Freundschaften, Eltern-Kind, Arbeit, Führung) wie Bindungsangst sich tarnt: Kontrolle, Witze in tiefen Momenten, „Ich bin freiheitsliebend“ (Spoiler: manchmal ist es Angst im Freiheitskostüm) warum Nähe sich bedrohlich anfühlt: Verletzlichkeit, Erwartungen, Abhängigkeit, „nicht mehr entfliehen können“ wie der Körper oft schneller ist als der Kopf: Shutdown, Rückzug, „keine Lust auf Nähe“, bevor du’s erklären kannst der zweite Blick: nicht nur „bindungsängstliche Menschen“, sondern auch die, die ständig retten wollen (und irgendwann sind die Rettungsringe aufgebraucht) Bindungsangst im Team- & Führungskontext: Kontrolle statt Vertrauen, Nachhaken, Absichern, Verantwortung schieben – und wie man damit als Führungskraft umgehen kann, ohne Therapeutin zu spielen 3 Fragen, die wir dir am Ende mitgeben: Wo in meinem Leben halte ich Kontrolle, obwohl ich mir Nähe wünsche?Was befürchte ich wirklich, wenn ich mich auf jemanden einlasse?Was würde sich verändern, wenn Sicherheit in mir beginnt – und nicht im Außen? Und weil es uns wichtig ist: Wir lassen in dieser Folge bewusst die gesichtleserische Perspektive weg, weil wir keine „Merkmale“ mit Bindungsfähigkeit verknüpfen wollen. Bindung ist komplex. Und vor allem ist sie eins, nämlich menschlich. Wenn du dich (oder jemand anderen) hier wiedererkennst: Schau liebevoll hin. Bindungsangst ist oft ein Schutzanzug, der mal geholfen hat – und heute zu eng geworden ist. Nähe braucht kein Tempo. Nähe braucht Sicherheit. Wenn dir die Folge hilft: Schick sie einer Person, die gerade viel „im Ozean“ ist, oder kommentiere: Wo kennst du eher Kontrolle – und wo wünschst du dir Nähe? Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine Therapie. Wenn dich das Thema stark belastet, hol dir bitte professionelle Unterstützung.  
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Grenzen setzen: Wenn Selbstfürsorge zur Herausforderung wird
15.01.2026
37 Minuten
In dieser Folge starten wir direkt mitten rein: Wann wird Selbstfürsorge eigentlich zu (ungesundem) Egoismus – und wer entscheidet das? Spoiler: Es geht nicht um „entweder nett oder hart“, sondern um diese wackelige, aber lernbare goldene Mitte zwischen People-Pleasing und „Friss oder stirb“. Wir sprechen darüber, warum Grenzen so oft erst dann kommen, wenn es schon längst zu viel war – und wie aus „Ich halte alles aus“ plötzlich eine Explosion wird. Warum das für das Gegenüber wie ein kompletter Persönlichkeitswechsel wirkt. Und warum Grenzen dann schnell wie eine Mauer wirken, obwohl sie eigentlich eine Tür sein sollen: ehrlich, verbindend, klar. Das erwartet dich in der Folge: Selbstfürsorge vs. Egoismus: Woran merkt man, dass es kippt? (Stichwort: Empathie geht verloren) People-Pleaser-Mechanik: lange schlucken, lange lächeln – und dann knallt’s Warum Rückzug so häufig ist: Gerade im Job, wenn plötzlich Aufgaben nicht mehr „mit übernommen“ werden Grenzen kommunizieren, ohne zu verletzen: nicht poltern – eher „Schlüssel ins Schloss“, damit das Gegenüber überhaupt mitkommen kann Selbstreflexion auf beiden Seiten: Wenn du Grenzen setzt: Was ist mein Bedürfnis dahinter? Ist es Grenze oder Bestrafung? Wenn dir jemand eine Grenze setzt: Fühle ich mich abgelehnt? Oder stolpere ich gerade wirklich über Grenzen? Ressourcen, Werte, Energie: Grenzen sind nicht nur Zeit und Aufgaben – sondern auch emotionale Kapazität und innere Werte Praxisbeispiele aus dem Alltag: Arbeitsverteilung, Mental Load, Beziehungen, Freundschaften, Familienleben Eltern-/Erziehungskontext: Grenze vs. Strafe – und warum Ankündigung & Kontext den Unterschied machen Gesichtslesen-Perspektive: Was Kinn, Kiefer und besonders die Ohren über Harmoniebedürfnis, Individualismus und Grenzverhalten andeuten können Am Ende bleibt eine sehr klare Essenz: Grenzen setzen ist nicht „einmal mutig sein“ – es ist Training. Und ja: Man tritt manchmal daneben. Aber genau dadurch wird’s besser. Konfetti der Woche (Mission): Setze eine Mikro-Grenze, die du sonst runtergeschluckt hättest – freundlich, klar, ohne Elefant im Porzellanladen zu sein. Chaotische Konfetti-Grüße Petra & Tine
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Führen, beraten oder coachen? - Wie du deine Rollen klar hältst und nicht ungefragt coachst
08.01.2026
37 Minuten
Rollenkonflikte. Wer spricht da gerade eigentlich? Die Führungskraft? Der Coach? Die Beraterin? Die Freundin? Die Partnerin? Und noch wichtiger: Gibt es überhaupt einen Auftrag – oder gebe ich ihn mir ungefragt und heimlich selbst? Auslöser der Folge ist ein Satz, der in Teams und Führungsetagen häufig fällt: „Ich coache mein Team.“ Und ja – da geht bei uns direkt die innere Warnlampe an. Nicht, weil das böse gemeint ist. Oft steckt Fürsorge dahinter. Aber weil in diesem Satz schnell alles in einem Topf landet: Führen, Entscheiden, Bewerten, Verantwortung tragen – und gleichzeitig „coachen“. Und genau da wird’s heikel: Machtgefälle + fehlender Rahmen + kein klarer Auftrag können dazu führen, dass Menschen sich öffnen und später denken: „Mist… das fällt mir irgendwann auf die Füße.“ Wir sortieren gemeinsam: Was ist Coaching – und was ist es nicht? Coaching heißt für uns: ein bewusster, klar vereinbarter Prozess mit einem definierten Rahmen. Der Coach hält sich zurück, stellt Fragen, spiegelt, schafft Raum – damit die andere Person ihre eigene Lösung findet. Beratung darf (manchmal!) sinnvoll sein, wenn Expertise gefragt ist – aber dann muss es benannt sein. Und Ratgeber-Modus? Der klingt eher nach „Ich an deiner Stelle würde…“. Kann helfen – ist aber eben nicht Coaching. Wir sprechen auch über Grenzen im Privaten: Warum wir Menschen aus dem engen Umfeld nicht „mal eben tief“ coachen oder lesen würden – und warum „nebenbei coachen“ oft schiefgeht. Denn unterschwellig zu coachen, ohne dass dein Gegenüber das will, ist kein Geschenk – das ist Vertrauensmissbrauch. Ein weiteres Herzstück: Führung vs. Coaching. Führung bedeutet: Rahmen setzen, Entscheidungen treffen, Prioritäten klären, Orientierung geben – auch wenn’s unbequem ist. Coaching bedeutet: Verantwortung beim Gegenüber lassen. Beides ist wertvoll. Und beides wird richtig stark, wenn du klar trennen kannst, wann du welche Rolle einnimmst. Zum Schluss geben wir dir einen kleinen Coaching-Quickie mit, damit du dich in Situationen sofort sortieren kannst: Was wird gerade wirklich von mir gebraucht? (Entscheidung, Rat, Expertise, Raum zum Auskotzen?)In welcher Rolle bin ich gerade?Gibt es einen klaren Auftrag?Wenn nicht: Stop. Nachfragen. Rahmen klären. Wenn du dich beim Zuhören ertappt fühlst: Kein Urteil – eher eine Einladung. Rollen zu trennen heißt nicht, weniger zu helfen. Es heißt: ehrlicher, klarer und sicherer für alle. Teile die Folge gern mit jemandem, der gerade „Chefcoach-Feuerwehr-Rettungsdienst“ in einer Person ist. Feedback lieben wir – schreib uns! Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine
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Über diesen Podcast

Herzlich Willkommen bei Chaos & Konfetti, dem kleinen Realitätscheck für Zwischendurch.  Wir sind Tine und Petra – zwei Frauen, die Coaching-Wissen, Face Reading, (Selbst-)Führungsthemen und ehrliche Lebenserfahrungen mit Humor und Herz verbinden. Jede Woche gibt es eine Folge mit Tiefgang, aber Leichtigkeit: inspirierende Zitate, praxisnahe Tools, ehrliche Gedanken und Geschichten, die berühren – manchmal laut, manchmal leise. Wir sprechen über innere Stärke, Selbstreflexion, Kommunikation und das kleine große Chaos des Alltags, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit echtem Mehrwert. Ein Podcast für Menschen, die wachsen, lachen und sich selbst ein Stückchen besser verstehen wollen – mitten im Leben, zwischen Chaos & Konfetti.

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