Führen, beraten oder coachen? - Wie du deine Rollen klar hältst und nicht ungefragt coachst

Führen, beraten oder coachen? - Wie du deine Rollen klar hältst und nicht ungefragt coachst

37 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Rollenkonflikte. Wer spricht da gerade eigentlich? Die
Führungskraft? Der Coach? Die Beraterin? Die Freundin? Die
Partnerin? Und noch wichtiger: Gibt es überhaupt einen Auftrag
– oder gebe ich ihn mir ungefragt und heimlich selbst?


Auslöser der Folge ist ein Satz, der in Teams und Führungsetagen
häufig fällt: „Ich coache mein Team.“ Und ja – da geht bei
uns direkt die innere Warnlampe an. Nicht, weil das böse gemeint
ist. Oft steckt Fürsorge dahinter. Aber weil in diesem Satz
schnell alles in einem Topf landet: Führen, Entscheiden,
Bewerten, Verantwortung tragen – und gleichzeitig „coachen“.
Und genau da wird’s heikel: Machtgefälle + fehlender Rahmen +
kein klarer Auftrag können dazu führen, dass Menschen sich
öffnen und später denken: „Mist… das fällt mir irgendwann auf die
Füße.“


Wir sortieren gemeinsam: Was ist Coaching – und was ist es
nicht? Coaching heißt für uns: ein bewusster, klar
vereinbarter Prozess mit einem definierten Rahmen. Der Coach
hält sich zurück, stellt Fragen, spiegelt, schafft Raum – damit
die andere Person ihre eigene Lösung findet. Beratung darf
(manchmal!) sinnvoll sein, wenn Expertise gefragt ist – aber dann
muss es benannt sein. Und Ratgeber-Modus? Der klingt eher
nach „Ich an deiner Stelle würde…“. Kann helfen – ist aber eben
nicht Coaching.


Wir sprechen auch über Grenzen im Privaten: Warum wir Menschen
aus dem engen Umfeld nicht „mal eben tief“ coachen oder lesen
würden – und warum „nebenbei coachen“ oft schiefgeht. Denn
unterschwellig zu coachen, ohne dass dein Gegenüber das will, ist
kein Geschenk – das ist Vertrauensmissbrauch.


Ein weiteres Herzstück: Führung vs. Coaching. Führung
bedeutet: Rahmen setzen, Entscheidungen treffen, Prioritäten
klären, Orientierung geben – auch wenn’s unbequem ist. Coaching
bedeutet: Verantwortung beim Gegenüber lassen. Beides ist
wertvoll. Und beides wird richtig stark, wenn du klar trennen
kannst, wann du welche Rolle einnimmst.


Zum Schluss geben wir dir einen kleinen Coaching-Quickie
mit, damit du dich in Situationen sofort sortieren kannst:
Was wird gerade wirklich von mir gebraucht?
(Entscheidung, Rat, Expertise, Raum zum Auskotzen?)In welcher
Rolle bin ich gerade?Gibt es einen klaren Auftrag?Wenn
nicht: Stop. Nachfragen. Rahmen klären.

Wenn du dich beim Zuhören ertappt fühlst: Kein Urteil – eher eine
Einladung. Rollen zu trennen heißt nicht, weniger zu helfen. Es
heißt: ehrlicher, klarer und sicherer für alle. Teile die
Folge gern mit jemandem, der gerade
„Chefcoach-Feuerwehr-Rettungsdienst“ in einer Person ist.
Feedback lieben wir – schreib uns!


Chaotische Konfettigrüße von


Petra & Tine

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